Mit 1993 markierte Beiträge

Demolition Man

Demolition Man
Originaltitel: Demolition Man- Erscheinungsjahr: 1993 – Regie: Marco Brambilla



Darsteller:
Sylvester Stallone, Wesley Snipes, Sandra Bullock, Nigel Hawthorne, Benjamin Bratt, Bob Gunton, Glenn Shadix, Denis Leary, Grand L. Bush, Pat Skipper, Steve Kahan, Paul Bollen

Filmkritik: L.A. 1996. Die Stadt wird von Banden und Gangstern regiert. Der Cop John Spartan (Sylvester Stallone) und sein erbittertet Widersacher Simon Phoenix (Wesley Snipes) stehen sich in einem baufälligen Gebäude gegenüber, welches Phoenix kurzerhand in die Luft jagt. Spartan kann Phoenix schnappen, doch durch die Explosion sind mehrere Geiseln ums Leben gekommen. So werden beide, Freund und Feind, in einem Cryo-Gefängnis eingefroren.36 Jahre später gelingt Phoenix die Flucht. Die Welt von damals existiert aber nicht mehr. Alles wurde radikal befriedet. Weder Gewalt noch Sex oder eine vulgäre Sprache existieren. Nur eine Untergrund-Gruppe von Rebellen ist ein Dorn im Auge von Präsident Cocteau (Nigel Hawthorne): Phoenix wurde von ihm befreit um sich um dieses Problem zu kümmern. Doch beide haben nicht mit dem „Demolition Man“ John Spartan gerechnet, der von der völlig überforderten Polizei direkt mit aufgetaut wird…

„Demolition Man“ stellt eine wilde Mischung aus Action, Sci-Fi und Komödie dar. Sylvester Stallone könnte in der Hauptrolle kaum passender besetzt sein. Einen Cop der im Jahr 1996 im von Gangs beherrschten L.A. ganze Straßenzüge in Schutt und Asche legt um einen gesuchten Schwerverbrecher zu schnappen? Solche Rollen können bis heute nur Stallone und Schwarzenegger überzeugend spielen.

Dabei hat der Film ein freundliches Augenzwinkern jeder Zeit griffbereit. Zwar scheut das Drehbuch auch nicht vor ein paar fiesen Kills, generell ist der Film aber doch eher zahm geraten und entlastet sich immer wieder mit einigen, stets passenden Späßen...

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Cliffhanger – Nur die Starken überleben

Cliffhanger – Nur die Starken überleben
Originaltitel: Cliffhanger – Erscheinungsjahr: 1993 – Regie: Renny Harlin



Darsteller:
Sylvester Stallone, John Lithgow, Michael Rooker, Janine Turner, Rex Linn, Caroline Goodall, Leon, Craig Fairbrass, Gregory Scott Cummins, Denis Forest, Michelle Joyner, Max Perlich

Filmkritik: Nachdem bei einem Unglück in den Bergen die Freundin des Bergführers Hal Tucker (Michael Rooker) zu Tode gestürzt ist und sein bester Freund Gabe Walker (Sylvester Stallone) nichts mehr dagegen unternehmen konnte, haben sich die einstigen besten Freunde entzweit. 6 Monate später kommt der an Selbstzweifeln beinahe erstickende Gabe wieder zurück in seine Heimat.
Just an diesem Tag überfällt eine Gruppe von Räubern mit einem gewagten Coup ein Geldflugzeug hoch oben am Himmel. Es läuft nicht alles wie geplant und das Geld stürzt über den Bergen ab, genau in das Berggebiet, in dem Gabe und Hal arbeiten. Die Gauner (u.a. John Lithgow) nehmen daraufhin kurzerhand die Bergführer gefangen, um mit deren Hilfe an das Geld zu kommen, doch Gabe entkommt in einem unbeobachteten Moment und tut von da an alles, um den Gangstern ein Schnippchen zu schlagen.

Der finnische Regisseur Renny Harlin hat das Kunstück vollbracht in den 90er Jahren einige der besten Actionfilme dieser Zeit herauszubringen, dadurch einen gewissen Ruhm und Narrenfreiheit zu bekommen und sich mit dem Flop „Cutthroat Island“ im selben Jahrzehnt wieder ins Aus zu schießen. Nachvollziehbar ist der Flop des Piratenfilms nicht wirklich, aber welcher Flop in Hollywood ist das schon? Aber zurück zum eigentlichen Film dieses Reviews, der Bergsteiger-Actioner „Cliffhanger“.

Gauner stürzen über einer Bergkette und müssen nun ihr erbeutetes Geld mühsam im unwegsamen Gelände zusammen suchen. Dazu fordern sie die Hilfe von zwei ahnungslosen Bergrettern an, die geradewegs in eine Falle tappen...

