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The Ref – No Panic – Gute Geiseln sind selten

No Panic – Gute Geiseln sind selten
Originaltitel: The Ref – Erscheinungsjahr: 1994 – Regie: Ted Demme



Darsteller:
Denis Leary, Judy Davis, Kevin Spacey, Robert J. Steinmiller Jr., Glynis Johns, Raymond J. Barry, Richard Bright, Christine Baranski, Adam LeFevre, Phillip Nicoll, Ellie Raab, Bill Raymond

Filmkritik: Ein flüchtiger Einbrecher kidnappt am Weihnachtsabend ein Ehepaar, das eine schwere Ehekrise austrägt.
Als dann noch der Sohn des Paares und die Familie des Ehemannes dazukommt, eskaliert die Situation…

„The Ref“ wird von vielen Fans gerne als der beste Anti-Weihnachtsfilm bezeichnet. Grund genug, sich diesen etwas in Vergessenheit geratenen Film mit Kevin Spacey mal wieder anzusehen.

„Great, I hijacked my fucking parents.“

Ganz so wollte das Geschehen aber nicht zünden. Dabei ist die Grundidee wirklich perfekt. Ein Ehepaar das sich bis aufs Blut hasst, wird von einem Einbrecher an Heiligabend als Geisel genommen. Kevin Spacey und Judy Davis strengen sich auch ziemlich an, dass Ganze so unterhaltsam wie möglich zu gestalten, aber man kommt nicht davon los sich vorzustellen, wie toll der Film gewesen wäre, wenn der Einbrecher stattdessen Michael Douglas und Kathleen Turner aus „The War of the Roses“ entführt hätte. Leider fehlt es bei Spacey und Davis einfach dann doch etwas an Zunder.

„You know what I’m going to get you next Christmas, Mom? A big wooden cross, so that every time you feel unappreciated for your sacrifices, you can climb on up and nail yourself to it.“

Die Autoren bringen mit fortschreitender Laufzeit immer mehr Personen an den Ort der Geiselnahme. Zum einen den Sohn des Paares, der direkt eine ziemlich unnütze Nebenhandlung einläutet die mit der Militärakademie an der er ist zu tun hat, aber immerhin einen kleinen Auftritt von J.K. Simmons mit sich bringt.
Zum anderen natürlich die liebe Verwandschaft, die, wie sich herrausstellt, maßgeblich am Scheitern der Ehe schuld ist...

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The Mask – Die Maske

Die Maske
Originaltitel: The Mask – Erscheinungsjahr: 1994 – Regie: Chuck Russell

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Darsteller:
Jim Carrey, Peter Riegert, Peter Greene, Amy Yasbeck, Cameron Diaz, Jim Doughan, Richard Jeni, Orestes Matacena, Tim Bagley, Nancy Fish, Johnny Williams, Reg E. Cathey

Filmkritik: Stanley Ipkiss (Jim Carrey) ist ein durchschnittlicher Bankangestellter mit einer Vorliebe für Comics und Zeichentrickfilme. Dazu kommt noch eine gehörige Portion Unglück im Blut.
Eines Tages in seinem tristen Loser-Dasein fischt er eine geheimnisvolle Holzmaske aus dem Fluss, die ihn in ein komplett abgefahrenes Superwesen mit grünem Kopf verwandelt, das zudem all die Charakterzüge aufweist die ihm zu fehlen scheinen, multipliziert mit 10. Immer wenn er die Maske aufzieht wird er um Womanizer und Wirbelwind, der auf alles eine passende Antwort hat.
Etwa zur gleichen Zeit trifft er auch seine Traumfrau (Cameron Diaz). Doch so traumhaft ist die gar nicht, denn sie spioniert im Auftrag einer Gangsterbande die Bank aus, in der Stanley arbeitet. Doch Stanley kann der Versuchung nicht widerstehen, ihr mit Hilfe der Eigenschaften der Maske näherzukommen. Doch das hat ungeahnte Folgen…

Jim Carrey ist eines dieser zweischneidigen Schauspiel-Schwerter. Kann er in seinen ersten Rollen jedes Mal unheimlich überzeugen, geht er einem Teil der Zuschauerschaft in seinen Komödien ordentlich gegen den Strich. Einer seiner ersten großen Filme ist, neben „Ace Venture“ vor allem „The Mask“. Hier festigte er sogleich seinen Ruf als schwer überdrehter Spaßmacher, der sich an einen besonderen Humor richtet. Doch „The Mask“ macht auch neben dem überdrehten Rumgehampel Spaß.

