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Marnie

Marnie
Originaltitel: Marnie – Erscheinungsjahr: 1964 – Regie: Alfred Hitchcock

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Darsteller: Tippi Hedren, Sean Connery, Diane Baker, Martin Gabel, Louise Latham, Bob Sweeney, Milton Selzer, Mariette Hartley, Alan Napier, Bruce Dern, Henry Beckman, S. John Launer

Filmkritik: „Marnie“ handelt von einer kleinen Diebin (Tippi Hedren), die es bisher nach jedem Diebstahl geschafft hat, unerkannt davonzukommen und mit neuem Namen und verändertem Aussehen in einer anderen Stadt wieder aufzutauchen. Einer ihrer Arbeitgeber, Mark Rutland (Sean Connery), stellt sie ein, obwohl er sie von einem früheren Überfall wiedererkannt hat. Nachdem er sie bei einem erneuten Diebstahl erwischt, übergibt er sie nicht der Polizei, sondern zwingt sie dazu, ihn zu heiraten. Was als eine Ehe beginnt, die zunächst durch den Jagd- und Besitzinstinkt eines reichen Unternehmers geprägt ist, der keinerlei Rücksichten nehmen muss, wandelt sich in eine Suche nach Marnies Vergangenheit.

„Marnie“ zählt ganz gewiss nicht zu den großen Filmen Hitchcocks dazu. Bereits bei seiner Kino-Erstaufführung wurde dem Film viel harsche Kritik entgegengebracht. Diese wandelte sich mit den Jahren allerdings. Viele Dinge die kritisiert wurden, wurden „Marnie“ später sogar als Stilmittel angerechnet. Doch auch heute hat „Marnie“ einen eher schweren Stand. Dafür gibt es einige Gründe.

Die Geschichte, die eigentlich recht modern und zeitlos wirkt, krankt in ihrer Inszenierung ein ums andere Mal. Das fängt an bei den Psychosen von Marnie, wenn sie „rot“ sieht oder wenn es draußen donnert. Inszenatorisch aber auch schauspielerisch kommen diese Szenen einer Gradwanderung gleich und schlittern haarscharf an absolutem Kitsch vorbei. Für seine nicht allzu komplexe Geschichte, die zum Ende hin zudem mit einem überraschenden Story-Klops aufwarten kann, braucht „Marnie“ allerdings auch zu viel Zeit.

Bis dahin dreht sich die Inszenierung gerne im Kreis und es wer...

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Hard Rain

Hard Rain
Originaltitel: Hard Rain – Erscheinungsjahr 1998 – Regie: Mikael Salomon

Darsteller: Morgan Freeman, Christian Slater, Randy Quaid, Minnie Driver, Edward Asner, Michael A. Goorjian, Dann Florek, Ricky Harris, Mark Rolston, Peter Murnik, Wayne Duvall, Richard Dysart

Filmkritik: Sintflutartige Regenfälle und ein drohender Staudammbruch haben Huntington zu einer Geisterstadt werden lassen. Ein perfekter Zeitpunkt für einen Überfall. Der alternde Gangster Jim (Morgan Freeman) will mit seinen Komplizen jenen Panzerwagen knacken, der den gesamten Bargeldbestand des Ortes in Sicherheit bringen soll. Mit dem Sheriff (Randy Quaid) hat Jim zwar gerechnet, nicht aber mit dem Mut des Geldtransportfahrers Tom (Christian Slater), der mit Hilfe der Restaurateurin Karen (Minnie Driver) alles daran setzt, die ihm anvertrauten drei Millionen Dollar zu retten…

„Hard Rain“ ist einer dieser Filme die sich an einem bewährtem Konzept entlanghangeln, das Ganze aber mit einer fixen Idee neu abschmecken. „Hard Rain“ wäre eigentlich ein typischer Action-Triller von der Stange, wäre da nicht das alles verschlingende Hochwasser was ganze Landstriche und Städte wegspült. Dadurch das der Film praktisch die meiste Zeit gar nicht auf festem Untergrund spielt sondern auf Booten oder direkt im Wasser, sind selbst Szenen die sonst keine besondere Spannung erzeugen worden in „Hard Rain“ irgendwie doch etwas besonderes.

