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John Wick: Kapitel 3

John Wick: Kapitel 3
Originaltitel: John Wick: Chapter 3 – Parabellum – Erscheinungsjahr: 2019 – Regie: Chad Stahelski

Erscheinungstermin: Ab dem 23. Mai 2019 im Kino

Darsteller: Keanu Reeves, Halle Berry, Laurence Fishburne, Mark Dacascos, Asia Kate Dillon, Lance Reddick, Anjelica Huston, Ian McShane, Saïd Taghmaoui, Jason Mantzoukas, Robin Lord Taylor, Jerome Flynn, u.A.

Filmkritik: Ok, einfach mal gerade raus: JOHN WICK hatte immer schon mehr Hype, als ihm zusteht. Beim Erstling freuten sich noch alle, dass endlich mal ein Actionfilm aus Amerika so etwas wie eine gute Choreographie hatte und – SCHOCK! – die Kamera geradeaus halten konnte, ohne spastisch rumzuzappeln.

Der zweite Streifen hat dann gezeigt, dass das auch mit größerem Budget geht und weiterhin waren alle Leute geil auf die Action. Denn bei so Sachen wie MILE 22, die geschnitten sind, als hätte man sie nach einem Unfall mit einem Schredder wieder zusammengesetzt, stimmten auch bei JOHN WICK 2 die Choreographie, sowie die örtliche Zuordnung der Schauplätze. Dazu gab es etwas mehr von der eigenen Unter-/Zwischenwelt der Killer und einen satten Cliffhanger als Finale.

Die Steigerung von all dem wird nun in JOHN WICK 3 serviert. Und, nein, eine Steigerung muss nicht immer „besser“ sein. Denn bei diesem Teil ist vieles größer: die Action, der Bodycount und das Creative-Killing. Nur anscheinend wollte man sich keine Handlung mehr einfallen lassen, denn was hier serviert wird, das passt gerade mal auf einen halben Bierdeckel.

Party-Time-Testosteron-Overload

Aber ist Handlung denn für einen Actionfilm wichtig? Verdammt, ja! Beziehungsweise: eine Geschichte ist wichtig, ein dramaturgischer Aufbau. Deshalb hat der erste JOHN WICK – trotz seiner schlappen zweiten Hälfte – so viele Leute überzeugt. Die Eskalation stimmte und man konnte das Leid von John Wick mitfühlen, der eigentlich nur in Gedanken an seine tote Frau leben wollte.

War die erste Fortsetzung emo...

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Aladdin (2019)

Aladdin
Originaltitel: Aladdin – Erscheinungsjahr: 2019 – Regie: Guy Ritchie

Erscheinungstermin: Ab dem 23. Mai 2019 im Kino

Darsteller: Will Smith, Mena Massoud, Naomi Scott, Billy Magnussen, Nasim Pedrad, Marwan Kenzari, Navid Negahban, Numan Acar ,Kamil Lemieszewski, Nikkita Chadha, u.A.

Filmkritik: Die Frage, warum ALADDIN nun als Realfilm auf die Leinwand kommt, ist schnell geklärt: Geld! Mit Guy Ritchie hatte man sogar einen interessanten Regisseur. Doch ist das Ganze auch was geworden?

Kleinere Stolperfallen alla Ritchie

ALADDIN war in den 90er Jahren einer der absolut größten Hits von Disney und lebte von Robin Williams als Genie. Nun darf Will Smith als blauer Wunschgeist das gesamte Projekt auf den Schultern tragen und das gelingt ihm mit Leichtigkeit. Wer den zweideutigen „Big-Willy-Style“ der 90er Jahre mochte, der wird Smiths Darstellung im Film lieben. Als hätte er ALADDIN zwischen BAD BOY und INDEPENDENCE DAY, so wirkt seine lebhafte Energie. Vergangen sind die Tage des Oscar-Baitings, hier als Genie lässt er sein gesamtes Charisma heraushängen, singt und ist einfach nur das Beste am Film.

