Mit 2016 markierte Beiträge

The Void

The Void
Originaltitel: The Void – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Jeremy Gillespie, Steven Kostanski

Erscheinungstermin: Jetzt im Handel

Darsteller: Ellen Wong, Kathleen Munroe, Aaron Poole, Kenneth Welsh, Art Hindle, Daniel Fathers, Stephanie Belding, u.A.

Filmkritik: Es ist immer schön, wenn ein überraschend guter Streifen einfach so aus dem Nichts auftaucht. Aber wisst ihr, was noch besser ist? Wenn man die Entwicklung hin zu diesem Knaller selber miterlebt hat. „The Void“ ist einer dieser Fälle. Denn was einst im Larvenstadium mit Gags und Gaga-Momenten begann, hat sich mit „The Void“ in einen faszinierenden Schmetterling entpuppt.

Der kanadische Geheimtipp: Astron-6

Vorhang auf für „Astron-6“. Das ist eine Gruppe von (mehr oder weniger) jungen kanadischen Filmemachern, die das Genre- und B-Movie-Kino lieben. Ihr erstes abendfüllendes Werk war die dystopische Sci-Fi-Action-Parodie „Manborg“. Voll von liebevoll aber nicht sonderlich gut getricksten Green-Screen-Aufnahmen, Stop-Motion-Momenten und zahlreichen Lachern ging es hier gegen satanische Mächte. Die hatten die Erde übernommen und nur ein Cyborg und seine Freunde konnten dem Ganzen ein Ende bereiten. Obendrauf gab es den Kurzfilm „Bio-Cop“ nach dem Abspann, ein weiteres Kleinod des guten schlechten Geschmacks.

Dies wurde weiter kultiviert mit „Father’s Day“. Einem Streifen, indem ein Ermittler einem wahnsinnigen, vatervergewaltigenden Serienmörder wortwörtlich bis in die Hölle hinterherjagt. Mehr Gags, mehr Derbheit, aber auch noch mehr Inszenierungsflair taten sich hier auf. Dann kam vor kurzem „The Editor“ in Amerika heraus – und bald auch hierzulande. Eine Giallo-Parodie, welche es allerdings inszenatorisch und von ihrem fantastischen Soundtrack her absolut mit vielen ernstgemeinten Ablegern der Serie aufnehmen konnte. Wohin konnte also „Astron-6“ noch wachsen? Antwort: Ins „richtige“ Genre-Kino!

Kosmischer Horror – ...

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Officer Downe

Officer Downe
Originaltitel: Officer Downe – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Shawn Crahan

Erscheinungstermin: Gute Frage, nächste Frage (Erschienen in Amerika)

Darsteller: Kim Coates, Tyler Ross, Sona Eyambe, Reno Wilson, Bruno Gunn,  u.A.

Filmkritik: Also, Zeit für die Hintergrundgeschichte: Um 2012 herum veröffentlichte Autor Joe Casey – der ziemlich „Hit or Miss“ ist – zusammen mit dem begnadeten Zeichner Chris Burnham den Comic „Officer Downe“. Die Geschichte handelte von einem Cop, der nahezu unsterblich ist und selbst wenn er mal total zerschreddert wird, immer wieder zurück ins Leben gebracht wird. Dieser Cop nimmt es mit allerlei bunten Ninjas, bizarren Gang-Bossen und fiesen Kriminellen auf, was vor allem zum Zelebrieren von extrem gewalttätiger Pop-Art-Action genutzt wurde.

Vier Jahre später machte sich Shawn Crahan, einer der Gründer von „Slipknot“ und Musikvideo-Regisseur, auf, das Teil als Realverfilmung umzusetzen. Dies ist die Obduktion dessen, was dabei herausgekommen ist und leider nicht lange gelebt hat …

Officer Down – Editor out

Zu aller erst fällt bei der Inszenierung auf, dass von den knalligen – aber dennoch stark abgedunkelten – Farben ein charmanter Pop-Art-Flair durch den gesamten Streifen schwingt. Das ist dann auch schon direkt das Beste, was das Werk zu bieten hat, denn abgesehen von ein paar Momenten werden zahlreiche Actionsequenzen in Schnitten ertränkt, die Sekundenbruchteile betragen. Dass Mark „Crank“ Neveldine hier den Produzenten gemacht und das zweite Regie-Team geführt hat, ist da direkt als Einfluss und Problem zu erkennen.
Anstatt die schwelgend-albernen Gewaltmomente der Vorlage als solche auch zu zelebrieren, gibt es hier typisch-aktuellen Quick-Cut-Bullshit. Zumindest manche Momente stechen noch angenehm aus dem zermatschten Allerlei der Einstellungen heraus, bei denen es durchaus satt gesplattert wird...

