Mit 5von10 markierte Beiträge

3096 Tage

3096 Tage
Originaltitel: 3096 Tage – Erscheinungsjahr: 2013 – Regie: Sherry Hormann

20349780.jpg-r 640 600-b 1 D6D6D6-f jpg-q x-xxyxx

Darsteller: Antonia Campbell-Hughes, Thure Lindhardt, Jaymes Butler, Trine Dyrholm, Amelia Pidgeon, Vlasto Peyitch, Angelina Noa u.A.

Filmkritik: Okay, da sind wir nun also. „Der Kampusch-Film“.

In den Medien wird die etliche Jahre Entführte manches Mal ziemlich ruppig angepackt und – meiner Meinung nach – irgendwelche Unsensiblen im Internet haben warum auch immer eine Abneigung gegen die Gute. Warum? Keine Ahnung. Neid?

Ok, Scherz beiseite. Und „Scherz beiseite“ ist dann auch das Thema des folgenden Artikels. Leider hatte ich dank fiebrigem Imbettliegen die Presse-Vorstellung verpasst, was aber wohl auch ganz gut gewesen ist, da ich sonst wohl mit manch bösem Kommentar von einigen Mitkritikern der „höchst seriösen Fraktion“ wohl ungläubig beäugt worden wäre. Oder so habe ich mir das zumindest vorgestellt, bis ich schließlich den Streifen doch noch später sehen konnte, denn sonderlich viel zum zynischen Amüsieren durch etwaig inkompetent gemachten Sequenzen oder Übertreibungen gab es nicht. Da war schon das bizarre Drumherum der Sichtung eher belustigend, aber dazu später mehr.

Irgendwo zwischen Ausbeutungs- und Arthouse-Kino…

…steht das „Betroffenheitskino“. Anstatt einen Exploitation-Streifen zu drehen, der mit sichtlich zwiegespaltener Intention sowohl „die Schrecken“ illustrieren, als auch den Zuschauern das Ganze als verruchte Packung Sado-Sex verkaufen will, oder einem Arthouse-Streifen, der künstlerisch, vielleicht sogar abstrakt zu Werke geht und das Martyrium eindringlich schildert, gibt es eben das, was zu erwarten war: Das Betroffenheitskino.

Soll heißen, dass zwar durchaus der Ansatz verfolgt wurde die Begebenheiten rund um die Entführung und die jahrelange Qual der Kampusch eindringlich (apropos, zu den Sexeleien kommen wir später noch) darzustellen, aber das doch bitte auf so einem Niveau, dass die ab 1...

Weiterlesen

Silent Hill: Revelations 3D

Silent Hill: Revelations 3D
Originaltitel: Silent Hill: Revelations 3D – Erscheinungsjahr: 2012 – Regie: Michael J. Bassett



Darsteller:
Adelaide Clemens, Sean Bean, Kit Harington, Carrie-Anne Moss, Malcolm McDowell, Radha Mitchell, Deborah Kara Unger, Martin Donovan, Heather Marks u.A.

Filmkritik: Am Ende des ersten Teils waren Sharon und ihre Mutter in der mysteriösen Zwischenwelt von „Silent Hill“ gefangen. Irgendwie schaffte ihre Mutter es dem okkulten Orden von Silent Hill ein Siegel abzunehmen, um ihre Tochter wieder in die wirkliche Welt zu schicken.

Acht Jahre später und die junge Sharon nennt sich nun Heather und ist mit ihrem Vater (immer noch Sean Bean) stets auf der Flucht vor den Sektenmitgliedern, welche sie wieder zurück nach Silent Hill bringen wollen, da sie „der gute Teil“ von Alessa ist, die vor einer Generation einen Dämon heraufbeschworen hat, um sich an der Stadt und ihren Einwohnern zu retten. Und nur wenn Sharon/Heather nun wieder nach Silent Hill kommt, ist dieses Wesen wieder „ganz“ und kann vernichtet werden…

…denn ein weiterer Dämon (in der menschlichen Form einer komplett auf weiß geschminkten Carrie-Anne Moss) hat sich Silent Hills bemächtigt und hat nicht nur neue, eigene Ausgeburten auf die Stadt losgelassen, sondern versucht auch durch die Vernichtung des Alessa-Dämons die Macht an sich zu reißen. Und für diesen Plan ist Sharon/Heather natürlich ein unverzichtbares Werkzeug.

Story, oh Story mein, wo bist denn du? Das ist nicht fein!