Aus diesem Grund braucht die Handlung auch etwas, bis sie in Fahrt kommt. Besonders zu Beginn, gibt es auch noch einige merkwürdige Inszenierungsideen. Wenn etwa Aladdin mit der Prinzessin durch die Stadt flieht, gibt es einige Rev-Up/Slow-Mo-Momente, während der Gesang immer die gleiche Schnelligkeit behält. Wer in diesen Augenblicken schon Angst bekam, dass Guy Ritchie seine KING ARTHUR ADHS-Inszenierung im Gepäck hat, der kann beruhigt werden: Abgesehen von diesen Anfangsmomenten läuft alles normal ab. (Was seinerseits aber wiederum die Frage aufwirft, ob man mit dem komischen Editing irgendwelche inszenatorischen Mängel kaschieren wollte.)
Ebenfalls ist der Ablauf etwas holprig, bis schließlich Will Smith als Genie auftaucht, den Film an sich reißt und der Spaß so richtig losgehen kann.

Clevere neue Nebenhandlungen...

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Captain Marvel

CAPTAIN MARVEL
Originaltitel: Captain Marvel – Erscheinungsjahr: 2019 – Regie: Anna Boden & Ryan Fleck

Erscheinungstermin: Ab dem 8. März 2019

Darsteller: Brie Larson, Gemma Chan, Samuel L. Jackson, Mckenna Grace, Lee Pace, Ben Mendelsohn, Jude Law, Annette Bening, Djimon Hounsou, Clark Gregg u. A.

Filmkritik: Eine kurze Sache vorab: Brie Larson hat im Vorfeld von CAPTAIN MARVEL mit einigen Kommentaren für Kontroversen gesorgt. Manche regten sich über ihre salopp formulierten Ansätze auf, die Werbung von CAPTAIN MARVEL hatte einen pro-feministischen Touch, was wiederum einige Menschen merkwürdig fanden. Ein Klick gab den anderen, Rottentomatoes hatte da auch noch so eine Situation und am Ende ist es eigentlich alles wurscht. Das nur mal so kurz als Vorwort.

Ein 90er Jahre Superheldenfilm

CAPTAIN MARVEL spielt 1995 und da könnte man gleich ein ironisches Fazit zücken: Denn der Superheldenfilm spielt nicht nur während der 90er Jahre, sondern fühlt sich auch an wie ein 90er-Jahre-Superheldenfilm. Denn wie Captain Marvel aka Carol Danvers lernt ihre Kraft richtig einzusetzen und immer mal wieder ein paar Typen auf die Nase haut, wirkt vor allem sattsam bekannt.
Samuel L. Jackson darf dabei sogar den „Funny-Black-Sidekick“ mimen und sieht dank digitaler Verjüngungskultur richtig gut aus. Die paar Sekunden, in denen man Clark Gregg als „Coulson“ allerdings mit seinem gruseligen Computer-Wachsgesicht sieht, zeigen, dass man die Technik immer noch ihre Probleme hat. Brie Larson selbst überzeugt zwar nicht in den Momenten, in denen sie richtig taff wirken soll, spielt ihre Figur aber durchweg charmant.

Etwas holprig, aber mit einem Lächeln auf den Lippen

Die Darsteller sind generell nicht das Problem, Jude Law und vor allem Ben Mendelsohn sind die Highlights des gesamten Films. CAPTAIN MARVEL krankt daran, dass die gesamte Produktion wirkt, als sei sie im Komitee entwickelt worden...

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Glass

GLASS
Originaltitel: Glass – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: M. Night Shyamalan

Erscheinungstermin: Ab dem 17. Januar 2019

Darsteller: James McAvoy, Bruce Willis, Samuel L. Jackson, Anya Taylor-Joy, Sarah Paulson, Spencer Treat Clark, Luke Kirby, Rob Yang, Adam David Thompson, Jane Park Smith, Charlayne Woodard, Kyli Zion, u. A.

Filmkritik: Ein „Cinematic Universe“ zu haben ist heutzutage ja ziemlich in. Umso interessanter ist jedoch, dass M. Night Shyamalan durch seinen letzten Film SPLIT ganz locker ein solches aufgezogen hat, ohne dass man groß im Vorfeld davon wusste. Zusammen mit UNBREAKABLE ist es nun Teil des, tja … „Shyamalan-Super-Hero-verse“? Wie dem auch sei: Mit GLASS gibt es nun einen Streifen, der die Figuren beider Werke zusammenführt und gleichzeitig als Fortsetzung beider Werke und als Abschluss einer Trilogie funktionieren soll. Ziemlich viel auf einmal, oder?

