Mit 1997 markierte Beiträge

My Best Friend’s Wedding – Die Hochzeit meines besten Freundes

Die Hochzeit meines besten Freundes
Originaltitel: My Best Friend’s Wedding – Erscheinungsjahr: 1997 – Regie: P.J. Hogan

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Darsteller:
Julia Roberts, Dermot Mulroney, Cameron Diaz, Rupert Everett, Philip Bosco, M. Emmet Walsh, Rachel Griffiths, Carrie Preston, Susan Sullivan, Christopher Masterson, Raci Alexander, Jennifer Garrett

Filmkritik: Julianne (Julia Roberts), genannt Jules und Michael (Dermot Mulroney) sind seit Kindertagen die besten Freunde, doch als Michael eines Tages seine Hochzeit mit Kimberly (Cameron Diaz)ankündigt, geht Jules plötzlich die Erkenntnis auf, daß sie ihn selbst liebt und sie doch viel eher wie füreinander geschaffen wären. Sie eilt sogleich hilfreich bei den Vorbereitungen an seine Seite, allerdings mit der Intention, die Hochzeit auf jeden Fall zu verhindern. Doch jegliche Form der Sabotage, incl. eines Versuchs Michaels Eifersucht mittels Jules‘ schwulem Mitarbeiter zu erwecken, ist vergeblich und so bleibt Jules am Ende nur die Wahrheit und die Hoffnung, daß er sich für sie entscheidet…

Nachdem sich Julia Robert nach dem Erfolg von „Pretty Woman“ 1990 immer zwischen Kassenschlagern und kleineren Filmen hin und her bewegte, kehrte sie 1997 wieder zurück zu dem Genre, dass sie einst berühmt machte: Die Rom-Com.

Mit „My Best Friend’s Wedding“ begab sie sich dann zugleich auch daran, dem eingefahrenen Genre neue Aspekte abzugewinnen, der Julia spielt hier nicht etwas die typische Zuschauer-Freundin sondern ist, im weitesten Sinne, die Böse, will sie doch die Hochzeit ihres besten Freundes torpedieren damit sie ihn heiraten kann und nicht eine dahergelaufene neue Freundin von ihm.

Doch bei genauerem Hinsehen gibt es dann doch nicht so viel Neues zu sehen. Julia spielt  gewohnt sympathisch wie eh und je und ihre negative Seite wird dadurch wieder wett gemacht, dass Cameron Diaz so überspitzt freundlich spielt, dass man dann irgendwie doch wieder zu Frau Roberts hält.

Heimlicher Sta...

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Tomorrow Never Dies – Der MORGEN stirbt nie

Der MORGEN stirbt nie
Originaltitel: Tomorrow Never Dies – Erscheinungsjahr: 1997 – Regie: Roger Spottiswoode



Darsteller:
Pierce Brosnan, Jonathan Pryce, Michelle Yeoh, Teri Hatcher, Ricky Jay, Götz Otto, Joe Don Baker, Vincent Schiavelli, Judi Dench, Desmond Llewelyn, Samantha Bond, Colin Salmon

Filmkritik: Der böse Medienmogul Elliot Carver (Jonathan Pryce) hetzt mithilfe von gestörten Satteliten die Großmächte Großbritannien und China aufeinander um seine eigene Popularität als neutraler Berichterstatter zu steigern.
Da zunächst keine der beiden Mächte etwas von dem Schwindel bemerken, droht der dritte Weltkrieg auszubrechen, denn China soll angeblich Soldaten der Briten erschossen und ein Kampfschiff versenkt haben. James Bond (Pierce Brosnan) soll in der Sache ermitteln und stellt schnell die Verbindung zu Carver und seinen Machenschaften her. Beim Versuch die beiden Großmächte vom drohenden Krieg abzuhalten, erhält er tatkräftigen Beistand von der chinesischen Außendienstagentin Wai Lin (Michelle Yeoh).