Denn sobald Carrey die titelgebende Maske aufzieht driftet der Film in richtig von „Who Framed Roger Rabbit“ ab. Große Hammer, Unverwundbarkeit und derber Humor sind die Markenzeichen von der „Maske“...

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Terminal Velocity – Tödliche Geschwindigkeit

Tödliche Geschwindigkeit
Originaltitel: Terminal Velocity – Erscheinungsjahr: 1994 – Regie: Deran Sarafian

Terminal-Velocity

Darsteller:
Charlie Sheen, Nastassja Kinski, James Gandolfini, Christopher McDonald, Gary Bullock, Hans Howes, Melvin Van Peebles, Suli McCullough, Cathryn de Prume, Richard Sarafian Jr., Lori Lynn Dickerson, Terry Finn

Filmkritik: Eines schönen Tages kommt die hübsche Chris (Nastassja Kinski) als neue Schülerin in die Schule von Fallschirmtrainer Ditch Brodie. Sie gibt sich als unbedarfte Newcomerin, doch wie sich bald herausstellt führt sie so alle an der Nase herum: Chris springt ohne ihn ab und stürzt zu Tode…denkste.
Auf der Suche nach Antworten zu dem seltsamen Tot seiner neuen Schülerin durchstöbert Ditch ihre Wohnung und entdeckt, dass sie in Wahrheit eine Profispringerin war und der Unfall nur geschickt fingiert war…

„For someone I’ve never slept with you sure fucked me pretty good.“

„Terminal Velocity“ dürfte wohl der am besten budgetierte Film von Regisseur Deran Sarafian sein, Sohn des „Vanishing Point“ Regisseurs Richard C. Sarafian. Gut besetzt mit Charlie Sheen, der zu der Zeit allerdings nicht mehr auf dem Höhepunkt seiner Karriere war, Nastassja Kinski und James Gandolfini der später als Tony Soprano berühmt wurde. Doch entweder stand Sarafian hier das Budget im Weg, er konnte aus dem Drehbuch nicht das rausholen was ein erfahrener Regisseur aus dem Stoff hätte machen können, oder das Drehbuch gab im Endeffekt einfach doch nicht so viel her.

„Let’s just say she did for bullshit what Stonehenge did for Rocks.“

Zusammengesammelt aus Versatzstücken von „Point Break“ oder auch „Drop Zone“ ist „Terminal Velocity“ die meiste Zeit weder Fisch noch Fleisch. Die Action hält sich in überschaubaren Grenzen und liefert nur sehr selten einen spannenden oder überzeugenden Schusswechsel...

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The Specialist

The Specialist
Originaltitel: The Specialist – Erscheinungsjahr:1994 – Regie: Luis Llosa

Darsteller: Sylvester Stallone, Sharon Stone, James Woods, Rod Steiger, Eric Roberts, Mario Ernesto Sánchez, Sergio Doré Jr., Chase Randolph, Jeana Bell, Brittany Paige Bouck, Emilio Estefan Jr., LaGaylia Frazier

Filmkritik: Die schöne May Munro (Sharon Stone) will die Ermordung ihrer Eltern rächen. Als sie noch ein Kind war, wurden Vater und Mutter brutal von Mafia-Killern hingerichtet. Zu diesem Zweck versucht sie den Sprengstoff-Experten Ray Quick (Sylvester Stallone) zu engagieren. Dieser sagt letztendlich zu, ahnt aber nicht, auf welch explosiven Auftrag er sich einlässt. Abgesehen davon, dass bei den Gangstern ein alter Bekannter (James Woods) auf ihn wartet, verbirgt auch May noch etwas vor ihm…

„The Specialist“ ist einer dieser Filme, die dazu führten das Stallones Ruf in Hollywood angeknackst wurde. Dabei ist die Grundprämisse gar nicht mal verkehrt. Eine Actionheroe (Stallone) zusammen mit ein bis zwei der alten Garde (James Woods, Rod Steiger) und eine Frau mit jeder Menge Sex-Appeal dazu (Sharon Stone), fertig ist der 90s Actioner. Doch so ganz rund lief es dann alles doch nicht.