Nicht, dass man im Kino zumindest den letzten, existenziellen Absatz an Story vermittelt bekommen würde. Den darf man sich selbst zusammenreimen, da ansonsten auch die restliche Geschichte keinen Sinn macht (geschweige denn vom animierten Abspann, welcher wie bereits der Showdown die Monster im Clinch zeigt, aber dazu später mehr). Das große Problem ist, dass das von Michael J...

Weiterlesen

Here Comes The Boom – Das Schwergewicht

Das Schwergewicht
Originaltitel: Here Comes The Boom – Erscheinungsjahr: 2012 – Regie: Frank Coraci



Darsteller:
Salma Hayek, Kevin James, Henry Winkler, Melissa Peterman, Greg Germann, Reggie Lee, Joe Rogan, Alexandra East, Charice, Sarah Fischer, Frank Coraci, Bas Rutten  u.A.

Filmkritik: Biolehrer Scott (Kevin James) hat auch schon mal bessere Tage gesehen, meist ist er einfach faul und ergötzt sich an seinem „Lehrer des Jahres“-Preis, welchen er vor über 10 Jahren verliehen bekommen hat. Neuen Antrieb findet er schließlich, als ein guter Freund und Musiklehrer samt seinem ganzen gemeinnützigen Programm wegen Budgetkürzungen von der Schule geworfen werden soll. Geld muss her und Scott kommt über Umwege auf die Idee sich bei Mixed-Martial-Arts-Turnieren verprügeln zu lassen, da dort auch die Verlierer satte Geldpreise einstreichen. Dass seine Kollegin (Salma Hayek), auf die Scott ein Auge geworfen hat, von dem neuen Elan des Biologie-Lehrers angetan ist, ist dabei ein willkommener Zusatz…

Guter Trailer, lahmer Film

Ja, „das Schwergewicht“ landet als Film ziemlich schnell auf der Schnauze. War der Trailer flott montiert und sympathisch aussehend, so gibt es im fertigen Film die gleiche Wirkung, nur gestreckt auf 90 Minuten, wobei die besten Szenen dieses Mal im Trailer vorhanden waren. Noch schlimmer: Die beiden größten Lacher – eine Kotz- und eine Kuchenschlacht-Szene – waren ebenfalls bereits in der Filmwerbung zu sehen. Das lässt sowohl vom Inhalt als auch vom Marketing tief blicken.

Die Co-Stars wie Salma Hayek, die hier nicht nur wieder einmal toll aussieht, sondern auch überraschend witzig agiert, über den droligen Henry Winkler als Musiklehrer bis hin zu Mixed-Martial-Arts-Star Bas Rutten, welcher hier auch überraschend sympathisch und witzig rüberkommt, retten so einiges bei diesem Streifen, welcher leider als Action oder Sportfilm komplett versagt...

Weiterlesen

Schutzengel

Schutzengel
Originaltitel: Schutzengel – Erscheinungsjahr: 2012 – Regie: Til Schweiger



Darsteller:
Til Schweiger, Moritz Bleibtreu, Hannah Herzsprung, Kostja Ullmann, Nina Eichinger, Rainer Bock, Katharina Schüttler, Herbert Knaup, Karoline Schuch, Luna Schweiger, Mickey Hardt, Jacob Matschenz u.A.

Filmkritik: „Was war denn das?“, waren die ersten Gedanken nach der leider ziemlich ernüchternden Sichtung des „Schutzengels“, welcher endlich einmal wieder ein deutscher Actionfilm ist. Nachdem der Schweiger in „Adrenalin“ schon einen auf „Stirb langsam“ gemacht sowie bei den „Replacement Killers“ Chow Yun-Fat gejagt hat und bei Uwe Bolls „Far Cry“ mit Humormomenten und genetisch veränderten Killertypen zu kämpfen hatte, drehte er nun auch mal einen eigenen Actionfilm. Wieder mit dabei ist die eigene Tochter Luna, die hier die Zeugin eines versehentlichen Mordes darstellt, welche von Schweigers Ex-Soldaten-Charakter beschützt und von einem bösen Waffenproduzenten wegen ihrer möglichen Aussage gegen ihn von dessen Killerschergen gejagt wird. So weit, so der durchaus typische Action-Movie-Set-Up. Nur was am Ende dabei herauskam ist ein teils konfuser Mischmasch aus ganz vielen Elementen.

