Kategorie Reviews

Waterworld

Waterworld

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Erscheinungsjahr: 1995
Regie: Kevin Reynolds

Darsteller: Kevin Costner
Jeanne Tripplehorn
Tina Majorino
Dennis Hopper
Leonardo Cimino
Zakes Mokae
Rick Aviles
Kim Coates

Inhalt@OFDB

Die letzte Sichtung muss mindestens 10-12 Jahre her sein. Ich erinnerte mich aber noch, das mir der Film damals sehr gut gefiel. Die Idee und Kevin Kostner in der Hauptrolle faszinierten mich damals. So packte ich die Blu-ray des Films zuletzt für 10€ in den Warenkorb und war direkt recht wild drauf, mir "Waterworld" endlich mal wieder anzusehen.
Die Geschichte hinter dem Film sollte ja soweit bekannt sein. Die Kurzfassung: Einer der größten Flops der Filmgeschichte. Wieso genau? Ìch weiß es nicht, denn er wirkt eigentlich durchweg wie ein typischer Sommerblockbuster, aber für das exorbitant hohe Budget hätten wahrscheinlich ähnlich viele Leute wie später bei "Titanic" das Kino besuchen müssen. Doch so gut ist "Waterworld" dann doch nicht. Dabei nahm der Film sogar stattliche 255 Millionen Dollar ein und die Produktion kostete "nur" 175 Millionen. Marketingkosten sowie die Margen für die Kinos sind dort allerdings noch nicht abgezogen. Aber zum Film:
Die erste Stunde macht richtig Spaß und gehört wohl unterhaltungsmäßig zum besten was zu der Zeit aus Hollywood kam. Die Einführung in eine überflutete Welt, bevölkert von Menschen auf Booten und schwimmenden Festungen gelingt vortrefflich. Der Aufwand der hier betrieben wurde, mit nur wenigen digitalen Effekten zur Unterstützung, ist gigantisch und das merkt man auch. Der Film wirkt wie "Mad Max 2" auf dem Meer.
Kostner funktioniert wie so oft super als Hauptdarsteller, charismatisch wie eh und je. Dennis Hopper weiß als Bösewicht mit reichlich witzigen Sprüchen("Don’t just stand there, kill something!") und schrägem Auftreten ebenfalls zu gefallen.
Leider ist der Film aber ganz klar zu lang geraten...

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The IT Crowd – Season 4

The IT Crowd – Season 4

Wer hätte das gedacht. Zur, in Fankreisen, sehr populären Serie "The IT Crowd" über die nerdige IT-Abteilung in einem Unternehmen, gab es doch jetzt glatt noch eine vierte Staffel. Nach der eher schwächeren dritten Season hätte ich nicht mehr mit einer Weiterführung gerechnet, aber scheinbar stimmen die Quoten der Serie in UK noch.
Nach Folge 1 machte sich dann aber Ernüchterung breit und auch Folge 2 war noch nicht so gut, aber die Folgen 3-6 sind gewohnte "The IT Crowd" Qualität. Nerdiger, teils auch sehr schräger Humor auf den man gewiss stehen muss, aber der geneigte Fan ist über die Art des Humors ja zu genüge unterrichtet. Kann nicht mit den Anfängen der Serie mithalten, aber die Macher hatten noch einige sehr gute Ideen parat. Da kann doch gerne noch eine Staffel kommen.