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Power Rangers

Power Rangers
Originaltitel: Power Rangers – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Dean Israelite

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Dacre Montgomery, Naomi Scott, RJ Cyler, Becky G., Ludi Lin, Bill Hader, Bryan Cranston, Elizabeth Banks, David Denman, Sarah Grey, Emily Maddison, Fiona Vroom, u.A.

Filmkritik: Oh Yeah! Die „Power Rangers“ sind wieder im Kino. Aber, Hand aufs Herz, was hat mich der Film doch gesorgt. Denn die vorherigen beiden Streifen aus den 90er Jahren waren leider mehr oder weniger maximal unfreiwillig unterhaltsam. Gerade im Zeitalter der „grim’n gritty-Superhero-Reboots“ kann so eine Geschichte über Sci-Fi-Abenteuer und Jugendliche, die in bunten Rüstungen zahlreiche Monster verkloppen, durchaus in die Hose gehen. Doch was ist jetzt Sache, wie ist das Ganze geworden?

Die einfache Antwort ist: Überraschend gut! Denn es ist das eingetreten, was ich persönlich sogar nicht einmal zu hoffen gewagt habe: Der Regisseur nimmt die Charaktere ernst, verarbeitet die sporadisch auftretende Hintergrundgeschichte der Originalserie in ein zusammenhängende Story und schafft es sogar ein paar bewusst locker-leichte Camp-Elemente einzustreuen, die sich wunderbar in das Gesamterlebnis einfügen. Der Wahnsinn! So gut hat man die „Power Rangers“ auf der großen Leinwand noch nie gesehen!

„Breakfast Club“ mit Aliens

Und, ja, der Zwischentitel bringt es bereits auf den Punkt. Viele der Charaktere lernen sich beim Nachsitzen kennen, haben eigene Probleme und arbeiten den gesamten Streifen über daran diese zu überwinden. All das ist dann aber auch zu 70% der gesamte Inhalt. Nach einem extrem effektiven Prolog dauert es nämlich einige Zeit, bis die Protagonisten mit außerirdischen Artefakten in Kontakt kommen und sogar noch wesentlich länger, bis die die Teenager wirklich zu Helden werden.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sagen würde, aber: Das Drehbuch von „Power Rangers“ verbindet auf sehr...

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Patriots Day – Boston

Boston
Originaltitel: Patriots Day – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Peter Berg

Erscheinungstermin: Seit 23.02.2017 im Kino

Darsteller: Mark Wahlberg, John Goodman, Kevin Bacon, J.K. Simmons, Michelle Monaghan, Melissa Benoist, Rachel Brosnahan, Michael Beach, Alex Wolff, Lana Condor, Khandi Alexander, Christopher O’Shea

Filmkritik: Boston, 15. April 2013 – Wie jedes Jahr zieht es tausende Läufer und Zuschauer aus aller Welt an die Strecke des beliebten Bostoner Marathons. Doch die Feierlichkeiten verstummen schlagartig, als zwei Sprengsätze an der Zielgeraden detonieren. Noch ist unklar, ob den Explosionen weitere folgen werden. Aber Police Sergeant Tommy Saunders (Mark Wahlberg) versucht einen klaren Kopf zu bewahren und die ersten Rettungseinsätze zu koordinieren – obwohl seine Frau Carol (Michelle Monaghan) beinahe selbst den Detonationen zum Opfer gefallen wäre. Für die Ermittler beginnt ein packender Wettlauf gegen die Zeit und eine der nervenaufreibendsten Großfahndungen in der Geschichte Amerikas nimmt seinen Lauf…

Da ich kürzlich durch den lieben Kollegen von Actionfreunde.de an Freikarten für den Film „Boston“ kam, konnte ich ihn mir dann doch noch im Kino anschauen, obwohl ich die Pressevorführungen damals nicht besucht habe.