Ein Genre-Mix der unausgewogenen Sorte

Wenn zu Anfang der extrem heruntergehungerte und durchtrainierte Axel Stein Furzwitze zum Besten geben darf, bevor es zu einer gelungen inszenierten Actionszene kommt, der dramatische Hintergrund eines Soldaten lang und breit belabert werden darf, bevor die Machenschaften der Reichen und Bestechlichen in den Vordergrund gestellt werden, nur um kurz darauf wieder Humor (und zahlreiche Schweiger-Injokes) zu bieten, ist die inhaltliche Stimmung „all over the place“.
Was eigentlich im Trailer wirkte wie Til Schweigers „Hard Boiled“, legt immer wieder größere Pausen ein um den Kriegshintergrund der Hauptfigur in einfachen Dialogsequenzen zu besprechen, welche schlicht und ergreifend langweilig vorgetragen werden...

Weiterlesen

96 Hours – Taken 2

96 Hours – Taken 2
Originaltitel: Taken 2  – Erscheinungsjahr: 2012 – Regie: Olivier Megaton



Darsteller:
Liam Neeson, Maggie Grace, Famke Janssen, Rade Serbedzija, Leland Orser, Luke Grimes, Luenell, Laura Bryce, Kevork Malikyan, Aclan Bates, Jon Gries u.A.

Filmkritik: Reden wir doch, bevor wir zu der weniger positiven Fortsetzung von „Taken“ kommen, doch erst einmal kurz über die Möglichkeiten, die einem solch ein Review bietet. Ganz oben steht natürlich die Möglichkeit, nein, sogar die Aufgabe, dass der Leser nachher sowohl eine informative Kritik zu lesen bekommt, als auch diese für sich persönlich auf seinen Geschmack hin interpretieren kann.
Wenn man also etwa gerade ein negatives Review zu einem Michael Bay-Film liest, bei dem dessen brachialen Actionszenen wenig gewertet werden, aber dafür die schriftlichen Daumenschrauben beim Sexismus, Militarismus und Imgegenlichtfilmismus angesetzt werden, so zeigt dies dem werten Leser nicht nur, dass all diese sattsam bekannten Elemente vorkommen, sondern auch wie man die negative Wertung des Schreiberlings einzuschätzen hat, der sich da bei Koksnase Michael immer noch über dessen seit nun mehr über zehn Jahren vorkommenden Stilmittel aufregt, als seien sie gerade aus dem Nichts gekommen.

Neben diesen Punkten gibt es ebenfalls noch die Möglichkeit zu unterhalten, schließlich soll neben den Informationen auch etwas Spaß geliefert werden, der im besten Falle den Leser begierig auf den nächsten Absatz macht. Und wahrscheinlich gibt es auch noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, aber die seien für ein späteres Review aufgehoben, denn nach diesem eigentlich etwas unnützen Umweg ist nun die Frage: „Was hat das mit ‚Taken 2’ zu tun?“

„Ich habe keine Lust mehr auf das alles hier!“

sagt Liam Neeson im Finale des Streifens zu einem der Gangster und ja, wir hier beim Moviegeek sind uns nicht zu schade genau dieses einfach zu nutzende Vorlage direkt auszunutzen, denn bei aller Gehässigkei...

Weiterlesen

The Dinosaur Project

The Dinosaur Project
Originaltitel: The Dinosaur Project – Erscheinungsjahr 2012 – Regie: Sid Bennett



Darsteller:
Natasha Loring, Matt Kane, Richard Dillane, Peter Brooke, Stephen Jennings

Filmkritik: Der berühmte Erforscher unbekannter Spezies und mythologischer Kreaturen, Marchant (Richard Dillane), bricht mit seinem Team zu einer Expedition auf: Im Kongo wurde angeblich das seit millionen Jahren ausgestorbene Seeungeheuer Ogopogo gesichtet. Noch ahnt der Wissenschaftler nicht, dass sich sein soeben aus der Schule geflogener Sohn Luke (Matt Kane) an Bord des Helikopters geschlichen hat. Die beiden haben ohnehin ein schwieriges Verhältnis, das bald auf die Probe gestellt wird. Denn gefräßige Urzeit-Dinos bevölkern die Insel und erachten Vater, Sohn und die restlichen Reisemitglieder als willkommene Aufwertung ihres Speiseplans. Als Suchtrupps später an Ort und Stelle eintreffen, um nach dem verschollenen Team zu suchen, stoßen sie auf über 100 Stunden Filmmaterial…

Und nochmal Found-Footage. Nachdem bei den „Fantasy Filmfest Nights“ zuletzt der etwas andere Found-Footage Film „Chronicle“ die Massen begeistern konnte und sich John Landis Sohn Max seitdem nicht mehr vor Drehbuchanfragen retten kann, bringt „The Dinosaur Project“ leider wieder nicht genügend frischen Wind mit um die trübe, abgestandene Footage-Suppe ähnlich wegzufegen.

