Mit Thriller markierte Beiträge

Mission: Impossible – Fallout

Originaltitel: Mission: Impossible – Fallout
Erscheinungsjahr: 2018
Regie: Christopher McQuarrie
Erscheinungstermin: Seit 02.08.2018 im Kino

Besetzung von Mission: Impossible – Fallout

Tom Cruise, Henry Cavill, Ving Rhames, Simon Pegg, Rebecca Ferguson, Sean Harris, Angela Bassett, Vanessa Kirby, Michelle Monaghan, Wes Bentley, Frederick Schmidt, Alec Baldwin, Liang Yang

Die Handlung von Mission: Impossible – Fallout

Die Geheimorganisation Impossible Mission Force (IMF) ist nach ihrer vorübergehenden Schließung wieder aktiv. IMF-Chef Alan Hunley (Alec Baldwin) schickt seine Agenten Ethan Hunt (Tom Cruise), Benji Dunn (Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames) auf eine heikle Mission, um hochgefährliches, waffenfähiges Plutonium sicherzustellen, das auf dem Schwarzmarkt angeboten wird. Eine aus Weltuntergangsfanatikern bestehende Terroristengruppe plant, es sich unter den Nagel zu reißen und daraus tragbare Atombomben zu bauen. Ihr Ziel: die Welt ins Chaos zu stürzen. Hunts Mission schlägt jedoch fatal fehl, weil er das Leben seiner Partner über den Erfolg seines Auftrags stellt. Das bringt die IMF unter Druck, sodass die CIA-Chefin Erica Sloane (Angela Bassett) die Geduld verliert und ihren berüchtigten Agenten August Walker (Henry Cavill) zur Verstärkung schickt.

Filmkritik zu Mission: Impossible – Fallout

Das nunmehr fünfte Sequel zu „Mission: Impossible“ der damals 1996 noch von Thriller-Veteran Brian De Palma inszeniert wurde. 22 Jahre ist das nun her. Kaum zu glauben welche Entwicklung die Filmserie durchlebt hat. Vom Thriller, zum asiatischen Actionballet, dann wieder über Thriller-Action hin zur spektakulären Stunt-Show mit den Teilen 4 und 5. Die Konstanten darin bisher? Tom Cruise und Ving Rhames, die als einzige in jedem Teil der Reihe dabei waren.

Nanu, die kenne ich ja alle?!

Doch mit dem neuen, sechsten Teil, gibt es wieder mehr Konstanz...

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Skyscraper

SKYSCRAPER
Originaltitel: Skyscraper – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Rawson Marshall Thurber

Erscheinungstermin: Ab dem 12. Juli 2018

Darsteller: Dwayne Johnson, Neve Campbell, Chin Han, Roland Møller, Pablo Schreiber, Byron Mann, Hannah Quinlivan, Noah Taylor, u. A.

Filmkritik: „The Rock“ hatte ja mit SAN ANDREAS, dem überraschend unterhaltsamen RAMPAGE und den FAST & FURIOUS-Vehikeln einige coole – oder zumindest ganz ordentliche – Actiontitel im Angebot. Tja, schade, dass SKYSCRAPER diesen Trend nun bricht, in die Flammen wirft, mit Klebeband wieder kittet und vom Dach des größten Hochhauses der Welt wirft …

SciFi-Tower-Inferno

Ok, brauchen wir wirklich eine Story? Gut: „The Rock“ ist traumatisierter Agent von Blablah, der nun später mit seiner Freund und Kindern in China als Sicherheitstyp arbeitet. Dann kommt es, wie es kommen muss: Reicher Typ, Gangster, modernes Hochhaus, Flammen, Familie im Würgegriff der Gefahr, Stunts, The End. Während das erste Drittel sich durchaus noch die Mühe macht, um halbwegs interessante Ansätze, Figuren und dramatische Konflikte zu bieten, verpufft all dies schnell in dem flammenden Inferno des chinesischen SciFi-Hochhauses.