Auch Schauspielerisch ist „Hard Rain“ gelungen besetzt. Morgan Freeman als Good-Bad-Guy, Christian Slater als treuer Geldtransportfahrer und die wie immer hinreißende Minnie Driver, deren Rolle trotz der offensichtlichen Auslegung aber irgendwie kein Love-Interest Potential hat. Aber den „Damsel in distress“ Schuh zieht sie sich Gott sei Dank auch nicht an, sondern dreht das Konzept einfach um und rettet stattdessen Slater im Film das Leben. So sieht man Minnie am liebsten.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings der weite...

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A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands

A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands
Originaltitel: A Lonely Place to Die – Erscheinungsjahr: 2011– Regie: Julian Gilbey

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Darsteller: Melissa George, Ed Speleers, Eamonn Walker, Sean Harris, Alec Newman, Karel Roden, Kate Magowan, Garry Sweeney, Paul Anderson, Holly Boyd, Douglas Russell

Filmkritik: Unheimliche Laute hallen durch den einsamen schottischen Bergwald. Noch unheimlicher wird es, als die fünf Bergsteiger die Ursache entdecken: Ein kleines Mädchen wurde lebendig in einer Kiste vergraben, durch ein Atemrohr sind ihre Rufe nach draußen gedrungen. Wer kann so etwas Grausames getan haben?
Anna spricht nur Kroatisch und kann nichts erzählen. Dem Kind muss so schnell wie möglich geholfen werden. Deshalb wollen Alison und Rob die Abkürzung über den senkrecht abfallenden „Devil’s Drop“ wagen, während die anderen sich mit Anna auf den meilenweiten Weg ins nächste Dorf machen. Doch die Kidnapper haben die Gruppe bereits im Visier und machen die einsame Wildnis zur Arena eines blutigen Überlebenskampfes…

Auch wenn in der Liste der Darsteller Melissa George als Hauptrolle aufgelistet ist, der wahre Hauptdarsteller von „A Lonely Place to Die“ ist das bergige Hinterland Schottlands. Was Regisseur Julian Gilbey in der ersten Hälfte des Films für wundervolle Aufnahmen einfängt ist schier unbeschreiblich.

Dabei hält er die Anspannung konstant hoch, bringt direkt zu Beginn ein riskantes Manöver beim klettern, ehe im späteren Verlauf des Film die Entführer mit rabiateren Mitteln versuchen die Bergsteiger aufzureiben und zu dezimieren.

Doch leider nimmt das Drehbuch in der zweiten Filmhälfte eine Wendung zum schlechteren. Anstatt sich weiter auf die Stärken zu besinnen, nämlich die perfekte Kulisse gepaart mit der teilweise überraschend harten Herangehensweise zu nutzen und das Finale auf dieselbe, bewährte Art zu inszenieren, schien es eine gute Idee zu sein stattdessen auf ein kleines Bergdorf auszuweichen...

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Footloose

Footloose
Originaltitel: Footloose – Erscheinungsjahr: 1984 – Regie: Herbert Ross



Darsteller:
Kevin Bacon, Lori Singer, John Lithgow, Dianne Wiest, Chris Penn, Sarah Jessica Parker, John Laughlin, Elizabeth Gorcey, Lee McCain, Jim Youngs, Douglas Dirkson, Lynne Marta

Filmkritik: Der Teenager Ren (Kevin Bacon) zieht mit seinen Eltern von Chicago in das Provinzkaff Bomont. Nachdem dort Jugendliche nach einer Tanzveranstaltung bei einem Unfall ums Leben kamen, ist das Tanzen verboten worden. Aber der rebellische Ren will den sittenstrengen Pfarrer (John Laughlin) der das Verbot durchgesetzt hat davon überzeugen, dass Tanzen nicht gleich Sünde ist.

Anlässlich des Remakes im Kino musste endlich einmal das Original nachgeholt werden. „Footloose“ ist einer dieser Tanzfilme, von denen nur wenige den Status von Kultfilmen erreicht haben. „Dirty Dancing“ ist so einer, „Footloose“ dann doch eher nicht. Die Gründe dafür sind reichlich vorhanden.