Das einzige was den Besuch von „The Dinosaur Project“ rechtfertigt sind die Dinos. Als Fan der Uhrzeitechsen beschwert man sich ja ohnehin täglich, dass es zu wenige Filme mit Dinos im Kino gibt. Auf DVD gibt es zwar regelmäßig kleine Ausflüge, aber mehr als ein schlecht animierter Uhrzeit-Hai wird selten geboten. Und wo bleibt eigentlich „Jurassic Park 4“?

Die Dinos sehen dann, auch gemessen am Budget des Films, erstaunlich gut aus. Auch Nahaufnahmen der, nicht allzu zahlreichen aber einfach sehr hübsch animierten Dinos, sehen gut aus...

Weiterlesen

Piranha 3DD – Piranha 2

Piranha 2
Originaltitel: Piranha 3DD – Erscheinungsjahr: 2012 – Regie: John Gulager



Darsteller:
Danielle Panabaker, Katrina Bowden, Chris Zylka, Christopher Lloyd, Ving Rhames, David Koechner, Gary Busey, David Hasselhoff, Jean-Luc Bilodeau, Paul Scheer, Clu Gulager, Matt Bush u.A.

Filmkritik: Nachdem Alexandra Aja in seinem "Piranha 3D" Dutzende Spring-Break-Partywütige hat zerfleischen lassen, nimmt nun John "Feast" Gulager das Ruder für die Fortsetzung in die Hand. Damit verschwinden auch gleich sämtliche Ansätze, welche die Handlung noch jenseits des humoristischen Splattertrashs verankert haben. Hier regiert die pure Lust am Blödsinn: Ein Wasserpark-Besitzer, welcher einen ab 18 Nackedei-und-Stripper-Teil seines Parks aufmachen will? Witzige Hintergrundstory! Ein kleiner Piranha, der einem Mädel in die Mumu flutscht und später beim Coitus Autschteruptus dem Kerl in sein bestes Stück beißt, Selbstkastration und Schlusspointe des Mädels inklusive? Immer her damit! David Hasselhoff, der nach 45 Minuten in der Handlung erscheint und als er selbst den kompletten Streifen an sich reißt? Gerne!

„This is rock bottom“

Das sagt nicht nur der Hasselhoff an einer Stelle, sondern es passt eigentlich ganz gut zum eigentlichen Geschehen. Wo Aja zumindest mit großen Sets und viel handgemachter Blutwurst noch die eigentliche Infantilität des Geschehens durch bloßes Können und Kohle hat abfedern wollen, so sehr scheint Gulagers Teil 2 sich nun genüsslich in seiner eigenen Minderwertigkeit zu suhlen. Schlechte Darsteller? Ach, die sind bestimmt so gewollt! Übertrieben dargestellte Figuren (gespielt von den paar guten Darstellern wie David Koechner)? Aber sicher, wir drehen hier eben Trash! Dabei ist leider die erste Dreiviertelstunde nach einem zotigen Splattereinstieg, in welchem Gary Busey zur Abwechslung sogar einen Piranha zerbeißen darf, ziemlich dröge...

Weiterlesen

Soldiers of Fortune

Soldiers of Fortune
Originaltitel: Soldiers of Fortune – Erscheinungsjahr 2012 – Regie: Maksim Korostyshevsky



Darsteller:
Sean Bean, Christian Slater, Ving Rhames, Dominic Monaghan, James Cromwell, Freddy Rodríguez, Colm Meaney, Ryan Donowho, Charlie Bewley, Sarah Ann Schultz, Gennadi Vengerov, Oksana Korostyshevskaya

Filmkritik: „Soldiers of Fortune“ bedeutet so viel wie „Soldaten des Schicksals“. So ähnlich lautete auch der Titel eines, wegen seiner rabiaten Gewaltdarstellung, sehr kontroversen Ego-Shooters („Soldier of Fortune“) der über die Jahre noch 2 Nachfolger erhielt. Doch damit hat der hier besprochene Film rein gar nichts zu tun. Hier wurde mit dem Titel stattdessen ein spaßiges Wortspielchen abgehalten: Da die steinreichen Protagonisten eben auch „Soldiers of Fortune“ sind, eben „Soldaten des Reichtums“. Doch im weiteren Verlauf des Films bekommt der Titel sogar seine eigentliche Bedeutung wieder zurück. Doch wollen wir den „spannenden“ Verlauf der Handlung nicht zu sehr spoilern sondern nur schnell einen kurzen Überblick verschaffen.

