Mit Fantasy markierte Beiträge

Aquaman

AQUAMAN
Originaltitel: Aquaman – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: James Wan

Erscheinungstermin: Ab dem 20. Dezember im Kino

Darsteller: Jason Momoa, Amber Heard, Willem Dafoe, Patrick Wilson, Dolph Lundgren, Yahya Abdul-Mateen II, Nicole Kidman, Leigh Whannell, Graham McTavish, u.A.

Filmkritik: AQUAMAN ist hoffentlich der Beginn einer neuen Ära der Comicverfilmungen. Denn bislang hat noch kein anderer Superheldenfilm seinen Geschichtenkosmos dermaßen offen und vorlagengetreu auf die Leinwand gebannt. Statt einer bemüht realistischen Herangehensweise, rückt AQUAMAN seine Erzählung konsequent in die Sphären von griechischen Göttersagen. Das was hier serviert wird, das orientiert sich mehr an Herkules und anderen Sagengestalten, als an den geerdeten Kollegen von Marvel. Aber, Enthusiasmus hin, oder her, gehen wir doch erst noch einmal einen Schritt zurück …

Aquaman in der Superheldenwelt

Zack Snyders BATMAN V SUPERMAN und dann das cineastische Frankenstein-Monster namens JUSTICE LEAGUE waren verwurzelt in einer grimmigeren Realität, mit Überzeichnungen und Sagenfiguren, doch mit einer latenten inhaltlichen Düsternis. JUSTICE LEAGUE weniger, denn, tja, da wurde so viel dran herumgeschraubt, dass nachher keiner der Macher wohl sein Baby richtig erkannte.

AQUAMAN ist, abgesehen von einer Dialogzeile, die auf die Geschehnisse aus dem Superhelden-Team-Streifen anspielt, komplett eigenständig. James Wan entwirft nämlich von dem ersten Moment an eine fantastische Welt, die sprichwörtlich noch nie ein menschliches Auge erblickt hat: Arthur Curry, der Sohn einer atlantischen Prinzessin und eines Leuchtturmwärters, muss sein Geburtsrecht einfordern, um einen Krieg zwischen der Meer- und der Oberflächenwelt aufzuhalten, bevor er überhaupt beginnt. Dazu muss er mit der Prinzessin Mera auf eine Reise nach einem magischen Artefakt gehen, das seine hochwohlgeborene Herkunft bestätigt …

Exposition, soweit das Auge blicken kann

Weiterlesen

Suspiria (2018)

SUSPIRIA
Originaltitel: Suspiria – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Luca Guadagnino

Erscheinungstermin: Ab dem 15. November im Kino

Darsteller: Chloë Grace Moretz, Tilda Swinton, Doris Hick, Malgorzata Bela, Dakota Johnson, Angela Winkler, Vanda Capriolo, Alek Wek, Jessica Batut, Elena Fokina, Mia Goth, u.A.

Filmkritik: Ein Remake von Dario Argentos SUSPIRIA? „Muss das sein? Kann das überhaupt klappen?“ waren meine ersten, spontanen Gedanken. Die Trailer machten mich auch nicht sonderlich zuversichtlicher. Dann kam heraus, dass der Streifen gut zweieinhalb Stunden dauerte. Meine Augen verdrehten sich. Was sollte das Ganze?
Dann kam die Nachricht, dass Quentin Tarantino den Film gesehen hatte und weinen musste vor Rührung. „Was für ein Schwachsinn“, kam mir in den Sinn, bis ich dann den Streifen selber erleben konnte und während zwei Szenen mit feuchten Augen vor der Leinwand saß.

Junge Frauen in den Krallen des Terrors

Argentos Arbeiten drückten sich immer schon am meisten durch seine Inszenierung aus, während die Figuren innerhalb seiner Geschichten oft zweidimensional und fragmenthaft blieben. Luca Guadagnino ist zwar ein versierter Regisseur, kitzelte für seine Neuauflage des Werkes aber andere Qualitäten aus dem gleichen Ansatz heraus: Immer noch haben wir eine junge Frau, die Tanz studieren will und dabei auf eine Gruppe von Hexen trifft, die eine Kunst-Akademie leiten. Guadagnino verlegt dabei seine Geschichte in das Berlin der ausgehenden 70er Jahre und macht gleich die Stadt selbst zu einem Protagonisten.

