Mit Pam Grier markierte Beiträge

Frauen in Ketten – Black Mama, White Mama

Frauen in Ketten – Black Mama, White Mama
Originaltitel: Black Mama, White Mama – Erscheinungsjahr: 1973 – Regie: Eddie Romero

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Darsteller:
Pam Grier, Margaret Markov, Sid Haig, Lynn Borden, Zaldy Zschornack, Laurie Burton, Eddie Garcia, Alona Alegre, Dindo Fernando, Vic Diaz, Wendy Green, Lotis Key u.A.

Filmkritik: Frauenknastfilme sind wirklich nicht das Spannendste aller Filmgenres. Meist wird zusammen geduscht, man gibt sich lesbischen Spielen hin und die fiese Aufseherin(nen) versuchen den Knastweibern an die Wäsche zu gehen. All dies passiert auch Pam Grier und ihrer Kollegin Margaret Markov in dem klassisch frauenknastig betitelten „Frauen in Ketten“. Allerdings bereits alles in den ersten zwanzig Minuten, danach sind die beiden ungleichen Streithähne (Grier als selbstzentrierte Gangsterbraut, Markov als Revoluzzerin) bereits aneinandergekettet auf der Flucht vor zahlreichen Fraktionen, die sich das Kopfgeld für das Duo sichern wollen.

„Wenn du dich clever anstellst, kannst du es hier im Knast sehr leicht haben!“

Und ebenfalls, wie so oft, ist Sid Haig mit dabei, der hier zwar relativ spät in den Streifen einsteigt, dafür aber als fickeriger Gangster sofort jede Szene an sich reißt, in der er mitspielt und etliche Großartigkeiten abzieht, bevor er dahin verschwindet, wo eben so ziemlich jeder 70er Jahre Haig-Charakter hin verschwunden ist: in die ewigen Jagdgründe.
Das muss aber kein Grund zur Trauer sein, schließlich gibt es bei „Black Mama, White Mama“ nicht nur immer größer werdende Schießereien zu bewundern, sondern auch episodenhafte Abenteuer der beiden Damen, die sich auf dem Weg in die Freiheit mit allerlei Widrigkeiten herumschlagen müssen.

Dabei ist das Geschehen pointiert und knapp auf gut 80 Minuten verteilt und überzieht so nicht seine Willkommenszeit...

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Posse

Posse

Eingefügtes Bild

Erscheinungsjahr: 1993
Regie: Mario Van Peebles

Darsteller: Mario Van Peebles
Stephen Baldwin
Charles Lane
Tommy ‚Tiny‘ Lister
Big Daddy Kane
Billy Zane
Blair Underwood
Melvin Van Peebles
Salli Richardson-Whitfield
Tone Loc
Pam Grier

Inhalt@OFDB

Der nächste Western hört auf den Namen "Posse". Regisseur und Hauptdarsteller Mario Van Peebles kümmert sich hier um einen unbeachteten Teil der damaligen Zeit: Die schwarze Bevölkerung. Eine Handvoll, fast durchweg schwarzer US-Soldaten(Peebles, Lister, Baldwin u.a.) findet während des Spanisch-Amerikanischen Krieges eine Kiste voll Goldstücke. Die Gruppe desertiert daraufhin von ihrem wahnsinnigen Colonel Graham(Billy Zane), schließt sich zur Posse zusammen und und flieht aus Mexico in die USA. Graham heftet sich an die Fersen und verfolgt die Gruppe durch die USA. Doch auch als die Gruppe im Heimatdorf Freemansville ankommt, hören die Probleme nicht auf. Zur Angst im Nacken kommt noch Rassenhass dazu…
Als wirklichen Westen würde ich den Film nur höchst selten bezeichnen, was auch direkt der größte Kritikpunkt des Films ist. Der Film wirkt durchweg zu modern. Man hat das Gefühl das sich nur wenige der Darsteller überhaupt die Mühe machen so zu spielen, als sei dies nicht die Neuzeit. Dazu kommen stellenweise zwar gelungene aber unpassende Kamerafahrten. Exemplarisch sei ein Gespräch zu Beginn genannt wo die Kamera sich ungefähr 4 Mal sinnlos um die Gruppe herumdreht. Oftmals wirkt "Posse" wie die "Mario Van Peebles Show", so wie er sich hier stellenweise in Szene setzt.
Doch auch die Story kann nicht wirklich überzeugen. Ist die Flucht vor Billy Zane in der ersten Hälfte noch durchweg recht unterhaltsam inszeniert und hätte Potential, gerät der Film vollends ins Stocken wenn der Faktor Freemansville ins Spiel kommt. Ein Dorf in dem fast nur schwarze Wohnen, aber von einer Gruppe Weißer unterdrückt wird...

