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Love

Love
Originaltitel: Love – Erscheinungsjahr: 2012 – Regie: William Eubank



Darsteller:
Gunner Wright, Corey Richardson, Bradley Horne, Nancy Stelle, Roger E. Fanter, Jesse Hotchkiss, Troy Mittleider, Brid Caveney, Ambyr Childers, B. Anthony Cohen, James C. Burns u.A.

Filmkritik: Es ist mal wieder Zeit für einen tiefsinnigen, spirituellen Film, welcher gleichzeitig eine fantastische Optik und Soundkulisse mit vielen Emotionen und etwas Sci-Fi kombiniert? Na, dann mal immer hereinspaziert, denn der ebenfalls von William Eubanks geschriebene „Love“ bietet auf knackigen 75 Minuten viel für die Freunde von entweder „2001“ oder „Tree Of Life“ oder beidem.

Love Is All Around Us

Ein einsamer Mann in einer Weltraumstation, knapp dreißig Jahre in der Zukunft. Nach einigen Tagen des planmäßigen Aufenthalts empfängt er rauschend merkwürdige Botschaften, bekommt einen letzten Anruf von den heimischen Kontrollinstanzen und dann … nichts. Komplette Stille, die sich ebenso über den Planeten ausbreitet. Die Welt wird dunkel, die letzten Lichter schwinden. Er ist allein.
Auf sich gestellt versucht er verzweifelt an seiner Menschlichkeit festzuhalten. Hat all dies vielleicht sogar etwas mit einem mysteriösen Artefakt zu tun, welches während dem amerikanischen Bürgerkrieg aufgetaucht ist? Wie weit wird der Astronaut gehen, bevor ihn die Isolation in den Wahnsinn oder gar in den Tod treibt?

All dies und nur mehr sind dabei die groben Eckpfeiler, in welchen Eubank seine meditative Sinnsuche über die Grundzüge der Menschlichkeit eingrenzt. Dabei tauchen durchaus einige Teil „2001“ in all dem Gezeigten auf, werden aber vom Drehbuch gekonnt für die eigenen Zwecke benutzt, so dass dies weniger wie eine Anbiederung als vielmehr eine Hommage, oder mehr noch, eine sinnliche Weiterentwicklung erscheint.

Im Weltall hört dich niemand schreien

Bei all der visuellen Brillanz, die mit ruhigen Kamerafahrten und atmosphärischen Klängen wunderbar die inhaltliche Themen unterstützt, hat das Drehbuch ein, zwei Momente, in denen vielleicht etwas weniger doch mehr gewesen wäre. So wird hier zum Mittelteil vielleicht etwas zu sehr die Isolation des Astronauten behandelt und geht über den Punkt der Wiederholung hinaus. Aber vielleicht muss dies auch genau so sein? Der Zuschauer selbst wird so effektiv in die Position des einsamsten Menschen auf der Welt gesetzt. Die Weite des Alls, die tonlose Qual des Nichtkontakts und das stete Fragen nach dem Warum…

Eubanks Film ist kraftvoll, keine Frage und auch wenn das Ende dem Ganzen vielleicht schon etwas zu viel Sinn beimisst für das Leben eines einzigen Menschleins, so wird man nach dem Schluss wohl noch mehrere Momente mindestens verweilen, um das gerade Erlebte Revue passieren zu lassen.

„You just experienced…. LOVE“ wird dem Zuschauer zum Ende erklärt. Das hätte aber vielleicht auch gar nicht sein müssen, denn die Liebe zu seinem Film und den darin bearbeiteten, universellen Themen sieht man William Eubanks Film zu jeder Zeit ein. Nein, mehr noch, man kann sie sogar spüren.

Fantastisches Gefühlskino zum Träumen und Erleben. Vielleicht nicht für Jedermann, auch wenn es eigentlich deshalb erst recht ein jeder Mal versuchen sollte.

Filmbewertung: 8/10

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