Zunächst mal ist „The Specialist“ gar kein typischer Actioner im eigentlichen Sinne. Abgesehen von jeder Menge geplanter Bombenexplosionen und einer Out-of-Context Prügelei zwischen Stallone und ein paar Punks in einem Bus, zeigt sich der Film doch eher von seiner Story-Seite als das er die gestählte Actionbrust ins Bild rückt.

Leider kann aber ausgerechnet die Story nicht so wirklich überzeugen. Eine Frau will sich an den Mördern ihrer Eltern Rächen indem sie sich an den Mafia-Killer ranmacht den sie damals beim Mord beobachtet hat. Das klingt alles so unspannend wie es auch ist...

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Threesome – Einsam, Zweisam, Dreisam

Einsam, Zweisam, Dreisam
Originaltitel: Threesome- Erscheinungsjahr:1994 – Regie: Andrew Fleming



Darsteller:
Lara Flynn Boyle, Stephen Baldwin, Josh Charles, Alexis Arquette, Martha Gehman, Mark Arnold, Michele Matheson, Joanne Baron, Jennifer Lawler, Jack Breschard, Jillian Johns, Amy Ferioli

Filmkritik: Neben die Studentenbude des introvertierten Eddy (Josh Charles) und des Draufgängers Stuart (Stephen Baldwin) zieht eines Tages Alex (Lara Flynn Boyle) ein, welche von der Uni aufgrund ihres Names fälschlicherweise für einen Mann gehalten wird. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten raufen sich die Drei zusammen und werden Freunde, doch es liegt auch immer Sex in der Luft. Während Stuart auf Alex steht, hat diese Interesse an Josh, der wiederum – gänzlich sexuell unerfahren und verwirrt – ein Auge auf Stuart geworfen hat. Eine verrückte Dreiecksgeschichte nimmt ihren Lauf die nur in einem münden kann…

„Threesome“ zählt ebenfalls zu den Generation X Liebeskomödien der 90er. Der Titel des Films ist so klar und wenig irreführend, wie man es nur selten erlebt. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten zwischen den 2 Parteien, Mann und Frau, steuert der Film alsbald für jeden Ersichtlich in die Richtung vor die den Filmtitel erklären wird.

Dabei stimmt vor allem die Chemie zwischen den 3 Darstellern. Lara Flynn Boyle harmoniert als Alex prächtig mit Charles und Baldwin, zudem nimmt man ihr eine Frau dieses Charakters jederzeit ab.
Auch Josh Charles kann als Eddy, der nicht so recht weiß ob er nun Homo, Hetero oder Bi ist, ebenfalls eine überzeugende Vorstellung abliefern. Einzig Stephen Baldwin, der den etwas dümmlichen Aufreißer und Schwerenöter Stuart spielt, trägt etwas zu dick auf, oder spielt sich evtl. gar zu sehr selbst. Zumindest hat er sich vor seiner Darstellung scheinbar so erschreckt, dass er sich später vom Film distanzierte und ein „neugeborener Christ“ wurde. Halleluja.

„Threesome“ hat keine wirklichen P...

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Reality Bites – Voll das Leben

Voll das Leben – Reality Bites
Originaltitel: Reality Bits- Erscheinungsjahr: 1994 – Regie: Ben Stiller

Darsteller: Winona Ryder, Ethan Hawke, Janeane Garofalo, Steve Zahn, Ben Stiller, Swoosie Kurtz, Harry O’Reilly, Susan Norfleet, Joe Don Baker, Renée Zellweger, James Rothenberg, John Mahoney

Filmkritik: Den College Abschluss in der Tasche aber dann? Frisch aus der Bildung und hinein ins Berufsleben. Doch den Einstieg hat sich Lelaina (Winona Ryder) etwas anders vorgestellt und bald ist sie ihren Job als Praktikantin einer Frühstücksshow auch schon wieder los. „Was nun?“ sprach Zeus. Naja, erst einmal das Privatleben in den Griff bekommen, Geld gibt’s auch aus Nebenjobs und in einer WG ist die Miete ohnehin billiger. Im Privatleben geht’s aber ähnlich chaotisch zu wie im Job, steht sie doch plötzlich vor der Wahl fürs weitere Leben. Der Yuppie Michael (Ben Stiller) oder der Slacker Troy (Ethan Hawke)? Und überhaupt, das Leben stinkt grad sowieso irgendwie…