Aus zwei mach eins

„Boston“ hat sich aus der Migration zweier Drehbücher ergeben. Das zuvor „Boston Strong“ betitelte Werk, widmete sich ursprünglich der Action-Thriller Seite des Themas. Die bereits damals „Patriots Day“ (der Originaltitel von „Boston“) betitelte Fassung hingegen fokussiert sich mehr auf die Tragik der Geschichte.

Das aus beiden Versionen nun ein zusammenhängender Film entstand, tat der Thematik sehr gut. Nicht zuletzt auch weil mit „Stronger“ noch ein weiterer Film zum Attentat auf den Boston Marathon in der Pipeline wartet...

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Eliminators

Eliminators
Originaltitel: Eliminators – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: James Nunn

Erscheinungstermin: Seit 06.01.2017 auf DVD und Blu-ray

Darsteller: Scott Adkins, Stu Bennett, Daniel Caltagirone, James Cosmo, Mem Ferda, Ty Glaser, Olivia Mace, Stephen Marcus, Bruce Johnson, Sean Cronin, Akie Kotabe, Nick Thomas-Webster

Filmkritik: Thomas (Scott Adkins), ehemaliger DEA-Agent, ist zusammen mit seiner Tochter Carly im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms in London untergetaucht. Als Diebe irrtümlicherweise in seine Wohnung einbrechen, da sie dort Schmuggelware vermuten, eskaliert die Lage und endet für die Eindringlinge unverhofft in einem Blutbad. Durch diesen unglücklichen Zwischenfall fliegt jedoch Thomas Tarnung auf und die gesamte Londoner Unterwelt erfährt von seiner neuen Identität. Darunter befindet sich auch kein Geringerer als Gangsterbosses Cooper (James Cosmo), Thomas Ex-Schwiegervater und Erzfeind, der daraufhin die berüchtigtsten Auftragskiller Europas beauftragt, Thomas zu eliminieren, während er sich selbst auf die Suche nach seiner Enkelin Carly macht. Wütend und kompromisslos setzt der kampferprobte Ex-Agent alles daran, seine hartnäckigen Verfolger – darunter den tödlichen Bishop (Wade Barrett) – im Alleingang abzuschütteln und seine Tochter in Sicherheit zu bringen.

Jeder Film der Scott Adkins in einer Hauptrolle zu bieten hat, sorgt bei Action-Fans für ein kurzes Aufhorchen. Zwar glaubt auch der optimistischste Actionfreund nicht mehr daran, dass aus Adkins der nächste Super-Actionstar werden kann. Aber trotzdem schafft Adkins es häufig genug in Blockbustern mitzuspielen, nur eben nicht in der Hauptrolle. Immerhin Direct-To-DVD darf Adkins dafür die Titelcover schmücken. So auch im WWE-Films Streifen „Eliminators“, welcher auch zugleich Adkins besten Film aus 2016 darstellt.

Deja vu

Der Anfang Films erinnert direkt ein wenig an einen anderen Adkins-Film, nämlich „Universal Soldier: Day of ...

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Assassin’s Creed

Assassin’s Creed
Originaltitel: Assassin’s Creed – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Justin Kurzel

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Michael Fassbender, Jeremy Irons, Marion Cotillard, Michael Kenneth Williams, Brendan Gleeson, Ariane Labed, Callum Turner, u.A.

Filmkritik: Ah, guten Morgen. …wie, was ist? Wie ich „Assassin’s Creed“ finde? Hab ich den etwa … Oh ja! Ich hab den Streifen gesehen. Ach du Sch… Das hab ich ja völlig vergessen. Fazit: Vergessenswert. Review Ende.

„Autsch. Na, das kann ja heiter werden.“

Ok. Jetzt doch einmal etwas ernster: „Assassin’s Creed“ ist eine langlebige Videospielserie und die filmische Adaption mit Fassbender soll nun „endlich mal ein guter Game-Streifen werden“. Soweit das Medien-Blahblah zum Werk. Dabei wird völlig ignoriert, dass zwar nicht unbedingt „gute“ Arbeiten dennoch eines sein können: Unterhaltsam! Und aus dieser Richtung hat es bereits etliche spaßige Videospiel-Adaptionen gegeben.