Die Rechnung: Glass = 1/2 Split + 1/2 Unbreakable

Es gibt zwei große Probleme bei GLASS: Die erste Hürde, die Shyamalan anscheinend nehmen will, ist, dass er nun seinen dritten Teil so angelegt hat, dass er von Leuten geschaut werden kann, die keinen oder nur einen der vorherigen Teile gesehen haben. Dies bedeutet im Klartext: So einiges von UNBREAKABLE und SPLIT wird aufgewärmt.
Im Großen und Ganzen ist das an und für sich nicht schlimm, sorgt allerdings dafür, dass, nachdem alle Figuren nun einmal gemeinsam in einer Psychiatrie stecken, plötzlich für einen Großteil der Handlung – die psychologische Analyse der angeblichen Übermenschen – gar nicht mehr so viel Zeit ist.

Das Konzept an sich ist klar: Eine Psychologin soll die Prota- und Antagonisten durchleuchten und ihre Superfähigkeiten erklären. Clever ist, wie Shyamalan sich aus der Situation herauswindet und damit einen so überraschenden wie packenden dritten Akt einläutet...

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Venom

VENOM
Originaltitel: Venom – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Ruben Fleischer

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Tom Hardy, Michelle Williams, Riz Ahmed, Scott Haze, Reid Scott, Jenny Slate, Melora Walters, Woody Harrelson, u.A.

Filmkritik: VENOM (2018) ist das Paradebeispiel für einen 6/10-Film. Für einen Streifen, der einige gelungene Elemente bietet und eigentlich kompetent gemacht ist, aber leider immer wieder zurückgehalten wird und deshalb gerade über das Mittelmaß (sehr) leicht hinausragt. Aber hey, ihr wollt sicherlich etwas mehr zu dem Teil lesen, also, los geht’s …

Superhelden-Klischees im Schnelldurchlauf

Eddie Brock ist ein Arschloch-Reporter, bringt sich selber in Trubel, wird zum „Loser“, bekommt Alien-Symbiont, beide müssen sich zusammenraufen und am Ende sogar – ganz überraschend – nicht nur die Welt, sondern auch ihr Herz und die holde Weiblichkeit retten. The End.
… ok, heute ist es alles anscheinend etwas flotter. Aber vielleicht liegt das auch an VENOM, der nach einem laaaangen Anfang, der sich einige Zeit lässt, mit der Einführung des titelgebenden Charakters, von einem Plotpoint zum nächsten springt und regelrecht atemlos auf das Finale zusteuert. Man hätte locker die Hälfte der ersten halben Stunde kürzen können, anstatt anscheinend danach großzügig die Schere anzusetzen. Selbst Hauptdarsteller Tom Hardy beklagte bereits für Kinostart öffentlich dieses Vorgehen, das im Schnitt stark spürbar ist.

Ebenso hindert die PG-13-Inszenierung VENOM an etlichen Stellen. Aber damit ist nicht der Gewaltverzicht gemeint, sondern eben die Art der Bebilderung. Anstatt zu in Form eines Schattenspiels zu zeigen, wie jemandem der Kopf abgebissen wird, wird hier so schnell geschnitten, dass man als Zuschauer froh ist über die folgende Erklärung, was da gerade überhaupt passiert ist.
Entweder ist Ruben Fleischer einfach nur zu inkompetent, um sich kreative Möglichkeiten der Gewaltandeutung ...

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Rampage

RAMPAGE
Originaltitel: Rampage – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Brad Peyton

Erscheinungstermin: Ab dem 10. Mai 2018

Darsteller: Dwayne Johnson, Naomie Harris, Malin Akerman, Joe Manganiello, Jake Lacy, Marley Shelton, Jeffrey Dean Morgan, u. A.

Filmkritik: Riesenmonster und The Rock in einem Film mit dem Namen RAMPAGE. Punkt. Was gibt es sonst noch, was man wissen muss, das Kino-Ticket ist doch eigentlich schon gekauft, oder!?! Nein? Ok, vielleicht irritiert ja etwas, dass es sich bei Brad Peyton um den Regisseur von SAN ANDREAS handelt (den der Autor dieser Zeilen gar nicht so übel fand). Also muss man sich möglicherweise doch etwas tiefgehender mit RAMPAGE beschäftigten …