Die so genannte „Generation-X“ sprach in den 90er Jahren die Sprache von vielen Jugendlichen. In Europa zwar bestimmt weniger als in den USA, aber insgesamt waren die 90er u.a. geprägt von dieser Art Filmen, wie sie u.a. Cameron Crowe mit „Singles“ oder Richard Linklater mit „Slacker“ oder auch Filmen wie „Dazed and Confused“ gedreht haben. Regisseure wie diese zwei oder auch Kevin Smith haben ihr Stück dazu beigetragen vielen Jugendlichen aus der Seele zu sprechen und es zudem geschafft mit diesen Filmen ihre Karrieren zu starten.

„I guess I’m, uh, a non-practicing Jew” – “Hey, I’m a non-practicing virgin.”

„Reality Bites“ ist aber auch im Jahr 2011 kein Relikt aus längst vergessenen Zeiten. Der Film schafft es auch heute noch eine komplett neue Zuschauerschaft anzusprechen, wenn man denn zur Zielgruppe gehört...

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The Crow – Die Krähe

The Crow – Die Krähe
Originaltitel: The Crow- Erscheinungsjahr: 1994 – Regie: Alex Proyas

Darsteller: Brandon Lee, Ernie Hudson, Michael Wincott, Rochelle Davis, Bai Ling, Sofia Shinas, Anna Levine, David Patrick Kelly, Angel David, Laurence Mason, Michael Massee, Tony Todd

Filmkritik: Ein Jahr nachdem der Musiker Eric Draven (Brandon Lee) und seine schöne Frau von einer Straßengang brutal gequält und ermordet wurden, bringt eine Krähe seine Seele aus dem Reich der Toten zurück, um die Morde zu rächen und die Mörder ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Von nun an steht Draven als untoter Rächer aus dem Grab empor und hetzt, verfolgt von einem Polizisten und einem jungen Mädchen, den Killern hinterher.

Die Story von „The Crow“ ist dann doch eher simplerer Natur. Was dem Film hingegen weit vorrauseilt ist sein mystischer Ruf. Bei den Dreharbeiten damals Anfang der 90er Jahre starb nämlich auf tragische Weise der Hauptdarsteller des Films, Brandon Lee(Sohn von Legende Bruce Lee) während der Dreharbeiten des Films. Er wurde von einer echten Kugel am Set tödlich verletzt. Dieser Umstand brachte dem Film geradezu mystischen Ruhm ein und führt dazu, dass der Film generell dann doch immer etwas zu hoch bewertet wurde.

„The Crow“ punktet vor allem mit den tollen Sets und dem ständig präsenten, düsteren Aussehen. Man erkennt schnell, dass der Film auf einem Comic basiert, denn vieles wirkt surreal, ungewohnt geschnitten und farblich neuartig. Zudem regnet es praktisch den ganzen Film über und die Sonne scheint auch niemals aufzugehen. Der Film scheint in einer einzigen Nacht zu spielen.

All diese Faktoren spielen natürlich den Legenden die sich um Lees tot ranken in die Karten, denn das er ausgerechnet in einem Film stirbt in dem er einen Charakter spielt der von den Toten wiederaufersteht, ist schon ein seltsamer Zufall.

Neben den vielen wunderbar düsteren Figuren, den verschrobenen, dreckigen und fiesen Sets sind es vor all...

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Leprechaun 2

Leprechaun 2
Originaltitel: Leprechaun 2- Erscheinungsjahr: 1994 – Regie: Rodman Flender

Darsteller: Warwick Davis, Charlie Heath, Shevonne Durkin, Sandy Baron, Adam Biesk, James Lancaster, Linda Hopkins, Arturo Gil, Kimmy Robertson, Clint Howard, Andrew Craig, David Powledge u.A.

Filmkritik: Bereits nur ein Jahr nach dem Erstling erschien auch schon „Leprechaun 2“, der von Rodman „Killerhand“ Flender direkt als saftige Horrorcomedy mit leichtem Hang zum Trash inszeniert wurde.