In den Wirren des RAF-Terrors und während eines nassen Herbsts und kalten Winters wird nicht nur die Seele der Tänzerin, der Künstlerin freigelegt, sondern auch die von Berlin selbst. Ständige Radiodurchsagen sprechen von grauenvollen Ereignissen, während im inneren der Akademie die grauenvoll-übernatürlichen Vorgänge ihren Lauf nehmen.

ACHTUNG: Wer findet, dass sich das interessant anhört, der so...

Weiterlesen

Deadpool 2

DEADPOOL 2
Originaltitel: Deadpool 2 – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: David Leitch

Erscheinungstermin: Ab dem 17. Mai 2018

Darsteller: Ryan Reynolds, Josh Brolin, Morena Baccarin, Julian Dennison, Zazie Beetz, T.J. Miller, Brianna Hildebrand, Jack Kesy, Bill Skarsgård, Terry Crews, u. A.

Filmkritik: DEADPOOL 2 ist am Start! Und bei dem „4th Wall Breaking“-Comedy-Gedöns, das der „Merc with a Mouth“ abzieht, müsste hier wohl irgendwas pseudo-cleveres stehen, wie etwa zwei Worte Review: „GUCK DEN SCHEIß!“ Doch die Frage ist ja eigentlich: „Soll man den Scheiß gucken?!?“ Die kurze Antwort: „Ja!“, die lange Antwort gibt es nach dem ersten Bild …

Ryan „Deadpool“ Reynolds … nervt leider etwas

DEADPOOL ist ziemlich nervig. Seine ach so coolen Scherze scheinen überall gut anzukommen und aus dem düster-zynischen Comic-Antihelden der 90er Jahre wurde zuletzt in sämtlichen Medien ein sprücheklopfender Killer mit einem Herz aus Gold. Obendrauf gibt es Ryan Reynolds, der in der Figur ein Ventil für immense Marketing-Stunts, unorthodoxe Poster und viel Selbsterfüllung sieht. Natürlich geht er in der Rolle auf, aber es wurde dann zwischenzeitlich schon ein bisschen viel.

Umso überraschender war da, dass DEADPOOL 1 eine durch und durch konventionelle Actionfilmstruktur besaß. Alles rund um den „Merc with a Mouth“ war komplette Glasur auf einem extrem konservativen Filmkorsett, das nicht ansatzweise so rebellisch und „crazy“ war, wie der Titelheld es gerne gewesen wäre.
Teil 2 ist genau das Gleiche.

Willkommen bei den X-Men!

Was DEADPOOL 2 von seinem Vorgänger unterscheidet, das ist das größere Budget und die engere Anbindung zum Marveluniversum im Allgemeinen und den X-Men-Filmen im Speziellen. Während der Erstling irgendwelche Gags rund um alte Frauen und sleazige Bartypen ablieferte, weil er eben keine weiteren Superhelden zum Spielen hatte, so hat sich diese Situation nun grundlegend geändert.

Weiterlesen

Rampage

RAMPAGE
Originaltitel: Rampage – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Brad Peyton

Erscheinungstermin: Ab dem 10. Mai 2018

Darsteller: Dwayne Johnson, Naomie Harris, Malin Akerman, Joe Manganiello, Jake Lacy, Marley Shelton, Jeffrey Dean Morgan, u. A.

Filmkritik: Riesenmonster und The Rock in einem Film mit dem Namen RAMPAGE. Punkt. Was gibt es sonst noch, was man wissen muss, das Kino-Ticket ist doch eigentlich schon gekauft, oder!?! Nein? Ok, vielleicht irritiert ja etwas, dass es sich bei Brad Peyton um den Regisseur von SAN ANDREAS handelt (den der Autor dieser Zeilen gar nicht so übel fand). Also muss man sich möglicherweise doch etwas tiefgehender mit RAMPAGE beschäftigten …

Die typischen Videospiel-Verfilmungs-Probleme

Zuerst einmal der nerdigste Kritikpunkt: RAMPAGE hat als Videospielverfilmung mit den gleichnamigen Games kaum irgendwas zu tun. Es scheint eher so gewesen sein, dass die Macher gerne einen Film mit einem Riesengorilla und einer Riesenechse machen, aber gleichzeitig auch nicht verklagt werden wollten von jenen Typen, die die Rechte an Godzilla und King Kong besitzen. Also hat man sich mal eben die Rechte an einem Spiel geschnappt, das von Menschen handelte, die sich in große Kreaturen verwandeln und Städte plätten. Das Einzige was überlebt hat, das ist das grobe Konzept der Riesenmonster und sämtliche Hommagen an die Game-Vorlage sind so dermaßen nicht erwähnenswert, dass wir uns das an dieser Stelle auch einfach mal sparen.
RAMPAGE ist also keine gute Videospielverfilmung, aber ist es denn ein unterhaltsamer Film geworden? Die Antwort darauf ist überraschend komplex …