8/10

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Army of Two: The 40th Day

Army of Two: The 40th Day

Da ich mir für 2 Wochen eine Xbox 360 ausgeliehen habe, werde ich in dieser Zeit versuchen die wichtigsten Shooter zu spielen die es auf dem PC nicht gibt. Den Anfang machte "Army of Two: The 40th Day". Ab nächste Woche folgen dann u.a. "Alan Wake", "Gears of War 2" und evtl. noch "Red Dead Redemption".
Zwar habe ich den ersten Teil von "Army of Two" nicht gespielt, aber da ich gelesen hatte das sich Teil 2 weder auf diesen bezieht noch überhaupt sowas wie eine Story haben soll, konnte ich dies also getrost ignorieren. Im Spiel geht es um die 2 beinharten Söldner Tyson Rios und Elliot Salem. Vollgepackt mit allerhand Kriegsgerät, Kugelsicheren Westen usw. sind die zwei auf einem Einsatz in Shanghai. Doch mittendrin wird Shanghai plötzlich von schwerem Gerät angegriffen, dutzende Wolkenkratzer stürzen ein und die ganze Stadt versinkt im Chaos. In der Rolle von Rios oder Salem muss man nun aus der Stadt entkommen und nebenbei noch den Drahtzieher kaltstellen. Je nachdem für welche Figur man sich entscheidet, wird der andere von der KI gespielt oder von einem Mitspieler. Ich habe die Rolle der KI übergeben.
Das Spiel ist soweit recht Straight-Forward. Man latscht durch die zerstörte Stadt und diverse Gebäude(Krankenhaus, Mall), nimmt es mit hundertschaften von Gegnern auf und sucht sich hinter jeder Mauer Deckung. Dann lugt man kurz hervor, bringt ein paar Schüsse an und geht wieder in Deckung. Auf großen Plätze mit vielen Gegnern erinnert das manchmal an Moorhuhn-Schießen. Aber die Gegner-KI ist recht fordernd, versucht den Spieler auch mal zu flankieren oder mit Granaten aus der Deckung zu scheuchen. Dies sorgt besonders in Kombination mit der nicht 100% gelungenen Steuerung und der manchmal schlechten KI des Mitstreiters dafür, dass sich auf dem "Normalen" Schwierigkeitsgrad die Frustmomente ab der Hälfte des Spiels (2,5 Stunden) anfangen zu häufen...

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Filmsichtung zu denen es schon Reviews gibt – 07.2010

Inglourious Basterds(04.07.10):
Gefällt immer noch meisterlich. 150 Minuten die wie im Flug vorbei sind. Meisterwerk, wieder mal.
10/10
Review

The Last Boy Scout(17.07.10):
Geniestreich, bei jeder Sichtung grandios
10/10
Review

Rambo
(22.07.10):
Harte Action mit einer Kultfigur des Actionfilms. Auch in der Extended-Version gelungen.
8/10
Review

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Bangkok Dangerous

Bangkok Dangerous

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Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Oxide Pang Chun
Danny Pang

Darsteller: Nicolas Cage
Charlie Yeung
James With
Philip Waley
Shaun Delaney
Shahkrit Yamnarm

Inhalt@OFDB

"Bangkok Dangerous" ist das US-Remake des gleichnamigen Hongkong-Films(den ich zu meiner Schande bisher nicht kenne). Interessanterweise machen die selben Leute die 1999 bereits das Original inszenierten auch das Remake. Selbst die meisten Rollen, bis auf die des Hauptdarstellers, scheinen soweit ähnlich besetzt zu sein. Einzig eben der Hauptdarsteller ist kein Asiate, sondern Amerikaner, dargestellt von Nicolas Cage.
Der Film hat keinen all zu guten Ruf. Remakes von asiatischen Filmen werden in der Regel kritisch beäugt und meist (zu recht) kaum ernst genommen und Nicolas Cage hatte in den letzten Jahren mit seiner Rollenauswahl in der Regel ziemlich daneben gegriffen.
So verwunderte(und erfreute) es mich dann doch etwas, dass der Film von Beginn an gar nicht mal so verkehrt war. Stil, Story, Schauspieler und auch in der Action wusste der Film zu gefallen. Zwar stimmt die Chemie zwischen Cage und seiner Love-Interest nicht so ganz und den harten Killer nimmt man ihm auch nicht in jeder Szene ab, aber insgesamt schafft der Film eine gelungene Balance zwischen Action und Charakterszenen. Die Charakter- und Handlungsszenen an sich und die gesamte Story ist zwar nicht allzu kreativ und dazu recht Klischeebeladen, aber das Gesamtprodukt funktioniert auf eine recht gelungene Art und Weise.
Klar ist der Film kein Megahit aber im spezifischen Genre gibt es ganz andere Totalausfälle. Aus dieser Masse sticht "Bangkok Dangerous" noch so grad heraus. Knappe:

7/10

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Operation Endgame

Operation Endgame

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Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Fouad Mikati

Darsteller: Zach Galifianakis
Emilie de Ravin
Rob Corddry
Odette Yustman
Adam Scott
Brandon T. Jackson
Maggie Q
Ving Rhames

