Kategorie Reviews

Strike Back – Season 2


Strike Back – Season 2

Waren die Briten bislang doch mehr für Comedy-Serien bekannt, gab es immer wieder aber auch Serien anderer Genres die für reges Interesse sorgten. „Dead Set“ oder im letzten Jahr auch „Strike Back“. Die Serie orientiert sich klar am Vorbild „24“ aus den Staaten, hat aber den typischen Vorteil der Briten. Kein Blatt vorm Mund oder vor der Linse. Und so fluchte sich Richard Armitage im Jahr 2010 durch ein actiongeladenes Abenteuer mit blutigen Einschüssen und jeder Menge Action.

Im Jahr 2011 gab es nun eine zweite Staffel. Die beginnt direkt mit einem Schock, denn Richard Armitage wird recht kompromisslos aus der Serie herausgeschrieben. Seinen Platz übernehmen nun Philip Winchester und Sullivan Stapleton. Nach einer kurzen Eingewöhnung, kommt man als Zuschauer aber wunderbar mit den beiden klar und je weiter die Staffel voranschreitet, desto weniger vermisst man Armitage, den mit dem dynamischen Duo kommt auch eine ganze Menge Witz zur Serie, der vorher nicht so greifbar war.

Die Story gliederte sich in Staffel 1 immer in Doppelfolgen. Es gab eine grobe Haupthandlung, aber in 3 Doppelfolgen gab es immer quasi abgeschlossene Handlungen, die am Rande zur Haupthandlung beitrugen. Dieses Konzept verwendet auch Staffel 2 wieder. Die beiden Soldaten verfolgen einen gesuchten Terroristen, erleben in der nun 10 Folgen starken Staffel aber erneut 5 Doppelfolgen. Von daher sollte man die Serie auch nie Folge für Folge gucken, sondern immer 2 Folgen am Stück. Die übergreifende Haupthandlung wurde nun etwas besser ausgearbeitet, ist aber erneut doch eher im Hintergrund.

Was zählt ist die knackige Action, die tollen Schauplätze und die durchweg hochgehaltene Spannung. „Strike Back“ bietet alles was „24“ auch hatte und noch mehr. Wohl die letzte gute Actionserie im TV.

8/10

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The Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 1 – Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1

Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht – Teil 1
Originaltitel: The Twilight Saga: Breaking Dawn – Part 1 – Erscheinungsjahr 2011 – Regie: Bill Condon



Darsteller:
Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Dakota Fanning, Anna Kendrick, Ashley Greene, Maggie Grace, Michael Sheen, Jamie Campbell Bower, Nikki Reed, Kellan Lutz, Jackson Rathbone u.A.

Filmkritik: Es ist sicherlich nicht immer einfach über „Twilight“ zu schreiben. Rumpolternde Nichtseher und selbst viel männliche Dochgucker hacken auf dem armen Franchise rum, während die Damen sich jedes Mal wieder verzaubern lassen (und ihre Männer gleich mit ins Kino ziehen). Zumeist resultiert das Ganze schlicht aus verschiedenen Ansätzen: Das Prinzessinen-Schmacht-Schema ist schon allein um toleriert zu werden oftmals ein schwer zu schluckender Brocken für manchen „echten Filmfan“. Nichts desto trotz hat nun 4.1 den zweitbesten Start der Filmgeschichte (bis jetzt, denn stetig steigende Ticketpreise sorgen sicherlich auch bald für neue Spitzenreiter in dieser Kategorie) hingelegt. Was ist also dran, an dem ganzen Hype?

Die Geschichte setzt gleich mit der langerwarteten Hochzeit vom unsterblichen, knapp 100 jährigen Vampir Edward mit seiner gerade-18-aber-mit-„alter Seele“-ausgestatteten Herzensdame Bella ein. Viele Emotionen, viele Auftritte von bislang mitgeschliffenen Nebencharakteren und ohne dass man es sich versieht, ist man von der ganzen Zuckerigkeit eingelullt. Das ist dann der Moment, wo Bill Condons Regie zündet, denn extrem überraschend schiebt er hier nun eine visuell umwerfender Alptraum-Sequenz ins Geschehen, die so sicherlich von wenigen erwartet wurde. Deshalb schon einmal „Entschuldigung!“ für diese verratene Sequenz, aber keine Sorge, es gibt noch einige Highlights mehr.