Nach „GoldenEye“ kam 2 Jahre später „Tomorrow Never Dies“. Eigentlich sollte nach dem großartigen Erfolg des Vorgängers erneut Martin Campbell auf dem Regiestuhl Platz nehmen, aber er wollte nicht 2 Bond-Filme hintereinander drehen. Genau so war es auch nach „Casino Royale“.

„Tomorrow Never Dies“ kann, im Gegensatz zum Campbell-Film mit einem klassischen Bond-Bösewicht aufwarten. Medienmogul Elliot Carver ist ein Bösewicht durch und durch, der nicht viel weniger als die Weltherrschaft bzw. den dritten Weltkrieg durch die Kontrolle der Medien anstrebt. Das Carver böse ist wird oft genug dargestellt, allein schon dadurch das sein Firmensitz in Hamburg steht. Und wann war mal etwas gut was aus Deutschland kam?
Jonathan Pryce schlägt sich als Carver ziemlich wacker...

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Face/Off – Im Körper des Feindes

Im Körper des Feindes
Originaltitel: Face/Off – Erscheinungsjahr: 1997 – Regie: John Woo

Darsteller:John Travolta, Nicolas Cage, Joan Allen, Alessandro Nivola, Gina Gershon, Dominique Swain, Nick Cassavetes, Harve Presnell Colm Feore, John Carroll Lynch, CCH Pounder, Robert Wisdom

Filmkritik: Zehn lange Jahre folgte FBI-Agent Archer (John Travolta) der Blutspur des Superverbrechers Castor Troy (Nicolas Cage). Doch jetzt, wo dieser halbtot geschossen vor ihm liegt, kann er sich nicht darüber freuen. Denn leider hatte Troy zuvor noch Zeit, eine verheerende Bombe irgendwo in L.A. zu deponieren. Archer bleibt nur eine Möglichkeit – er muß die Identität des verhaßten Gegners annehmen, um an das Versteck der Bombe zu kommen. Ein revolutionärer Fortschritt in der kosmetischen Chirurgie macht’s möglich – leider nicht nur in eine Richtung…

Viele Fans haben John Woo seinen Gang nach Hollywood nie verziehen. Persönlich kann ich ihm dafür allerdings nur danken. Nicht nur, dass mir gerade seine ersten Filme aus der Traumfabrik gut gefallen, habe ich nur so auch Zugang zu seinen Asia-Perlen „The Killer“ oder „Hard Boiled“ bekommen.

Bereits an der Story zu „Face/Off“ erkennt man die typischen Zutaten die das Werk klar zu einem Woo-Film machen. Zwei Personen die etwas verbindet, meist Freundschaft, hier nur Hass und Verachtung. Jeder muss die Rolle des anderen einnehmen und die Angehörigen gegeneinander ausspielen. Die Story mag wieder mal aus eigentlich simplen Zutaten bestehen, aber Woo schaff es erneut das Maximum aus diesem Stoff herauszuholen.

Dabei verlässt er sich vor allem auf seine beiden Hauptdarsteller. Nicolas Cage als Wahnsinniger Terrorist Castor Troy ist ganz klar die Idealbesetzung. Bereits 1997 sah man sehr gut, wie überdreht Cage derartige Rollen angeht und meistert. Da er heutzutage praktisch nur noch so spielt, nutzt sich das Ganze aber auch etwas ab.
Travolta meistert den verbissenen FBI-Agenten ebenso...

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Titanic 3D

Titanic 3D
Originaltitel: Titanic 3D – Erscheinungsjahr: 2012 – Regie: James Cameron



Darsteller:
Leonardo DiCaprio, Kate Winslet, Billy Zane, Kathy Bates, Frances Fisher, Gloria Stuart, Bill Paxton, Bernard Hill, David Warner, Victor Garber, Jonathan Hyde, Suzy Amis u.A.