Der Trailer zur Action-Komödie "Operation Endgame" versprach einen recht unterhaltsamen, aber ebenso actionreichen Film mit sehr gutem Cast. Leider kann der Film quasi keine dieser Prämissen erfüllen. Im Film geht es um 2 Gruppen von Regierungsagenten. Als eines Tages ein neuer Agent zum Team dazu stößt, wird während des Meetings der Chef des Ganzen getötet und das "Projekt Endgame" gestartet. Das heißt: Keiner kann raus und in 2 Stunden wird der unterirdische Bunker mit Napalm ausgelöscht. Jeder verdächtigt nun direkt jeden und alle sollten versuchen den Killer zu finden und die Zerstörung zu verhindern. Doch stattdessen fangen die Agenten, die in Zweierteams(je einer von Gruppa Alpha und einer von Omega) durch den unterirdischen Komplex streifen, an sich gegenseitig auf brutalste Art und Weise um die Ecke zu bringen…
Leider sind die vielen bekannten Gesichter so mit das Einzige was in "Operation Endgame" irgendwie Spaß macht. Die Story ist ziemlich schräg, eigentlich auch gar nicht mal so mies, doch an der Umsetzung krankt es vorne und hinten. Statt gutem Humor kommt meist der Holzhammer zum Einsatz, und zwar nicht nur als Witzhebel sondern auch um die Agenten zu massakrieren. Die unnötig brutalen Morde scheinen so gar nicht in den Film zu passen, der andererseits sowieso nicht so recht weiß was er nun sein will. Zu unwitzig und brutal für eine Komödie, aber dann auch wieder zu albern als Thriller. Das Ganze geht wohl am ehesten als amerikanischer Film für ein britisches Publikum durch, da der Humor stellenweise schon recht britisch daherkommt.
Die ersten Agenten sterben natürlich nach der Prämisse "höchste Gage stirbt zuerst" so das von den wirklich bekannten Gesichtern schnell auch nicht mehr viele...

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Dragon Squad

Dragon Squad

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Erscheinungsjahr: 2005
Regie: Daniel Lee

Darsteller: Michael Biehn
Li Bingbing
Maggie Q
Vanness Wu
Simon Yam
Chin Kar-Lok
Sammo Hung
Xia Yu

Inhalt@OFDB

Was auf dem deutschen Cover von "Dragon Squad" als Actionfilm mit Michael Biehn verkauft wird, ist eigentlich ein Hongkong Action-Thriller bei dem Biehn eher eine größere Nebenrolle einnimmt. Die Hauptrollen der Polizisten sind von, für mich bis auf Sammo Hung, recht unbekannten asiatischen Darstellern besetzt. Ganz anders die Seite der Gangster. Neben Michael Biehn tummelt sich da sogar noch Maggie Q. So kommt es immer wieder vor, das man mehr zu den Gangster als zu den Cops hält. Aber "Dragon Squad" ist sowieso ein zweischneidiges Schwert. Den überzeugenden, harten und einfach packenden Actionszenen steht eine unheimlich langweilige, dröge Geschichte gegenüber die sich über die stattliche Laufzeit von 105 Minuten immer wieder gewaltig hinzieht. So atmet man immer wieder erleichtert auf, wenn die viel zu lang hingezogenen Handlungsszenen von einer Actionsequenz unterbrochen werden. In diesen merkt man auch direkt wo das wahre können des Regisseurs liegt.
Insgesamt ist "Dragon Squad" durch die sehr schwache Handlung leider nur knapp über dem Durchschnitt anzusiedeln.