Zunächst einmal ist „Footloose“ erstaunlich oberflächlich. Das geht weit über die typischen Oberflächlichkeit hinaus die man aus dem Genre kennt. Der Film kümmert sich bereits um simpelste Dinge nicht ausreichend. Die Figuren werden ganz kurz eingeführt, durchlaufen dann aber keine wirklich nachvollziehbare Entwicklung, haben aber am Ende plötzlich alle ihren Frieden gefunden.
Das Beste Beispiel dafür ist der grandiose
John Lithgow als Pfarrer des Ortes. Er war dafür verantwortlich, dass Tanz und laute Musik verboten wurde. Bacon, „der neue“ kann das nicht akzeptieren und versucht alles, damit wieder getanzt werde darf. Es läuft auf den Genreüblichen Tanz im Finale des Films zu, den Lithgows Figur nun duldet, doch wieso er sich nun dazu überstimmen lies wird im Rahmen des Gebotenen kaum klar...

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The Hunter

The Hunter
Originaltitel: The Hunter – Erscheinungsjahr: 2011– Regie: Daniel Nettheim

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Darsteller: Willem Dafoe, Sam Neill, Frances O’Connor, Sullivan Stapleton, Dan Wyllie, Jacek Koman, Callan Mulvey, Morgana Davies, Maia Thomas, John Brumpton, Dan Spielman, Jamie Timony

Filmkritik: Martin David (Willem Dafoe) ist ein hoch bezahlter Industrie-Söldner für besondere Aufgaben. Eine skrupellose Biotech-Firma schickt ihn nach Tasmanien, um eine mystische und wahrscheinlich äußerst profitable Kreatur zu finden: den letzten Tasmanischen Tiger. Martin soll ihn erlegen und sein Gen-Material sicherstellen. In der undurchdringlichen Wildnis der tasmanischen Berge, wo jeder Fehltritt, jede Unachtsamkeit oder kleinere Verletzung einen einsamen Tod bedeuten kann, legt sich Martin auf die Lauer. Er weiß, dass seine Zeit knapp ist. Schon bald findet er Zeichen, dass er da draußen nicht mehr allein ist…

Bei einem Titel wie „The Hunter“ hat man schnell ein ungefähres Bild zum Film im Kopf. Ein Mann und die Wildnis, die Jagd auf ein seltenes Tier, die Einöde und das arrangieren mit der Natur. Doch Daniel Nettheims „The Hunter“ ist nicht der klassische Jagd-Film wie er im Buche steht.

Zwar bietet auch „The Hunter“ einige wundervolle Szenen in der Australischen Wildnis und vor allem auch mal aus Bereichen die man so aus dem Kontinent nur selten gesehen hat. Haben andere Naturburschen wie „Crocodile Dundee“ vornehmlich die wärmeren Gefilde gezeigt mit ihren Alligatoren und Sümpfen widmet sich die Handlung von „The Hunter“ den kälteren Bereichen, in denen gar auch mal Schnee fällt.

Doch früh fällt auf, dass sich der Film nicht allzu sehr um die Tätigkeiten des Jägers kümmert sondern vielmehr um den Jäger selbst. Willem Dafoe gelingt hier die überzeugende Darstellung eines Typen, der für Geld scheinbar alles tut und nach dem Auftrag bei seinen Auftraggebern die Hand aufhält...

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Take This Waltz

Take This Waltz
Originaltitel: Take This Waltz – Erscheinungsjahr: 2011 – Regie: Sarah Polley

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Darsteller: Michelle Williams, Seth Rogen, Luke Kirby, Sarah Silverman, Jennifer Podemski, Diane D’Aquila, Vanessa Carter, Graham Abbey, Damien Atkins, Aaron Abrams, Dyan Bell, Albert Howell, Danielle Miller, Matt Baram

Filmkritik: Margot (Michelle Williams), 28, ist glücklich verheiratet mit Kochbuchautor Lou (Seth Rogen). Denkt sie. Bis sie im Flugzeug auf Lebenskünstler Daniel (Luke Kirby) trifft, der ihr aufmerksam zuhört – und sie plötzlich nicht mehr weiß, was sie denken und fühlen soll. Als sich herausstellt, dass Daniel ganz in ihrer Nähe wohnt, treffen sie sich häufiger. Wie Diebe stehlen sie sich aufregende Momente aus dem märchenhaften Sommer in Toronto und bald steht Margot vor der Frage: Soll sie an der Geborgenheit des Gewohnten festhalten oder dem Kitzel des Neuen nachgeben?