Filmkritik: Muss man wirklich noch etwas zu dem Streifen sagen? Ja. Ok, dann also einmal für die anderthalb Menschen, welche diesen Film bislang noch nicht gesehen habe, die Story: Ein Bergungsteam forscht im Wrack der Titanic nach und sucht einen Edelstein. Anstatt diesen aber zu finden wird ein altes Aktgemälde ausgegraben, zu welchem sich auch prompt eine Hundertjährige meldet. Sie sei die Person auf dem Bild und andächtig ihrer Geschichte lauschend versammelt sich nun das Forscherteam rund um die alte Dame, welche die Geschichte ihrer großen Liebe erzählt, die sich in den dramatischen ersten und zugleich letzten Tagen der Titanic-Fahrt entwickelt hat.

Der beste Liebesfilm der Welt?

Viel ist bereits über diesen Multi-Milliarden-Dollar-Hit gesagt worden. Es wurde von Kostverächtern als Kitsch und „dummer Chick-Flic“ gebrandmarkt, von mehr durchblickenden Leuten wegen seiner durchaus vorhandenen schwarz-weiß-Malerei kritisiert und von noch mehr Leuten als „tollster Liebesfilm aller Zeiten“ gelobt? Ist dem so? Ja, man kann durchaus den letzten beiden Menschengruppen zustimmen.

Wie auch eigentlich bei all seinen anderen Streifen bedient sich Cameron gerne gewisser Stereotypen um seine Moral klar und seine Geschichtserzählung straff zu halten. Nicht, dass ein etwas vielschichtigeres Bild der reichen Klasse oder der sozialen Unterschicht unmöglich gewesen wäre, aber gerade bei seiner „Titanic“ geht es weniger um ein realitätsverbundenes soziales Rührstück, als viel mehr darum, dass genau wie den zuhörenden Forschern in der Rahmengeschichte die Katastrophe des Luxusschiffes anhab von diesen (unbekannten, bzw. fiktiven) Menschen näher gebracht wird.
Sieht...

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Leprechaun 4 – Space Platoon – Leprechaun 4: In Space

Leprechaun 4 – Space Platoon
Originaltitel: Leprechaun 4: In Space – Erscheinungsjahr: 1997 – Regie: Brian Trenchard-Smith

Darsteller: Warwick Davis, Brent Jasmer, Jessica Collins, Tim Colceri, Miguel A. Núñez Jr., Guy Siner, Rebekah Carlton, Debbe Dunning, Gary Grossman, Rick Peters, Geoff Meed, Mike Cannizzo u.A.

Filmkritik: Wow. Leprechaun IN SPACE! Die Serie um den von Warwick Davis dargestellten Killergnom war bislang ja schon nicht frei von Trash, aber der Trenchard-Smith hat sich gedacht: „Scheiß drauf! Auch wenn wir sau wenig Budget haben, für diesen Film holen wir die großen Kaliber raus!“ Gesagt, getan und voila, der wohl irrste „… in Space“-Ausflug den ein Horror-Franchise jemals hatte.

Die Geschichte beginnt, als der langsam aber sicher allseits bekannte Leprechaun eine Weltall-Prinzessin ehelichen will um König zu werden. Ausnahmsweise ist die Dame davon gar nicht abgeneigt, hat das Miststück doch auch gleich ein Auge auf das Gold des Kleinen geworfen. Aber leider platzt ein Trupp Marines (samt Anführer mit blankpoliertem Metallplattenschädel) in die holde Zweisamkeit und jagt den bösen Zwerg einfach in die Luft. Der verantwortliche Marine kann es dann auch nicht lassen auf die zersprengte Leiche des Fieslings zu pinkeln und wird dadurch mit LEPRECHAUN infiziert, der beim heftigen Rummachen später sogleich dem Soldaten aus dem Gemächt platzt…

Spätestens ab dem Moment dürfte auch dem letzten Zuschauer klar sein, dass wir es hier mit einer astreinen Alien-Parodie zu tun haben, die den kleinen Killer oftmals dazu einsetzt, einfach das gesamte Konzept komplett durch den Kakao zu ziehen. Und neben einem großen Trupp zu verhackstückender Marines kommen noch ein paar Wissenschaftler, darunter die weibliche Hauptrolle wie auch der schauspielerische Show-Klauer des Ganzen: Guy Siner als Dr. Mittenhand!

Mit breit ausgewalztem deutschem Akzent ist Mittenhand ein eigentlich nur durch Computer-Equipment zu...