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Coffy

Coffy

Eingefügtes Bild

Erscheinungsjahr: 1973
Regie: Jack Hill

Darsteller: Pam Grier
Booker Bradshaw
Robert DoQui
William Elliott
Allan Arbus
Sid Haig
Barry Cahill
Lee de Broux

Inhalt@OFDB

Im "Blaxploitation"-Bereich kenne ich mich nicht wirklich aus, man könnte wohl gar von absolutem Neuland sprechen. Ich weiß nicht ob "Coffy" da ein guter Einstieg ist(viele sagen es sei der beste Genre-Film), oder ob ich den Weg über "Shaft" hätte wählen sollen, aber nun ist es "Coffy" geworden.
Der Film ist ein im Grunde typischer Rache-Film wie es sie zu Dutzenden schon gab und bis heute gibt. Was den Film von der Masse abhebt ist die Machart des Ganzen. Funky-Music, überzeichnete Zuhälter die beim ersten Auftritt im Film sogar ein eigenes Intro mit Musik bekommen und jede Menge blanke Brüste die in den absurdesten Momenten in die Kamera gehalten werden. Dazu noch die alles einnehmende Präsenz von Ikone Pam Grier.
Der Film wandert immer wieder auf dem schmalen Grat zwischen Humor und harter Brutalität doch diese Linie wird für mich zu ungenau eingehalten. Besonders ein Kampf zwischen einigen Nutten in der Mitte des Films wird so dermaßen ins Lächerliche gezogen, dass man das Ganze kaum ernst nehmen kann und für mich die Szene schnell ziemlich überflüssig war.
Die Action hält sich soweit in Grenzen. Am Anfang schießt "Coffy" einem Drogendealer die Rübe weg, was die Richtung des Films wunderbar vorgibt und wohl schon die stärkste Szene des Films darstellt, da man mit solch einem Szenenende dann doch nicht gerechnet hatte. Im weiteren Verlauf wird dann mehr Wert auf die Mischung aus Absurditäten und Humor gelegt, bis im Finale dann wieder etwas Action Einzug hält. Schauspielerisch hat man manchmal(selten) das Gefühl die Dialoge werden einfach abgelesen, da es den Anschein hat das völlig ohne Betonung gesprochen wird. Insgesamt aber soweit okay...

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Above the Law – Nico

Above the Law – Nico

Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Andrew Davis

Darsteller: Steven Seagal
Pam Grier
Henry Silva
Ron Dean
Daniel Faraldo
Sharon Stone

Inhalt@OFDB

Steven Seagal, heute für jede Menge drittklassige Actionfilme bekannt, hatte Ende der Achtziger bis Mitte der Neunziger einige gute-sehr gute Action-Filme abgeliefert. Sein Debutfilm war "Above the Law". Auch die Filme die danach kamen folgten alle einer ähnlichen Story. Seagal ist Polizist, meist Ex-CIA, und irgendwann im Film macht er sich auf die Bösen-Buben ohne seine Polizeimarke zu vermöbeln. Viele finden das "Nico" Seagal bester Film ist, mir gefielen zwar seine späteren Werke wie "Out for Justice" oder "Marked for Death" etwas besser, aber auch "Above the Law" hat viele gute Momente. Dazu wohl, neben "Under Siege", die besten Schauspieler. Blaxploitation-Ikone Pam Grier und "Basic Instinct" Star Sharon Stone trifft man nicht so oft zusammen an. Schon gar nicht in einem Seagal-Film. Die Story ist in "Above the Law" allerdings nicht ganz so spannend, dafür stimmen die immer wieder eingestreuten Action-Szenen immer 100%. Dazu gibts noch ein schnelles aber knackiges Finale und die üblichen Arm und Handbrüche, die einfach zu den damaligen Seagal-Filmen dazu gehörten. Gute Unterhaltung.

