Mit Mario Maranzana markierte Beiträge

Der Tag der Cobra – Il Giorno Del Cobra

Der Tag der Cobra
Originaltitel: Il Giorno Del Cobra – Erscheinungsjahr: 1980 – Regie: Enzo G. Castellari

Der Tag der Cobra

Darsteller:
Franco Nero, Sybil Danning, William Berger, Mickey Knox, Ennio Girolami, Massimo Vanni, Romano Puppo, Licinia Lentini, Mario Maranzana, Rocco Lerro, Michele Soavi u.A.

Filmkritik: Franco Nero ist „die Cobra“ und die lebt in San Francisco als typisch runtergekommener Privatdetektiv, aber wird gleich von ihrem Chef zurück nach Italien geschickt, denn es gilt einen bösen Drogengangster zu schnappen.

So kurz die Einführung, so groß der Spaß in diesem von Enzo G. Castellari wie immer wunderschön inszenierten Italo-Crime-Streifen. Nero ermittelt sich durch die Unterwelt, dass es eine wahre Freude ist. Sybil Danning ist dabei als Augenschmaus mit dabei, wenn Nero gerade einmal nicht jemanden verfolgt oder im Finale gleich die Spitzhacke rausholt, wenn er nicht gerade mal wieder jemanden in der von Castellari geliebten Slow-Mo in die Luft jagt.

Dabei benutzt der gute Enzo etliche typische amerikanische Klischees und Ideen wie jene des runtergekommenen Privatdetektivs (mit Kaugummi-Fetisch), aber zieht trotz allem sein eigenes, ganz italienisches Ding dabei durch. Dass die Beziehung zwischen Nero und dessen Filmsohn (gespielt von dessen wirklichem Sohn) nicht gut gehen kann ist dabei genauso klar wie die Aufdeckung immer neuer Hintermänner, welche „die Cobra“ schließlich auch vor ein moralisches Dilemma stürzen.

Aber, keine Sorge, kein Problem ist so groß, dass es nicht von einer Schusswaffe aus der Welt geschafft werden kann. Ist die erste Hälfte noch Krimi-lastig, so geht es in der Zweiten immer mehr ab und die bereits erwähnten Nettigkeiten warten auf den geneigten Zuschauer. Absolutes Gold wert ist gleichzeitig der Titeltrack, der anders als bei so ziemlich allen Italo-Crime-Streifen in Form eines sehr Reggae-lastigen Songs daherkommt, so dass man auch noch Tage nach dem Anschauen still vor sich hinsingt...

Weiterlesen

Apache Woman – Una donna chiamata Apache

Apache Woman
Originaltitel: Una donna chiamata Apache – Erscheinungsjahr: 1976 – Regie: Giorgio Mariuzzo



Darsteller:
Al Cliver, Clara Hopf, Rick Boyd, Mario Maranzana, Corrado Olmi, Roque Oppendisano, Piero Mazzinghi, Ely Galleani, Frank Warner, Robert Thomas, Eugen Bertil, Henry Kalter, Yara Kewa  u.A.

Filmkritik: Dieser zynische weißer Mann gegen Rothaut-Italo-Western des eigentlich komplett unbekannten und wenig beschäftigten Regisseurs Giorgio Mariuzzo ist ein Paradebeispiel dafür, warum viele dieser Spätwestern oft einen ziemlich schlechten Ruf haben: Stereotype Abziehbilder als Charaktere, die ständig massivst rassistischen Murks von sich geben und durch die oftmals in italienisch vorkommenden Semi-Rip-Offs bekannter amerikanischer Konzepte wird auch hier das Gezeigte noch deutlich mehr überhöht als noch beim „Original“ war.

So darf sich nun ein von Genre-Veteran Al Cliver gespielter Soldatenrekrut nicht nur in eine wilde Häuptlingstochter verlieben, die als einzige das unprovozierte Massaker an ihrem Volk durch Clivers Kumpels überlebt hat, sondern mit seiner sexy Rothaut anschließend auch noch einen wahren Staffellauf der Rassistenklischees durchlaufen.

The Last Tipi On The Left?

Das es für das Herstellerland dabei typisch sleazig zugeht ist nicht verwunderlich, aber die gezeigte Kaltblütigkeit ist auch unter seinesgleichen schon deutlich menschenverachtender, als man das gewohnt ist. Sei es nun der Leichenfledderer und Quacksalber, der „30 Dollar für eine gut erhaltene Rothaut im Puff“ bekommen will und deshalb zwei Vergewaltigern einschärft das Mädel doch bitte nicht „kaputt zu machen“, über einen weiteren Redneck-mäßigen Charakter der die Gute gleich einen Tag lang anbindet und sich nicht recht entscheiden kann, ob er sie vergewaltigen oder töten will, bis hin zu den bibelfesten Arschlöchern, welche das arme Mädel gleich vergewaltigen wolllen, da es „doch eh nur ein Tier“ ist.

Sympathische Figuren gehe...

Weiterlesen