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L.A. Confidential

L.A. Confidential
Originaltitel: L.A. Confidential – Erscheinungsjahr: 1997 – Regie: Curtis Hanson

Darsteller: Kevin Spacey, Russell Crowe, Guy Pearce, James Cromwell, Kim Basinger, Danny DeVito, David Strathairn, Ron Rifkin, Matt McCoy, Paul Guilfoyle, Paolo Seganti, Elisabeth Granli

Filmkritik: Nach einem nächtlichen Massaker im Night Owl Cafe, nehmen drei unterschiedliche Cops aus verschiedenen Gründen die Ermittlungen auf, die recht schnell einem Rassenkonflikt untergeschoben wurden. Ed Exley (Guy Pearce) ist der Saubermann der Polizeikräfte. Für ihn gibt es nur den Weg nach oben um das Erbe seines Vaters anzutreten. Bud White (Russell Crowe) verfällt einer mysteriösen Dame (Kim Basinger) und hat bei allem Ermittlungseifer mit Regelübertretungen und der eigenen, kaum unter Kontrolle zu bringenden Wut zu kämpfen. Jack Vincennes (Kevin Spacey) schließlich erledigt neben seiner Arbeit bei der Polizei auch noch einen Job als Informant für eine an die Polizeiarbeit angelehnte Fernsehserie. Bescheiden wie er ist, inszeniert er seine Verhaftungen gern direkt vor anwesender Presse. Langsam aber sicher werden alle 3 in diesen mysteriösen Fall hineingezogen, der immer weitere Kreise zieht und bei den Leichen des eigentlichen Massakers bleibt es nicht….

„L.A. Confidential“ war eine meiner ersten DVDs. Das bedeutet, ich habe den Film seit gut 7 Jahren im Regal stehen ohne ihn jemals gesehen zu haben. Eine typische Regal-Leiche. Doch das sollte sich nun endlich mal ändern.

Und „L.A. Confidential“ hat mich wahrlich nicht enttäuscht. Das dichte, spannende, großartig besetzte Krimi-Drama hat mich wirklich an den Bildschirm gefesselt. Die Story ist komplex, es gibt etliche Figuren die alle miteinander verknüpft sind und man muss stets mit wachem Geist der Geschichte folgen. Entlohnt wird man dafür aber mit spannender Storyentwicklung und einem Finale bzw. einem Showdown der diesen Namen auch wahrlich verdient hat.

Dabei ist auch d...

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Donnie Brasco

Donnie Brasco
Originaltitel: Donnie Brasco –  Erscheinungsjahr:1997 – Regie: Mike Newell

Darsteller: Johnny Depp, Al Pacino, Michael Madsen, Bruno Kirby, James Russo, Anne Heche, Gerry Becker, Robert Miano, Brian Tarantina, Rocco Sisto, Zach Grenier, Walt MacPherson

Filmkritik: FBI-Agent Joe Pistone wird als Undercover-Agent Donnie Brasco(Johnny Depp) in die Mafia eingeschleust. Mehrere Jahre liefert er dem FBI wichtige Informationen über einen Gangster-Clan, Material um die Bande für immer zu zerschlagen. Donnie gerät immer tiefer in den Sog der Kriminalität. Schließlich wird er, beinahe unbewusst, zur rechten Hand des berüchtigten Mafioso Lefty Ruggiero(Al Pacino), dessen Vertrauen und Freundschaft er schnell kann. Doch als den Gangstern schließlich  klar wird, dass irgendwo in ihren Reihen ein Verräter sitzt, bleibt Donnie nur die Flucht nach vorn. Er muss Lefty dem FBI ans Messer liefern, bevor es ihm selbst an den Kragen geht…

Habe beschlossen in nächster Zeit ein paar Al Pacino Filme nachzuholen. Den Anfang macht nun „Donnie Brasco“ mit Pacino in seiner Paraderolle als Gangster und Johnny Depp als Undercovercop.