Dort gibt es quasi ein „Holo-Deck“? Cool, das gibt es für den Showdown. Ein großes Anti-Flammen-Equipment? Das wird natürlich irgendwie gegen seinen Zweck benutzt. Ein verärgerter Terrorist mit einer Gruppe von Söldner? Klar sind die am Start, um einen fadenscheinigen Plot zu verfolgen …

Charmante Darsteller, die auf sich alleine gestellt sind

SKYSCRAPER hat immer dann seine – wenigen – guten Momente, wenn er die Absurdität der Situation mit den schwindelerregenden Höhen kombiniert. Die Kran-Sequenz vom Poster und den Trailern ist die beste Sequenz des gesamten Geschehens, da sie all diese Elemente kombiniert und – trotz aller Unsterblichkeit – The Rock sich dennoch wie ein Mensch benimmt...

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Jurassic World – Das gefallene Königreich

JURASSIC WORLD – DAS GEFALLENE KÖNIGREICH
Originaltitel: Jurassic World – Fallen Kingdom – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: J.A. Bayona

Erscheinungstermin: Ab dem 6. Juni 2018

Darsteller: Chris Pratt, Bryce Dallas Howard, BD Wong, James Cromwell, Ted Levine, Justice Smith, Geraldine Chaplin, Daniella Pineda, Toby Jones, Rafe Spall,  u. A.

Filmkritik: Die allererste Szene von JURASSIC WORLD – DAS GEFALLENE KÖNIGREICH beschwört bereits jenen wunderbaren Charme der klassischen JURASSIC PARK-Filme herauf: Atmosphärisch, sogar etwas gruselig, spannend, actionreich und mit knackiger Handschrift wunderbar inszeniert.
J.A. Bayona liefert einen tollen Einstieg ab und zeigt, dass er einen tollen JURASSIC WORLD-Streifen inszenieren könnte. KÖNNTE, denn leider ist DAS GEFALLENE KÖNIGREICH bereits vom Skript her ziemlich großer Mist.

Welcome, to Disappointment Park!

Nach dem gelungenen Einstieg geht es im Sauseschritt über den in zwei Minuten gefilmten Gastauftritt von Jeff Goldblum, der nichts macht, hin zu Bryce Dallas Howard, die nun als Dino-Aktivistin ihren Alltag verbringt. Gleichzeitig darf sie auch mit den zwei nervigsten Figuren des Films herumhängen: Irgendeiner Paläo-Veterinärin (die noch nie einen Dinosaurier gesehen hat) und ein nerviges Computergenie, gegen das jede BIG BANG-Nerdpflaume so viel Testosteron in sich trägt wie Stallone und Schwarzenegger zusammen.
Chris Pratts und Howards Beziehung hat man auch komplett resettet und es ist nun das Gleiche wie in JURASSIC WORLD. Super! Aber der Film muss ja weitermachen, also wird mal eben innerhalb von dreißig Minuten JURASSIC PARK 2 – LOST WORLD nachgespielt. Dufte.

Alles auf Auto-Pilot … direkt gegen die Wand

Die Szenen mit dem Vulkanausbruch auf der Insel und Howard gegen Dino in den Katakomben von JURASSIC WORLD? Ja, diese beiden Szenen kommen und dann ist das Setpiece auch so gut wie vorbei...

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Tomb Raider (2018)

Tomb Raider
Originaltitel: Tomb Raider – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Roar Uthaug

Erscheinungstermin: Ab dem 15. März 2018 im Kino

Darsteller: Alicia Vikander, Hannah John-Kamen, Walton Goggins, Kristin Scott Thomas, Dominic West, Daniel Wu, Nick Frost, Emily Carey, Helena Holmes, u.A.

Filmkritik: TOMB RAIDER ist wieder da! Doch was ist das? Keine große Oberweite mehr? Keine allzu überzogenen Computereffekte? Was ist denn das? „Ein Reboot“, ist die Antwort. Und eines, das anscheinend partout etliche Sachen anders machen will, als seine beiden Vorgänger-Filme mit Angelina Jolie in der Rolle.
Das Beste zu Beginn: Alicia Vikander als Lara Croft! Man merkt Vikander konsequent ihre große Spielfreude an. Ob sie nun ein Fahrradrennen durch London veranstaltet, oder in einer alten Gruft rätsel löst: Sie ist mit Abstand das Gelungenste am Reboot. Ein weiteres Plus ist, dass man ständig zeigt, dass auch für sie die verschiedenen Actionsequenzen nicht Videospiel-artig leicht sind, sondern dass sie sich zum Beispiel anstrengen muss, um eine Klippe hochzuziehen, oder um einen Feind zu besiegen.