Die typischen Videospiel-Verfilmungs-Probleme

Zuerst einmal der nerdigste Kritikpunkt: RAMPAGE hat als Videospielverfilmung mit den gleichnamigen Games kaum irgendwas zu tun. Es scheint eher so gewesen sein, dass die Macher gerne einen Film mit einem Riesengorilla und einer Riesenechse machen, aber gleichzeitig auch nicht verklagt werden wollten von jenen Typen, die die Rechte an Godzilla und King Kong besitzen. Also hat man sich mal eben die Rechte an einem Spiel geschnappt, das von Menschen handelte, die sich in große Kreaturen verwandeln und Städte plätten. Das Einzige was überlebt hat, das ist das grobe Konzept der Riesenmonster und sämtliche Hommagen an die Game-Vorlage sind so dermaßen nicht erwähnenswert, dass wir uns das an dieser Stelle auch einfach mal sparen.
RAMPAGE ist also keine gute Videospielverfilmung, aber ist es denn ein unterhaltsamer Film geworden? Die Antwort darauf ist überraschend komplex …

Die großen Probleme von RAMPAGE …

RAMPAGE hat ziemlich viele Probleme: Zu Beginn eingeführte Figuren tauchen nie wieder auf, manche Handlungsstränge sind überraschend ernst und teilweise komplett unnötig, während der Streifen selbst fast nur auf Action-Set-Pieces abzielt...

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Tomb Raider (2018)

Tomb Raider
Originaltitel: Tomb Raider – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Roar Uthaug

Erscheinungstermin: Ab dem 15. März 2018 im Kino

Darsteller: Alicia Vikander, Hannah John-Kamen, Walton Goggins, Kristin Scott Thomas, Dominic West, Daniel Wu, Nick Frost, Emily Carey, Helena Holmes, u.A.

Filmkritik: TOMB RAIDER ist wieder da! Doch was ist das? Keine große Oberweite mehr? Keine allzu überzogenen Computereffekte? Was ist denn das? „Ein Reboot“, ist die Antwort. Und eines, das anscheinend partout etliche Sachen anders machen will, als seine beiden Vorgänger-Filme mit Angelina Jolie in der Rolle.
Das Beste zu Beginn: Alicia Vikander als Lara Croft! Man merkt Vikander konsequent ihre große Spielfreude an. Ob sie nun ein Fahrradrennen durch London veranstaltet, oder in einer alten Gruft rätsel löst: Sie ist mit Abstand das Gelungenste am Reboot. Ein weiteres Plus ist, dass man ständig zeigt, dass auch für sie die verschiedenen Actionsequenzen nicht Videospiel-artig leicht sind, sondern dass sie sich zum Beispiel anstrengen muss, um eine Klippe hochzuziehen, oder um einen Feind zu besiegen.

Überraschende Härten

Wenn man in die eigentliche Handlung vordringt, beginnt leider das Konzept des neuen TOMB RAIDERs etwas zu bröckeln. Denn man hat sich grob die Videogame-Neuauflage zur Vorlage genommen, die mit viel Dreck, Blut und Gewalt eine intensive Atmosphäre erzeugte. Roar Uthaugs Interpretation davon ist sprichwörtlich heller und freundlicher, wobei vereinzelt überraschend eindringliche Momente dabei herauskommen. Wenn Lara etwa ihren ersten Menschen tötet, wird man als Zuschauer an eine ähnliche Sequenz vom Anfang von CASINO ROYALE erinnert. Und seit wann gibt es eigentlich blutige CG-Einschüsse bei einem PG-13-Rating? Respekt! Das war ein Element, das ich so gar nicht erwartet hatte!

… oh ja, eigentlich sollte es ja um die Handlung gehen, das hätte ich fast vergessen...

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Call Me by Your Name

Call Me by Your Name
Originaltitel: Call Me by Your Name – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Luca Guadagnino

Erscheinungstermin: Ab dem 01. März 2018 im Kino

Darsteller: Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg, Amira Casar, Esther Garrel, Victoire Du Bois, Vanda Capriolo, Antonio Rimoldi, Elena Bucci