6/10

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Fist of the North Star

Fist of the North Star

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Erscheinungsjahr: 1986
Regie: Toyoo Ashida

Inhalt@OFDB

Auch wenn ich kein großer Fan von Animes bin, fand ich den Weg zu "Fist of the North Star". Unter der Prämisse einer Bad-Ass-Endzeit-Serie, habe ich mir die ersten beiden Folgen der Serie angesehen und mochte das Setting, die Figuren und die gesamte Inszenierung direkt. Sogleich ging es dann an die Verfilmung.
Zwar muss sich der Film den Vorwurf gefallen lassen, dass die Story alles andere als kreativ und die Charaktere alles andere als gut ausgearbeitet sind. Doch was der Film an Stereotypem in die Handlung packt, macht er dafür im Setting, Stil, Musik und in den ausufernden Actionszenen wieder wett. Wenn Hauptfigur Kenshiro einmal loslegt, bleibt kein Knochen auf dem anderen, da stürzen auch schonmal ganze Hochhäuser ein und die Köpfe seiner Feinde platzen beinahe durch die kleinste Berührung. Allein schon wie Kenshiro in vielen Szenen ins Bild kommt, ist die Sichtung wert. Unheimlich cool.
Doch die Geschichte wirkt gehetzt, lässt sich an anderer Stelle dann wieder zu viel Zeit und aus der im Grunde recht simplem Story wird irgendwie versucht etwas Großes zu schaffen. Doch dabei stellt sich der Film immer wieder selbst ein Bein. Dazu wird manches nicht ganz klar, was stellenweise wohl auch an falschen Englischen Übersetzungen liegt. Diese baut dafür an vielen Stellen (gute) One-Liner ein, wo die O-Ton Fassung scheinbar Handlungsrelevantes präsentiert.
So reduziert man den Film meist nur auf die zahlreichen Actionszenen, in denen die Hauptfiguren sich gegenseitig aufs Maul hauen und lässt die Story, die am Ende gar noch mit einer fiesen Holzhammermoral um die Ecke kommt, ein wenig links liegen. Aber wenn der Film eins kann, dann eine wirklich tolle Atmosphäre aufbauen. Setting, Zeichenstil, Musik, all das wird zu einer stimmigen Mischung verwoben, die auch heute nicht wirklich veraltet wirkt...

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Cyborg

Cyborg

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Erscheinungsjahr: 1989
Regie: Albert Pyun

Darsteller: Jean-Claude Van Damme
Deborah Richter
Vincent Klyn
Alex Daniels
Dayle Haddon
Blaise Loong
Ralf Möller

Inhalt@OFDB

Was erblickten meine müden Augen da gestern Abend im Vorspann? "Rolf Muller", na wenn das mal nicht Kollege Ralle aus Deutschland ist. Und genau der war es dann auch. Ralf Möller in seinem ersten Hollywood-Film. Mit war bisher nicht bekannt, dass ihm die Ehre zu Teil wurde unter der Regie von Albert Pyun damals sein Können zu präsentieren. Zwar wurde er aufgrund seines Akzent wohl komplett auf Englisch synchronisiert, aber was solls.
Aber genug des Schwelgens in deutschen Elite-Schauspielern, hin zu "Cyborg". Pyun hat hier 1989 ein recht gut besetztes Endzeit-Prügelfilmchen hingelegt. Recht gelungene Sets die schöne Endzeit-Atmosphäre versprühen, ein gut aufgelegter Jean Claude der richtig fein kickt und hin und wieder auch ballert sowie eine zwar nicht kreative aber nie langweilige Story. Pluspunkte sammelt der Film auch durch seinen gar übermächtigen Bösewicht. Fender(dt. Stoßstange) gespielt von Quadratschädel Vincent Klyn ist in Sachen Statur, Stimme und Auftreten äußerst gelungen.
Das gesamte Finale besteht zwar nur noch aus Grunz und Schreilauten wie "AAAAAAGGGGGHHHHHHHHHHHHHHH" aber das gehört zu einem B-Prügelfilm ja irgendwie dazu. Zwar liegen leider auch die meisten Schwächen des Films in Hälfte 2, doch insgesamt ist der Film definitiv gelungene Martial Arts Sci-Fi Unterhaltung mit wenig Anspruch. Gewohnte Kost von den Cannon-Experten.

7/10

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Liebling, wir graben Harry aus! – Bye Bye Harry!

Liebling, wir graben Harry aus! – Bye Bye Harry!