Die großen Probleme von RAMPAGE …

RAMPAGE hat ziemlich viele Probleme: Zu Beginn eingeführte Figuren tauchen nie wieder auf, manche Handlungsstränge sind überraschend ernst und teilweise komplett unnötig, während der Streifen selbst fast nur auf Action-Set-Pieces abzielt...

Weiterlesen

Avengers: Infinity War

AVENGERS: INFINITY WAR
Originaltitel: Avengers: Infinity War – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Anthony & Joe Russo

Erscheinungstermin: Ab dem 26. April 2018

Darsteller: Robert Downey Jr., Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Chris Evans, Scarlett Johansson, Benedict Cumberbatch, Josh Brolin, Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Karen Gillan, Don Cheadle, Chadwick Boseman, u. A.

Filmkritik: Es ist da, AVENGERS: INFINITY WAR, das große Finale von 10 Jahren Marvel-Filme. Oder? Zwischendurch gab es arge Schwankungen zwischen Humor und Ernsthaftigkeit existieren – gerade wegen der „Guardians of the Galaxy“ – und gerade die letzten 15 Minuten hätten – nach all dem Aufbau – noch etwas besser funktionieren können. Doch, ernsthaft: Was solls? AVENGERS: INFINITY WAR hat ein paar Probleme, aber ist vor allem eines: EIN EVENT!

The Good, The Bad and The Thanos

Wer doch noch spoiler-frei etwas zum Inhalt wissen will: Thanos (Josh Brolin) ist einfach fantastisch und trägt den gesamten Film auf seinen großen Schultern. Das muss er auch, da es ansonsten – neben viel unterhaltsamen Zankereien – kaum Entwicklungen bei Figuren gibt. Gerade mal drei, vier einzelne Charaktere haben so etwas wie einen Story-Arc, der Rest darf dabei sein und Cool aussehen. Und das gelingt ihnen auf jeden Fall ziemlich gut.
All dies fällt aber nicht sonderlich auf, da den Russo-Brüdern bei der Regie eine gute Struktur dieses Mammut-Werkes gelungen ist, so dass man auch den jeweiligen Heldengruppen stets problemlos folgen kann. Der Dreh- und Angelpunkt ist eben Thanos, der nicht nur mit seiner Macht, sondern auch seiner Präsenz alles und jeden in den Schatten stellt. Das hat natürlich Vor-, wie Nachteile.
Die Effekte sind bei all dem meist fantastisch gelungen. Nur wenn es um den Hulk geht, gibt es da so einige Momente, die – besonders am Ende – sehr danach aussehen, als seien sie mit der heißen Nadel gestrickt worden...

Weiterlesen

Das Zeiträtsel

Das Zeiträtsel
Originaltitel: A Wrinkle in Time – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Ava DuVernay

Erscheinungstermin: 5. April 2018

Darsteller: Oprah Winfrey, Reese Witherspoon, Mindy Kaling, Storm Reid, Gugu Mbatha-Raw, Michael Peña, Zach Galifianakis, Chris Pine, Levi Miller, Deric McCabe, u.A.

Filmkritik: Man weiß, dass man es mit einem ganz speziellen Film zu tun hat, wenn einem direkt die Worte: „Hirn erodierendes, cineastisches Seelen-AIDS!“ einfallen. Aber vielleicht ist das als Einstieg auch ein klein wenig zu radikal. Vielleicht. Also betrachten wir das Ganze doch mal aus einer etwas … differenzierteren Perspektive.