Filmkritik: Der altkluge 17-Jährige Elio Perlman (Timothée Chalamet) genießt den norditalienischen Sommer des Jahres 1983 auf der im 17. Jahrhundert errichteten Villa der Familie. Seine Zeit verbringt der italoamerikanische Junge damit, klassische Musik zu spielen und zu transkribieren, zu lesen und mit seiner Freundin Marzia (Esther Garrel) zu flirten. Mit seinen Eltern ist Elio eng verbunden. Sein Vater (Michael Stuhlbarg), ein angesehener Professor, hat sich auf die griechisch-römische Kultur spezialisiert. Elios Mutter Annella (Amira Casar) arbeitet als Übersetzerin. Gemeinsam bringen sie ihrem Sohn die Errungenschaften der Hochkultur nahe und bereiten ihm ein sorgenfreies Leben mit allen Vorzügen. Dank seiner Weltklugheit und seiner intellektuellen Begabungen wirkt der Junge nach außen bereits wie ein Erwachsener, doch dem Anschein entgegen ist Elio in mancherlei Hinsicht durchaus noch sehr unerfahren – besonders in Herzensangelegenheiten.
Eines Tages trifft der charmante amerikanische Doktorand Oliver (Armie Hammer, „The Lone Ranger„) als neuer Sommer-Praktikant von Elios Vater auf der Villa ein. Inmitten jener prächtigen, sonnengetränkten Szenerie entdecken Elio und Oliver die berauschende Schönheit aufblühenden Verlangens im Verlauf eines Sommers, der ihre Leben für immer verändern wird.

„Call me by your Name“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von André Aciman aus dem Jahr 2007. Wie man aus der Inhaltsangabe bereits ableiten kann, schlug das Buch damals bei seiner Veröffentlichung ein paar Wellen, auch weil es die eine oder andere etwas explizitere (Sex-)Szene enthält...

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Bright

Bright
Originaltitel: Bright – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: David Ayer

Erscheinungstermin: Seit dem 22.12.2017 auf Neflix

Darsteller: Will Smith, Joel Edgerton, Noomi Rapace, Edgar Ramírez, Lucy Fry, Veronica Ngo, Alex Meraz, Happy Anderson, Ike Barinholtz, Dawn Olivieri, Matt Gerald, Margaret Cho, Joseph Piccuirro, Brad William Henke, Jay Hernandez

Filmkritik: 2017 in irgendeiner Parallelwelt. Menschen und übernatürliche Wesen wie Elfen, Feen und Orks leben gemeinsam auf der Erde. Wie man sich denken kann nicht immer friedlich. Es gibt Spannungen zwischen den Parteien.
Der menschliche Cop Daryl Ward (Will Smith) bekommt einen neuen Partner an seine Seite. Doch Nick Jakoby (Joel Edgerton) ist ein Ork. Ein Ork bei der Polizei, dass gefällt weder den Menschen noch den Orks. Ärger ist vorprogrammiert. Auf einer Patrouille stoßen Nick und Daryl eines Nachts auf ein seltsames Relikt und eine junge Elfe namens Tikka (Lucy Fry). Bei dem Relikt handelt es sich um einen Zauberstab. In den falschen Händen ist mit ihm große Zerstörung möglich. Die beiden Cops müssen sich gegen Kollegen, Banden und wütende Elfen verteidigen und irgendwie diese Nacht überleben…

Orcs & Humans? Ist das hier doch der „Warcraft“ Film?

Da ist sie also: Netflix bis dato teuerste Spielfilm-Eigenproduktion. Mehr als 90 Millionen Dollar sind in den Film geflossen. Kein Wunder, hat man schließlich auch Will Smith für die Hauptrolle gewinnen können, der bekanntlich nicht billig ist, auch wenn er seit Jahren auf dem absteigenden Schauspielast rangiert.
Regie führ David Ayer, der die letzten Jahre durchweg solide Filme abgeliefert hat. „Fury“ mit Brad Pitt oder „Sabotage“ mit Arnold Schwarzenegger sowie der Polizeistreifen „End of Watch“. Sein letzter Film spaltete die Meinungen allerdings stark: „Suicide Squad“.
Das Drehbuch hingegen stammt vom aufstrebenden Autor Max Landis (Sohn von Ikone John Landis) der einst mit „Chronicle“ auf sich au...

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Thor: Tag der Entscheidung

Thor: Tag der Entscheidung
Originaltitel: Thor: Ragnarok – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Taika Waititi

Erscheinungstermin: Ab dem 31. Oktober 2017

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Darsteller: Tessa Thompson, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Cate Blanchett, Tom Hiddleston, Idris Elba, Karl Urban, Jeff Goldblum, Anthony Hopkins, u.A.