Überraschende Härten

Wenn man in die eigentliche Handlung vordringt, beginnt leider das Konzept des neuen TOMB RAIDERs etwas zu bröckeln. Denn man hat sich grob die Videogame-Neuauflage zur Vorlage genommen, die mit viel Dreck, Blut und Gewalt eine intensive Atmosphäre erzeugte. Roar Uthaugs Interpretation davon ist sprichwörtlich heller und freundlicher, wobei vereinzelt überraschend eindringliche Momente dabei herauskommen. Wenn Lara etwa ihren ersten Menschen tötet, wird man als Zuschauer an eine ähnliche Sequenz vom Anfang von CASINO ROYALE erinnert. Und seit wann gibt es eigentlich blutige CG-Einschüsse bei einem PG-13-Rating? Respekt! Das war ein Element, das ich so gar nicht erwartet hatte!

… oh ja, eigentlich sollte es ja um die Handlung gehen, das hätte ich fast vergessen...

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Death Wish

Death Wish
Originaltitel: Death Wish – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Eli Roth

Erscheinungstermin: Ab dem 8. März 2018 im Kino

Darsteller: Bruce Willis, Vincent D’Onofrio, Elisabeth Shue, Kimberly Elise, Dean Norris, u.A.

Re-Watch: Ok, passend zur Heimkino-Auswertung eine weitere Sichtung von DEATH WISH. Wie ist Bruce Willis Rachenummer so mit etwas Abstand? Antwort: Glücklicherweise eigentlich genauso unterhaltsam, wie damals bei der Pressevorstellung. (Wer erst einmal die Hauptkritik lesen will, der sollte nun erst einmal etwas weiter nach unten scrollen.)

Das Negative zuerst: Die teilweise heftigen Stimmungsschwankungen zwischen „Gags“ wie die mit der Bowlingkugel, die einem Gangster auf den Kopf fällt, und der durchaus grimmigen Grundattitüde, sind nach wie vor unschön. Mit leichten Überarbeitungen – oder vielleicht etwas weniger Eli-Roth-Gaudi-Faktor – hätte DEATH WISH sicherlich noch besser gewirkt.

Das Gleiche gilt für die Optik, die oftmals schlicht wie ein typischer US-TV-Krimi aussieht und leider so etwas wie einen Stil meist vermissen lässt. Natürlich ist das Ganze dennoch flott montiert und sogar hübsch knallig, doch es strahlt eben etwas arg wenig Persönlichkeit aus.

Jetzt zum Positiven: Die Persönlichkeit, die man optisch leider vergeblich sucht, gibt es immer noch bei der eigentlichen Atmosphäre. Wenn immer wieder furchtbare Meldungen im Radio zu hören sind und die gesamten Medien über die Taten von Willis‘ Charakter diskutieren, hat DEATH WISH einige seiner besten Momente.

Dazu kommen die angenehm kleinen Actionszenen, die ganz klar zeigen, dass man eben nicht wahre Hundertschaften ins Jenseits schießen muss, um knackigen Krawall zu inszenieren. Vielleicht wäre es auch wünschenswert, wenn Eli Roth einfach in Zukunft etwas mehr in Richtung blaue Bohnen gehen und dafür das Horror-Genre einige Zeit ruhen lassen würde...

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Black Panther

BLACK PANTHER
Originaltitel: Black Panther – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Ryan Coogler

Erscheinungstermin: Ab dem 15. Februar 2018 im Kino.

Darsteller: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Danai Gurira, Martin Freeman, Daniel Kaluuya, Andy Serkis, Angela Bassett, Forest Whitaker, Letitia Wright, u.A.

Filmkritik: Ab geht es ins Science-Fiction-Königreich Wakanda, das sich seit Jahrhunderten komplett von der Außenwelt abgeschottet hat. Doch jetzt muss ihr neuer König, T’Chaka, das Zepter übernehmen und das Land in eine neue Ära führen. Erst recht deshalb, weil sich finstere Mächte mobilisieren, um …

Ok, so weit, so genug, denn hier haben wir es mit dem neuen Marvel-Streifen zu tun, der dieses Mal das Kunststück schafft, einen überzogenen Afro-Futurismus zu fahren, einen König als Superhelden zu zeigen, aktuelle politische Themen zu verarbeiten und dennoch zwischenmenschlich griffiger ist, als viele andere Comic-Kollegen. Wow! Alles in BLACK PANTHER ist geerdet in Figurenkonstellationen. Die der Familie, des Königssitzes und dessen Gegner. Dabei ist die beste Zutat das kompakte Drehbuch, das schnell, aber exakt die verschiedenen Motivationen der Figuren etabliert und dann deren Wünsche auf einen Kollisionskurs setzt. Kabumm, Action, Abspann!