7/10

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John Carpenter’s Ghosts of Mars

John Carpenter’s Ghosts of Mars
Originaltitel: John Carpenter’s Ghosts of Mars Erscheinungsjahr:2001 – Regie: John Carpenter



Darsteller:
Ice Cube, Natasha Henstridge, Jason Statham, Pam Grier, Clea Duvall, Joanna Cassidy

Filminhalt: Als ich den Film damals 2001 oder 2002 das erste Mal gesehen hatte, fand ich den glaub ich gar nicht so schlecht. Aus diesem Grund habe ich nun für 6€ einen Kauf gewagt.

Naja, entweder ich kannte damals nicht viele gute Filme oder meine Erinnerung täuscht mich, aber ein guter Film sieht anders aus. Vielleicht wäre der Film in den 80ern, mit 80s Effekten und ein wenig mehr Blut ein typischer Carpenter Knaller geworden. Aber fürs Jahr 2001 war das nicht viel.

Die Story basiert unübersehbar auf Carpenters Hit "Assault on Precinct 13". Gangster und Cops müssen sich zusammenschließen um gegen einen anderen Feind zu kämpfen, hier diesmal Marsgeister. Aber kurz die gesamt Handlung:

Eine Truppe Polizisten(Statham, Henstridge, Gier etc.) müssen mit dem Zug auf dem Mars von der Hauptstadt aufbrechen und aus einer Minenstadt den Gangster und Killer Williams(Ice Cube) abholen. Die Stadt ist aber vollkommen leer als sie ankommen. Bald wird klar, dass alle Bewohner von Marsgeistern befallen sind. Diese Geister Wesen sind unsichtbar, gelangen in den Körper nach Belieben und man wird nun zu einer Art Zombie, aber kann auch mit Klingenwaffen umgehen, Sägeblätter Werfen und rennen. Wirklich blöd wie ein Zombie ist man auch nicht. Nur reden geht einfach nicht mehr so richtig und man malt sich an wie ein Voodoo Priester. Naja, so passiert es also, dass sich die Cops und der Gangster zusammen mit einer kleinen Gruppe anderer Gauner, welche ihn Freiboxen wollte, zusammenschließen müssen, um lebend aus der Stadt wieder in die Marshauptstadt gelangen zu können. Blöd nur das der Zug nicht mehr am Bahnhof steht und draußen die geifernde Brut lauert…

Im Laufe der Handlung versucht der eigenartige Cast also nun...

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Jackie Brown

Jackie Brown

Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Quentin Tarantino

Darsteller: Pam Grier
Samuel L. Jackson
Robert Forster
Bridget Fonda
Michael Keaton
Robert De Niro
Michael Bowen
Chris Tucker
Sid Haig

Inhalt@OFDB

Nach Death Proof hatte ich irgendwie Lust bekommen Jackie mal wieder dabei über die Schulter zu gucken wie sie ihren Boss und das ATF übers Ohr haut. Jackie Brown habe ich denke ich am wenigsten von allen Tarantino Filmen gesehen. Aber schwächer ist er auf jeden Fall nicht. Er ist einfach mal ein wenig anders, man kann sagen, Erwachsener als z.B. Pulp Fiction. Rob De Niro, Sam Jackson und Pam Grier sind einfach nur genial in diesem Film. Auch Robert Forster und Bridget Fonda haben mehr als geniale Rollen. Die Charaktere wirken nicht mehr so Comic haft wie in den meisten anderen Tarantinos sondern das ganze wirkt echt. Dadurch macht der Film mal auf einer ganz anderen Ebene Spaß. Der Soundtrack ist wieder gehobener Standard, einige tolle Songs, 2 nicht so schöne. Insgesamt sehr coole lockere Unterhaltung mit genialen Schauspielern.

9/10

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