Leider erst ab der zweiten Hälfte, denn nach der Hochzeit geht es erstmal mit dem daywalkenden Glitzervampir-Mann/Frau-Duo in die Flitterwochen, wo Tennie-Klischee gerecht „das erste Mal“ ...

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The Thing

The Thing
Originaltitel: The Thing – Erscheinungsjahr 2011 – Regie: Matthijs van Heijningen Jr.



Darsteller:
Mary Elizabeth Winstead, Joel Edgerton, Eric Christian Olsen, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Ulrich Thomsen, Kim Bubbs, Stig Henrik Hoff, Trond Espen Seim, Jonathan Walker, Carsten Bjørnlund, Jørgen Langhelle, Davetta Sherwood u.A.

Filmkritik: Manchmal ist das moderne Kino schon ziemlich grauenerregend. Und dabei geht es jetzt gerade nicht einmal um Torture-Porn, Gore-Exzesse oder weitere Filme von den „Epic Movie“-Machern. Nein, gerade die immer beliebter werdende „Nostalgiaploitation“ greift um sich und sorgt dafür, dass seit jahrzehnten begrabene Franchises nun eine Fortsetzung spendiert bekommen. Ob jetzt „Indiana Jones“ oder „Tron“, zumeist kommt eine Mischung aus aktueller Optik und Zeitgeist zu einer alten Idee, die meist kombiniert mit Re-Releases der jeweiligen Urfilme gekoppelt gut Kohle machen soll.
Ein weiteres Mitglied der Retro-Nostalgie-Welle ist nun also „The Thing“ von Erstlingsregisseur
Matthijs van Heijningen Jr., der wohl ganz, ganz sicher gehen wollte: War John Carpenter’s „The Thing“ in den 80ern noch ein Riesenflop, da gerade Alle im E.T.-Rausch waren, so richtet sich das originellerweise genau gleich betitelte Prequel einzig und allein an alle Die-Hard „The Thing“-Fans, die sich über die Jahre Carpenters Remake zig Mal angeschaut haben. „Wir machen genau das Gleiche, nur irgendwie anders!“ ist da das Motto gewesen und genau das wurde dann eigentlich auch eingehalten, was schlicht das Problem ist.

Nostalgiaploitation Overkill!

Ja, es wird haarklein beschrieben was bei den Norwegern damals geschehen ist, die ursprünglich „Das Ding“ aus seinem eisigen Gefängnis befreit haben, bevor Kurt Russel und Co. in Carpenters Version sich auch die Weltallplage eingefangen haben. Dabei wird tunlichst genauesten darauf geachtet, auch ja so auszusehen wie der damalige Film und am besten auch extrem ähnliche Situationen zu präse...

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La Grieta – Sirene 1

Sirene 1
Originaltitel: La Grieta – Erscheinungsjahr: 1990 – Regie: Juan Piquer Simón



Darsteller:
Jack Scalia, R. Lee Ermey, Ray Wise, Deborah Adair, Emilio Linder, John Toles-Bey, Tony Isbert, Ely Pouget, Álvaro Labra, Luis Lorenzo, Frank Braña u.A.

Filmkritik: 1989 kam ein Film heraus, von dem wahrscheinlich die Meisten gehört haben: „The Abyss“ von James Cameron. Der in der damaligen Kinofassung noch nicht ganz runde, aber zumindest sehr unterhaltsame Untersee-und-Monster-Film führte dazu, dass etwa mit „Deep Star Six“ oder auch „Leviathan“ (beide ebenfalls ‚89) weiter Ableger des maritimen Horrors erschienen. Zu diesem nur sehr kurzzeitig beliebten Subgenre gehört auch der ein Jahr später erschienene „Sirene 1“ von Juan Piquer Simón.

Bei diesem handelt es sich wohl um einen der unterhaltsamsten Untersee-Monsterhorrorstreifen, die in dieser kurzen Zeit erschienen ist. Die Story ist dabei so grob wie nebensächlich und handelt davon, dass ein genialer Erfinder eines genialen U-Boots informiert wird, dass sein Meisterstück irgendwo gesunken sein soll und dass er nun eine Rettungsmission starten soll mit der Zweitausführung.
Zu diesem Zweck kommt schnell ein Team zusammen dessen Captain, und nun wird das Ganze großartig, von keinem Anderen dargestellt wird als von Mr. Drillsergeant himself: R. Lee Ermey. Dessen Darstellung des leicht Grummeligen, aber interessanterweise nicht klischeehaft als Bösewicht abgestempelten Army-Kommandanten ist dann auch die interessanteste und unterhaltsamste Figur des Streifens. Er ist nicht immer einverstanden mit der arroganten Know-It-All-Attitüde der Hauptfigur, aber kann durchaus zuhören und entscheidet sich dann trotz seiner Abneigung dem aalglatten Genies gegenüber für dessen durchaus richtige Pläne.