Differenziert und eindrucksvoll: Die Welt von BLACK PANTHER

Die verschiedenen stilistischen Zusatzelemente sind dabei durchaus gelungen. Denn die afrikanischen Designs, die mit einem konsequenten Sci-Fi-Ansatz verbunden wurden, sehen teilweise atemberaubend, aber immer interessant aus. Die Welt von Wakanda wirkt zum großen Teil glaubhaft, auch wenn sie gerne noch etwas mehr hätte beleuchtet werden können, aber dafür gibt es ja Fortsetzungen. BLACK PANTHER hat ein erstklassiges Fundament geschaffen für einen faszinierenden Winkel des Marvel-Universums, der sich angenehm abhebt von seinen anderen Gegenden.

Der angenehme Humorverzicht: Superheldenkino als Sci...

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mother!

mother!
Originaltitel: mother! – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Darren Aronofsky

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

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Darsteller: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris, Michelle Pfeifer, u.A.

Filmkritik: Haha, fantastisch. Darren Aronofsky hat mit „mother!“ wieder einen jener Titel hingelegt, die man entweder lieben, oder hassen kann. Die man mit jeder Faser seiner Existenz verehren, oder nie mehr auch nur an sie denken will. Himmel, oder Hölle. Es gibt kein Zwischenmaß. Entweder ein Meisterwerk, oder ein Affront gegen die Sinne. Die höchste Form der Lust, oder die schalste Variante der Verzweiflung. Das … ja, ok, ich glaube ihr hab es verstanden. Denn die Pointe ist: „mother!“ war … ok. Einfach „ok“! Aber der Reihe nach …

„Ready to get smashed?“

Um was geht es eigentlich?

Aronofsky zeigt eine Geschichte, bei der ein Mann und eine Frau in einem Haus leben. Doch dann erscheinen nach und nach immer mehr Fremde. Erst einer, dann zwei und plötzlich ist das Haus gefüllt mit Personen. Was hat dies zu bedeuten? Was steckt dahinter?
So, oder so ähnlich vermitteln die Trailer das Ganze, denn das Marketing-Team musste wohl krampfhaft irgendetwas präsentieren. Der eigentliche Streifen beginnt bereits mit einem übernatürlichen Moment und auch im weiteren Verlauf ist klar, dass hier alles nicht mit rechten Dingen zugeht.

Ironischerweise ist jenes „Home Invasion“-Feeling, dass der Trailer vermittelt, zumindest aus emotionaler Sicht ganz passend, denn „mother!“ ist im Endeffekt … ok, können wir das spoilern? Äh … ok, darauf gehen wir mal später ein. Aber im Endeffekt: Das Nichts, aus dem das Marketing-Team hier eine Art kohärente Story ziehen musste, wird auf bizarre Art und Weise dann doch irgendwie ganz nett vermittelt, stößt aber sicher jeden „durchschnittlichen“ Kinozuschauer vor die Stirn.

„Hey Baby, ich hab mal die ganze Welt zu uns nach Hause geholt!“

Sogwirkung D...

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Blade Runner 2049

BLADE RUNNER 2049
Originaltitel: Blade Runner 2049 – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Denis Villeneuve

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

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Darsteller: Ryan Gosling, Jared Leto, Harrison Ford, Dave Bautista, Robin Wright, Ana de Armas, Sylvia Hoeks, u.A.

Filmkritik: Was ist nun eigentlich BLADE RUNNER 2049, nachdem so viel Geheimniskrämerei um den Inhalt gemacht wurde? Replikanten, ein Blade Runner (Gosling) der auf eine Verschwörung trifft und dabei auf Deckard (Harrison Ford) trifft. Schurkische Hintermänner, Enthüllungen und Co. Braucht es mehr Inhalt? Ja, nein? Villeneuve fragte per Textbotschaft extra danach, dass man auch ja nicht sein Werk spoilern möge, also lassen wir es mal dabei …

Ohne Dialoge könnte man sich besser auf die tollen Bildern konzentrieren … Und die Handlung die einem dabei einfallen würde, wäre wohl auchbesser …

Eine fantastischer Stil

Das Gute zuerst: BLADE RUNNER 2049 sieht richtig gut aus und hört sich zum großen Teil auch richtig gut an. Die langen, eleganten Aufnahmen einer dystopischen Welt, die oft in Farben getauchten Visionen einer Existenz, die nahe am gesellschaftlichen Abgrund steht. All das wirkt wunderbar und bleibt am längsten nach der Sichtung im Hinterkopf … ok, zumindest ist es das Positivste, was nach der Sichtung am längsten im Hinterkopf bleibt.