Eine fünfköpfige Gruppe von Millionären (u.a. Sean Bean, Ving Rhames, Dominic Monaghan und James Cromwell) bekommt die Gelegenheit gegen Bezahlung Krieg zu spielen. Sie finanzieren den Bürgerkrieg einer kleinen Insel und können zum Dank auf der Insel ein Waffentraining absolvieren um anschließend den Rebellen zu helfen einen skrupellosen Diktator zu stürzen. Ex-Elitesoldat Craig McCenzie (Christian Slater) und sein Ex-Partner Reed (Freddy Rodríguez) bekommen den Auftrag, den reichen Knackern das Kämpfen beizubringen. Den richtigen Krieg auf der Insel sollten die Millionäre eigentlich nie aus der Nähe sehen. Doch erstens kommt es anders…
Beim Übersetzen auf einen sicher geglaubten Teil der Insel wird die Mission zum Desaster. Freddys Boot, gefüllt mit den Bodyguards der Geldsäcke, fliegt in die Luft und der sicher geglaubte Abenteuerurlaub wird zum Kampf auf Leben und Tod...

Weiterlesen

Exit Humanity

Exit Humanity
Originaltitel: Exit Humanity – Erscheinungsjahr: 2011 – Regie: John Geddes



Darsteller:
Dee Wallace, Bill Moseley, Stephen McHattie, Brian Cox, Mark Gibson, Jordan Hayes, Adam Seybold, Ari Millen, Jason David Brown, Ryan Barrett, Marc Brooks, Wendel Brooks u.A.

Filmkritik: Momentan erscheinen zig Zombiefilme. Der debile „Humans Vs. Zombies“, der kleine, aber überraschend gute „Collapse Of The Living Dead“ oder auch der durchschnittliche und durchaus vergessenswerte „Ozombie“. Richtig fantastisch klassisch war in letzter Zeit einzig „The Dead“: Atmosphärisch, ruhig, gruselig und spannend. So soll es sein. Nun möchte „Exit Humanity“ gerne das Gleiche sein.

Im Film geht es darum, dass gerade während des amerikanischen Bürgerkrieges die Toten aus ihren Gräbern auferstehen und jagt auf die Lebenden machen. Der Held legt sich mit dem typischen „Wir müssen diese Wesen heilen und wenn wir dafür Opfer bringen müssen!“-Kerl an und dank Bill Moseley und Stephen McHattie als Bösewichte ist auch diese Fraktion genial besetzt. Was fehlt? Eigentlich nichts. Was ist dann das Problem? Nicht, dass etwas fehlt, sondern einfach viel zu viel vorhanden ist: Laaangsaaaamkeiiiiit!

Dull And Boring Vs. Entertaining And Exciting

Um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern: C4rter, der Schöpfer des Filmportals bei dem wir uns hier befinden, hat die auf meinen persönlichen Filmgeschmack abzielende, im Nachhinein durchaus ziemlich treffende Beschreibung gemacht, dass er „entertaining and exciting“-Films mag, während es bei mir vor allem die „Dull And Boring“-Streifen sind, die positive Resonanz hervorrufen. So weit, so überzeichnet und furchtbar üble Nachrede, aber vielleicht eben nicht sonderlich fern der Realität. Witzigerweise bin ich bei „Exit Humanity“ nun anscheinend an meine Grenzen geraten was „dull and boring“ angeht (oder hatte einen schlechten Tag, aber das würde ich niemals öffentlich zugeben)...

Weiterlesen

Seeking Justice – Pakt der Rache

Pakt der Rache
Originaltitel: Seeking Justice – Erscheinungsjahr: 2011 – Regie: Roger Donaldson



Darsteller:
Nicolas Cage, January Jones, Guy Pearce, Jennifer Carpenter, Harold Perrineau, Xander Berkeley, Monica Acosta, IronE Singleton, Joe Chrest, Cullen Moss, Jason Davis, David Jensen u.A.

Filmkritik: It’s that time of the year again: CAGE TIME! Und dieses Mal sogar von Roger Donaldson, der ansonsten bereits für Species, Thirteen Days oder auch den tollen Bank Job verantwortlich war. Zur Krönung dieses Doppelpacks haben wir es hier auch noch mit einem Selbstjustiz-Thriller zu tun. Leid, Mord, Schuld, Vergeltung, alles Sachen die sich gut in einem Film und erst recht in der Mimik des Cage’sters machen. Aber, man wird es vielleicht schon gemerkt haben, irgendwie muss ja noch ein Haken kommen und ja, er kommt. Leider.