Der Rest an Bord ist dann allerdings ein einziges Klischee: Der lustige Schwatte, die zähe Soldatin, die überemotionale Franzose, der etwas unterkühlte Deutsche und das nebensächliche Love-Int...

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Ghoulies

Ghoulies
Originaltitel: Ghoulies – Erscheinungsjahr: 1985 – Regie: Luca Bercovica

Darsteller: Peter Liapis, Lisa Pelikan, Michael Des Barres, Jack Nance, Peter Risch, Tamara De Treaux, Scott Thomson, Ralph Seymour, Mariska Hargitay, Keith Joe Dick, David Dayan, Victoria Catlin u.A.

Filmkritik: Und wieder haben wir hier einen „kleine Monster“-Streifen aus dem Dunstkreis der zweiten Hälfte der 80er. Dieses Mal sogar einer der schnelleren Ableger, nachdem 1984 „Gremlins“ das Feld betreten und für einen Trend gesorgt hat.

Bei der Produktion waren auch eigentlich die richtigen Leute vertreten: Produziert wurde der Streifen von Charles Band, der nachher durch etwas zwielichtige Methoden die Produktionsfirma „Full Moon“ gründet. Die Musik kam vom wortwörtlichen Brother-in-crime Richard Band. Der ausführende Produzent war niemand geringeres als Peter Manoogian, dem das B-Movie-Genre solche Kracher wie „Destroyers“, „Arena“, „Demonic Toys“ oder auch eine Sequenz aus „The Dungeon Master“ beschert hat und beim extrem guten Alien-Nachfolger „Galaxy Of Terror“ die Second Unit-Regie machte. Für den Schnitt war Ted Nicolaou verantwortlich, der neben einigen „Subspecies“-Teilen auch noch „Cosmo – Die Außerirdischen“ sowie die 90er „Lucky Luke“-Serie gedreht hat. Und für die Cinematographie war sogar Mac Ahlberg zuständig, der neben „Robot Jox“, „Arena,“ „Beverly Hills Cop III“ oder auch dem unterbewerteten „King Of The Ants“ von Stuart Gordon ebenso seine Bildermagie bei keinem geringeren Streifen als „Re-Animator“ einsetzen durfte. Zum Schluss ist dann Luca Bercovici für die Regie zuständig, der später vornehmlich weiteren B-Trash drehen sollte, um mit „Abgezockt“, bzw. „Luck Of The Draw“, bzw. “Between The Lines – Zwischen den Fronten” 2000 seinen letzten Film abzuliefern, bei dem er die illustre Schar aus Dennis Hopper, Michael Madsen, Eric Roberts, Ice-T und William Forsythe für einen Actionfilm zusammenbekam.

Und als wäre das nicht schon ge...

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Pirates of Silicon Valley – Die Silicon Valley Story

Die Silicon Valley Story
Originaltitel: Pirates of Silicon Valley – Erscheinungsjahr: 1999 – Regie: Martyn Burke



Darsteller:
Noah Wyle, Joey Slotnick, J.G. Hertzler, Anthony Michael Hall, Wayne Pére, Sheila Shaw, Gema Zamprogna, John Di Maggio, Josh Hopkins, Gailard Sartain, Allan Kolman, Richard Waltzer

Filmkritik: Da vor kurzem Apple-Gründer Steve Jobs verstorben ist, war es an der Zeit einmal einen Blick auf den Film „Pirates of Silicon Valley“ zu werfen. Das Biografische Drama wirft einen Blick auf Steve Jobs und Bill Gates. Wie haben die beiden Angefangen und wie sah der Weg aus, der zu Apple und Microsoft geführt hat?