Der Soundtrack ist ähnelt sehr dem des Erstlings, wurde aber noch elektronischer verzerrt. Melodien wirken gestreckt, unwirklicher und fremdartiger, als noch während der 80er Jahre. Vielleicht soll auch dies zeigen, dass die Menschheit sich nach den Geschehnissen des Originals nicht in die richtige Richtung entwickelt hat?

Generell bietet BLADE RUNNER 2049 verschiedene symbolträchtige Elemente. Mit das wichtigste ist das Wasser. Ob es nun ständig wabernd die Räume der schurkischen Klon-Fabrikanten auftritt, oder gleich in seiner kraftvollsten Form in den Showdown integriert wurde...

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Kingsman: The Golden Circle

Kingsman: The Golden Circle
Originaltitel: Kingsman: The Golden Circle – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Matthew Vaughn

Erscheinungstermin: Ab dem 21. September im Kino

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Darsteller: Colin Firth, Julianne Moore, Taron Egerton, Mark Strong, Halle Berry, Elton John, Channing Tatum, Jeff Bridges, Pedro Pascal, u.A.

Filmkritik: Die „Kingsman“ sind wieder da und dürfen mal wieder in absurden Abenteuern die Welt retten. Dieses Mal haben sie es mit dem titelgebenden „Golden Circle“ zu tun, der geleitet wird von „Poppy“, einer irren 50er-Jahre-Americana-Fetishistin, die sich in den Tiefen von … wo war es, Paraguya? … ein bizarres Domizil gebaut hat. Nachdem große Teil der Kingsman von ihr ausradiert wurden, müssen Eggsy und Merlin, wieder gespielt von Mark Strong, Hilfe suchen bei ihren amerikanischen Kollegen, den „Statesman“. …

Bullets …

Volldampf in Richtung Polit-Satire

Regisseur Matthew Vaughn dreht das Satire-Potential auf 100 Prozent. Denn nachdem im Erstling England- und Bond-Klischees augenzwinkernd verarbeitet wurden, geht es nun Volldampf in Richtung Satire. Dabei erinnert der Wahnsinn, der vor allem von Bruce Greenwood als US-Präsident ausgeht, beinahe schon an die absurden Höhen eines „Crank 2“. Denn die Pläne des US-Commanders-in-Chief sind nicht weniger megalomanisch als die seiner Gegenspielerin Poppy.

Dazwischen hängen Eggsy und Co., die bei den Statesman ebenfalls ein paar Überraschungen erleben. Dank Sci-Fi-Techno-Mumbo-Jumbo ist nämlich Colin Firth wieder, oder eben doch noch am Leben, nachdem er eigentlich im Erstling von Samuel L. Jackson eine Kugel verpasst bekam. Diese erneute Einbindung hätte zwar nicht sein müssen, ist in ihrer Art und Weise aber durchaus originell und dreht die Elemente von Teil 1 auf den Kopf.

Bitches …

CGI-Blut und fade Schurken

Erneut inszeniert Vaughn angenehm ruchlose Action, die aber noch glatter wirkt als zuvor...

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Logan Lucky

Logan Lucky
Originaltitel: Logan Lucky – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Steven Soderbergh

Erscheinungstermin: Ab dem 14. September im Kino

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Darsteller: Adam Driver, Daniel Craig, Channing Tatum, Seth McFarlane, Riley Keough, Hillary Swank, u.A.