Wie auch sämtliche weiteren Fortsetzungen gibt es keinerlei Kontinuität zum ersten, bzw. vorherigen Teil, dass geht so weit, dass sich hier im zweiten Teil (am meisten) verschiedene Verhaltensweisen oder Eigenheiten des Kobolds ändern, so dass man nie die genau gleiche Version des goldgeilen Magiezwergs vorgesetzt bekommt, auch wenn sich dahingehend immer nur Kleinigkeiten ändern, denn Morden und One-Liner ablassen ist ja der Hauptberuf des Kleinen.

Der ist in diesem Teil sogar nicht nur goldgeil, sondern möchte sich auch eine Braut schnappen, egal, ob die Loser-typisch gezeichnete Hauptfigur des Films etwas dagegen hat oder nicht. Der Rest ist Action, Mord und Zauberquatsch, wenn etwa der kleine Fiesling aus einem Go-Kart ein „Leprechaun Mobil“ macht, oder auch schon mal einem Penner zwecks Goldvermehrung die Goldzähne zieht.

Insgesamt ist der Weg zur gelungenen Horror-Komödie schon gut weitverfolgt worden und mit nur wenig Zeitschinderei und einigen leicht nervigen Nebenpersonen ist man hier schon einen großen Schritt weiter als beim Erstling. „Leprechaun 2“ ist einer dieser Filme die sich als netter Start in den Filmabend eignen, der dann am besten mit „Leprechaun 3“ weitergeht, denn Brian Trenchard-Smith führt im anschließenden Teil die Serie zu ihrer Höchtmarke…

Filmbewertung: 6/10 (Auch wenn er schon deutlich an der Grenze zur 7 kratzt.)

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Drop Zone

Drop Zone
Originaltitel: Drop Zone – Erscheinungsjahr:1994 – Regie: John Badham

Darsteller: Wesley Snipes, Gary Busey, Yancy Butler, Michael Jeter, Corin Nemec, Kyle Secor, Luca Bercovici, Malcolm-Jamal Warner, Rex Linn, Grace Zabriskie, Robert LaSardo, Sam Hennings

Filmkritik: Obwohl US-Marshall Pete Nessip(Wesley Snipes) und sein Bruder(Malcolm-Jamal Warner) ihr Möglichstes tun, gelingt es dem Gangsterboß Ty Moncrief(Gary Busey), den schrägen Computerhacker Earl Leedy(Michael Jeter) aus einem Flugzeug zu entführen. Petes Bruder stirbt bei dem Anschlag.
Moncriefs Ziel: Mit Leedys Hilfe will er die Namen aller Geheimagenten der Welt anderen Unterweltgrößen zugänglich machen. Nessip, dem die Rache ins Gesicht geschrieben steht, verlässt die Polizei und unterzieht sich einem knallharten Fallschirmtraining, um das Terrorkommando von Moncrief zu stellen…

Die Story von „Drop Zone“ klingt wie die Fallschirmspringer-Variante von „Point Break“. Ein Cop muss sich in einer Extremsportart beweisen um eine Verbrecherbande dingfest zu machen, die im Falle von „Drop Zone“ seinen Bruder auf dem Gewissen haben. Witziger weise spielt Gary Busey zudem in beiden Filmen mit, in „Point Break“ ist er allerdings ein Polizist wogegen er in „Drop Zone“ einen Verbrecher spielt.

Leider hören die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Filmen auf, wenn es an die positiven Vorzüge geht. „Drop Zone“ kann auf fast keiner Ebene mit „Point Break“ mithalten. Die Story ist zu platt, die Fallschirmspringer sind nicht im Ansatz so cool wie die Surfer aus „Point Break“, die Action ist niemals so packend wie in Kathryn Bigelows Kracher und eine Figur wie die von Patrick Swayze sucht man in „Drop Zone“ leider auch vergebens. Die Bösewichte sind bis auf Gary Busey unheimlich eindimensional und auch Wesley Snipes kann auf der Good-Guy Seite nur bedingt punkten. Allerdings war Keanu Reeves in „Point Break“ nun auch keine Leuchte.

Dabei ist der Beginn des Films noch unheiml...