„Pirates of Silicon Valley“ lässt sich zunächst viel Zeit die Figuren in das rechte Licht zu rücken. Gates ist ein Nerd durch und durch. Jobs hingegen ist bereits zu Beginn etwas ausgeflippter, probiert Drogen aus, bandelt mit Frauen an und genießt das Leben. Als seine Firma dann plötzlich erfolgreich wird, wird er sesshaft und dadurch auch beinahe besessen. Er verliert den Halt, wird ein Arbeitstier, unterdrückt seine Angestellten und wird übermütig. Gates hingegen verändert sich über die Jahre kaum. Er klaut allerdings heimlich eine großartige Idee von Jobs und überholt mit seiner Firma Microsoft Apple schlussendlich.

Leider hört der Film da auf wo die Geschichte bald wieder an einen Wendepunkt gerät. Der Film, der von 1999 ist, ist heutzutage bereits hoffnungslos überholt. In den letzten 10 Jahren ist Jobs mit Apple quasi an Microsoft vorbeigezogen und hat die kreativeren Ideen präsentiert. Gates hat sich sogar zurückgezogen und anderen das Feld in seiner Firma überlassen.

Zudem geht „Pirates of Silicon Valley“ mit seinen Prioritäten hier und da etwas fahrlässig um. In den 90er Jahren, bzw. ab dem Zeitpunkt wo Gates aus seiner eigenen Firma rausgeworfen wird. überspringt der Film gute 10 Jahre in denen einiges passiert ist...

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Immortals – Krieg der Götter

Krieg der Götter
Originaltitel: Immortals – Erscheinungsjahr : 2011 – Regie: Tarsem Singh



Darsteller:
Luke Evans, Henry Cavill, Kellan Lutz, Mickey Rourke, Isabel Lucas, John Hurt, Joseph Morgan, Freida Pinto, Mark Margolis, Stephen Dorff, Robert Maillet, Stephen McHattie u.A.

Filmkritik: Bereits ins Internet gestellte Kampfszenen versprachen eine imposante, 300-hafte Optik, das Kinoplakat wirbt mit zig Göttern, die sich in einer riesigen Schlacht versammelt haben und Regisseur Tarsem schafft es dennoch das erste Mal in seiner Karriere so richtig zu enttäuschen.
War „The Cell“ noch inhaltlich komplett hohles Eye-Candy, während sein „The Fall“ einige Jahre später dann sogar von Seiten der Darsteller und Handlungen zumeist überzeugen wusste, so ist jetzt sein „Immortals“ nicht nur eine ziemliche zahnlose Mischung aus „300“ und „Kampf der Titanen“, sondern wird auch noch so falsch vermarktet, dass man kaum eine andere Chance hat, als enttäuscht das Kino zu verlassen.

Der Promotion-Kampfclip im Internet? Der stellte bis auf einige Handlungs-Zwischenschnitte den gesamten Showdown dar. Das opulente Kinoposter? Das stellt nichts anderes dar, als ein Bild, welches dreißig Sekunden(!) vor dem Abspann gezeigt wird und im Handlungsgeschehen schlicht Fortsetzungsköder ist.
Das ist dann schon eine so extreme Dreistigkeit der zuständigen Promotion-Abteilung, dass man aus dem Staunen kaum mehr rauskommt. Beim eigentlichen Film fehlt dieser Faktor dann leider überraschend oft…

Zusammengeklauter Abklatsch oder doch eine ganz eigene Vision?

Das bei Regisseur Tarsem die Optik eigentlich immer stimmt, war sogar schon vor dem ersten Trailer zum „Kampf der Götter“ klar, auch wenn selbst da bereits der Streifen nicht alles richtig macht. Denn selbst für die zähesten Vertreter der „suspension of disbelief“-Fraktion sind einige Design-Ideen und Kostümierungen alles Andere als erstzunehmend...