Während der mit fast 2,5 Stunden recht stattlichen Laufzeit kommt es leider immer wieder zu ärgerlichen Längen. Dabei ist gar nicht mal so richtig klar wofür der Film derart viel Zeit aufwendet, denn eine richtige Einführung, die ich persönlich sehr gern gesehen hätte, fehlt nämlich ebenso wie eine wirklich detaillierte Darstellung des Undercoveralltags als Mafia-Schnüffler. Depp kommt zu Beginn über Lefty recht zügig in die Mafia hinein. Zügig ist dabei zweideutig. Für den Zuschauer mag dies schnell geschehen. Doch früh man, dass er scheinbar schon 2 Jahre damit zugebracht hat diesen Status zu erreichen.

Sonny Black: “How can John Wayne die?”
Lefty: “Fuckin‘ Indians got him.”

Sobald er dann in diesem erlauchten Kreis ist, sollte man annehmen das der Film nun mit seiner Handlung losgelegt, die Spa...

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Das Merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit

Das Merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit

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Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Marc Rothemund

Darsteller: Cosma Shiva Hagen
Bernd Tauber
Christoph Waltz
Ann-Kathrin Kramer
Maria Wördemann
Clara Wördemann
Oliver Korittke
Heio von Stetten
Bettina Hauenschild

Inhalt@OFDB

Um den Tag ausklingen zu lassen, kam mir diese bisher ungesehene deutsche Liebes-Komödie wie gerufen. Man kann über den Deutschen Film ja viel schlechtes finden, aber die 90er Jahre waren zumindest für dieses Genre ein guter Jahrgang in Deutschland.
So kann auch "Das Merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" im Rahmen seiner engen Grenzen überzeugen. Der Film folgt einer handvoll Stories die sich an bestimmten Punkten überschneiden und im Finale stellenweise auch zusammenführen. Eben ein typischer Episodenfilm. Überrascht kann man heutzutage sein Christoph Waltz hier zu erblicken. Als von der Liebe und dem Misserfolg geplagten Schriftsteller sagt er zu Beginn, ähnlich wie Kevin Spacey in "American Beauty", das er in 12 Stunden tot sein wird. Geglaubt habe ich das nicht, denn für gewöhnlich sind deutsche Komödien leider auch, wie die Hollywood-Gegenstücke, im Finale etwas Harmoniesüchtig. Andererseits wird aber auch schnell klar, wieso Waltz diese Rolle spielt, denn er ist auf weiter Flur der vielschichtigste Charakter. Neben 2 Teenagnern und dem ersten Mal, 2 Damen mit Midlife-Crisis, der unglücklichen Mutter und dem Homosexuellen auf Partnerfang(Strange: Oliver Korittke) schiebt sich der Film durch viele Stereotypen hindurch, macht dies aber auch recht geschickt und vor allem eben auch unterhaltsam und witzig.
Wer also auf den deutschen Film aus den 90er Jahren steht, kommt auch an diesem Film im Grunde nicht vorbei. Ergibt:

7/10

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The Peacemaker – Projekt: Peacemaker

The Peacemaker – Projekt: Peacemaker

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Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Mimi Leder

Darsteller: George Clooney
Nicole Kidman
Marcel Iures
Aleksandr Baluyev
Rene Medvesek
Gary Werntz
Randall Batinkoff
Jim Haynie
Armin Müller-Stahl