Filmkritik: Steven Soderbergh ist wieder da! Haben wir ihn überhaupt vermisst? Eh … Ein bisschen? LOGAN LUCKY ist auf jeden Fall sein neuster Streifen, mit dem er eine Art Redneck-Variante seiner OCEAN‘S-Filme abliefern will. Dabei ist vielleicht „Redneck“ etwas gemein formuliert, denn zumindest Channing Tatum und Adam Driver in den Hauptrollen wirken eher wie Hollywoodschauspieler mit falschen Akzenten …

Aber der Reihe nach: Zwei vom Pech verfolgte Brüder, Tatum und Driver, haben genug und wollen ihrem Leben mit Geld etwas Auftrieb verleihen. Doch wie soll man daran kommen? Der Plan wird gemacht eine Autorennbahn zu überfallen, doch dazu braucht man Safe-Knacker Joe Bang. Der wird gespielt von Daniel Craig und stiehlt allen Beteiligten die Show. Ob er nun die Schwester der Logan anmacht, ständig scharf ist auf gekochte Eier, oder einfach mal mit Explosionen improvisiert: Hier ist Craig absolut in seinem Element und wohl auch deutlich besser aufgehoben, als in einem weiteren Bondfilm … Aber das ist ein anderes Thema …

Schlechte Akzente und gute Laune

Generell gibt es zu LOGAN LUCKY gar nicht mal so viel zu sagen. Abgesehen von manch schlecht aufgesetztem Akzent machen sämtliche Darsteller ihre Sache richtig gut. Nach einer langen, aber humorvollen Einleitung – denn es ist immer toll zu sehen, wie Seth McFarlane was aufs Maul kriegt – geht es dann schließlich zum Überfall. Der wird innerhalb des zweiten Drittels knackig und humorvoll zu Ende gebracht. Und dann legt sich LOGAN LUCKY auf die Nase.

Radikale Richtungswechsel

Das gesamte letzte Drittel wechselt die Erzähl-Perspektive...

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Barry Seal – Only In America

Barry Seal – Only In America
Originaltitel: American Made – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Doug Liman

Erscheinungstermin: Ab dem 7. September

Darsteller: Tom Cruise, Jayma Mays, Domhnall Gleeson, Caleb Landry Jones, Sarah Wright, Benito Martinez, Jed Rees, Mike Pniewski, u.A.

Filmkritik: Die Meinungen zu Tom Cruise in „Die Mumie“ gehen ja durchaus auseinander. Persönlich fand ich ihn furchtbar. Da kam mir „Barry Seal“ gerade recht, denn dort darf der verrückte Scientologe endlich mal wieder seinen typischen Charme auspacken. Der titelgebende Barry Seal ist nämlich ein gelangweilter Top-Pilot, der nebenher etwas schmuggelt. Dabei wird er erwischt, aber anstatt in den Knast, kommt er zur CIA. Der Rest hat mit Südamerika, Guerilla-Kämpfern, Drogenbaronen und komplettem Wahnsinn zu tun …

Das Power-Team – Liman & Cruise

Nach „Edge Of Tomorrow“ arbeitet Cruise hier wieder mit Regisseur Doug Liman zusammen und beide sind anscheinend ein erstklassiges Team. Denn die fest im US-Zeitgeschehen der frühen 80er Jahre angesiedelte Geschichte bietet ein wahres Feuerwerk an cleveren Szenen und tollen Charaktermomenten. Die verschiedenen Nebendarsteller sind exzellent und Limans Inszenierung ist zurückgenommen genug, um den Akteuren richtig Freiraum zu geben. Mit lockerer Hand gibt es so viele Dialog-Sequenzen, die spannender sind, als zahlreiche Actionszenen der letzten Zeit.

Es hilft natürlich auch, dass viele der Figuren richtig interessant sind. Selbst, wenn sie nur kurz in der Handlung auftauchen. Ob das nun die durchgeknallte Fliegertruppe ist, die Barry anheuert, weil er einfach so viele Drogen nicht mehr selbst über die Grenze bringen kann, oder die Südamerika-Mafia. Des Öfteren hat man als Zuschauer schon das Problem, dass man gerne mehr Zeit mit all diesen verrückten Typen verbringen würde. „Barry Seal – Only In America“ hätte sich bestimmt auch sehr gut als Serie gemacht.

Komplex und locker – Der In...

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Atomic Blonde

Atomic Blonde
Originaltitel: Atomic Blonde – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: David Leitch

Erscheinungstermin: Ab dem 24. August im Kino

Darsteller: Charlize Theron, James McAvoy, Eddie Marsan, John Goodman, Toby Jones, James Faulkner, Roland Møller, Sofia Boutella, Bill Skarsgård, u.A.