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Bridesmaids – Brautalarm

Brautalarm
Originaltitel: Bridesmaids – Erscheinungsjahr: 2011 – Regie: Paul Feig



Darsteller:
Rose Byrne, Jon Hamm, Kristen Wiig, Melissa McCarthy, Chris O’Dowd, Ellie Kemper, Maya Rudolph, Matt Lucas, Nancy Carell, Jill Clayburgh, Johnny Yong Bosch, Kali Hawk

Filmkritik: Annie (Kristen Wiig) hat eine emotionslose Sex-Beziehung mit Ted (Jon Hamm), der sie nach dem Sex am liebsten schnellstmöglich loswerden will. Ihre Bäckerei, mit der sie sich einen Lebenstraum erfüllt hat, musste vor kurzem schließen. Es läuft für sie momentan also alles andere als rosig. Und dann bittet ihre Freundin Lillian (Maya Rudolph) sie auch noch, ihre Trauzeugin zu werden, da sie bald heiraten wird.
Die enttäuschte Singlefrau möchte für die langjährige Freundschaft das Beste daraus machen und verliert sich von nun an in den Vorbereitungen für die Hochzeit. Dabei muss sie sich mit den anderen Brautjungfern anfreunden, was allerdings nicht so leicht ist, da Lillians neue beste Freundin Helen (Rose Byrne) aus reichem Hause kommt und viel lieber die Trauzeugin wäre. Daher weshalb sie jede Chance nutzt, um sich bei Lillian einzuschleimen und sämtliche Fehler von Annie zu korrigieren und sie auszubooten wo immer es nur geht.
Fatalerweise gehen alle Aktivitäten, die Annie organisiert spektakulär daneben: ein gemeinsames Tennis-Spiel, die Anprobe des Hochzeitskleids oder der Flug nach Las Vegas. Jedes Ereignis endet in einem Desaster, was die Freundschaft von Annie und Lillian gehörig auf die Probe stellt…

„I have to go to the bathroom but I heard about a woman who went to the bathroom on the plane – she got sucked into the toilet. Sucked right in.“

„Bridesmaids“ gilt als eine der witzigsten Komödien des Jahres 2011. Zudem verdrängte die R-Rated Frauen-Komödie den bisherigen Spitzenreiter „Sex and the City“ von der ersten Position und ist somit der erfolgreichste Film dieses Genres. Zu recht? Aber sicher doch!

„Bridesmaids“ legt den Humor-Fokus ganz klar...

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Executive Decision – Einsame Entscheidung

Einsame Entscheidung
Originaltitel: Executive Decision – Erscheinungsjahr: 1996 – Regie: Stuart Baird



Darsteller:
Kurt Russell, Steven Seagal, Halle Berry, John Leguizamo, Oliver Platt, Joe Morton, David Suchet, B.D. Wong, Len Cariou, Whip Hubley, Andreas Katsulas, Mary Ellen Trainor

Filmkritik: Terroristen kapern ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Washington um die Freilassung ihres Anführers zu erzwingen.Die Regierung zieht den Entführungsexperten Grant (Kurt Russell) zu Rate und dieser vermutet mehr hinter der Entführung. Man beschließt, mittels eines Spezialflugzeugs an die Maschine anzudocken und eine Sondereinheit einzuschleusen. Das Andocken gelingt, doch dann kommt der Leiter des Teams (Steven Seagal) bei einem Unfall ums Leben. Zudem kann nicht die gesamte Ausrüstung mit an Bord genommen werden. Nun sitzt Grant mit dem Sturmtrupp im Flugzeug fest und entdeckt kurz darauf, dass seine Bedenken richtig waren. Es gibt eine Giftgas-Bombe im Flugzeug…

Wenn man sich nach dem 11. September 2001 rückblickend nochmal einige Filme angesehen hat, merkt man das ein paar der Filme in den 90er Jahren ihrer Zeit voraus waren bzw. an diesem Tag zumindest von der Realität eingeholt wurden. Neben „The Siege“ zählt auch der spannende Action-Thriller „Executive Decision“ zu dieser Sorte Film.

Ein Passagierflugzeug wird von Terroristen gekapert. Aber stattdessen das diese Lösegeld erpressen oder einen gesuchten Ober-Terroristen freipressen wollen lautet das Ziel, das Flugzeug samt Giftgasbombe einfach als verlängerte Rakete einzusetzen und damit Washington und wenn es geht direkt die gesamte Westküste auszulöschen. Klang damals alles noch etwas weit hergeholt.

Aber „Executive Decision“ unterscheidet sich auch durch ein paar andere Merkmale vom klassischen Actionfilm. Vielmehr geht der Film eher in die Richtung die damals einst durch „Die Hard“ erschaffen wurde...