DAS ZEITRÄTSEL ist anscheinend die aktuelle Disney-Verfilmung eines Romans aus den 60ern? 70ern? Ok, man merkt, nach Recherche war mir nicht zu Mute, aber mir wurde von Leuten, die den Roman gelesen haben gesagt, dass man eigentlich sämtliche religiösen Elemente entfernt hat und die esoterisch-hippie-artigen Elemente beibehalten hat. So weit, so besorgniserregend. Aber worum geht es eigentlich? DAS ZEITRÄTSEL handelt von einem Mädchen, dessen Vater eines Tages verschwunden ist … und später wird ihr und ihrem Adoptivbruder klar, dass ihr Erzeuger, der meinte, dass man mit der richtigen Geisteseinstellung durch die Dimensionen reisen kann, irgendwo festhängt. Drei magische Damen/interdimensionale Entitäten helfen den Kindern dabei ihren Vater zu finden und ein sensibler Footballspieler ist auch mit dabei.

Aggressive Langeweile, voller schlechter Botschaften

Uff. Zuerst einmal die rohen Fakten: DAS ZEITRÄTSEL braucht geschlagene 60 Minuten(!!!) bis seine eigentliche Handlung an Fahrt aufnimmt. Davor und danach besteht der Inhalt eigentlich nur aus einer Sache: Konsequenter, emotionaler Bestätigung! Die Protagonistin ist so super, ihre Gefühle sind so viel Wert und alle haben sich immer ganz doll lieb. Wer denkt, dass einem das nach 60 Minuten auf die Nerven geht, der liegt falsch...

Weiterlesen

Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer

Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer
Originaltitel: Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Dennis Gansel

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Solomon Gordon, Henning Baum, Annette Frier, Milan Peschel, Uwe Ochsenknecht, Christoph Maria Herbst, Rick Kavanian, Volker Michalowski, Eden Gough, Kao Chenmin, u.A.

Filmkritik: Es ist soweit: Die Lokomotive Emma, Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer sind zum ersten Mal real auf der großen Leinwand! Nach Kindergeschichten-Vergewaltigungen wie HUI BUH darf man zu Recht fragen, ob das nun eine gute Idee war. Doch das gute Vorweg: JIM KNOPF UND LUKAS, DER LOKOMOTIVFÜHRER ist eine richtig ordentliche Adaption mit ein paar kleinen Schönheitsproblemen!

Die Fehltritte der Lummerland-Bewohner

Gerade den Einstieg legt JIM KNOPF leider alles andere als gut hin, denn die zuvor charmanten Bewohner der kleinen Insel mit zwei Bergen, Lummerland, sind anscheinend – bis auf Ausnahmen – zu Slapstick-Trotteln geworden. Uwe Ochsenknecht als ständig Worte durcheinanderwerfender König und Christoph Maria Herbst als Herr Ärmel, dem gleich in seiner ersten Szene ins Gesicht gepinkelt wird, sorgen nicht gerade für Zuversicht.
Doch sind die titelgebenden Helden erst einmal auf dem Weg in ferne Länder, gewinnt Dennis Gansels Arbeit schnell an Charme. Zwar gibt es typische Übersteigerungen der Charaktere auch an anderen Stellen. Doch wenn das zum Beispiel im Königreich Mandala dann eben zu einer Actionszene führt, die wie 1:1 aus klassischen Bud-Spencer-Werken entnommen wirkt, dann ist das deutlich besser als ein Christoph Maria Herbst, der gerade eine goldene Dusche bekommt.

Darsteller, die ohne Schnüre auskommen

Absoluter Gewinn für den Film ist Henning Baum als Lukas, der Lokomotivführer. Eigentlich sollte man nicht meinen, dass „der letzte Bulle“ eine derartig ruhige Vaterfigur so kompetent spielen kann, aber er überzeugt auf ganzer Ebene...

Weiterlesen

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers
Originaltitel: The Shape of Water – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Guillermo del Toro

Erscheinungstermin: Ab dem 15. Februar 2018 im Kino

Darsteller: Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins, Doug Jones, Lauren Lee Smith, Michael Stuhlbarg, Octavia Spencer, David Hewlett, John Kapelos, Nick Searcy, Cyndy Day, Morgan Kelly

Filmkritik: Der meisterhafte Geschichtenerzähler Guillermo del Toro inszeniert mit „The Shape of Water“ eine poetische Liebesgeschichte, die circa 1963 vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in Amerika spielt. Im versteckten Hochsicherheitslabor der Regierung arbeitet die einsame Elisa (Sally Hawkins) als Putzfrau. Gefangen in einem Leben der Stille und Isolation. Elisas Leben ändert sich für immer, als sie und ihre Kollegin Zelda (Octavia Spencer) ein als geheim eingestuftes Experiment entdecken.