„Take This Waltz“ von Sarah Polley („Splice“) ist ein Liebesfilm der etwas anderen Art. Bereits zu Beginn, gibt der Film die weitere Zielrichtung vor, denn als Zuschauer kennt man Margot zunächst, logischerweise, nicht. Wenn sie dann plötzlich Daniel kennenlernt, glaubt man zunächst eine typische Love-Story vor sich zu haben, doch nach neckischem Treiben rückt Margot dann vor Daniels Haustür damit raus, dass sie verheiratet sei. Boom, die Bombe ist geplatzt.

Was folgt ist eine verzwickte Geschichte rund um das Thema „reicht mir das was ich habe oder will ich etwas neues haben?“ und die trügerische Gewissheit das eine neue Beziehung nur für einen gewissen Zeitraum neu ist und sich auch dann irgendwann wieder Routine einstellen wird, ganz gleich wie verrückte der Partner auch sein mag.

“Take This Waltz” lebt dabei in der Regel von seinen tollen Dialoge und Wortgefechten. Zwischen Margot und Daniel knistert es pausenlos und die Dialoge welche die beiden führen sind stellenweise schlüpfriger als jeder Softporno...

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The Siege – Ausnahmezustand

Ausnahmezustand
Originaltitel: The Siege – Erscheinungsjahr: 1998 – Regie: Edward Zwick

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Darsteller:
Denzel Washington, Bruce Willis, Annette Bening, Tony Shalhoub, Sami Bouajila, Ahmed Ben Larby, Mosleh Mohamed, Lianna Pai, Mark Valley, Jack Gwaltney, David Proval, Lance Reddick

Filmkritik: Nach der Entführung eines irakischen Scheichs durch die Amerikaner, wird die Stadt New York von mehreren Bombenattentaten islamischer Fanatiker erschüttert. Das FBI rund um den Agenten Hubbard (Denzel Washington) hat große Mühe, die Angelegenheit unter Kontrolle zu bringen und die Drahtzieher zu schnappen. Zudem muss er sich gleichzeitig auch noch mit der CIA (u.a. Annette Bening) auseinandersetzen. Als die Situation zu eskalieren droht, wird über New York bzw. im speziellen über dem Stadtteil Brooklyn, der Ausnahmezustand ausgerufen und das Militär übernimmt die Stadt. Das radikale Vorgehen und das Einsperren in große umzäunte Bereiche richtet sich gegen alle möglichen Ausländer des verdächtigten Kulturkreises. Nun hängt alles von Hubbard und seinen FBI-Jungs ab…

Neben dem zuletzt besprochenen „Executive Decision“ ist „The Siege“ ein weiterer Film, der ein paar Jahre später von der Realität eingeholt wurde. Edward Zwick portraitiert in seinem Terrorismus-Werk von 98 bereits erschreckend gut, wie man in einer Stadt die durch den Terror regiert wird überreagieren kann, aus Angst und Ungewissheit.

Für die Titelgebende Belagerung braucht der Film aber einiges an Laufzeit. Bis dahin gehen einige Bomben hoch und Denzel Washington muss mit seinem Team vom FBI viel Ermittlungsarbeit leisten. Dieser wird immer spannend präsentiert und ist mit zahlreichen bekannten Gesichtern gespickt, die man damals weniger gut kannte als heute, denn einige haben Karrieren in mehr oder weniger erfolgreichen Serien gestartet.

„The Siege“ schafft es, den Zuschauer in eine ähnliche Situation zu versetzten, in der die Beteiligten gerade sind...

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X-Men – Days Of Future Past – X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
Originaltitel: X-Men – Days Of Future Past – Erscheinungsjahr: 2014 – Regie: Bryan Singer

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Darsteller: Jennifer Lawrence, Peter Dinklage, Michael Fassbender, Evan Peters, Hugh Jackman, Ellen Page, Nicholas Hoult, James McAvoy, Anna Paquin, Ian McKellen, Halle Berry, Shawn Ashmore u.A.

Filmkritik: Nach ihrer „Ersten Entscheidung“ mit Matthew Vaughan sind die X-Menschen nun wieder in den Händen von Bryan Singer gelandet. Der adaptiert gleich freudig eine der bekanntesten und beliebtesten Geschichten der Comic-Vorlage: „Days Of Future Past“, woraus die hilflos wirkenden deutschen Titel-Übersetzer beim Kinofilm dann „Zukunft ist Vergangenheit“ gemacht haben. Aber wenn die ungelenke Übersetzung des Titels eines der wenigen Probleme des Films ist, dann hat man es durchaus mit einem ziemlichen Knaller zu tun.