Inhalt@OFDB

Ein Film der mit einer fünfzehnminütigen, richtig packend gefilmten Zugszene beginnt und im weiteren Verlauf einen Deutschen Charakter einführt dessen Computerpasswort doch wirklich "Hasselhoff" lautet, kann prinzipiell eigentlich gar nicht so verkehrt sein.
"The Peacemaker" ist einer dieser 90s Filme, die viele Leute kennen und auch ganz gut finden, den ich aber aus irgend einem Grund bislang nie gesehen hatte. Dabei hat der Film viele Vorzeichen, die eine Sichtung eigentlich zwingend erforderlich machen. George Clooney und Nicole Kidman in den Hauptrollen sowie eine packende Terrorismusstory die Spannung und Action verspricht.
All das kann "The Peacemaker" auch soweit halten. Die Action ist wohl dosiert und übernimmt den Film niemals komplett. Es gibt 3,4 größere Actionsequenzen, die allesamt wunderbar spektakulär sind, gut gefilmt und bis zu einem gewissen grad sogar recht realistisch daher kommen. Dazwischen gibt es aber ausreichend Handlungsszenen um den Film nicht zum reinen Actionbrett werden zu lassen. Außerdem wird, etwas krampfhaft, versucht den Terroristen ebenfalls ein Gesicht zu geben.
Die Story an sich reißt zwar keine Bäume aus vor Kreativität, ist an sich aber auch ganz passabel. Zwar ist die Aussage des Films, "Terroristen sind auch nur Menschen, aber eben fiese" nicht so gaaanz Astrein, aber neben "The Siege" und "Executive Decision" einer dieser Filme die in ihrer Thematik von der Wirklichkeit bereits ein Stückweit eingeholt wurden.
Richtig klasse spielt George Clooney, der hier noch voll in seiner Blockbuster-Zeit war, kam "The Peacemaker" doch kurz nach "Batman & Robin" raus...

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The Necro Files

The Necro Files

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Erscheinungsjahr:              1997
Regie:            Matt Jaissle

Darsteller:            Isaac Cooper
Steven Sheppard
Gary Browning
Christian Curmudgeon
Jason McGee
Theresa Bestul
Jenn O’Cide
Dru Berrymore

Inhalt@OFDB

Bei "The Necro Files" handelt es sich um einen amerikanischen Amateur-Horror Film. Von der Laufzeit von knapp 70 Minuten her zählt er wohl fast schon als Kurzfilm.
Die Handlung könnte kaum schräger sein. Ein Vergewaltiger der seine Opfer gerne während dem Sex gerne ausweidet, wird von der Polizei gestellt und am Tatort erschossen. 9 Monate später belebt eine Satanistensekte den Sexualtäter mit Hilfe eines Baby-Opfers wieder. Aus dem Grab steigt ein Zombie mit riesen Prengel empor, der direkt die Satansjünger angreift und sich kurz darauf auch schon über die ersten Damen hermacht. 2 Leute des Kults bekommen es mit der Angst zu tun und beleben mit einem anderen Ritual das geopferte Baby zurück. Dieses macht sich nun auf die Jagd nach der Rape-Zombie…
Dem Film sieht man seine Amateurwurzeln an allen Ecken und Enden an. Das Baby ist offensichtlich aus Plastik, die Eingeweide vom örtlichen Metzger und die Einstellung der Farbfilter irgendwo zwischen Grau und Braun. Die misratene deutsche Synchro tut dazu ihr übriges. Im Grunde ist der Film aber trotzdem hin und wieder auch ganz spaßig. Die Story ist zwar völlig bescheuert und die Charaktere alles andere als gelungen, aber besonders ein Duo aus 2 brutalen Polizisten(Sloane und Manners, die im Film wie "Slarps" und "Männers" ausgesprochen werden), die zuerst den lebenden Vergewaltiger stellen und anschließend dessen Zombie-Version jagen müssen, weiß zu unterhalten. Auch der Rape-Zombie hat einige spaßige Szenen, vor allem als er sich gegen Ende in eine Gummipuppe verliebt. Und das offensichtliche Plastikbaby ist schon ein Joke als solches.
Alles in allem zwar kein Komödien-Gold aber auch kein totaler Rohrkrepier...