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Nobody’s Fool

Nobody’s Fool

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Erscheinungsjahr: 1994
Regie: Robert Benton

Darsteller: Paul Newman
Jessica Tandy
Bruce Willis
Melanie Griffith
Dylan Walsh
Pruitt Taylor Vince
Gene Saks
Josef Sommer
Philip Seymour Hoffman

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Auf Empfehlung des geschätzten bullion vom "Tonight is gonna be a large one"-Blog habe ich mir einmal diesen, von vielen Seiten sehr gut bewerteten Film mit Paul Newman angesehen. Auch wenn ich solchen Reviewer-Lieblingen immer etwas skeptisch gegenüber bin, bin ich auch immer sehr begierig darauf einen neuen Knaller-Film zu finden. "Nobody’s Fool" ist solch ein Film.
Die behäbige Inszenierung lebt vom kargen, verschneiten Schauplatz Bath, NY, dem gut geschriebenen Drehbuch und den tollen Figuren, vor allem sei hier natürlich Paul Newmans Charakter zu nennen. Sully, ein alter Bauarbeiter, vom Leben gezeichnet. Seine Lebensweisheiten beschränken sich in der Regel auf Sprüche wie "Hang in there". Er arbeitet für einen Mann(Bruce Willis) der öffentlich seine Frau betrügt und auch sonst ein ziemlicher Scharlatan ist. Aber Sully hat insgeheim die Stadt im Griff bzw. hält sie zumindest zusammen und lehnt sich sogar gegen den Deppen-Cop Officer Raymer(Philip Seymour Hoffman) auf. Zwar ist Sully augenscheinlich eher ein Griesgram, aber er hat ein großes Herz und ist sich genau darüber bewusst was in seinem Leben alles nicht so ganz richtig gelaufen ist. Als sein Sohn mit Ehefrau und Enkeln plötzlich nach Bath kommt, scheint Sullys Leben einen kleinen Ruck zu bekommen.
"Nobody’s Fool" erzählt in weiten Teilen eher kleine Storys als eine wirklich durchgängige Handlung. Die Storys sind natürlich lange nicht so lose wie bei einem Episodenfilm, aber es sind viele kleine Teilstücke die am Ende ein Ganzes ergeben und jedes einzelne Stück ist meist schlichtweg genial...

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Death Wish 5 – The Face of Death

Death Wish 5 – The Face of Death

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Erscheinungsjahr: 1994
Regie: Allan A. Goldstein

Darsteller: Charles Bronson
Lesley-Anne Down
Michael Parks
Chuck Shamata
Kevin Lund
Robert Joy
Saul Rubinek
Miguel Sandoval
Kenneth Welsh

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Um die "Death Wish"-Reihe zu Beenden habe ich mir nun abschließend noch den fünften Teil angesehen. Als einziger Film der Reihe der in den 90er Jahren entstand markiert "Death Wish 5" somit das Ende der Revenge-Reihe und gleichzeitig auch das Ende von Charles Bronsons Kinokarriere. Nach diesem Film war er leider nie mehr im Kino zu sehen.
"Death Wish 5" beginnt unheimlich träge und schleppend. Die Story die sich zunächst um Mode zu drehen scheint, langweilt von Beginn an. Aber nach 30-40 Minuten sieht man langsam Land, denn Michael Parks spielt den Oberbösewicht einfach genial. Unheimlich fies und dreckig aber dabei vergisst er auch etwas beißenden Witz und Ironie nicht. Meiner Meinung nach genau der richtige Ansatz.
Neben Michael Parks wissen aber auch die recht kreativen Tötungsarten von Kersey zu gefallen, der im letzten Teil der Reihe wirklich mal recht einfallsreich die Gangsterreihen lichtet.
So wandelt sich der Film von einem anfänglichen Totalausfall zu einem soliden Abschluss mit schön bleihaltigem Finale.
Wirklich beachtlich wie aus einem Thema zu dem bereits in Teil 1 eigentlich alles gesagt war eine fünfteilige Reihe entstehen konnte. Die Qualität war zwar in der Regel nicht allzu besonders, aber auf durchgehend brauchbaren Niveau. Die Sichtung der 5 Teile habe ich keinesfalls bereut.