Knallen tut es auch in der Zukunft, denn die Sentinels, Roboter mit der Fähigkeit alle Superkräfte zu übernehmen, mit denen sie in Kontakt kommen, haben beinahe alle Mutanten in einem apokalyptischen Kampf ausgerottet. Während des Kampfes sind auch immer mehr Menschen dem Ganzen zum Opfer gefallen, da jeder exterminiert wird, der auch nur das Potential hat irgendwann mal einen Mutanten in die Welt zu setzen. Professor X und Co. fassen den verzweifelten Plan die Vergangenheit zu ändern, damit diese schreckliche Zukunft nie existiert hat. Dazu wird Wolverine in die Vergangenheit, genauer gesagt in die frühen 70er geschickt. In eine Zeit, die gerade am Ende des Vientmankrieges einem sozialen Schmelzkessel gleich kommt. Und die X-Men sind auch nur unbeschadet durch diese turbulente Zeit gekommen…

Die Wolverine und Mystique-Show, oder: Fokussieren wir uns auf die Stars

Hugh Jackman und Jennifer Lawrence sind gerade die größten Stars des Franchise und das wird dem Zuschauer auch in jedem Moment deutlich...

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Godzilla

Godzilla
Originaltitel: Godzilla – Erscheinungsjahr: 2014 – Regie: Gareth Edwards

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Darsteller: Bryan Cranston, Elizabeth Olsen, Sally Hawkins, Aaron Taylor-Johnson, Juliette Binoche, Ken Watanabe, David Strathairn, Victor Rasuk, CJ Adams, Al Sapienza, Richard T. Jones, Brian Markinson u.A.

Filmkritik: Halleluja, GODZILLA ist wieder da! Nach Roland Emmerichs ordentlichem Monsterfilm Ende der 90er Jahre, der aber schlicht und ergreifend das klassische Konzept mit Füßen trat und dem fulminanten japanischen Abschluss in Form des Action-Orkans Godzilla: Final Wars von Ryuhei Kitamura tritt die große Echse nun nach zehnjähriger Leinwandabstinenz wieder auf. Oh. Und wie sie auftritt.

Der Mann auf dem Regiestuhl ist dieses Mal Gareth Edwards, der vor ein paar Jahren bereits Riesen-„Monsters“ zurück ins Kino gebracht hat. Und im Gegensatz zu Emmerich nähert er sich Godzilla sehr respektvoll. Fast sogar schon zu respektvoll.

Der Film beginnt mit einer kurzen Sequenz, in der sich herausstellt, dass die Atombombentest der 50er Jahre keine Tests waren, sondern versuche Godzilla ins Jenseits zu befördern. Gebracht hat das nichts. Und Ende der 90er kam es in Japan zu einem verheerenden Atomreaktor-Unglück, bei dem die Familie Brody ihre Mutter verliert. Vater Joe (Bryan Cranston) ist am Boden zerstört und weiß, dass die Regierung irgendetwas verheimlicht, denn das war kein „normaler“ Meltdown. Zeitsprung. Sohn Ford (Aaron-Taylor Johnson) ist erwachsen geworden und hat nun eine Familie, während Vater immer noch den Verschwörungsfanatiker spielt. Über Umwege kommt man zusammen und findet heraus, dass anscheinend eine Art von Radioaktivität fressenden Monstern, genannt „M.U.T.O.“s – wie das Akronym sich zusammensetzt wird noch nicht verraten – dafür verantwortlich ist. Und wo böse Monster nahen, da ist Godzilla nicht weit. Denn der wird nicht nur von Dr...

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The Ref – No Panic – Gute Geiseln sind selten

No Panic – Gute Geiseln sind selten
Originaltitel: The Ref – Erscheinungsjahr: 1994 – Regie: Ted Demme



Darsteller:
Denis Leary, Judy Davis, Kevin Spacey, Robert J. Steinmiller Jr., Glynis Johns, Raymond J. Barry, Richard Bright, Christine Baranski, Adam LeFevre, Phillip Nicoll, Ellie Raab, Bill Raymond

Filmkritik: Ein flüchtiger Einbrecher kidnappt am Weihnachtsabend ein Ehepaar, das eine schwere Ehekrise austrägt.
Als dann noch der Sohn des Paares und die Familie des Ehemannes dazukommt, eskaliert die Situation…

„The Ref“ wird von vielen Fans gerne als der beste Anti-Weihnachtsfilm bezeichnet. Grund genug, sich diesen etwas in Vergessenheit geratenen Film mit Kevin Spacey mal wieder anzusehen.