Zum Blockbuster und wieder zurück

Nach seinem Ausflug in die Blockbuster-Ecke mit dem „Monster gegen Roboter“ Film „Pacific Rim“, kehrt Regisseur Guillermo del Toro nun zu seinen einfühlsamen Wurzeln zurück. „The Shape of Water“ ist eine Mischung aus Monsterfilm und Liebesgeschichte, wie man sie sich so nur von wenigen Regisseuren heutzutage vorstellen kann. Und einer davon ist eben Guillermo del Toro.

Das fängt schon beim Setting des Films an. Eine geheime US Forschungseinrichtung im kalten Krieg. Düstere Gänge, Labore, große Wasserbecken und ein seltsames Wassermonster. Aber auch ein menschliches Monster in der Gestalt von Michael Shannon, der einmal mehr Einblick in eine sehr dunkle, kaum noch menschliche Seele gibt.

Da haben sich zwei gefunden

Doch der Hauptfokus des Films liegt auf Elisa. Als sie ein Baby war bereits ihrer Stimme beraubt, kann sie zwar alles hören aber sich nur mit Zeichensprache verständigen. Sie lebt neben der Wohnung des Homosexuellen Giles (Richard Jenkins) und ist Putzfrau in besagter Forschungseinrichtung.

So entw...

Weiterlesen

Bright

Bright
Originaltitel: Bright – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: David Ayer

Erscheinungstermin: Seit dem 22.12.2017 auf Neflix

Darsteller: Will Smith, Joel Edgerton, Noomi Rapace, Edgar Ramírez, Lucy Fry, Veronica Ngo, Alex Meraz, Happy Anderson, Ike Barinholtz, Dawn Olivieri, Matt Gerald, Margaret Cho, Joseph Piccuirro, Brad William Henke, Jay Hernandez

Filmkritik: 2017 in irgendeiner Parallelwelt. Menschen und übernatürliche Wesen wie Elfen, Feen und Orks leben gemeinsam auf der Erde. Wie man sich denken kann nicht immer friedlich. Es gibt Spannungen zwischen den Parteien.
Der menschliche Cop Daryl Ward (Will Smith) bekommt einen neuen Partner an seine Seite. Doch Nick Jakoby (Joel Edgerton) ist ein Ork. Ein Ork bei der Polizei, dass gefällt weder den Menschen noch den Orks. Ärger ist vorprogrammiert. Auf einer Patrouille stoßen Nick und Daryl eines Nachts auf ein seltsames Relikt und eine junge Elfe namens Tikka (Lucy Fry). Bei dem Relikt handelt es sich um einen Zauberstab. In den falschen Händen ist mit ihm große Zerstörung möglich. Die beiden Cops müssen sich gegen Kollegen, Banden und wütende Elfen verteidigen und irgendwie diese Nacht überleben…

Orcs & Humans? Ist das hier doch der „Warcraft“ Film?

Da ist sie also: Netflix bis dato teuerste Spielfilm-Eigenproduktion. Mehr als 90 Millionen Dollar sind in den Film geflossen. Kein Wunder, hat man schließlich auch Will Smith für die Hauptrolle gewinnen können, der bekanntlich nicht billig ist, auch wenn er seit Jahren auf dem absteigenden Schauspielast rangiert.
Regie führ David Ayer, der die letzten Jahre durchweg solide Filme abgeliefert hat. „Fury“ mit Brad Pitt oder „Sabotage“ mit Arnold Schwarzenegger sowie der Polizeistreifen „End of Watch“. Sein letzter Film spaltete die Meinungen allerdings stark: „Suicide Squad“.
Das Drehbuch hingegen stammt vom aufstrebenden Autor Max Landis (Sohn von Ikone John Landis) der einst mit „Chronicle“ auf ...

Weiterlesen

Star Wars VIII: Die letzten Jedi

Star Wars VIII: Die letzten Jedi
Originaltitel: Star Wars VIII: The Last Jedi – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Rian Johnson

Erscheinungstermin: Ab dem 14. Dezember 2017 im Kino

Darsteller: Daisy Ridley, Domhnall Gleeson, Adam Driver, Laura Dern, Mark Hamill, Carrie Fisher, Andy Serkis, Oscar Isaac, Benicio Del Toro, John Boyega, u.a.