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Erscheinungsjahr: 2006
Regie: Robert Young

Darsteller: Tim Dutton
Bela B. Felsenheimer
Moanna Ferré
Veronica Ferres
Iddo Goldberg
Joanna Page
Til Schweiger
Vanessa Wieduwilt

Inhalt@OFDB

Auf "Bye Bye Harry" bin ich durch die illustren Darsteller aufmerksam geworden. Til Schweiger sowie Bela B. Felsenheimer, der Drummer meiner Lieblingsband, zusammen in einem Film eines britischen Regisseurs. Das klang doch nach ganz guter Unterhaltung.
Leider wird dann im Film schnell klar, das Schweiger und Bela die einzigen beiden sind, die wirklich witzig sind. Die Story, die irgendwo zwischen "Waking Ned Devine" und "Big Nothing" einzuordnen ist, überzeugt nur selten. Das Potential der Story wird nicht im Ansatz ausgeschöpft. Es fehlt an Spritzigkeit, an dem Gespür wann man einen guten Gag einbringen soll und es mangelt auch ganz klar an richtig schwarzem Humor. Guter Humor hält sich somit sehr in Grenzen, Flachwitz regiert oder es wird gleich ganz auf etwas Witz verzichtet.
Schweiger und Bela spielen 2 Osteuropäische Mechaniker, die durch ihre Blödeleien fast alle der wenigen Gags auf ihrer Seite haben. Tolle Performances. Die weiteren Rollen sind zweckmäßig besetzt. Veronica Ferres sticht immer mal wieder hervor, aber nicht unbedingt durch ihre grandiose Leistung.
Insgesamt sehr durchschnittlicher Film, der aus der guten Grundidee viel zu wenig macht. Das konnten die Briten definitiv schon viel besser.

5/10

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Inception

Inception
Originaltitel: Inception Erscheinungsjahr:2010 – Regie: Christopher Nolan


Darsteller: Leonardo DiCaprio, Ken Watanabe, Joseph Gordon-Levitt, Marion Cotillard, Ellen Page, Tom Hardy, Cillian Murphy, Tom Berenger, Michael Caine, Lukas Haas, Tohoru Masamune, Talulah Riley

Filmkritik: Heute war es endlich soweit. Christopher Nolans neuer Film „Inception“(zu Deutsch: „Gründung“) läuft morgen an und die Premiere wurde heute von mir besucht. Nolan, der 2000 mit seinem Meisterwerk „Memento“ bekannt wurde und sich in den weiteren Jahren mit „Insomnia“ und „The Prestige“ und im Blockbuster-Bereich mit „Batman Begins“ und „The Dark Knight“ einen Namen gemacht hat, bekam von Warner ein stattliches Budget(160 Millionen Dollar) um seine Idee zu verwirklichen. Zwar mochte ich auch Nolans „Batman“-Filme da sich diese eben nicht als reine Effektschlachten verkaufen, sondern eine gesunde Balance zwischen Story, Action und Acting eingingen, doch das diese nun besser sind als die „Batman“-Filme von Tim Burton kann ich nicht sagen und das Nolan in anderen Genres besser aufgehoben ist, hat er denke ich mit den anderen genannten Filmen mehr als bewiesen.
Wie die Idee für „Inception“ genau aussah, war mir bis zum Start des Films nicht klar. Ich habe nach dem ersten Teaser(in dem nicht gesprochen wurde) auf sämtliche Informationen in Wort und Bild verzichtet, um „Inception“ wie einst „Memento“ und „The Prestige“ ohne Vorahnungen zu genießen. Ich hatte also zuvor keinerlei Informationen über die Story und kann dies im Prinzip jedem anderen ebenfalls empfehlen, auch wenn das im Umkehrschluss wohl heißt, dass mein Review von weniger Leuten gelesen wird. Wer hingegen sowieso schon Trailer und/oder Inhaltsangaben kennt, kann auch getrost hier reinschauen. Auf zum Inhalt:

Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist der beste Dieb auf dem Gebiet der Extraction. Darunter versteht man, einem Menschen Informationen und wertvolle Geheimnisse in einem Traum zu stehlen...