„Great, I hijacked my fucking parents.“

Ganz so wollte das Geschehen aber nicht zünden. Dabei ist die Grundidee wirklich perfekt. Ein Ehepaar das sich bis aufs Blut hasst, wird von einem Einbrecher an Heiligabend als Geisel genommen. Kevin Spacey und Judy Davis strengen sich auch ziemlich an, dass Ganze so unterhaltsam wie möglich zu gestalten, aber man kommt nicht davon los sich vorzustellen, wie toll der Film gewesen wäre, wenn der Einbrecher stattdessen Michael Douglas und Kathleen Turner aus „The War of the Roses“ entführt hätte. Leider fehlt es bei Spacey und Davis einfach dann doch etwas an Zunder.

„You know what I’m going to get you next Christmas, Mom? A big wooden cross, so that every time you feel unappreciated for your sacrifices, you can climb on up and nail yourself to it.“

Die Autoren bringen mit fortschreitender Laufzeit immer mehr Personen an den Ort der Geiselnahme. Zum einen den Sohn des Paares, der direkt eine ziemlich unnütze Nebenhandlung einläutet die mit der Militärakademie an der er ist zu tun hat, aber immerhin einen kleinen Auftritt von J.K. Simmons mit sich bringt.
Zum anderen natürlich die liebe Verwandschaft, die, wie sich herrausstellt, maßgeblich am Scheitern der Ehe schuld ist...

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The Apartment – Das Apartment

Das Apartment
Originaltitel: The Apartment – Erscheinungsjahr: 1960 – Regie: Billy Wilder

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Darsteller: Jack Lemmon, Shirley MacLaine, Fred MacMurray, Ray Walston, Jack Kruschen, David Lewis, Hope Holiday, Joan Shawlee, Naomi Stevens, Johnny Seven, Joyce Jameson, Willard Waterman, David White

Filmkritik: Der kleine Angestellte C.C. „Bud“ Baxter (Jack Lemmon) hält den Schlüssel für den beruflichen Aufstieg in den Händen. Es ist der Schlüssel zu seinem Apartment, das er seinen Chefs als Liebesnest zu Verfügung stellt. Für diese „Leistung“ wird er regelmäßig gefördert. Ein großer Sprung auf der Karriereleiter winkt ihm, als er dem obersten Boss J.D. Sheldrake (Fred MacMurray) sein Apartment für ein Rendezvous mit der Fahrstuhlfahrerin Fran Kubelik (Shirley MacLaine) leiht. Doch als er Fran an diesem Abend mit einer Überdosis Schlaftabletten findet, gerät der Kriecher in Gewissensnöte, denn Fran ist seine heimliche große Liebe. Konfrontiert mit den zynischen Machenschaften seines Chefs trifft Baxter eine folgenschwere Entscheidung…

„The Apartment“ gilt gemeinhin als einer der besten Filme in der, mit vielen „besten Filmen“ ausgestatten Filmografie von Regisseur Billy Wilder („Some Like it Hot“). Und auch wenn es schwierig zu bestimmten ist, welcher Film nun der beste als Wilders Schaffenszeit ist, gehört „The Apartment“ zumindest zu denen, die auch heute noch nicht allzu angestaubt sondern relativ aktuell wirken.

Wenn Jack Lemmon im Großraumbüro sitzt, keiner der dort Anwesenden Angestellten nach links oder rechts guckt und er komplett in der Masse untergeht, dann ist das ein Bild welches heute fast noch aktueller ist als damals. Um aus der Masse herauszustechen vermietet er sein Zimmer an Fremdgeher und Betrüger die sich seine Vorgesetzten Schimpfen. Er ordnet sich dem Job und dem Erfolg unter zum eigenen Nachteil, körperlich wie auch seelisch...

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The Amazing Spider-Man 2: The Rise Of Electro

The Amazing Spider-Man 2: The Rise Of Electro
Originaltitel: The Amazing Spider-Man 2 – The Rise Of Electro – Erscheinungsjahr: 2014 – Regie: Marc Webb

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Darsteller: Andrew Garfield, Emma Stone, Jamie Foxx, Dane DeHaan, Campbell Scott, Embeth Davidtz, Colm Feore, Paul Giamatti, Sally Field, Martin Sheen, Chris Zylka, Denis Leary u.A.