Wobei der generelle Punkt „Unterhaltung“ auch bei „Assassin’s Creed“ anscheinend extrem kleingeschrieben wurde. Anders sind viele bizarre Regie-Entscheidungen einfach nicht zu erklären. Justin Kurzel, der zuletzt „Macbeth“ mit Fassbender in der Hauptrolle abgeliefert hatte, geht die gesamte Geschichte rund um Templer, Assassinen und die Jagd nach mystischen Artefakten, welche die Geschicke der Menschheit lenken können, unglaublich trocken an. Wenn da von genetischen Erinnerungen und „Eden Äpfeln“ die Rede ist, gibt es ein Wettrennen zwischen den Darstellern und der Inszenierung: Wer interessiert sich weniger für das, was gerade passiert? Schließen Sie jetzt ihre Wetten ab!

„Siehst du die Handlung irgendwo?“ -„Ja, sie ist da drüben, im zweiten Teil!“ „Wir bekommen einen zweiten Teil?!?“

Ein cineastischer Todessprung

Ausnahme bei den Schauspielern auf Autopilot sind Ariane Labeds weibliche Assassinnin in der Vergangenheit sowie natürlich Fass...

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La La Land

La La Land
Originaltitel: La La Land – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Damien Chazelle

Erscheinungstermin: Ab 12. Januar im Kino.

Darsteller: Ryan Gosling, Emma Stone, Amiée Conn, Terry Walters, Thom Shelton, Cinda Adams, Callie Hernandez, Jessica Rothe, Sonoya Mizuno, Rosemarie DeWitt, J.K. Simmons, Claudine Claudio, Jason Fuchs, D.A. Wallach

Filmkritik: Die leidenschaftliche Schauspielerin Mia (Emma Stone) und der charismatische Jazzmusiker Sebastian (Ryan Gosling) suchen das große Glück in Los Angeles. Sie halten sich mit Nebenjobs über Wasser und nachdem sich ihre Wege zufällig kreuzen, verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander. Gemeinsam schmieden sie Pläne für ihre Zukunft auf der Bühne und genießen den Zauber der jungen Liebe in »La La Land« – der Stadt der Träume. Doch schon bald müssen Mia und Sebastian einsehen, dass sie Opfer bringen müssen um ihren Träumen näher zu kommen. Kann ihre Beziehung diesem Druck standhalten?

2014 war Regisseur Damien Chazelle bereits für einen Oscar nominiert. Sein Film „Whiplash“, ein Drama um einen Jazz-Schüler und seinen strengen Lehrer an einer Musikschule, war damals in insgesamt fünf Kategorien nominiert, gewonnen hat er drei. Lediglich Drehbuch und Bester Film hat er verpasst. Für „La La Land“ hingegen sehen die Siegchancen nochmal ganz anders aus: Der Film ist aktuell der größte Oscar-Favorit.

Wie im Inhalt bereits kurz angerissen wurde, handelt es sich bei „La La Land“ um eine Art romantische Komödie. Der größte Unterschied zum Einheitsbrei auf dem Markt ist allerdings wohl, dass der Film auch Musical-Elemente enthält. Das wird direkt in der ersten Szene des Films deutlich gemacht. Während eines Staus auf einer Autobahn in Los Angeles fangen die Stau-Steher plötzlich an zu singen und zu tanzen. Dies ist allerdings auch schon die einzige Musiknummer im Film die irgendwie aus dem Rahmen fällt...

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Passengers

Passengers
Originaltitel: Passengers – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Morten Tyldum

Erscheinungstermin: Ab 5. Januar im Kino.

Darsteller: Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Michael Sheen, Laurence Fishburne, Andy Garcia, Vince Foster, Kara Flowers, Conor Brophy, Julee Cerda, Aurora Perrineau, Lauren Farmer, Emerald Mayne, Kristin Brock, Tom Ferrari, Quansae Rutledge

Filmkritik: Bei einem Raumschiff, das Tausende von Menschen zu einem entfernten Kolonie-Planeten transportiert, tritt eine technische Störung auf. Dadurch erwacht der Passagier Jim Preston (Chris Pratt) 60 Jahre zu früh. Angesichts der Tatsache, auf dem Raumschiff alt zu werden und allein zu sterben, entschließt er sich, eine andere Passagierin, Aurora (Jennifer Lawrence), zu wecken.