Filmkritik: Weiter geht es im bunten Marvel-Universum. Nach GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2 sowie SPIDER-MAN: HOMECOMING ist nun THOR: DER TAG DER ENTSCHEIDUNG der dritte und letzte Streifen der Comic-Schmiede für dieses Jahr. Dabei gibt es einige beunruhigende Entwicklungen, nicht nur im Filmgeschehen, in dem Hela, die Göttin des Todes, aus ihrem Gefängnis ausbricht, um über Asgard, die Götterwelt, zu herrschen. Denn, nachdem Kenneth Branagh dem ersten THOR-Abenteuer ein gewisses Maß an Würde verliehen hat, nur damit THOR: THE DARK WORLD das Ganze mit pseudo-lustigen Nebenfiguren erstickt, macht sich nun Neuseeländer Taika Waititi daran, die Geschichten rund um den Göttersohn zur reinen Actionkomödie zu machen.

Seid ihr denn nicht unterhalten?

THOR: TAG DER ENTSCHEIDUNG schafft es mit Leichtigkeit richtig unterhaltsam zu sein. Ein Gag jagt den nächsten, die Action ist angenehm ruhig inszeniert und das gesamte Werk atmet einen brillanten Pop-Art-Look, an dem sich kommende Marvel-Produktionen messen müssen. Hier wird die Vorlage nicht nur adaptiert, sondern richtig gelebt. Das ist schön anzusehen und erst recht schön zu hören, denn der 80er-Jahre-Retro-Score samt gut eingearbeiteten Songs sorgt für einen weiteren Charme-Bonus. (Und kommt nicht so überzogen rüber, wie es noch in den Trailern wirkte.) .. Aber, einen Moment mal! Was war denn dann überhaupt das Problem?

 Das Problem ist …

… dass Taika Waititi entweder keinerlei Gespür für eine durchgehende Stimmung hat, oder – noch viel schlimmer – er THOR: TAG DER ENTSCHEIDUNG einfach nur selbst komplett nicht ernst nimmt...

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Atomic Blonde

Atomic Blonde
Originaltitel: Atomic Blonde – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: David Leitch

Erscheinungstermin: Ab dem 24. August im Kino

Darsteller: Charlize Theron, James McAvoy, Eddie Marsan, John Goodman, Toby Jones, James Faulkner, Roland Møller, Sofia Boutella, Bill Skarsgård, u.A.

Filmkritik: Was ist „Atomic Blonde“? Knochenbrechende Intensiv-Action? Check! Gelackter 80er-Jahre-Neon-Stil in Bild und Ton? Doppel-Check! Lesbenszene ohne US-Prüderie? Tripple-Check! Ist das der Film des Jahres? Leider nein, denn Regie-Debütant David Leitch vergisst leider innerhalb der ersten Stunde des 115 minütigen Streifens, dass es auch so etwas wie Charaktere braucht, damit man das Ganze genießen kann.

Struktur und Charaktere, was ist das?

Der Großteil des Streifens wird in Form einer Befragung präsentiert, in welche die eigentliche Handlung als Rückblenden eingestreut wird. Ich muss zugeben, dass ich davon nicht so recht ein Fan bin. Aber man kann es immer noch gut hinkriegen. Das wichtige Wort hier ist „kann“, denn Regisseur Leitch nutzt das Ganze nicht, um den Ablauf zu beschleunigen, sondern eher für das Gegenteil. So werden einem die Figuren in der ersten Stunde kaum nahe gebracht und es gibt zahlreiche Momente, die man ohne Probleme hätte kürzen können.

Erst wenn die von Charlize Theron dargestellte US-Agentin auf eine französische Spionin trifft und die beiden so etwas wie eine Beziehung aufbauen, taut auch die eisige Fassade der Theron etwas auf. Das ist sicherlich inhaltlich auch so intendiert, wenn man aber als Zuschauer eine Stunde lang mehr oder weniger am ausgestreckten Arm verhungert, weil der Macher bewusst keine Charaktermomente zulässt, dann ist das schon etwas frustrierend.

Stil statt Substanz – Der Film

Beim Stil schöpft „Atomic Blonde“ aus den Vollen: Gelackte Bilder, bis auf eine merkwürdige Ausnahme erstklassig passende zeitgenössische Synthesizer-Tracks und mehr. Das ist schon ein ziemlich Verwöhnprogramm...

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Valerian

Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten
Originaltitel:  Valerian and the City of a Thousand Planets – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Luc Besson

Erscheinungstermin: Ab 20. Juli

Darsteller: Dane DeHaan, Cara Delevingne, Clive Owen, Rihanna, Ethan Hawke etc.