Filmkritik: Was ist „Atomic Blonde“? Knochenbrechende Intensiv-Action? Check! Gelackter 80er-Jahre-Neon-Stil in Bild und Ton? Doppel-Check! Lesbenszene ohne US-Prüderie? Tripple-Check! Ist das der Film des Jahres? Leider nein, denn Regie-Debütant David Leitch vergisst leider innerhalb der ersten Stunde des 115 minütigen Streifens, dass es auch so etwas wie Charaktere braucht, damit man das Ganze genießen kann.

Struktur und Charaktere, was ist das?

Der Großteil des Streifens wird in Form einer Befragung präsentiert, in welche die eigentliche Handlung als Rückblenden eingestreut wird. Ich muss zugeben, dass ich davon nicht so recht ein Fan bin. Aber man kann es immer noch gut hinkriegen. Das wichtige Wort hier ist „kann“, denn Regisseur Leitch nutzt das Ganze nicht, um den Ablauf zu beschleunigen, sondern eher für das Gegenteil. So werden einem die Figuren in der ersten Stunde kaum nahe gebracht und es gibt zahlreiche Momente, die man ohne Probleme hätte kürzen können.

Erst wenn die von Charlize Theron dargestellte US-Agentin auf eine französische Spionin trifft und die beiden so etwas wie eine Beziehung aufbauen, taut auch die eisige Fassade der Theron etwas auf. Das ist sicherlich inhaltlich auch so intendiert, wenn man aber als Zuschauer eine Stunde lang mehr oder weniger am ausgestreckten Arm verhungert, weil der Macher bewusst keine Charaktermomente zulässt, dann ist das schon etwas frustrierend.

Stil statt Substanz – Der Film

Beim Stil schöpft „Atomic Blonde“ aus den Vollen: Gelackte Bilder, bis auf eine merkwürdige Ausnahme erstklassig passende zeitgenössische Synthesizer-Tracks und mehr...

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Stephen King’s Der Dunkle Turm

Der Dunkle Turm
Originaltitel: The Dark Tower – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Nikolaj Arcel

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Stimmen: Idris Elba, Matthew McConaughey, Tom Taylor, Katheryn Winnick, Jackie Earle Haley, Fran Kranz, Abbey Lee, u.A.

Filmkritik: Es gibt so Filme, die bringen ihre Shit-Show gleich mit, ohne selber allzu viel falsch gemacht zu haben. „Oh nein, der Film dauert nur gut 90 Minuten!“ oder „Mist, warum ist der coole Revolvermann nun ein Schwarzer?“ und so weiter und so fort. „Der Dunkle Turm“ hat zudem das Problem, dass viel des internationalen Marketings absolut nicht repräsentativ ist für das eigentliche Werk. Abgesehen von einem Trailer bestehen die meisten Clips aus Actionszenen, grimmig dreinschauendem Idris Elba und grimmig dreinschauendem Matthew McConaughey. Was war gleich nochmal die Handlung?

In der eigentlichen Geschichte geht es um den jungen Jake, der nach dem Tod seines Vaters immer wieder Alpträume von einer fernen, apokalyptischen Welt hat. Dort will der Mann in Schwarz den Dunklen Turm einreißen und damit die Realität zerstören. Und der Einzige, der es mit diesem Schurken aufnehmen kann ist der mysteriöse Revolvermann. Zu seiner Überraschung muss Jake feststellen, dass all dies real ist. Denn er reißt in die Welt, die er in seinen Träume gesehen hat und lernt, dass er eine besondere Gabe hat und nur gemeinsam mit dem Revolvermann noch den dunklen Turm kann.

Unterhaltung ohne Zeitgeist-Schlenker

„Der Dunkle Turm“ ist einer jener Streifen, die ich persönlich direkt ins Herz geschlossen habe. Denn im Gegensatz zu anderen aktuellen Werken, sind hier klar die Bedrohung, die Helden und die Schurken charakterisiert. Es geht von A nach B zu C ohne unnötige Schlenker und der Streifen verschwendet nicht – wie so viele Werke momentan – seine Zeit mit unnötigen Nebenhandlungen. Wunderbar. Dazu kommt, dass die eigentlichen Darsteller großartig sind...

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Planet der Affen: Survival

Planet der Affen: Survival
Originaltitel: War of the Planet of the Apes – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Matt Reves

Erscheinungstermin: Ab jetzt im Kino

Darsteller: Andy Serkis, Woody Harrelson, Steve Zahn, Amiah Miller, Karin Konoval, Judy Greer u.A.