Nicolas Cages Charakter Will ist mit der hübschen Laura (January Jones) verheiratet, die eines Tages brutal überfallen wird. So weit, so das typische Set-Up und nach dem Vorfall wird Will von einer mysteriösen Organisation kontaktiert, die ihm verspricht, sich für ihn an dem Schuldigen zu rächen.

Könnte es sein, dass diese Organisation gar nicht so selbstlos ist wie sie tut? Könnte es sein, dass Cage sich nun selbst in einem Kreislauf der Vergeltung gefangen hat und schließlich selbst zum Werkzeug der Organisation wird? Kann es sein, dass die Gefahr für Cages Familie noch nicht zu Ende ist? Kann es sein, dass dieser Streifen unglaublich vorhersehbar ist? Die Antwort darauf ist denkbar einfach:

JA!

Dabei inszeniert Donaldson mit ruhiger Hand, was leider die durchaus durchsichtigen Motivationen der Bösewichte noch offensichtlicher und die Blauäugigkeit von Cage umso offensichtlicher macht. Dabei schafft der Regisseur es auch leider nicht, die seelischen Qualen, das turbulente Innenleben oder auch die aus der Attacke auf seine Frau folgenden Konsequenzen allzu gut zu verpacken...

Weiterlesen

Osombie

Osombie
Originaltitel: Osombie – Erscheinungsjahr: 2012 – Regie: John Lyde



Darsteller:
Corey Sevier, Eve Mauro, Jasen Wade, Danielle Chuchran, William Rubio, Mike Black, Dakota Bradshaw, Andrew Hancock, Paul D. Hunt, Danny James, Andrew W. Johnson, Derek Kopp u.A.

Filmkritik: Osama bin Laden als Zombie? Coole Sache. Noch coolere wäre es nur, wenn das jenseits des Prologs irgend eine Konsequenz hätte jenseits des Handlungsortes Afghanistan und nachher wenig mehr als ein kleiner Aufhänger ist, damit eine Horde Soldaten im Minutentakt zahlreiche Untote ins Jenseits ballern können.

Dabei wird vornehmlich auf CGI-Splattereien gesetzt und leider wird das Dauerfeuer auf die … öh… Dauer dann auch ziemlich langweilig. Interessante Charaktere hätten da vielleicht noch etwas ausrichten können, aber so wie es jetzt nun leider geworden ist ertappt man sich schnell dabei, wie man den Figuren schlicht die Bezeichnungen „Hero Boy“, „The Girl“, „The Idiot“ und „Dead Meat Number 1 to 5“ gibt.

“Osama is alive! …I read that on the internet!”

Die eigentliche “Handlung” besteht dann daraus, dass irgend ein Mädel durch die afghanische Pampa latscht um ihren debilen Schwachsinnigen von Bruder wieder einzufangen, der mir nichts dir nichts mal eben entschieden hat sich auf die Suche nach Osama zu machen. Nein, nicht weil dieser nun eine Zombie ist, sondern weil Idiotenbrüderchen natürlich im Internet gelesen hat, dass der barttragende Terroristenführer noch leben soll. Warum das Ganze? „Ich will die Welt für dich sicherer machen!“ ist da die peinliche Ausrede bei der unklar ist, ob man sich hier an Satire versucht hat, oder das Ganze auch noch bierernst meint.

Der Tonfall des Films ist überhaupt ein Problem. Werden in der einen Sekunde noch Witze gerissen wird es danach wieder wortwörtlich todernst, nur um anschließend wieder ins Lustige hinüber zu wechseln...

Weiterlesen

Alien vs. Hunter

Alien vs. Hunter
Originaltitel: Alien vs. Hunter – Erscheinungsjahr: 2007 – Regie: Scott Harper



Darsteller:
William Katt, Dedee Pfeiffer, Wittly Jourdan, Rob Filson, Aaron Council, Philip Bak, Matthew Bolton, Collin Brock, Jennifer Couch, Jason S. Gray, Darbi Gwyn, Kevin Kazakoff u.A.

Filmkritik: Und schon wieder „The Asylum“, dieses Mal mit einem „Alien vs. Predator“-Cash-In, welches komplett irgendwo im Wald gefilmt wurde, um natürlich auch ja die Kosten niedrig zu halten. Die Geschichte? Ein spinnenartiges Alien stürzt mit einem Meteoriten(?!) auf der Erde ab und ein „Hunter“ mit Sci-Fi-Equipment kommt hinterher um das Viech und alle Leute die davon Wind bekommen haben abzuknallen. The End. (Wo es noch einen untypisch merkwürdigen, aber interessanten What-The-Fuck-Twist für Asylum-Verhältnisse gibt.)