Big Budget Sci-Fi Kino mit zwei der erfolgreichsten Darsteller seiner Zeit erschien ausgestorben. Umso überraschter durfte man sein, als „Passengers“ angekündigt wurde. Die Trailer suggerierten einen Sci-Fi-Abenteuer-Action Film und die mögliche Aufdeckung einer großen Verschwörung. Wieso sind ausgerechnet diese beiden Menschen erwacht? Die Dialogzeile im Trailer „There’s a reason we woke up early.“ suggeriert einen tieferen Sinn und einen großen Plan. Jedoch ist vieles im Trailer mehr fehlgeleitetes Marketing und das Vorspielen falscher Tatsachen. Hat „Passengers“ dies überhaupt nötig? Keinesfalls!

Zunächst einmal überzeugt „Passengers“ mit einer wunderbaren Atmosphäre. Das riesige Raumschiff das ohne Crew und auf Autopilot seinen Kurs abklappert ist ein unglaublich stimmiger Ort der es zu Beginn sogar ganz ohne Schauspieler schafft den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen durch erstklassiges Set-Design und tolle Effekte.

You can’t get so hung up on where you’d rather be, that you forget to make the most of where you are.

Doch ein Mensch lässt nicht lange auf sich warten. Die ersten 20-30 Minuten wird der Film voll von Chris Pratt als Jim Preston getragen...

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Jack Reacher: Kein Weg zurück

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Jack Reacher: Kein Weg zurück
Originaltitel: Jack Reacher: No Way Back – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Edward Zwick,

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Tom Cruise, Cobie Smulders, Robert Knepper, Aldis Hodge, Sue-Lynn Ansari, Danika Yarosh,Holt McCallany, Julia Holt, Teri Wyble, Jason Douglas, Patrick Heusinger, Michael Papajohn, u.A.

Filmkritik: Teil 1 war ja ziemlich drollig. Zwar gefühlt 30 Minuten zu lang, aber knackige Action der Marke „Fühlt sich an wie ein Steven Seagal-Streifen aus den frühen 90ern“, Werner Herzog in einer unfreiwillig extrem lustigen Schurkenrolle und ansonsten eine knackige Inszenierung: Jau. Das war ordentliche Actionthriller-Unterhaltung!
Und jetzt ist Edward Zwick an der Reihe, dessen „Last Samurai“ mit Tom Cruise ich sehr mag. Was kann da schon schief gehen?

Jack Reacher: Da gingen anscheinend so einige Sachen schief!

Ach du lieber Himmel, wo soll man da nur anfangen? Vielleicht bei der Tatsache, dass viele coole Momente bereits im Trailer verheizt wurden? Damit, dass gefühlt die Hälfte des Films damit verschwendet wird, dass Tom Cruise sich mit irgendeinem Teenager-Mädchen anfreundet, bei dem es sogar ein Plotpoint ist, das dieses eigentlich gar nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun hat?

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„Wagt es ja nicht, mich noch einmal zu stören, nachher wird das Ganze hier noch spannend!“

„Jack Reacher: Kein Weg zurück“ ist von der Figurenebene her eigentlich interessant angesetzt. Reachers Vorgeschichte wird ein wenig mehr beleuchtet und auf Seiten der Schurken gibt es theoretisch eine Art „Anti-Reacher“, der die gleichen Fähigkeiten, aber keinerlei Moral hat. Coole Ausgangslage, aus der dann schließlich kaum etwas gemacht wird. Große Teile des Films passiert kaum bis gar nichts und etliche Momente hätten auf dem Boden des Schneideraumes bleiben können...

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Doctor Strange

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Doctor Strange
Originaltitel: Doctor Strange – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Scott Derrickson

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Rachel McAdams, Benedict Wong, Mads Mikkelsen, Tilda Swinton, Scott Adkins, Michael Stuhlbarg, Benjamin Bratt, Amy Landecker, Juani Feliz, u.A.

Filmkritik: Wieder eine neue „Origin“-Story für Marvel? Oh ja und dieses Mal gibt es zwar eine sattsam bekannte Struktur, die aber mit so viel frischen Elementen, Charme und optischer Kreativität angereichert wurde, dass man traurig ist, wenn am Ende der Abspann ins Bild knallt, denn nun muss man ein paar Jährchen warten, um weitere Abenteuer mit „Doctor Strange“ zu sehen.