Filmkritik: Marc Webb lieferte vor einigen Jahren den überraschend großartigen „The Amazing Spider-Man“ ab. Zwar waren einige „Normalos“ irritiert, weil jetzt wieder die gleiche Geschichte noch einmal verwurstet wurde. Was auch durchaus stimmt, aber in diesem Fall eben zu erweitern wäre mit „weil die gleiche Geschichte BESSER noch einmal verwurstet wurde“. Der Erfolg war auf jeden Fall gegeben und nun schwingt sich der Spinnerich wieder durch New York. Und, Hand aufs Herz, ich bin mir immer noch nicht so sicher, wie das Ganze zu bewerten ist.

Nach dieser taffen Ansage zu Beginn des Reviews, hier mal kurz die Story umrissen: Peter ist eigentlich glücklich und mit seiner großen Liebe Gwen zusammen, aber weil er immer wieder geisterhafte Erscheinungen ihres Vaters hat, welcher ihn gebeten hat sich von Gwen fernzuhalten, bricht Peter die Beziehung ab. So in etwa, denn das tägliche Spidey-Stalking geht nun munter los, während einige andere Charaktere mit ihren ganz eigenen Storybögen zu kämpfen haben: Harry Osborn (der bislang immer gute Dane DeHaan aus „Chronicle“) kommt zurück in die Stadt und übernimmt von seinem sterbenskranken Vater OsCorp, die „böse Gen-Firma“, die bereits in Teil 1 eingeführt wurde. Dort arbeitet auch Max Dillon (Jamie Foxx), der von seinen Mitmenschen ignoriert und einmal von Spidey gerettet wird, daraufhin einen Freundschaftskomplex mit dem Wandkrabbler entwickelt, schwer einen an der Klatsche hat und sich in den titelzusatzgebenden „Electro“ verwandelt...

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Max Payne

Max Payne
Originaltitel: Max Payne – Erscheinungsjahr: 2008 – Regie: John Moore

Darsteller:Mark Wahlberg, Mila Kunis, Beau Bridges, Ludacris, Chris O’Donnell, Donal Logue, Amaury Nolasco, Kate Burton, Olga Kurylenko, Rothaford Gray, Joel Gordon, Jamie Hector

Filmkritik: Im Keller des Polizeidepartments liegt eine Abteilung, die nur für unerledigte und abgelegte Fälle zuständig ist. Wer hierher versetzt wird hat etwas falsch gemacht, und wurde deshalb dorthin degradiert. Mit Ausnahme eines Mannes, der seine dienstliche Pflicht nur wegen der Vergangenheit in den abgelegenen Räumen versieht. MAX PAYNE ( Mark Wahlberg ) verlor vor drei Jahren die geliebte Frau und das Baby, als Einbrecher in das gemeinsame Haus eindrangen, und die beiden schonungslos töteten. Hier unten hat Max, außer Akten ordnen, nicht viel zu tun. Hier besitzt er die benötigte Zeit um böse Rachepläne zu schmieden. Das Leben besteht nur noch darin, die Mörder seiner Familie zu finden und danach zu exekutieren. Doch Hinweise gibt es kaum, bis eines Tages wie aus heiterem Himmel sich sein ehemaliger Partner wegen einer heißen Spur bei ihm meldet. Max fährt umgehend zum Treffpunkt, schließlich wartet er schon viel zu lange auf seine Vergeltung. Doch er kommt zu spät. Vor Ort entdeckt der Polizist nur noch die Leiche des Ex Kollegen. Anstatt ihm bei der zugehörigen Dienststelle Unterstützung widerfährt, wird er als ab sofort als Hauptverdächtigter gehandelt. Um die Unschuld zu beweisen dringt Max immer tiefer in einen Strudel voller Drogen, Gewalt und unheimlicher Mächte.

Was war die Vorfreude groß, als damals eine Verfilmung zum Videospiel „Max Payne“ angekündigt wurde. Für Fans waren die meisten Faktoren zum Gelingen des Werks eigentlich klar und reine Formsache: Regie konnte nur John Woo führen und das Drehbuch konnte von keinem geringeren geschrieben werden als vom Schreiber der Spielvorlage, Sam Lake...