Filmkritik: Der neue Star-Wars-Film ist da und Regie führte … Rian Johnson?!? Der Typ von „Looper“? Ok … Aber die eigentliche Inszenierung ist auch nicht das Problem des Streifens, viel mehr ist „Star Wars VIII: Die letzten Jedi“ ein Paradebeispiel dafür, dass man auch einfach zu viel in einen Film packen kann. Aber der Reihe nach …

„I have a bad feeling about this!“

Die Rebellion wird angegriffen, denn anscheinend hat die „First Order“ innerhalb von anderthalb Wochen mal eben die Galaxis übernommen. Da man bei „Star Wars VII: Das Erwachen der Macht“ schon keine Ahnung hatte, wie die aktuelle Star-Wars-Welt funktioniert, kann man das mit einem Schulterzucken hinnehmen. Nach einer phantastischen Actionsequenz, die bei allen anderen Werken ein perfektes Finale ergeben hätte, geht die eigentliche Chose erst richtig los. Und das ist das erste Warnsignal.

„Star Wars VIII: Die letzten Jedi“ wirft so viel auf den Bildschirm, dass es schon richtig panisch wirkt von den Machern. Nach der riesigen Eröffnungsschlacht gliedert sich das weitere Geschehen in mehrere Nebenhandlungen, von denen manche ohne Probleme auf dem Boden des Schneideraumes hätten landen können. So ist zum Beispiel Benicio Del Toros Charakters komplett überflüssig. Ganz zu schweigen davon, dass durch den gehetzten Ablauf die neuen Figuren entweder extrem blass, oder gar unsympathisch wirken, wenn sie so im Schweinsgalopp eingeführt werden.

Wenn man in die Franchise-Falle tappt

Doch es ist nicht alles schlecht. Weit davon entfernt...

Weiterlesen

Justice League

Justice League
Originaltitel: Justice League – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Zack Snyder, Joss Whedon

Erscheinungstermin: Ab dem 16. November im Kino

Bei Amazon vorbestellen

Darsteller: Ben Affleck, Gal Godot, Ezra Miller, Jason Mamoa, Ray Fisher, Ciarán Hinds, Henry Cavill, u.A.

Filmkritik: Ein neuer DC-Film im Kino? Und dieses Mal ist es sogar endlich JUSTICE LEAGUE? Uff. Das kann ja was werden. Nach den zwiespältigen anderen Produktionen und dem bislang einzig durchaus gelungenen WONDER WOMAN kann das Ganze ja heiter werden. Erst recht, nachdem Zack Snyder die Produktion verlassen und AVENGERS 1+2-Mastermind Joss Whedon einige Sequenzen nachgedreht hat. Wie wirkt also das frankensteinsche Filmgebilde?
Kurz und knapp: Überraschend gut! Warum? Um das zu erklären, braucht es dann doch etwas länger …

Mit Volldampf aufs Wesentliche reduziert

Wie so oft gibt es einen interdimensionalen Bösewicht, der die Erde unterjochen will, weswegen sich eine Gruppe von Superhelden – in diesem Fall Batman, Wonder Woman, The Flash, Cyborg und Aquaman – zusammenschließen müssen. Doch kann die Truppe auch ohne Superman dem Schurken auf die Nase hauen?
… wer jetzt erwartet, dass dies die grobe Inhaltsangabe ist, der liegt falsch, denn dies ist die KOMPLETTE Inhaltsangabe. Natürlich werden einzelne Details noch etwas ausgefeilt und es gibt einen kleineren Subplot, doch das war es dann. JUSTICE LEAGUE ist quasi eine „bare bones“-Superhelden-Team-Film, der einzig und allein auf zwei Sachen setzt: Charakterinteraktion und Action. Und das ist durchaus erfrischend.

Wer sich irgendwelche Neuerungen im Helden-Genre erwartet hat, der muss definitiv irgendwo anders suchen. Hier wird die Essenz eines Team-Up-Streifens präsentiert und dadurch, dass eben die Macher anscheinend gar nicht mehr wollten, kann man sich eben auch ganz auf den Krawall und die Figuren konzentrieren...

Weiterlesen

Stephen King’s Der Dunkle Turm

Der Dunkle Turm
Originaltitel: The Dark Tower – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Nikolaj Arcel

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Stimmen: Idris Elba, Matthew McConaughey, Tom Taylor, Katheryn Winnick, Jackie Earle Haley, Fran Kranz, Abbey Lee, u.A.