6/10

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Shadowchaser 2

Shadowchaser 2

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Erscheinungsjahr: 1994
Regie: John Eyres

Darsteller: Frank Zagarino
Bryan Genesse
Beth Toussaint
Daniel Bonjour
Todd Jensen
Danny Keogh

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Moment, wieso Teil 2 ohne ein Review von Teil 1? Ganz einfach, da die vierteilige "Shadowchaser"-Reihe kein großer Wurf sein soll und der zweite Teil gemeinhin als der Beste gilt, spare ich mir die restlichen Teile besser direkt.
Es gab in den Jahren nach "Die Hard" etliche Filme die das Konzept abkupferten. "Under Siege" mit Seagal oder "Sudden Death" mit van Damme sind nur 2 von vielen Beispielen. Klar auch, dass besonders im B-Film Bereich die einfache aber gute Idee von "Die Hard" gerne eingesetzt wurde. "Shadowchaser 2" ist aber in dieser Kategorie wohl der plumpste Versuch die Idee wiederzuverwenden. An Weihnachten(!) wird ein Forschungslabor von einer Gruppe Terroristen samt Androidischer-Unterstützung eingenommen. Die Angestellten, die gerade Weihnachten feiern, werden abgeknallt. Nur der Hausmeister, eine Wissenschaftlerin und ihr Sohn können sich im Gebäude verstecken. Nun beginnt wie in "Die Hard" das Katz und Mausspiel, nur ungleich schlechter. Dazu werden auch reichlich andere Storyteile wiederverwertet, wie die absolut unfähigen Polizisten die vor dem Gebäude stehen. Unnötig zu erwähnen, dass im Abspann natürlich ebenfalls ein Weihnachtslied läuft. Und sogar vor "Die Hard 2" macht der Drehbuchautor nicht halt. Denn die Terroristen in "Shadowchaser 2" schießen zwischendurch sogar noch ein Passagierflugzeug ab, ganz ähnlich wie in "Die Hard 2". Alles in allem wirkt das Ganze schon arg ärmlich. Zwar kann der Film dank einiger recht saftiger Actioneinlagen und durch das herrlich schräge Overacting des Bösewichts/Androids Frank Zagarino, stellenweise von seinem storytechnischen Totalausfall ablenken, aber vergessen kann man dies kaum...

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Freefall

Freefall

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Erscheinungsjahr: 1994
Regie: John Irvin

Darsteller: Eric Roberts
Jeff Fahey
Pamela Gidley
Ron Smerczak
Warrick Grier
Leslie Fong
Lucky Shabangu
Anthony Fridjohn
James Whyle

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"Freefall" war vor einigen Monaten ein absoluter Blindkauf. Actionfilme von "Nu Image" kann man in der Regel immer gut gucken, bei diesem stimmte dann auch noch Regisseur sowie Darsteller und versprachen somit einen gelungenen B-Actioner.
Überraschender Weise lagen die Qualitäten des Films dann wo anders. Der Film ist zwar durchweg eher actionarm, bietet glaube ich nur 2 oder 3 Shootouts die alle nicht sehr spektakulär sind, lebt aber dafür von einer interessante, mysteriösen und auch wendungsreichen Geschichte und tollen Schauplätzen in Afrika. Außerdem überzeugte mich Eric Roberts als cooler Stuntman/Undercoveragent. Zunächst kurz ungewohnt, nimmt man ihm diese Rolle gut ab, denn er spielt richtig cool.
Zwar wirkt die Auflösung später dann eher plump und kann nicht mit den Erwartungen mithalten, dazu wurde die Spannung einfach zu lange geschürt, als das dies den Zuschauer noch zufrieden stellen könnte. Aber alles in allem ein überraschendes Film Erlebnis, wo man einen Actionfilm erwartet und einen mal mehr mal weniger gelungenen Thriller bekommt. Gute:

6/10

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Gunmen

Gunmen

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Erscheinungsjahr: 1994
Regie: Deran Sarafian

Darsteller: Christopher Lambert
Mario Van Peebles
Denis Leary
Patrick Stewart
Kadeem Hardison
Sally Kirkland
Richard C. Sarafian