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Die Allzweckwaffe gegen Superhelden-Verstopfung

Waren die technik- und wissenschaftsbasierten Superhelden langsam aber sicher doch etwas viel geworden, so ist der von Benedict Cumberbatch wunderbar charmant gespielte Doktor eine angenehm frische Brise. Auch, wenn der Kittelträger zu Anfang des Geschehens extrem selbstverliebt ist. Aber dafür kommt er ja in einen Unfall und muss seine Superfähigkeit – seinen Verstand –einsetzen, um sich selbst wieder aus seinem emotionalen Loch zu retten und zu „Doctor Strange“ zu werden.“
Und ja, inhaltlich hat Marvel gesagt „Fuck it!“ und ziemlich gleich die Struktur von „Iron Man“ übernommen, nur diese sogar noch weiter verbessert. Statt der Technik gibt es nun eben die Magie und selbst der Bösewicht dieses Mal – schön gespielt von Mads Mikkelsen – ist besser eingebunden in die generellen Themen des Werks. Ja, Marvel-typisch ist er dennoch etwas blass, aber meilenweit charismatischer als viele andere Schurken aus der Superheldenschmiede. (Ich schaue da besonders in deine Richtung, „Thor – The Dark World“!)

Buy The Ticket, Take The Ride

Das emotionale Fundament von „Doctor Strange“ ist also gelegt, die Darsteller sind bestens aufgelegt und jetzt geht es um die Action un...

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Stolz und Vorurteil und Zombies

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Stolz und Vorurteil und Zombies
Originaltitel: Pride & Prejudice & Zombies – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Burr Steers

Erscheinungstermin: Jetzt auf DVD und Blu-Ray

Darsteller: Lily James, Lena Headey, Matt Smith, Jack Huston, Douglas Booth, Charles Dance, Sam Riley, Suki Waterhouse, Dolly Wells, Hermione Corfield, Bella Heathcote, Emma Greenwell, u.A.

Filmkritik: „Stolz und Vorurteil und Zombies“ ist ein großer Spaß, den leider viele Leute im Kino verpasst haben. Aber es ist durchaus verständlich, warum Burr Steers Adaption des Seth Grahame-Smith-Romans nicht so gut angekommen ist. Die Mischung aus Jane Austen und einer untoten Schlachtplatte ist schon ziemlich eigenwillig.

Und das war dann auch schon das mit Abstand größte Problem, welches der gut gelaunte Historien-Horror-Liebesfilm hat. Denn Steers schafft es dank seinem eigens geschriebenen Drehbuch den zugrunde liegenden „Mash-Up“-Roman angenehm auf seine Grundelemente zu kondensieren, ohne wichtige Teile fallen zu lassen. (Und ja, ich hab das Buch gelesen, als Vorarbeit für einen Artikel zum ebenfalls unterhaltsamen „Abraham Lincoln: Vampire Hunter“. Doch die stolzen Zombies sind besser.)

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Viel zum Gelingen trägt auch die ausgezeichnete Besetzung bei. Lily James ist so bezaubernd wie taff, Sam Riley als verschlossener Darcy, Matt Smith als feiger Priester humorvoll und auch die restlichen Darsteller sind so charmant wie gut ausgewählt. So ist es eigentlich schon schade, dass der Streifen nicht zumindest zwanzig Minuten länger dauert, denn mit diesem Cast würde man gerne noch etwas mehr Zeit verbringen.

Etwas mehr Zeit hätten auch die Actionszenen vertragen können, denn diese sind – leider abgesehen von der finalen Sequenz, welcher teilweise sogar schwer zu folgen ist – mit relativ ruhiger Optik schön in Szene gesetzt...