Filmkritik: Es gibt so Filme, die bringen ihre Shit-Show gleich mit, ohne selber allzu viel falsch gemacht zu haben. „Oh nein, der Film dauert nur gut 90 Minuten!“ oder „Mist, warum ist der coole Revolvermann nun ein Schwarzer?“ und so weiter und so fort. „Der Dunkle Turm“ hat zudem das Problem, dass viel des internationalen Marketings absolut nicht repräsentativ ist für das eigentliche Werk. Abgesehen von einem Trailer bestehen die meisten Clips aus Actionszenen, grimmig dreinschauendem Idris Elba und grimmig dreinschauendem Matthew McConaughey. Was war gleich nochmal die Handlung?

In der eigentlichen Geschichte geht es um den jungen Jake, der nach dem Tod seines Vaters immer wieder Alpträume von einer fernen, apokalyptischen Welt hat. Dort will der Mann in Schwarz den Dunklen Turm einreißen und damit die Realität zerstören. Und der Einzige, der es mit diesem Schurken aufnehmen kann ist der mysteriöse Revolvermann. Zu seiner Überraschung muss Jake feststellen, dass all dies real ist. Denn er reißt in die Welt, die er in seinen Träume gesehen hat und lernt, dass er eine besondere Gabe hat und nur gemeinsam mit dem Revolvermann noch den dunklen Turm kann.

Unterhaltung ohne Zeitgeist-Schlenker

„Der Dunkle Turm“ ist einer jener Streifen, die ich persönlich direkt ins Herz geschlossen habe. Denn im Gegensatz zu anderen aktuellen Werken, sind hier klar die Bedrohung, die Helden und die Schurken charakterisiert. Es geht von A nach B zu C ohne unnötige Schlenker und der Streifen verschwendet nicht – wie so viele Werke momentan – seine Zeit mit unnötigen Nebenhandlungen. Wunderbar. Dazu kommt, dass die eigentlichen Darsteller großartig sind...

Weiterlesen

Wonder Woman

Wonder Woman
Originaltitel: Wonder Woman – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Patty Jenkins

Erscheinungstermin: Ab 15. Juni

Darsteller: Gal Gadot, Chris Pine, Robin Wright, Connie Nielsen, Danny Huston, Elena Anaya, David Thewlis, u.A.

Filmkritik: Die Comicverfilmungen von DC/Warner haben ja bislang etwas zu wünschen übriggelassen. Etwas sehr. Anstatt Helden gab es mehr oder weniger gebrochene Charaktere, die ihren Sinn suchten in einer düsteren Welt voller Grauwerte. Wenig Hoffnung, viel Nihilismus, wenig Heldentum, viel Gewalt. Das kann manchmal ganz cool sein – etwa im Ultimate Cut zu „Batman V Superman“, oder in der wilden Szenenanordnung die sich „Suicide Squad“ nennt – doch so richtig „gut“ war da noch nicht so viel. Erst recht nicht direkt in der Kinofassung.

Nachdem die männlichen Helden also bislang grimm und gruselig waren – und die einzigen weiblichen Figuren „crazy Clown-Bitch“ oder „dancing Apocalypse-Witch“ waren, gibt es nun „Wonder Woman“. Und das ist ein unglaublich angenehmer frischer Wind. Denn lustigerweise wirkt der Streifen, obwohl er während des ersten Weltkrieges spielt, deutlich hoffnungsvoller als das gesamte restliche DC-Programm. Doch alles der Reihe nach …

Die Geschichte der Wunderfrau

Die junge Diana wächst auf der Insel der Amazonen auf, ihre Mutter ist die Königin und möchte sie eigentlich nicht zur Kriegerin erziehen. Doch ihre Schwester sieht das anders und trainiert das Mädchen täglich. Eines Tages stürzt ein Flugzeug auf der Insel ab und der Insasse ist niemand anderes als: ein Mann! Und gleich danach kommen noch mehr Penis-Träger auf die Insel und entfachen eine wilde Actionszene, bei der einige Amazonen das Zeitliche segnen. Diana hört davon, dass ein Weltkrieg die Existenz des Planeten bedroht und erinnert sich an eine Erzählung aus ihrer Kindheit, nämlich dass die Amazonen einst gegen Ares, den Gott des Krieges gekämpft haben...