Das Tolle an diesem Streifen? Die deutsche Synchro! Zwar sind bereits im Original die Dialoge zwischen einem Autor, der hier die Hauptfigur mimt, dem üblichen Sheriff sowie all den Leuten, die zwischendurch draufzugehen haben nicht ohne, aber die hiesige Lokalisierung setzt da noch einen drauf. Kostprobe?

„Ein wissen wir mit Sicherheit: Wir wissen… wissen dass sie sterben können… und… und das find ich ganz schön sexy!“

Merkwürdige Betonungen, merkwürdige Pausen und merkwürdige Sätze summieren sich dabei zu einem El Dorada für Trashfans zusammen, die ansonsten auch manches Mal das Gefühl haben, dass manch ein B- oder C-Movie gerne auch mehr Zeit mit Dialogen verbringen kann, weil diese – wenn sie „richtig“, bzw. eben nicht richtig gemacht wurden – mit das Unterhaltsamste am verrückten Geschehen sind.

So wird hier auch gut und gerne zwischen den Flucht- oder Jagdszenen eine Auszeit genommen um Sonstwas zu diskutieren, wenn nicht gerade der extra zum Monsterabknallen geholte Profi-Jäger so Grammatik-Killer loslässt:

„Gentleman, jetzt wird Arsch getreten!“

In diesem Sinne: Wer deftigem Bullshit nicht abgeneigt ist und ein Faible ...

Weiterlesen

Aliens vs. Avatars – Gerate nicht zwischen die Fronten

Aliens vs. Avatars – Gerate nicht zwischen die Fronten
Originaltitel: Aliens vs. Avatars – Erscheinungsjahr: 2011 – Regie: Lewis Schoenbrun



Darsteller:
Cassie Fliegel, Jason Lockhart, Kim Argetsinger, Dylan Vox, Marlene Mc’Cohen, Ginny You, Georgina Tolentino, Dan Glenn, Amanda Chism, Victoria De Mare, Adam Graham u.A.

Filmkritik: Es gibt’s nichts, was es nicht gibt, oder? Einmal mehr tritt mit „Aliens vs. Avatars“ ein B-, oder doch eher C-Movie an diesem Sprichworte gerecht zu werden.
Ganz abgesehen davon, dass der Titel in guter alter B-Movie-Verarschungsmanier nicht einmal stimmt. So gibt es genau ein Alien und einen Avatar, welche sich irgendwo im Busch gegenüberstehen, während die typische Klischee-Truppe an bereitwilligen Horny-Campers parat steht, um zwischendurch für die durchaus vorhandene Blutwurst zu sorgen.

Bereits der urige Vorspann sorgt dafür, dass man auf den Rest des Inhalts passend eingestimmt wird. Dort fliegt dann nämlich zu putziger Musik ein Ufo an Planeten vorbei, was alles sehr stark nach frühen 90er Jahren Video-Cutscenes von Computerspielen aussieht. In dem fliegenden Klischee sitzt dann auch das Fingerfarbenopfer, welches stark nach einem Na’avi aus James Camerons Sci-Fi Epos „Avatar“ aussieht. Die blaue Dame mit spitzen Ohren jagt nämlich ein ganz gefährliches Monstrum, welches sich selber reproduzieren kann und ihre Heimatwelt in einer früheren Schlacht bereits beinahe entvölkert hat.

Derweil macht sich das „Alien“, welches hier wesentlich schlechter als rechter natürlich als Mann-im-unoriginellen-Gummianzug daherkommt, bereits daran einige Oben-Ohne-Mädels platt zu machen, damit man die typischen Einstiegskills geliefert bekommt. Der eigentliche Spaß geht aber danach los, wenn das typische „Nerd & Sportskanonen“-Duo schließlich mitsamt Jugendfreundin, Mauerblümchen, der Charakterlosen und der Schlampe in die Pampa fährt um zu campen...