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The Dead

The Dead
Originaltitel: The Dead – Erscheinungsjahr: 2010 – Regie: Howard J. Ford, Jonathan Ford



Darsteller:
Rob Freeman, Prince David Oseia, David Dontoh, Glenn Salvage, Dan Morgan, Benjamin James Elliot, Mark Chapman, Amir Moallemi, Julia Scott-Russell, Mark Loberg, Kwesi Asmah, Nelson E. Ward

Filmkritik: „The Dead“ wurde mir vom Kollegen executor ans Herz gelegt. Ein Zombie-Film der alten Schule sollte es sein, für Fans der Romero-Klassiker und der Zombie-Filme aus Italien aus derselben Zeit. So ganz glauben konnte ich das nicht. Das Cover wirkt plump, die Story klingt lahm und das Setting in Afrika hört sich auch mehr wie eine Sparmaßnahme an.

Doch weit gefehlt, das was executor da gesehen hat kann nur bestätigt werden. „The Dead“ beginnt direkt ungemein atmosphärisch. Ein namenloser reist durch die Wüste, eingemummt in ein Tuch, bewaffnet mit AK-47 und Pistole. Er trifft immer wieder auf langsam schlurfende Untote, erschießt diese die ihm zu nahe treten. In einem ruhigen Moment erscheint der Titelscreen, „The Dead“.

Danach scheint es einen Zeitsprung zu geben. Lt. Brian Murphy strandet nach einem Flugzeugabsturz an einem Strand. Alles sieht zunächst recht idyllisch aus, doch da schlurfen direkt 8-10 Untote heran. Murphy gelangt im allerletzten Moment in den Besitz einer Pistole und erwehrt sich dem nahenden Biss eines Zombies. Anschließend macht er sich in Militärkluft auf in die Wildnis.

Die ersten 30 Minuten des Films sind erfrischend dialogarm. Murphy spricht in dieser Zeit im Grunde gar nicht, da er sowieso fast ausschließlich allein im Bild ist. Dies erzeugt eine sehr gute Stimmung, denn Murphy ist im zombiefizierten Afrika wirklich so gut wie allein. Immer wenn er kurz inne hält, schlurfen bereits einige Zombies heran, doch Lebende trifft er nie. Bis, ja bis er durch eine Unachtsamkeit dem Tode nahe ist. Da wird er im letzten Moment durch den Afrikaner Sgt. Daniel Dembele gerettet...

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Apache Woman – Una donna chiamata Apache

Apache Woman
Originaltitel: Una donna chiamata Apache – Erscheinungsjahr: 1976 – Regie: Giorgio Mariuzzo



Darsteller:
Al Cliver, Clara Hopf, Rick Boyd, Mario Maranzana, Corrado Olmi, Roque Oppendisano, Piero Mazzinghi, Ely Galleani, Frank Warner, Robert Thomas, Eugen Bertil, Henry Kalter, Yara Kewa  u.A.

Filmkritik: Dieser zynische weißer Mann gegen Rothaut-Italo-Western des eigentlich komplett unbekannten und wenig beschäftigten Regisseurs Giorgio Mariuzzo ist ein Paradebeispiel dafür, warum viele dieser Spätwestern oft einen ziemlich schlechten Ruf haben: Stereotype Abziehbilder als Charaktere, die ständig massivst rassistischen Murks von sich geben und durch die oftmals in italienisch vorkommenden Semi-Rip-Offs bekannter amerikanischer Konzepte wird auch hier das Gezeigte noch deutlich mehr überhöht als noch beim „Original“ war.

So darf sich nun ein von Genre-Veteran Al Cliver gespielter Soldatenrekrut nicht nur in eine wilde Häuptlingstochter verlieben, die als einzige das unprovozierte Massaker an ihrem Volk durch Clivers Kumpels überlebt hat, sondern mit seiner sexy Rothaut anschließend auch noch einen wahren Staffellauf der Rassistenklischees durchlaufen.

The Last Tipi On The Left?

Das es für das Herstellerland dabei typisch sleazig zugeht ist nicht verwunderlich, aber die gezeigte Kaltblütigkeit ist auch unter seinesgleichen schon deutlich menschenverachtender, als man das gewohnt ist. Sei es nun der Leichenfledderer und Quacksalber, der „30 Dollar für eine gut erhaltene Rothaut im Puff“ bekommen will und deshalb zwei Vergewaltigern einschärft das Mädel doch bitte nicht „kaputt zu machen“, über einen weiteren Redneck-mäßigen Charakter der die Gute gleich einen Tag lang anbindet und sich nicht recht entscheiden kann, ob er sie vergewaltigen oder töten will, bis hin zu den bibelfesten Arschlöchern, welche das arme Mädel gleich vergewaltigen wolllen, da es „doch eh nur ein Tier“ ist.