Weiterlesen

Pirates Of The Caribbean 5: Salazars Rache

Pirates Of The Caribbean 5: Salazars Rache
Originaltitel: Pirates Of The Caribbean 5: Dead Men Tell No Tales – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Joachim Rønning, Espen Sandberg

Erscheinungstermin: Ab dem 25. Mai 2017

Darsteller: Johnny Depp, Geoffrey Rush, Javier Bardem, Orlando Bloom, Brenton Thwaites, Kaya Scodelario, Stephen Graham, u.A.

Filmkritik: Damals, als die Reihe noch „Fluch der Karibik“ hieß – also beim ersten Teil – war die Welt noch gut. Es gab coole Piraten, tolle Seeschlachten und sogar ein paar Geister- und Horrorelemente. Gutes Zeug eben. Doch leider wurde das Ganze dann zu einem riesigen Erfolg, weswegen Hollywood Millionen von Dollars locker machte, um gleich zwei megalomanische Fortsetzungen auf einmal zu drehen. Als die beiden trotz inhaltlichen Probleme Gewinn einbrachten, wurde sogar noch ein vierter Streifen auf den Weg geschickt, der aber inszenatorisch genauso müde wirkte wie Johnny Depp in seiner Hauptrolle.

Ganz so schlimm wie Jack landet der eigentliche Film dann doch nicht im Dreck.

Softer Reboot, ahoy!

Jetzt, einige Jährchen später, kommt „endlich“ der fünfte Teil in die Kinos und es scheint, als hätten die Macher aus den vorherigen Problemen zumindest etwas gelernt. So fehlt ein direkter Fortsetzungsdrang und die Geschichte von „Salazars Rache“ ist inhaltlich mehr oder weniger abgeschlossen. Dieses Mal darf nämlich Henry Turner, der Junior des stetig nerviger werdenden Liebespaares aus den Teilen 1 -3, der Held sein. Er will nämlich „Poseidons Dreizack“ suchen, um so seinen Vater von dessen Fluch zu befreien, welcher es diesem nur alle zehn Jahre erlaub für einen Tag an Land zu gehen.
Doch Captain Jack Sparrow muss natürlich auch in die Chose verwickelt werden, weshalb ein alter Feind aus dessen Vergangenheit als Geisterpirat zurückkehrt, um Rache zu nehmen. So weit, so gehabt.

Schema P, P wie „Pirates-Movie“

Inhaltlich wirkt „Salazars Rache“ manches Mal wie ein leicht...

Weiterlesen

King Arthur – Legend Of The Sword

King Arthur – Legend Of The Sword
Originaltitel: King Arthur – Legend Of The Sword – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Guy Ritchie

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Charlie Hunnam, Katie McGrath, Jude Law, Annabelle Wallis, Eric Bana, Aidan Gillen, Astrid Bergès-Frisbey, Djimon Hounsou, Mikael Persbrandt, Hermione Corfield, u.A.

Filmkritik: Yeah! Guy Ritchie ist wieder da! Früher war er cool mit solchen Werken wie „Snatch“ und „Bube, Dame, König, (Gr)Ass“. Das wichtige Wort hier ist „früher“, denn „King Arthur – Legend Of The Sword“ hat leider so ein paar Probleme. Doch eines nach dem anderen …

„Bin ich hier richtig fürs Mittelalter-Ärschetreten?“

Gangster-King der Marke Ritchie

John Boormans „Excalibur“ (1981) war eine fantastische Adaption der Arthus-Legende und über die Jahre gab es verschiedene weitere Verfilmungen. Nun bemühte sich Ritchie mit bekannten Stars und einem 100 Millionen Dollar+ Budget an einer weiteren Version für die große Leinwand. Und das Schlimmste an „King Arthur – Legend Of The Sword“ ist, dass der Streifen einfach konsequent schlechter wird. Zu Beginn gibt es schnittig inszenierte Bilder, einen atmosphärischen Vorspann und interessante Charaktere. Scheinbar schafft es Richtie mit leichter Hand seine Gangsterfilm-Dynamik mit der Welt des fantasievollen Mittelalters zu verbinden. So weit, so gut.

So gibt es auch in „King Arthur“ schnell geschnittene Dialogsequenzen, knackige Sprüche und generell überbordendes Machismo. Mag ich, kann es so weiter gehen? Nope! Denn bereits ab dem Ende des ersten Drittels verbindet Ritchie ständig längere Sequenzen mit Offkommentaren, um längere Momente zu verkürzen...

Weiterlesen