Filmkritik: Oh. Shit. Ich hab ja ganz vergessen ein Review zu „Valerian“ zu schreiben. Und warum das alles? Wahrscheinlich, weil „Valerian“ schlicht und ergreifend ein riesiges Problem hat: Sämtliche menschliche Figuren und deren Interaktion. Luc Bessons Liebeserklärung an seine Lieblingscomics will alles jetzt, hier, auf einmal und am besten in doppelter Ausführung: Außerirdische, fremde Welten, fantastische Technologien, kosmischen Intrigen, Verschwörungen die ganze Dimensionen umspannen … und, oh ja, Mist: Irgendwie muss es dazwischen auch noch so etwas wie Protagonisten geben!+

Die außerirdischen Dialogprobleme

Die „so etwa wie Protagonisten“ von „Valerian“ sind Laureline und der titelgebende Valerian, die als Raum-Zeit-Agenten das Universum beschützen sollen. Das gelingt ihnen, auch wenn irgendwie jeder Mensch der mit ihnen Kontakt hat dabei drauf geht. Vielleicht ziehen dies viele auch vor, denn so muss man nicht mehr mitbekommen was passiert, wenn Valerian und seine Partnerin den Mund aufmachen. Von minutenlangen Expositionstexten, über komplett bescheuerte – oder französische? – Liebesdialoge ist alles mit dabei und das in Massen. Dass obendrauf auch noch Dane DeHaan und seine Kollegin eher aussehen wie jugendliche Cosplayer, als kampfgestärkte Weltall-James-Bonds, tja, das ist ein weiteres Problem.

Richtig schlimm wird das bei dem konsequenten Liebesgeschichten-Techtelmechtel der beiden Hauptfiguren. Denn als Zuschauer bekommt man schlicht alles über die Figuren gesagt, ohne es selbst zu erleben...

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Viral

Viral
Originaltitel: Viral – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Henry Joost, Ariel Schulman

Erscheinungstermin: Ab 21.07.2017 auf DVD und Blu-ray von Capelight

Darsteller: Sofia Black-D’Elia, Analeigh Tipton, Travis Tope, Michael Kelly, Machine Gun Kelly, John Cothran, Stoney Westmoreland, Linzie Gray, Judyann Elder, Philip Labes, Brianne Howey, Alexa Fischer, Brendon Eggertsen, Jennifer Say Gan, Matt Knudsen

Filmkritik: Die beiden Schwestern Emma (Sofia Black-D’Elia) und Stacey (Analeigh Tipton) wachsen als gewöhnliche Teenager in einer beschaulichen Kleinstadt auf. Ihren Schulalltag verfolgen sie mit einer Videokamera – und dokumentieren so von Beginn an die erschreckenden Ereignisse, die schon bald die gesamte Menschheit bedrohen. Weltweit bricht ein mysteriöser Virus aus: Wer befallen ist, stirbt einen grausamen Tod oder verwandelt sich in eine blutrünstige Bestie. Als sich die Epidemie unaufhaltsam verbreitet und die Stadt unter Quarantäne gestellt wird, müssen Emma und Stacey mit aller Kraft um ihr Überleben kämpfen…

Holprige Veröffentlichungshistorie

Kurz nachdem „Nerve“ ins Kino kam, der recht erfolgreiche und beachtete Social Media Highspeed Abenteuer-Film von Henry Joost und Ariel Schulman, erschien auch bereits „Viral“. Allerdings nur als Video on Demand. Und nur in den USA. Das war am 29.07.2016. Eigentlich sollte er bereits im Februar 2016 ins Kino kommen.
Daran erkennt man leider bereits, dass die Produzenten in „Viral“ weniger Vertrauen hatten als in „Nerve“. Leider waren diese Zweifel auch berechtigt.
Ein Jahr später findet „Viral“ nun auch seinen Weg nach Deutschland.

© capelight pictures

Beim Titel „Viral“ denkt man in der heutigen Zeit unweigerlich an Socal Media, an Videos und an die Floskel „going viral“. Also an ein Video oder eine News die sich schnell im Internet verbreitet. Ob der Titel darauf anspielen soll kann man nur vermuten (aber als sehr wahrscheinlich einstufen)...