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Cole Parker(Mario Van Peebles) ist beim Rauschgift-Dezernat und sein Auftrag führt ihn nach Südamerika, wo er 400 Mio. Dollar wiederfinden soll, die dem Drogendealer Loomis(Patrick Stewart) gestohlen wurden. Doch Parker kennt nur den Namen des Bootes, ein gewisser Dani Servigo(Christopher Lambert) hingegen kennt auch den genauen Aufenthaltsort des Schiffs
Doch Servigo sitzt irgendwo in der Pampa im Knast. Kurzerhand sprengt Parker ein Loch ins Gemäuer, holt Servigo raus und zwingt ihn mit ihm zusammenzuarbeiten. Aus dem ungleichen Duo wird schnell ein mehr oder weniger eingespieltes Team, denn Armor O’Malley(Denis Leary), der quasi Nachfolger des von O’Malley kurzerhand getöteten Loomis, ist ebenfalls hinter dem gestohlenen Geld her.
Bei "Gunmen" handelt es sich um einen eher kleinen, recht unbekannten Buddy-Actioner. Mit Christopher Lambert und Mario Van Peebles ist der Film in den Hauptrollen recht prominent besetzt und die Beiden sind hier wirklich in Top-Form. Fast jeder Gag sitzt, besonders Lambert blödelt stellenweise herrlich herum. Als Buddy-Duo sind die beiden also sehr sympathisch und gut aufeinander abgestimmt.
Der Film bietet außerdem eine recht interessante, unterhaltsame Story die nicht direkt nach x-beliebiger B-Actioner Story klingt sondern mit der Schnitzeljagd nach dem Schatz ordentlich Gas gibt. Parallelen zu "The Good, the Bad and the Ugly" sind nicht von der Hand zu weisen.
Leider krankt der Film aber an chronischer Actionarmut. Es gibt im Grunde nur 1-2 wirkliche Ballerszenen und die sind zumindest auch gut inszeniert. Der Rest sind meist leider nur kleinere Scharmützel die man kaum als richtige Actionszenen bezeichnen kann.
Trotzallem wird der Film aber nicht langweilig, da ...

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Last Man Standing – 1994

Last Man Standing

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Erscheinungsjahr: 1994
Regie: Joseph Merhi

Darsteller: Jeff Wincott
Jillian McWhirter
Jonathan Fuller
Steve Eastin
Robert LaSardo
Jonathan Banks
Michael Greene

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"Last Man Standing" sollte man nicht verwechseln mit dem Bruce Willis Film gleichen Namens. Hierbei handelt es sich um einen der zahlreichen B-Actionkracher der PM-Studios. Diese kleine "Klitsche" hat in den 90er Jahren einen Actionkracher nach dem nächsten auf VHS losgelassen. Im nächsten krachten meist immer mehr Autos ineinander, wurden mehr Genicke gebrochen und mehr Kugeln abgefeuert als im Film davor. Naja, nein, ganz so war es nicht, aber die Filmschmiede hat schon einige sehr launige Filme in diesem Genre herausgebracht, die meisten davon qualitativ hochwertiger als die heutigen, zahlreichen Osteuropaausflüge von Steven Seagal oder Wesley Snipes.
Die Story ist zweckmäßig und wirkt stellenweise auch etwas übertrieben. Die gesamte Polizeistation für die Kurt Bellmore(Jeff Wincott) arbeitet ist korrupt. Nachdem er dahinter kommt, trachten ihm und seine Frau Killer nach dem Leben. Das dies für reichlich Blechschäden auf den Straßen und reichlich durchsiebte Leichen in alten Fabrikhallen sorgt, sollte klar sein.
Das ganze wäre soweit auch soweit ganz gut, würde nicht ausgerechnet der Hauptdarsteller so erschreckend blass und talentfrei daherkommen. Okay, er kann ein bisschen Kicken und ist recht durchtrainiert, leider wars das dann aber auch schon. Sein Gesichtsausdruck schwankt zwischen Ingolf Lück und Kermit der Frosch und immer wenn er mit einer Knarre schießt, kneift er die Augen zusammen als würde er gleich anfangen zu weinen. Sämtliche Schergen gegen die er kämpft feuern die Waffe cooler ab, wie soll man denn den Hauptcharakter da mögen können?
Ansonsten sind die Schießereien soweit solide inszeniert, auch recht zeigefreudig und insgesamt unterhaltsam...

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