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The Cider House Rules – Gottes Werk und Teufels Beitrag

Gottes Werk und Teufels Beitrag
Originaltitel: The Cider House Rules – Erscheinungsjahr: 1999 – Regie: Lasse Hallström



Darsteller:
Tobey Maguire, Charlize Theron, Delroy Lindo, Paul Rudd, Michael Caine, Jane Alexander, Kathy Baker, Erykah Badu, Kieran Culkin, Kate Nelligan, Heavy D, K. Todd Freeman

Filmkritik: Homer Wells (Tobey Maguire) ist eins der Waisenkinder im Heim von Dr.Larch (Michael Caine). Doch aus irgendeinem Grund wird er nie adoptiert. Langsam aber sicher bildet Larch, der in Homer seinen Nachfolger sieht, den Jungen zu einem hervorragenden Arzt aus, obwohl Homer weder studiert noch promoviert hat. Doch als Larch ihn schließlich als seinen Nachfolger präsentieren will, hat der junge Mann schließlich andere Pläne mit seinem Leben. Er will in die weite Welt hinaus und was anderes sehen als das Waisenhaus.
Als Wally (Paul Rudd) und Candy (Charlize Theron) für eine Abtreibung im Krankenhaus auftauchen, ist das Homers Chance. Er fährt mit dem Pärchen mit, um auf der Apfelplantage der Eltern zu arbeiten. Als der Krieg im Pazifik ausbricht, lernt Homer auf der Plantage mehr über die Liebe und das Leben als er sich vorstellen kann und sieht ein Leben als Larchs Nachfolger mit ganz anderen Augen…

„The Cider House Rules“ ist ein enorm populäres Buch in den USA. Kein Wunder, dass der entsprechende Film dazu im Jahr 1999 mit Spannung erwartet wurde, denn „What’s Eating Gilbert Grape“ Regisseur Lasse Hallström verfilmt hier zusammen mit einer edlen Besetzung aus Urgestein Michael Caine und Tobey Maguire sowie Charlize Theron ja nicht irgendein Buch, sondern ein Buch welches von vielen Generationen geliebt wurde. Überraschenderweise ging das Konzept damals sogar auf und der Film wird auch heute noch von vielen geliebt.

Dabei ist die Story eigentlich gar nicht mal allzu komplex, im Grunde sogar erschreckend simpel. Der Film dreht sich im Großen und Ganzen um die Abtreibungsthematik in den 50er Jahren...

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Garden State

Garden State
Originaltitel: Garden State – Erscheinungsjahr: 2004 – Regie: Zach Braff



Darsteller:
Zach Braff, Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Ian Holm, Michael Weston, Alex Burns, Ann Dowd, Armando Riesco, Ato Essandoh, Jackie Hoffman, Jim Parsons, Yvette Mercedes

Filmkritik: Ein junger, zielloser Mann (Zach Braff), der abseits von seiner Familie eine Karriere in Los Angeles versucht hat, bekommt eines Tages einen Anruf von seinem Vater. Dieser bittet Ihn zurück in die Heimat nach New Yersey, denn die Mutter des Mannes wird beerdigt. Doch trotz des traurigen Anlasses und seiner depressiven Lebenseinstellung findet er bald Antworten auf seine Fragen…

Es ist schon beachtlich was „Scrubs“-Star Zach Braff mit seinem Erstlingswerk geleistet hat. Das Drehbuch stammt von ihm und die Hauptrolle sowie den Regie-Posten füllt er auch noch aus. Das macht „Garden State“ zur absoluten Perle des Indie-Genres und einen meiner absoluten Lieblingsfilme. Vor einigen Jahren 3,4 Mal hintereinander geguckt mussten erst mal wieder einige Jahre ins Land ziehen bis er mal wieder in den Player durfte.

Zach Braff basiert den Film größtenteils auf eigenen Erfahrung in seiner Anfangszeit in Hollywood. „Garden State“ ist aber in erster Linie auch ein Film für eine bestimmte Jugend-Generation die sich mehr oder weniger stark mit der Hauptfigur identifizieren kann. Dabei ist das Drehbuch zwar meist eher offensichtlich als zurückhaltend, was dem Film aber keineswegs schadet sondern höchstens verbitterte Cineasten verschrecken wird.

Die Chemie zwischen Braff und einer unaufdringlichen, sympathischen Love-Interest, Natalie Portman, stimmt von der ersten Minute an. Das Kennenlernen und das kleine Abenteuer was die beiden erleben fesselt und verzaubert von Beginn an bis zum befriedigenden Ende...

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