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Memento

Memento

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Erscheinungsjahr: 2000
Regie: Christopher Nolan

Darsteller: Guy Pearce
Carrie-Anne Moss
Joe Pantoliano
Mark Boone Junior
Stephen Tobolowsky
Jorja Fox
Harriet Sansom Harris

Inhalt@OFDB

Der letzte Nolan-Film zu dem mir noch ein Review fehlte war "Memento". Den Film hatte ich natürlich bereits vor etlichen Jahren gesehen und für absolut herausragend befunden. Im allgemeinen gilt der Film unter den Fans auch als dessen bester Film, auch wenn viele andere sicher "The Dark Knight" als den besten Film Nolans bezeichnen. Die Geschichte sollte wohl jedem klar sein: Der an Kurzzeitgedächtnisverlust leidende Leonard (Guy Pearce) ist auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau. Doch er kann sich neue Informationen nur wenige Minuten merken, muss sich alles aufschreiben und wichtige Informationen gar als Tattoo in seine Haut spritzen. Doch wie soll man sich Rächen, wenn man Minuten danach nichts mehr von einer erfolgreichen Rache weiß? Wie soll man trauern und den Schmerz des Todes seiner Frau überwinden, wenn man kurz danach nicht mehr weiß, das man den Schmerz dabei war zu überwinden. Alle paar Minuten fängt er mit seinem Gedächtnis wieder beim Tod seiner Frau an, bastelt sich aus Observation, Fotos, Zetteln und Tattoos die momentane Situation zusammen und liegt doch oft daneben. Der Zustand von Leonard ist wahrlich aussichtslos.
Um diese aussichtslose Situation dem Zuschauer im Ansatz zu vermitteln, entschloss sich Regisseur und Screenplay-Autor Christopher Nolan den Film nicht chronologisch sondern rückwärts ablaufen zu lassen. "Memento" beginnt also mit der eigentlich finalen Szene des Films und arbeitet sich Kapitel für Kapitel an den Anfang der Geschichte. Somit kann man als Zuschauer meist nur erraten welche Szene als nächstes kommt und ist in der Szene selbst zunächst völlig ahnungslos, eben genau wie Leonard...

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Destroyers

Destroyers

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Erscheinungsjahr: 1986
Regie: Peter Manoogian

Darsteller: Patrick Reynolds
Denise Crosby
Andrew Prine
Conan Lee
Fausto Bara
Charly Bravo
Roy Dotrice

Inhalt@OFDB

Bei "Destroyers" handelt es sich um eine Krude Mischung verschiedener Genres und Figuren. Was als Cyborg-B-Movie beginnt, teilweise an den erst viel später erschienenen "Universal Soldier" und den ebenfalls erst ein Jahre später erschienenen "Robocop" erinnert, macht dann recht Flott die Biege in den Abenteuer-Indiana-Jones-Sektor und nach rund einer Stunde kommt der Film dann gar im "Neandertaler meets Kung-Fu Film" an. Kurzum: Einfach nur herrlich schräg.
Gott sei Dank, dass sich der Film bei seiner gewaltigen Sause kaum ernst nimmt. So spricht gar einer der Darsteller das Offensichtliche in einem genialen Satz an:„Wir haben Roboter, wir haben Neandertaler, wir haben Kung Fu… Was braucht man mehr zum glücklich sein?“ Wo er Recht hat, hat er Recht. Der Film wäre mit seiner debilen Popelstory eigentlich prädestiniert den Zuschauer mit Langeweile zu überhäufen, doch stattdessen wird mit Witz und dem Zugeben immer schrägerer Zutaten ein ziemlich verrückter Cocktail gemixt, dem im Endeffekt einfach nur noch Action Mangelt. Abgesehen von einer recht dürftigen aber immerhin längeren Ballerei zu Beginn, kommt der Actionfrend an sich eher weniger auf seine Kosten. Zwar zeigt der Kung-Fu-Ninja später noch was er kann und es explodieren ein paar Boote im Rahmen einer Flußfahrt-Slapstick-Einlage, aber in Sachen Action ist der ansonsten wirklich unterhaltsame B-Kracher wahrlich schwach bestückt.
Würde "Destroyers" auch da noch mehr auf die Kacke hauen, es wäre wohl wahrlich ein Fest gewesen. Aber auch so ist der Film für vergnügliche 90 Minuten auf jeden Fall zu empfehlen.