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The Neon Demon

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The Neon Demon
Originaltitel: The Neon Demon – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Nicolas Winding Refn

Erscheinungstermin: Ab 27. Oktober 2016 auf DVD und (4k) Blu-ray von Koch Media

Darsteller: Elle Fanning, Keanu Reeves, Jena Malone, Christina Hendricks, Abbey Lee, Desmond Harrington, Jamie Clayton, Bella Heathcote, Karl Glusman, Alessandro Nivola, Charles Baker, Taylor Marie Hill

Filmkritik: Los Angeles – Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, Glamourwelt, Schauplatz zahlloser Träume und Abgründe. Als das junge aufstrebende Model Jesse (Elle Fanning) aus der staubigen Provinz nach L.A. kommt, scheinen ihre Träume im Handumdrehen Realität zu werden: unter Vertrag bei einer großen Agentur, auf der Überholspur gegen erfahrenere Models und neue Muse des obsessiven Star-Fotografen Jack. Noch kann sie nicht ahnen, dass ihre Jugend und Lebendigkeit schon bald den giftigen Neid einer Gruppe schönheitsfanatischer Models auf sich ziehen wird, die vor keinem noch so drastischen Mittel zurückschrecken, ihre junge, elfengleich schöne Konkurrentin aus dem Weg zu räumen und das Geheimnis ihres Erfolgs für sich zu beanspruchen…

Beauty isn’t everything. It’s the only thing.

Die „Pusher“-Trilogie ist bestenfalls Fans des skandinavischen Kinos ein Begriff. „Bronson“ war ein Insider-Liebling (und Tom Hardys Durchbruch). Doch mit „Drive“ im Jahr 2011 gelang Nicolas Winding Refn der Durchbruch bei Kritikern und dem etwas weiteren Publikum gleichermaßen. Der perfekt durchkomponierte Film hat viele Fans gefunden. Der nachfolgende „Only God Forgives“ kann dies schon nicht mehr von sich behaupten. Und auch an seinem neusten Film „The Neon Demon“ scheiden sich die Geister.

In erster Linie, so scheint es, wurde versucht die typischen Eigenschaften die einen Film auszeichnen aus „The Neon Demon“ zu extrahieren...

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ReZort

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ReZort
Originaltitel: ReZort – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Steve Barker

Erscheinungstermin: 16.9.2016 auf DVD und Blu-ray

Darsteller: Dougray Scott, Jessica de Gow, Martin Mccann, Jassa Ahluwalia, Caire Goose, u.A.

Filmkritik: Es gibt manche Filme, die haben mal wieder ein paar frische Ideen, die aber im Endeffekt leider sehr wenig aus diesen machen. Vorhang auf für das „ReZort“, Ladies und Gentlemen!

Einzig im „ReZort“ können – zehn Jahre nach der Untoten-Apokalypse – Menschen noch auf die Jagd nach den Untoten gehen. Ob sie das Ganze nun machen wollen, um alte Traumata aufzuarbeiten, oder um sich einfach selber zu beweisen, das ist komplett gleich. Sowohl den Organisatoren, als auch den eigentlichen Machern des Streifens. Denn eine so junge wie blasse Frau möchte ihre rudimentär gezeigten Daddy-Problem aus dem Weg räumen und fährt deshalb mit ihrem Freund zum „ReZort“.
Dort angekommen wird noch schnell ein Mini-Subplot rund um Flüchtlinge in die Handlung geworfen, der wahrscheinlich insgesamt im Gesamtgeschehen des Werkes gerade einmal fünf Minuten in Anspruch nimmt und genauso abläuft, wie man sich als Zuschauer das denkt. Sogar die Beschreibung auf der Rückseite des DVD-Covers orakelt davon, dass „das wahre Monster kein bissiger Untoter“ ist.

„Meine Damen und Herren, die Untoten hatten ihren Spaß. Nun sind wir dran! Denn wir im ReZort glauben, dass jede Apokalypse eine Aftershow-Party verdient!“

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Was die generellen Produktionsqualitäten angeht, ist „ReZort“ angenehm hochwertig für die aktuelle Welle an DTV-Zombiefilmen. Angefangen von den malerischen Landschaftsaufnahmen, bis hin zum ordentlich bis sogar manches Mal beeindruckenden Produktionsdesign kann sich hier die Optik absolut sehen lassen. Sogar der Soundtrack hat manch inspirierten Moment zu bieten...

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Snowden

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Snowden
Originaltitel: Snowden – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Oliver Stone

Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Shailene Woodley, Scott Eastwood, Ben Schnetzer, Nicolas Cage, Logan Marshall-Green, Zachary Quinto, Timothy Olyphant, Melissa Leo, Joely Richardson, Rhys Ifans, Keith Stanfield, u.A.