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Mimic

Mimic

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Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Guillermo del Toro

Darsteller: Mira Sorvino
Jeremy Northam
Alexander Goodwin
Giancarlo Giannini
Charles S. Dutton
Josh Brolin
Alix Koromzay
F. Murray Abraham

Inhalt@OFDB

Endlich habe ich einen der ersten Filme von Guillermo del Toro nachgeholt. "Mimic" hat allgemein einen recht guten Ruf als düsterer Horrorfilm mit typischer Del Toro Handschrift. Ganz so überzeugt war ich aber dann nicht. Vorallem die unheimlich blassen Schauspieler die dazu noch sehr flache Charaktere verkörpern enttäuschten mich. Einzig Josh Brolin kann ein wenig hervorstechen, scheidet aber dann viel zu früh aus dem Film aus. Der Rest des Cast interessiert den Zuschauer leider kaum und man erfährt auch nur sehr wenig über die Figuren.
Spannung, Effekte und Unterhaltungswert sind soweit in Ordnung, aber auch hier hätte man noch etwas am Drehbuch feilen können. Die Grundidee ist nämlich im Prinzip ziemlich gut, aber in der Umsetzung geriet man dann flott ins Stolpern. Obwohl der Film ohne viel drumherum sehr schnell mit der Action und dem Horror beginnt, die Charaktere also quasi außer acht lässt, packt einen die Story und somit der ganze Film erst recht spät. Die ersten 45 Minuten lang ist man stellenweise immer wieder etwas gelangweilt, erst ganz langsam packt einen der Schauplatz und die unheimliche Atmosphäre. "Mimic" ist leider nicht so gut wie ich erwartet hatte, reit sich aber gut ein in die Reihe dieser typischen 90er Horror-Streifen der Marke "The Relic".

6/10

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Gattaca

Gattaca

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Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Andrew Niccol

Darsteller: Ethan Hawke
Uma Thurman
Alan Arkin
Jude Law
Loren Dean
Ernest Borgnine
Gore Vidal
Xander Berkeley

Inhalt@OFDB

„Gattaca“ habe ich vor ca. 10 Jahren einmal angefangen zu gucken, habe aber nach einiger Zeit ausgeschaltet. Ich war damals wohl noch nicht bereit für den Film. Jahre später habe ich ihn mir dann auf DVD zugelegt, seitdem stand er eingepackt im Regal, bis heute. Es war an der Zeit.
„Gattaca“ ist ein kleiner, ruhiger Vertreter des Sci-Fi Kinos. Und doch, oder gerade deswegen hat mich der Film enorm beeindruckt. Die Atmossphäre und Stimmung die mit eher wenigen Mitteln kreiert wird, ist einfach phänomenal. Aber auch die Story-Idee an sich ist sehr faszinierend und auch gar nicht mal so abwegig. Bei Marketingmaßnahmen für den Film damals, meldeten sich mehrere tausend Eltern die ihre Kinder tatsächlich genetisch zusammenbauen lassen wollen. Eine scheußliche Vorstellung.
Dadurch das der Film etwas futuristisch erscheint, aber doch in sehr greifbarer Nähe, entwickelt sich eine sehr unangenehme und unterkühlte, oder eher sogar feindselige Atmossphäre. Die Schauspieler, die hier ausnahmslos hervorragende Leistungen abliefern, tragen ihren Teil dazu. Hawke, Thurman, Law, Arkin, alle 4 sind perfekt aufeinander abgestimmt und passen erstaunlich gut in ihre Rollen. Sie scheinen wie für sie gemacht.
Der Film überrascht am Ende mit einem kleinen, feinen, beinahe unbedeutenden Twist, aufgelöst durch Xander Berkeley. Dieser, und das Tragisch-Schöne Ende runden den Film wunderbar ab.
Insgesamt hat mir „Gattaca“ ziemlich gut gefallen. Es gibt kleinere Defizite in der Auflösung der Mord-Geschichte und den Charakter von Jude Law hätte ich mir noch ein bisschen unangenehmer gewünscht. Aber ansonsten gefällt mir der Film ziemlich gut, eine Schande das ich ihn so lange vor mir hergeschoben habe.
Sehr gute:

8/10

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Recoil

Recoil

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Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Art Camacho

Darsteller: Gary Daniels
Gregory McKinney
Thomas Kopache
Billy Maddox
John Sanderford
Robin Curtis
Kelli McCarty