Filmkritik: Der „Planet der Affen“ gibt seinen Bewohnern keine Verschnaufpause. Die Seuche hat die Anzahl der Menschen auf dem Planeten immer weiter dezimiert, während die Affen rund um Caesar – mehr oder weniger – friedlich überleben und die eine oder andere Militärpatrouille abwehren. So weit, so gut, doch eines Tages schleicht ein Feind in die Höhlen der Affen und erschießt Caesars Frau und Erstgeborenen. Das kann der Anführer der Primaten natürlich nicht auf sich sitzen lassen und begibt sich auf einen Rachefeldzug …

So weit, so überraschend Charles Bronson von der eigentlichen Grundgeschichte. „Planet der Affen: Survival“ teilt sich dabei in zwei durchaus verschiedene Ansätze: Die erste Hälfte zeigt Caesar, der mit ein paar Untergebenen durch die verschneite Ödnis reitet, um den Schlächter seiner Frau und seines Sohns zu suchen. In der zweiten geht es derweil deutlich mehr wieder um die sozialen und politischen Themen, die bereits Matt Reeves Vorgänger so groß gemacht haben.

Ape Bronson und Crew auf Rache-Mission! Oh Yeah!

Kleine Probleme und fantastische Effekte

Das größte Problem vorab: „Planet der Affen: Survival“ ist – bis auf die letzten paar Minuten – unglaublich vorhersehbar. Ob man nun bereits eine halbe Stunde vorher weiß, wie der eigentliche Bösewicht ins Gras beißen wird, oder der eigentliche Ablauf des Werks klar ist: Überraschungen sollte man hier nicht suchen. Aber … das war es dann auch schon. Matt Reeves schafft es einen noch mehr dialogreduzierten Streifen zu drehen, der komplett durch Gesten, Blicken und Bilder lebt, anstatt sich konsequent zu Tode zu erklären.

Die fantastischen Effekte tun ihr übriges, damit der Zuschau...

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Dunkirk

Dunkirk
Originaltitel:  Dunkirk – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Christopher Nolan

Erscheinungstermin: Ab 20. Juli

Darsteller: Cillian Murphy, Kenneth Branagh, Tom Hardy, Harry Styles, Mark Rylance, etc.

Filmkritik: Ok. Wer mich kennt weiß, dass ich Christopher Nolans Inszenierungsstil – besonders aufgrund seiner selbstanalytischen übertrieben dramatisierenden Dialoge einfach nicht mag. Doch so kritisch ich dessen Werke nun auch sehe, so sehr muss ich auch zugeben, dass er viele Stärken hat. Besonders was die Bebilderung seiner Arbeiten angeht, sowie seine ganz eigene Mischung aus Optik und Akustik, die eine famose Atmosphäre heraufbeschwört.

Augen auf, Klappe zu – Die Stärken des Films

„Dunkirk“ scheint der Nolan anscheinend ganz für mich allein gemacht zu haben, denn – Wunder über Wunder – hier halten die Figuren meistens die Klappe und sich dabei nicht unter die Räder einer der wahnsinnigsten Evakuierungsmissionen des 2. Weltkrieges zu gelangen. Dabei sagen Blicke tausend Mal mehr als Nolan’sche Dialoge und die Inszenierung ist – ganz besonders in den ersten zehn Minuten – einfach nur absolut brillant:

Eine Einheit von Briten findet sich in einer Küstenstadt wieder, zahllose Flugblätter flattern langsam Richtung Boden und plötzlich hagelt es Schüsse. Nur mit knapper Not entkommt ein einzelner Soldat dem Angriff und stößt auf den Strand: Tausende und abertausende von Soldaten stehen in Reih und Glied und warten darauf, dass sie abgeholt werden, doch am Horizont ist kaum ein Schiff zu erkennen …

Nach diesem absolut gespenstischen Beginn teilt sich die Handlung von „Dunkirk“ in drei verschiedene Teile, die allesamt verschiedene lange Zeitabschnitte einnehmen. Der einsame Soldat zu Beginn wird für eine Woche begleitet, der Flieger am Himmel – Tom Hardy, der wieder irgendwas vor dem Mund hat – ist eine Stunde unterwegs, während die zivilen Helfer einen Tag herumfahren.

Zeitachse und Char...

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