Filmkritik: Oliver Stone ist wieder da, um sich in die Untiefen von aktuellen politischen Belangen zu begeben. Schließlich war die „Whistleblower“-Affäre rund um Edward Snowden einer der größten Skandale der letzten Jahre in Amerika. Und Stone, die cineastische Moralebene Hollywoods, tat gut daran, sich dieses Themas anzunehmen.

Wie bei ihm gewohnt ist auch „Snowden“ ein „Mouthpiece“ und schert sich von der ersten Minute nicht darum den Fall von einer übergeordneten Perspektive zu sehen. Für Oliver Stone ist Snowdens Daten-Diebstahl ein Akt des ur-amerikanischen Patriotismus, der sich von jeher gegen eine diktatorische und verlogene Führungsregie gerichtet hat. In diesen knapp gesteckten und dadurch extrem gradlinigen Bahnen verläuft die weitere Handlung.
Anstatt wie etwa bei seinem fantastischen „Nixon“ weiter die Geschichte seines Protagonisten zu durchleuchten, fokussiert sich Stone auf den Weg Snowdens. Vom naiven Gutglauben, über die paranoide Phase, bis hin zum endgültigen Entschluss sich gegen das System aufzulehnen. Dabei gelingt es dem gesamten Film-Team meisterlich das Geschehen trotz einer Länge von weit über zwei Stunden niemals langweilig werden zulassen, obwohl der Fokus stets auf „Menschen in Räumen reden miteinander, manchmal laufen auch Computer“ liegt.

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Joseph Gorden-Levitt beweist einmal mehr seine Gabe als darstellerisches Chamäleon. Wenn am Ende für den Schluss-Monolog – Mini-Spoiler – kurz der echte Snowden sich selbst spielt, so ist der Wechsel unmerklich und geradezu subtil, so sehr glich Gorden-Levitt zuvor seine Manierismen und seine Sprache an ihn an...

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Findet Dorie

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Findet Dorie
Originaltitel: Finding Dory – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Andrew Stanton, Angus MacLane

Erscheinungstermin: 29.9.2016

Darsteller: Anke Engelke, Christian Tramitz, Roland Hemmo, Udo Wachtveitl, u.A.

Filmkritik: Fast fünfzehn Jahre nachdem 2003 „Findet Nemo“ im Kino lief, startet nun die Fortsetzung und das Faszinierendste ist wohl, in wie weit sich die Anforderungen an einen Familienfilm seitdem geändert haben. War der Erstling ein von Herzen kommendes Roadmovie, welches bewusst den Fokus auf den Kontakt mit vielen verschiedenen Figuren gelegt hat, so ist nun beim zweiten Teil dieser durchaus anders gelegt worden.

Im Zentrum steht Dorie, der Fisch, der ein großes Gedächtnisproblem hat, weil sie binnen Sekunden verschiedenste Sachen immer wieder vergisst. War das Ganze im Original eher eine humoristische Version der Tatsache, dass Fische eben wirklich ein extremes Kurzzeitgedächtnis haben, so weitet nun „Findet Dorie“ das Ganze aus als Geschichte um eine mentale Behinderung.
Das ist auch mit der effektivste Punkt, den der Streifen anspricht. Mit typisch emotionalen Momenten, die so simpel wie packend sind, werfen Rückblinden einen interessanten Blick auf die Kindheit der beeinträchtigten Dorie. Typisch für die Macher von „Pixar“ gibt es auch immer wieder wehmütige Momente, welche die Probleme der Eltern in den Vordergrund rücken.
Das übertrieben niedliche Design der kleinen Dorie ist zwar haarscharf an oder über der Grenze zur Lächerlichkeit, aber passt dennoch zum eigentlichen Thema: Dorie schaut mit großen Augen in die Welt, auch wenn diese von ihr nicht immer verstanden wird.

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Nur schade, dass die eigentliche Haupthandlung sich gar nicht mal so sehr auf diese gekonnten Elemente bezieht, sondern Dorie sich plötzlich an ihre Eltern erinnern lässt und dann auf die Suche nach diesen geht. Dieser Weg führt sie in ein „Marine Life Institute“, indem ihre Erzeuger anscheinend leben sollen.

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