Inhalt@OFDB

"Recoil" ist ein feines B-Action Vehikel mit PM-Action-Barde Gary Daniels.
Es gibt eine in Grundzügen bekannte aber doch immer gern gesehene Rachestory, kombiniert mit vielen, in PM-Filmen ganz typischen Verfolgungsjagden und auch einigen ganz feinen Schießereien.
Der Film sieht als Direct-To-DVD Film erfreulich hochwertig aus und schauspielerisch kann man sich für einen Actionfilm auch nicht beschweren.
Man wird zwar nach einiger Zeit etwas Action-Müde und auch die Spannung bleibt völlig auf der Strecke, aber doch kann der Film gepflegt seine 90 Minuten unterhalten. Vor allem Gary Daniels wirkt hier erfreulich passend in der Rolle des Familienvaters auf Rache-Tour.
Für Action-Fans spaßige aber auch anspruchslose 90 Minuten.

7/10

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Absolute Power

Absolute Power

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Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Clint Eastwood

Darsteller: Clint Eastwood
Gene Hackman
Ed Harris
Laura Linney
Scott Glenn
Dennis Haysbert
Judy Davis
E.G. Marshall

Inhalt@OFDB

Nach dem Ausflug in die 70er nun wieder zurück in die 90er. Man trifft hier dann doch auf einen etwas anderen Clint Eastwood.
"Absolute Power" ist ein netter, durchweg recht ruhiger Thriller mit Eastwood in der Rolle eines begabten Juwelendiebs. Die Rolle passt ihm wie so oft sehr gut.
Die Story des Films kann über weite Strecken überzeugen, schwächelt aber zum Ende hin mit einer ganz und gar lächerlich simplen Auflösung. Bei näherem nachdenken offenbart der Film auch das ein oder andere Plothole, über das man aber auch großzügig wegsehen kann.
Was den Film unterhaltsam und spannend macht sind vor allem die vielen guten Schauspieler, denn "Absolute Power" ist bis in die Nebenrollen sehr gut besetzt. Allen voran sei aber Gene Hackman als Präsident genannt, er gibt einfach eine genial fiese und hinterlistige Performance.
Doch der Film könnte storytechnisch ausgefeilter und besser durchdacht sein. Scheinbar wurde für das Screenplay gar ein Charakter aus dem Buch gänzlich gestrichen bzw. in den Eastwood Charakter integriert. Somit ist "Absolute Power" am Ende ein solider aber kein besonderer Film. Für Eastwood fast schon zu simpel.

7/10

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The Devil’s Own – Vertrauter Feind

The Devil’s Own – Vertrauter Feind

Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Alan J. Pakula

Darsteller: Harrison Ford
Brad Pitt
Margaret Colin
Rubén Blades
Treat Williams
George Hearn
Mitch Ryan
Natascha McElhone
Paul Ronan
Simon Jones
Julia Stiles

Inhalt@OFDB

Wieder einer dieser Filme, die ich mir aufgrund des günstigen Preises der Blu Ray zugelegt habe. Leider auch wieder einer der Filme die nicht ganz so gut sind wie man erwartet. Die Story ist nicht unbedingt einfallsreich, erzeugt nur wenig Spannung und die Charaktere bleiben erstaunlich Flach. Es wird zu wenig auf die Bindung zwischen Ford und Pitt eingegangen, wodurch der Film im Finale viel Atmossphäre verspielt und das Ende lässt den Zuschauer ebenfalls weitestgehend kalt. Die Schießerei zu Beginn des Films sowie die gesamte Einführung des Films ist hingegen noch recht überzeugend und gut gelungen, aber je weiter der Film vorschreitet, desto schwächer wird er leider da einfach essentielle Faktoren missachtet werden einen Film wirklich interessant zu machen. Ford spielt ganz ordentlich. Pitt versucht sich an einem irischen Akzent, bekommt diesen stellenweise recht gut hin, in einigen Szenen ist es aber dann auch wieder schlecht peinlich wie er daherredet.
Überrascht war ich das direkt 2 Beauties von mir hier mitspielen. Zum einen Natascha McElhone, zum anderen Julia Stiles, hier allerdings noch etwas zu jung ;-).
Insgesamt keine „muss“ Film, aber als Fan von IRA-Filmen muss man diesen natürlich auch gesehen haben.

6/10

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