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Rough Night – Girls‘ Night Out

Girls‘ Night Out
Originaltitel: Rough Night – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Lucia Aniello

Erscheinungstermin: Seit 29.06.2017 im Kino

Darsteller: Scarlett Johansson, Jillian Bell, Zoë Kravitz, Ilana Glazer, Kate McKinnon, Paul W. Downs, Ryan Cooper, Ty Burrell, Demi Moore, Enrique Murciano, Dean Winters, Colton Haynes, Patrick Carlyle

Filmkritik: Nach zehn langen Jahren sind die fünf alten College-Freundinnen Jess (Scarlett Johansson), Pippa (Kate McKinnon), Frankie (Ilana Glazer), Alice (Jillian Bell) und Blair (Zoë Kravitz) endlich wiedervereint: Auf einem wilden Junggesellinnenabschied in Miami lassen sie so richtig die Sau raus! Doch die ausgelassene Party läuft plötzlich aus dem Ruder, als die Clique aus Versehen einen Stripper um die Ecke bringt. Panik bricht aus und für die Frauen beginnt eine wahnsinnige Nacht voller skurriler Eskapaden, die sie nur überstehen werden, wenn alle zusammenhalten…

„Rough Night“ wirkt aufgrund der Ausgangslage wie die Frauenversion von „The Hangover“. Eine Gruppe Frauen die sich aus der Unizeit kennen fahren 10 Jahre später nach Miami weil eine von ihnen heiratet. Natürlich gibt es die Karrierefrau, die Schönheit, die Aktivistin (aka Arbeitslose), die Freundin aus Übersee und die nette dicke mit dem versauten Humor. Allerdings kommt der Film insgesamt nicht mal in die Nähe seines männlichen Vorbilds.

Welcome to Miami, oder?

Vielmehr braucht „Rough Night“ erst mal eine gute halbe Stunde um überhaupt irgendwie in die Spur zu finden. Es geht los mit einer Rückblende zur Uni-Zeit. Hier deutet sich bereits an, in welche Richtung der Humor geht. Dann ein Sprung in die Gegenwart und alsbald beginnt der Ausflug nach Miami. Doch abgesehen von einem kurzen Abstecher in ein Restaurant und einen Club, machen die Mädels um das Nachtleben in Florida einen großen Bogen. Kein Wunder, mehr als ein paar Archivbilder von Miami bekommt man im Film ohnehin nicht zu sehen...

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Baby Driver

Baby Driver
Originaltitel: Baby Driver – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Edgar Wright

Erscheinungstermin: 27. Juli 2017

Darsteller: Ansel Elgort, Kevin Spacey, Jon Bernthal, Jamie Foxx, Lily James, CJ Jones, u.A.

Filmkritik: Oh man. Mit diesem Review mache ich mich wahrscheinlich unbeliebt. Naja. Was solls. In der Pressevorstellung waren viele Leute ziemlich angetan von Edgar Wrights „Baby Driver“. Und, ja, der Streifen hat einige nette Elemente, doch, man, ausnahmsweise weil diese derartig konsequent durchgezogen wurden, gingen sie mir mit der Zeit einfach auf die Nerven. Aber der Reihe nach …

Gangster-Heist-Standard-Story – With A Twist!

Der junge  „Baby Driver“ hat Schulden bei einem Gangsterboss (Kevin Spacey). Deshalb fährt er für ihn den Fluchtwagen und bezahlt somit seine Rechnung. Ein letzter Job steht an. „Baby“ verliebt sich in eine putzige Kellnerin mit süßem Lächeln und völlig ohne eigenen Charakter. Verfolgungsjagden. The End. So viel zur eigentlichen Geschichte, denn der Fokus bei „Baby Driver“ liegt ganz klar, zu 101%, auf der Inszenierung!

Der Kniff ist nämlich, dass „Baby“ ein Tinnitus-Problem hat und deshalb die Störgeräusche durch Musik unterdrücken will. Dies ist Edgar Wrights Ansatzpunkt dafür, dass der gesamte Streifen über und über voll mit Songs ist und – wortwörtlich – genau auf diese hin inszeniert wurde. Vom Schnitt, über Kamerafahrten, bis hin zur Länge der Einstellungen: Die jeweiligen Songs diktieren jeden Szenenablauf, sei es nun das Holen von Kaffee oder eine Sequenz, in welcher die Protagonisten vor der Polizei flüchten.

Fluch und Segen in einem – Die Inszenierung

Der große Pluspunkt und das große Problem von „Baby Driver“ sind ein und das Selbe: Denn natürlich ist es fantastisch mitanzusehen, wie eine gesamte Heist-Nummer punktegenau zum Takt eines Musikstücks eingestimmt ist...

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