Weiterlesen

We Bought a Zoo – Wir kaufen einen Zoo

Wir kaufen einen Zoo
Originaltitel: We Bought a Zoo – Erscheinungsjahr: 2011 – Regie: Cameron Crowe



Darsteller:
Matt Damon, Scarlett Johansson, Elle Fanning, Carla Gallo, Thomas Haden Church, Patrick Fugit, John Michael Higgins, Stephanie Szostak, Colin Ford, Angus Macfadyen, Peter Riegert, Desi Lydic

Filmkritik: Benjamin Mee (Matt Damon) hat beschlossen: Ein Tapetenwechsel muss her! Der alleinerziehende Vater sucht nach dem Tod seiner Frau für sich und seine beiden Kinder (Maggie Elizabeth Jones, Colin Ford) eigentlich nur ein neues Zuhause und findet einen ganzen Zoo. Doch dieser steht kurz vor dem Aus. Trotz aller Widrigkeiten und ohne große Vorkenntnisse beschließt Benjamin einen absoluten Neuanfang zu wagen. Zusammen mit seinen Kindern begibt er sich in ein aufregendes Abenteuer und wird Zoodirektor seines eigenen Zoos.
Unterstützt wird er dabei unter anderem von der Tierpflegerin Kelly (Scarlett Johansson), von der er Tier von Tier zu unterscheiden sowie entlaufene Tiger einfangen und mürrische Elefanten beschwichtigen lernt. Werden die Mees in ihrem neuen Zuhause glücklich und schaffen sie rechtzeitig die Wiedereröffnung des Zoos?

Auf den Aufstieg folgt der Fall. Für viele Regisseure und auch Schauspieler trifft diese Weisheit zu. Eine ganze Reihe schafft nach den obligatorischen Rückschlägen mit Mut und Ehrgeiz den Weg zurück zur steilen Karriere. Andere hängen irgendwie in einer Schaffenskrise fest, aus der sie nur schwer wieder herausfinden. Einer dieser armen Kerle ist Regisseur Cameron Crowe.
Wer kennt und liebt seine Frühwerke nicht auch? „Say Anything„, „Singles“, „Jerry Maguire“ oder der gnadenlos herausragende „Almost Famous“. Mit dem unnötigen Remake „Vanilla Sky“ allerdings begonnen sich die Kritiker auf ihn einzuschießen, wogegen die Fans weiter zu ihm hielten. Das änderte sich 4 Jahre später mit „Elizabethtown“, der für viele wie ein schwacher „Garden State“-Klon wirkte, was dem Film definitiv unrecht tut...

Weiterlesen

Extinction – The G.M.O. Chronicles

Extinction – The G.M.O. Chronicles
Originaltitel: Extinction – The G.M.O. Chronicles – Erscheinungsjahr: 2011- Regie: Niki Drozdowski

Darsteller: Daniel Buder, Luise Bähr, Jerry Coyle, Tobias Kay, Lee Rychter, Bina Milas, Christian Stock, Klaus Ebert, Heinrich Baumgartner, Georg Marin, Anthony O’Connell, Nadine Arents u.A.

Filmkritik: „Ein extrem ambitionierter „Infizierten“-Apokalypse-Streifen aus deutschen Landen? Mit sehr guter Kameraführung, guten Effekten und sogar einer epischen Handlung?!? Wunderbar! Wo ist der Knackpunkt?“

So in etwa mag vielleicht manch Einer auf „Extinction – The G.M.O. Chronicles“ reagiert haben, als er den merkwürdig langen Titel im Regal gefunden hat.  Die Geschichte folgt einem jungen Ex-Soldaten namens Tom Keller, der sich auf einen Armee-Stützpunkt flüchtet, da ein Virus Menschen zu unterschiedlichsten Monstren mutieren lässt. Erst zu typisch langsamen, zombiehaften Gestalten, die infektiösen Pollen ihrem Gegenüber ins Gesicht rülpsen, bis hin zu flotten, rennenden und springenden Parcour-Wannebes und noch etlichen Dingern zwischendurch. So weit, so durchaus originell und abwechslungsreich.

 Dabei sieht Daniel Buder in der Hauptrolle dem jungen Karl Urban teils zum Verwechseln ähnlich und macht auch eine gute Figur in der Hauptrolle, doch dann tauchen leider noch weitere Überlebende auf. „Leider“ nicht im Bezug darauf, dass dadurch durchaus einige Twists und Überraschungen auf den Zuschauer warten, sondern weil leider das Dreh-Team alles beherrschte: Kameraführung, Ausleuchtung, Effekte, etc. etc, nur nicht wie man einen interessanten Menschen schreibt und diese dann auch noch interagieren lässt. Da ist dann „das Arschloch“, „der Rumzicker“, „das tote Fleisch“ und „der Techno-Nerd“, natürlich zusätzlich zu „dem Love-Interest“ und deren „Ex-Geheimagenten-Daddy“.
Richtig schmerzhaft wird es etwa dann, wenn eine Person sich zum Anführer aufschwingt, weil sie meine, von den Anwesenden am meisten Ar...

Weiterlesen