7/10

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Insomnia – Schlaflos

Insomnia

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Erscheinungsjahr: 2002
Regie: Christopher Nolan

Darsteller: Al Pacino
Robin Williams
Hilary Swank
Maura Tierney
Martin Donovan
Nicky Katt
Paul Dooley
Jonathan Jackson

Inhalt@OFDB

Da es morgen in "Inception" geht, wollte ich mir heute den Film von Regisseur Christopher Nolan ansehen, den ich bislang noch nicht kannte. "Insomnia" wird meist als der ruhigste Film von Nolan beschrieben. Die Handlung war mir im Ansatz bekannt, doch viel wusste ich nicht darüber. Umso überraschender kam der Film dann daher. Das starke Setting im Hinterland Alaskas weiß den Zuschauer direkt zu fesseln. Schöne Landschaften, faszinierende Einöde, ein kleines Kaff was nicht nur einmal an das beschauliche "Twin Peaks" erinnert. In der Stadt geht um diese Jahreszeit die Sonne nicht unter, selbst tief in der Nacht ist es taghell. Detektive Dormer(Pacino) wird in den Ort beordert um den Mord an einem jungen Mädchen aufzuklären. Doch bei der Jagd auf den Killer erschießt er im dichten Nebel versehentlich seinen Partner, der momentan eine interne Ermittlung gegen Dormer laufen hat. Während er seinen Kollegen in Alaska stets 2 Schritte voraus ist, versucht er seine Spuren zu verwischen und zugleich den Killer zu jagen, der den versehentlichen Mord beobachtet hat und sich schon bald mit ihm treffen will.
Was neben dem tollen Setting am meisten fasziniert ist Al Pacino selbst. Er spielt die Rolle als wäre sie ihm auf den Leib geschrieben worden. Der innerlich zerrissene Cop der sich durch die taghelle Nacht aber vor allem durch Schuldgefühle an der Schlaflosigkeit zermürbt, wird von ihm richtig stark gespielt. Er dient trotz seiner Zerrissenheit ständig als Identifikationsfigur und Fixpunkt, auch als er bald Zweifel an sich selbst hegt, ob der Mord an seinem Partner vielleicht doch kein Versehen war.
Hinter Pacino fällt Robin Williams als Killer ein wenig ab...

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Invasion of the Body Snatchers – Die Körperfresser kommen

Invasion of the Body Snatchers – Die Körperfresser kommen

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Erscheinungsjahr: 1978
Regie: Philip Kaufman

Darsteller: Donald Sutherland
Brooke Adams
Jeff Goldblum
Veronica Cartwright
Leonard Nimoy
Art Hindle
Lelia Goldoni
Kevin McCarthy
Don Siegel

Inhalt@OFDB

Über die Jahrzehnte gab es immer wieder neue Interpretationen des Body-Snatchers-Themas. 2007 gab es ein geflopptes Remake mit Daniel Craig. 1998 nahm sich Robert Rodriguez dem Thema an und verpackte es in eine Highschool-Handlung. 1994 gab es mit "The Puppet Masters" ein Remake, dass wie das hier besprochene 1978er Remake auch Donald Sutherland aufzuwarten hatte. Der Originalfilm, der seinerseits auf einem Roman basiert, kam bereits 1956 in die Kinos. Aber genug zu Geschichte.
Das Thema an sich fasziniert mich schon länger, trotz allem habe ich bisher erst wenige Filme aus diesem Kosmos gesehen. Somit war es endlich an der Zeit für das 78er Remake.
Der Film verwirrt den Zuschauer zunächst mit einem total schrägen Robert Duvall Cameo. Er spielt einen Priester der auf einem Spielplatz auf einer Schaukel sitzt. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
Der Film legt von Beginn an den Spannungs-Gang ein und fesselt den Zuschauer direkt. Das mysteriöse Verhalten der Bevölkerung, die verzweifelte Lage der Hauptfiguren, das alles ist sehr gut umgesetzt und dazu ziemlich spannend. Vor allem das Duo Donald Sutherland und Brooke Adams gefällt mit jeder Filmminute mehr. Sutherland spielt einfach toll.
Doch der Film hat nach etwas über einer Stunde das Problem, das man als Zuschauer einfach merkt das es aus dieser Story kein entrinnen geben kann. Die Aliens legen bei der Eroberung der Welt ein derartiges Tempo an den Tag, dass man schnell merkt, dass der Film kein positives Ende haben wird. So bricht in der letzten Filmhälfte der Spannungbogen ein...

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