Sympathische Figuren gehen dem Str...

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Spacehunter: Adventures in the Forbidden Zone – Spacehunter – Jäger im All

Spacehunter – Jäger im All
Originaltitel: Spacehunter: Adventures in the Forbidden Zone – Erscheinungsjahr: 1983 – Regie: Lamont Johnson

Darsteller: Peter Strauss, Molly Ringwald, Ernie Hudson, Andrea Marcovicci, Michael Ironside, Beeson Carroll, Harant Alianak, Deborah Pratt, Aleisa Shirley, Cali Timmins, Paul Boretski u.A.

Filmkritik: Ja, dies ist einer der zahlreichen SciFi-Filme die im SciFi-Star-Wars-Boom der späten 70er bis Mitte der 80er produziert wurden. Hier als Team-Up aus Kanda und den USA, die Peter Strauss als Han-Solo-esken Weltraumvagabunden mit Molly „nervige Synchrostimme“ Ringwald auf ein abgedrehtes Hero-Quest im Stile eines Fantasy-Films schicken. Das Albernheiten und Sprüche alla: „Das ist nur der Chemiker mit seinem Drogenmobil!“ vorkommen, war da natürlich fast unausweichlich.

Der böse Herrscher eines Planet der Marke „Endzeit-Wüste“ hat sich nämlich drei Space-Babes unter den Nagel gerissen. Und so hat der Space-Schmuggler-Stand-In etwas, dass ihn sich auf die Jagd begeben lässt...

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Breaking Bad – Season 4



Breaking Bad – Season 4

Die vierte Staffel der Erfolgsserie „Breaking Bad“ des Senders „AMC“ versprach ein Knaller zu werden. So viel war nach dem Cliffhanger von Staffel drei klar. Denn selten wollte man so sehr wissen wie es weitergeht wie bei der letzten Szene der letzten Folge der vorrangehenden Staffel.

Wieder geht es in „Breaking Bad“ um den an Krebs erkrankten Lehrer Walter White, der vor seinem geplanten Dahinscheiden mit dem kochen von Meth noch schnell ein paar Tausender für seine Familie dazuverdienen will. Doch über die letzten drei Staffeln wurde das ganze zum Selbstläufer, Walters Krankheit scheint geheilt und er machte Bekanntschaft mit den hohen Tieren des Drogenhandels. Nur durch eine schnelle Kurzschlussreaktion am Ende der letzten Staffel konnte drohendes Übel für kurze Zeit aufgehalten werden, aber Staffel vier sollte nun quasi von Beginn an vor der Explosion stehen.

So kam es dann auch. Die vierte Season stellt den bisherigen Höhepunkt der Serie dar. Besonders was die Serie in den letzten vier Folgen abbrennt ist schlichtweg genial und man sitzt konsequent mit offenem Mund vor dem Fernseher. Storywendungen, überraschende Vorgänger und erfreulich harte Konsequenzen sind die Hauptzutaten der explosiven „Breaking Bad“ Mischung in dieser Staffel.

Es ist ein bisschen Schade, dass dies nicht bereits die letzte Staffel war, denn in der kommenden fünften, finalen Seasn weiß man nun nicht so ganz was noch kommen soll. Creator Vince Gilligan hat zwar bislang noch nie mit neuen Staffel-Ideen enttäuscht, aber es fällt schwer zu glauben, dass das Serienfinale nochmals derart intensiv sein kann wie das Ende dieser, zweifellos besten Staffel.

„Breaking Bad“ beweist wieder einmal, dass sie die beste Serie der letzten3, 4 Jahre ist. Kaum eine Serie schafft es konsequent derart hervorragende Folgen zu präsentieren, bei denen man ein ums andere Mal Bewertungen im Bereich 8-10 vergeben muss...

