Dead Space

Dead Space

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Dead Space war neben Far Cry 2, der zweite Titel den ich mir herbeigesehnt habe. Zum Glück enttäuschte mich der Third-Person-Survival-Horror Dead Space auch keineswegs.
Das Spiel bedient sich fröhlich bei bekannten Sci-Fi Horror Filmen wie Event Horizon, der Alien Reihe oder The Thing und kreiiert da daraus ein ganz besonders Filmreifes Survival-Horror-Game.
Isaac, seines Zeichens Techniker(in einem schweren Metallanzug) und Charakter des Spielers, ist mit seiner Crew auf einer normalen Reparaturmission. Sie nähern sich dem riesigen Abbau-Raumschiff USG Ishimura, jenes Schiff dessen Kontakt vor einiger zeit abgebrochen ist. Nach einer Bruchlandung an Bord des Schiffes angekommen, ist schnell klar was Sache ist. Isaac wird von der Crew getrennt, die daraufhin von abscheulichen Kreaturen in Stücke gerissen wird. Nur 2 überleben neben Isaac, Kendra Daniels und Zach Hammond. Bei den Kreaturen handelt es sich um Necromorphs. Eine Art Alien-Virus hat die Besatzung der Ishimura dahingerafft und dann die toten Körper in Gestalt grotesker Wesen ins Untote-Leben geholt.
Begegnen wird Isaac den anderen beiden Überlebenden erstmal nicht mehr. Die meiste Zeit des Spiels wird nur über Funk oder Video kommuniziert. Dies bringt mich zum ersten, genialen Design-Punkt von Dead Space.
Es gibt kein normales HUD im Spiel, also keine Energie oder Munitionsanzeige. Alles ist in der Spielwelt bzw. an Isaacs Anzug. Die Energieanzeige ist auf seinem Rücken entlang der Wirbelsäule. Die Munition wird direkt an den Waffen angezeigt. Videos, das Inventar oder die Karte wird direkt in der Spielwelt, schräg vor Isaac aufgebaut.

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Damit man immer den vollen Überblick über diese ganzen Anzeigen hat, ist die Kamera nicht genau hinter Isaac sondern schräg rechts neben ihm. Somit sieht man auch immer die Waffe und die On-Screen Menüs sind so auch immer gut im Blick. Allerdings kreiert das einen leichten toten Winkel auf der linken Seite, der aber nicht all zu oft störend ist.
Nachdem man also von der Crew getrennt wurde, flieht auch Isaac vor den Aliens, hektisch auf der Suche nach einer Waffe. Die findet er auch kurze Zeit später. Wobei es nicht direkt eine Waffe ist, es handelt sich um einen so genannten Plasmacutter. Dazu hat der Vorbesitzer mit Blut den Hinweis geschrieben, dass man den Biestern die Gliedmaße abtrennen soll, alles andere würde nichts nützen. Diese Worte sollen sich schnell bewahrheiten. Die Necromorphs halten wirklich sehr viele Körpertreffer aus, einfacher ist es da den anrennenden Ekligkeiten erstmal ein Bein abzuschießen, woraufhin das Viech nur noch auf einen zu kriecht. Übrigens, anders als Zombies reicht es nicht den Kopf abzutrennen, auch dann wissen die Bestien immer noch genau wo man ist und greifen weiter an. In den meisten Fällen reicht es ein Bein und einen Arm abzutrenne, um die Gegner auszuschalten. Doch, die Arme sind so gut wie immer keine Arme mehr sondern Stacheln oder scharfe Klingen. Später im Spiel kommen auch noch einige Gegner dazu, die oft über Tentakel verfügen und auch hin und wieder damit schießen können. Doch das Spiel bleibt stets sehr fair und wenn man genau zielt sind die Gegner selten eine Gefahr. Außer wenn sich wieder ein Gegner hinter dem Spiel aufbaut oder leise annähert, denn der Nahkampf ist in Dead Space keine gute Wahl.

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Mit dem zu Beginn des Spiel gefundenen Plasmacutter kann man das ganze Spiel bestreiten, was ich auch gemacht habe, aber es gibt noch andere Waffen. Auf seinem Streifzug durch die Ishimura findet man allerhand Munition, Medipacks und viel anderes Zeugs. Auch findet man hin und wieder ein paar Credits, die Währung in Dead Space. Für Credits kann man sich an diversen Shops neue Waffen kaufen, oder seinen Anzug aufleveln, oder neue Waffen kaufen(die fast alle nichts taugen) oder Munition, Mediapacks, Stasepakete oder Luftkanister kaufen. Moment, Stasepakete und Luftkanister?
Bei der Stasenergie handelt es sich um eine Energie mit der man Gegner und Gegenstände verlangsamen kann. Schnell schließende Türen, Ventilatoren oder flinke Gegner werden so für wenige Augenblicke sehr langsam. Recht praktisch, ich habe es aber nur dort eingesetzt wo man es zum weiterkommen brauchte. Gegner habe ich damit fast nie verlangsamt. Luftkanister braucht man, da einige Abschnitte des Spiels im Vakuum spielen, sprich es gibt dort keine Atemluft. Ebenso gibt es Abschnitte ohne Schwerkraft oder Abschnitte wo beides fehlt. In den Bereichen ohne Schwerkraft kann Isaac an den Wänden und Decken antöanglaufen und schwungvoll zum anderen Ende des Raums schweben. Tolles Erlebnis.
Außerdem kann man mit Knotenpunkten, die man hin und wieder findet und für einen Haufen Credits auch kaufen kann, an Werkbänken seine Waffen und seinen Anzug aufbessern. Dringend notwendig!
Die Waffen haben alle 2 Feuermodi, beim Plasmacutter z.B. kann man entweder einen Vertikalen oder einen Horizontalen Schnitt machen. Sehr gutes Feature was einiges einfacher macht. Wie man schneidet wird durch 3 blaue Laserpointer angezeigt.

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Die Story des Spiels fasziniert Genre-Fans des Sci-Fi-Horror direkt und lässt einen auch nicht mehr los, bis man die schaurigen Geheimnisse ergründet hat. Die Atmosspähre ist Filmreif. Die Video-Kommunikationen mit der restlichen Crew sehen genial aus, beinahe wie echte Schauspieler. Dazu erschreckt man sich hin und wieder recht ordentlich.
Leider sind die Aufträge die Isaac erfüllen muss nicht immer ausgefallen. Meist muss er irgendwas reparieren was nicht mehr funktioniert. Oft kann er das aber noch nicht, weil er erst was anderes reparieren muss um dort hin zu gelangen. Dann und wann müssen auch bestimmte Keycards gesucht werden. Meist sind die Missionen also recht ähnlich. Dadurch das die Kämpfe gegen die Aliens immer viel Spaß machen, man dazu viel Freude daran hat das Raumschiff zu erkunden und weil einen die Inszenierung einfach mitreißt, fällt die mangelnde Missions-Vielfalt kaum auf.
Dead Space ist eine klare Empfehlung für Survival Horror Fans mit Hang zum Sci-Fi.

9/10