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30 Minutes or Less – 30 Minuten oder weniger

30 Minuten oder weniger
Originaltitel: 30 Minutes or Less – Erscheinungsjahr: 2011 – Regie: Ruben Fleischer



Darsteller:
Jesse Eisenberg, Danny McBride, Nick Swardson, Michael Peña, Aziz Ansari, Bianca Kajlich, Fred Ward, Dilshad Vadsaria, Jordan Trovillion, Alex Rush, Angelique Sky, Elizabeth Wright Shapiro

Filmkritik: Die Pizzeria für die der Pizzabote Nick (Jesse Eisenberg) arbeitet verspricht seinen Kunden, dass jede Lieferung in 30 Minuten oder weniger an den Mann gebracht wird. Dieses Versprechen wird Nick eines Abends zum Verhängnis. Denn zwei durchgeknallte Kriminelle (Danny McBride, Nick Swardson), verkleidet in Affenkostümen, überfallen ihn bei einer Lieferung, binden ihm eine ferngesteuerte Bombe über die Brust und zwingen ihn anschließend eine Bank auszurauben und die Beute bei ihnen abzuliefern. Nick hat dafür 10 Stunden Zeit, dann geht die Bombe hoch. Nick tut sich mit seinem ehemals besten Kumpel, dem Lehrer Chet (Aziz Ansari), zusammen und versucht das Beste aus der Situation zu machen….

Guess what? You just brought a gun to a bombfight, officer!” Nick

Nach dem sensationellen „The Social Network“ schaute sich Hauptdarsteller Jesse Eisenberg nicht lange nach großen neuen Angeboten um sondern tat sich nochmals mit dem Regisseur von einem seiner letzten Filme zusammen: Richard Fleischer, Macher der Zombie-Comedy „Zombieland“.

Die Story von Fleischers neuem Film klingt zunächst einmal ganz nicht so schlecht. Zwei Versager die einem dritten eine Bombe umschnallen und ihn dann zwingen eine Bank zu überfallen hört sich nach einem temporeichen Thriller oder zumindest nach einer launigen Komödie an, die aufs Tempo drückt. „30 Minutes or less“ ist aber nur irgendwo dazwischen.

Sometimes fate pulls out its big ol‘ cock and slaps you right in face.” Dwayne

Das Beste am Film sind wohl zweifellos die Darsteller. Jesse Eisenberg („Roger Dodger“) gibt einmal mehr den sympathischen Nerd von Nebenan...

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Killer Elite

Killer Elite
Originaltitel:  Killer Elite – Erscheinungsjahr 2011 – Regie: Gary McKendry



Darsteller:
Jason Statham, Robert De Niro, Yvonne Strahovski, Clive Owen, Dominic Purcell, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Grant Bowler, Ben Mendelsohn, Kristy Barnes-Cullen, Michael Dorman, Lachy Hulme, Firass Dirani u.A.

Filmkritik: Jason Statham stellt mal wieder seine atemberaubende Bandbreite als Charakterdarsteller zur Schau und spielt einen hochprofessionellen Auftragskiller, der für seinen väterlichen Kumpel (gespielt von De Niro) für einen letzten Auftrag aus dem Ruhestand geholt wird. Gut, Ironie bei Seite, Statham spielt mal wieder Statham und in dem den Inhalt ziemlich falsch darstellenden Trailer wirkt es so, als würde der Gute sich hier konsequent mit Clive Owen anlegen. Dem ist allerdings nicht ganz so…

Vor einem Netz aus politischen Verstrickungen muss Statham mit einem Team aus zwei weiteren Profikillern drei Ziele für einen Ölscheich ausschalten, die alle früher zum britischen Sonderkommando der SAS gehört haben. Genau wie Clive Owens Charakter, der von Hintermännern darauf angesetzt wird diese Leute zu beschützen.
Die Geschichte basiert dann auch auf dem Sachbuch „The Feathermen“, welches Anfang der 90er erschienen ist, aber wie bei so vielen Streifen die „auf einer wahren Begebenheit“ beruhen, besonders einer, die komplett in einer Geheimdienstwelt spielt, kann es eben viele Darstellungen der „Wahrheit“ geben. All das interessiert aber den durchschnittlichen Kinozuschauer im Allgemeinen und den durchschnittlichen Statham-Fan im Besonderen wohl weniger. Die Fragen sich: „Und, wie geht‘s ab im Film?“

Damals, in den 80ern…

Bereits das der Streifen in den ganz frühen 80ern spielt, sorgt schon für einige modische Eigenheiten, die von der in Kämpfen wenig ruckeligen und ansonsten wunderbar ruhigen Kamera gekonnt eingefangen werden...

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