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12:01

12:01
Originaltitel: 12:01 – Erscheinungsjahr 1993 – Regie: Jack Sholder



Darsteller:
Jonathan Silverman, Helen Slater, Nicolas Surovy, Robin Bartlett, Jeremy Piven, Constance Marie, Glenn Morshower, Martin Landau, Paxton Whitehead, Cheryl Anderson, Giuseppe Andrews, Frank Collison

Filmkritik: Der chronisch chaotische und faule Angestellte Barry Thomas (Jonathan Silverman) ist heimlich in die hübsche Wissenschaftlerin Lisa Fredericks (Helen Slater) aus der anderen Abteilung verliebt. Jedoch traut er sich nicht sie endlich mal anzusprechen. Eines Tages, just nachdem er den ersten Kontakt zu ihr geknüpft hat und abgeblitzt ist, muss er nach der Arbeit mit ansehen, wie Lisa auf offener Straße aus einem fahrenden Auto heraus erschossen wird.
Barry ist am Boden zerstört, ertränkt seinen Ärger mit seinem Kollegen in Alkohol und verpasst sich bei Reparaturarbeiten an seiner Nachttischlampe um 00:01 Uhr vor dem Einschlafen noch einen gehörigen Stromschlag. Als er am nächsten Morgen völlig verkatert aufwacht, muss er feststellen, dass er denselben Tag noch einmal erlebt. Der gesamte Vortag wiederholt sich und Barry ist entschlossen Lisa nun zu retten. Doch auch diesmal kann er ihr nicht helfen. Als sich der Tag erneut wiederholt, kommt Barry langsam dahinter, das er Lisas Ermordung verhindern muss um aus der Zeitschleife entkommen.

„12:01“ ist die verlängerte Version eines Oscarnominierten Kurzfilms von 1990, der auf den Namen „12:01 PM“ hört. Hier wurde die Hauptrolle noch von Urgestein Kurtwood Smith bekleidet. Man kann sich den Kurzfilm auch auf Youtube ansehen. Das ganze basiert zudem auf einer Kurzgeschichte von Richard Lupoff aus dem Jahre 1973.

So viel Hintergrundstory zu solch einem Film? Das muss ja dann ein echter Kracher sein! Naja, sollte man zumindest meinen, aber mit dem Kurzfilm war das Ganze im Prinzip schon zu Ende erzählt...

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American Yakuza

American Yakuza
Originaltitel: American Yakuza- Erscheinungsjahr: 1993 – Regie: Frank A. Cappello



Darsteller:
Viggo Mortensen, Ryô Ishibashi, Michael Nouri, Franklyn Ajaye, Yuji Okumoto, Anzu Lawson, Robert Forster, John Fujioka, Nicky Katt, Michael Westfall, James Taenaka, Saiko Isshiki

Filmkritik: Hier gibts was zum Inhalt

Da es „American Yakuza“ in Deutschland nur geschnitten auf DVD gibt, dauerte es einige Zeit mehr bis zur Sichtung. Der Film gilt gemeinhin als gelungener Action-Vertreter der 90er und kann neben dem späteren „The Lord of the Rings“ Star Viggo Mortensen auch noch mit Robert Forster („Jackie Brown“) und Ryô Ishibashi („War“) aufwarten. Leider spart der Film dann aber etwas an den essentiellen Werten eines Action-Thrillers Anfang der 90er.

Dabei beginnt „American Yakua“ sehr stimmig. Nach kurzer Einführung von Mortensens Charakter Nick Davis serviert der Film auch schon die erste feine Schießerei in einer Lagerhalle. Gut gefilmt, bleihaltig und angenehm spannend. Doch zu dem Zeitpunkt ahnt man nicht, dass auf lange Zeit erstmal kaum noch Action im Film zu finden sein wird. Nachdem sich Davis durch die Schießerei in der Lagerhalle bei den Yakuza einen Namen gemacht hat gelangt er nun immer näher an die Yakuza heran. Seine Erfolge werden in Collagen zusammengefasst, was schade ist, denn der Film vergibt so die Chance den Aufstieg der Figur actiontechnisch zu untermauern. Es gibt zwar dann und wann noch kurze Action-Aufbäumungen, im Großen und Ganzen ist der Film aber wohl eher ein Thriller oder Krimi denn ein Action-Film.

Doch mit Handlung und Dramaturgie hält sich der Film dann doch eher bedeckt. Eine innere Zerrissenheit aufgrund der Undercover-Arbeit wird kaum und wenn dann nur schwer vermittelt. Das hatte sogar „Hard Boiled“ besser drauf. So versiegt der Film immer wieder in ärgerlichen Längen, die dem Film ziemlich schaden...

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Leprechaun

Leprechaun
Originaltitel: Leprechaun- Erscheinungsjahr: 1993 – Regie: Mark Jones

Darsteller: Warwick Davis, Jennifer Aniston, Ken Olandt, Mark Holton, Robert Hy Gorman, John Sanderford, Shay Duffin, John Voldstad, Pamela Mant, William Newman, David Permenter, Raymond C. Turner u.A.

Filmkritik: Ach ja, der Leprechaun. Bislang hat es die Serie auf sechs Teile gebracht, in denen der irische Terror-Gnom auf der Suche nach wasauchimmer seine Umwelt mit Magie und Mord heimgesucht hat. Ob jetzt am Arsch der Welt wie hier in Teil 1,  oder Las Vegas, dem Ghetto und sogar im Weltraum, Warwick Davis steht seinen Mann als herausragender Teil der Saga, der wohl auch dafür verantwortlich ist, dass es eine solche nun überhaupt gibt, denn schon der Erstling zeigt, dass man sich doch etwas Mühe geben muss, als nur eine urige Grundidee auf die Zuschauer abzufeuern.

Jennifer Anistan, Rollenname unwichtig, zieht mit ihrem Vater in ein billig gekauftes Haus irgendwo in der Pampa, in dem (natürlich!) vor zehn Jahren ein irischer Auswanderer einen Kobold dank vierblätterigem Kleeblatt eingesperrt hat. Dessen Gold ist auch nicht fern und wird von einem debilen Kindmann und einem altklugen Mannkind gefunden, die zusammen mit einem semi-hauptdarstellerischen Prettyboy die „3 Guys That Paint“ bilden, die gerade frisch angekarrt wurden um, richtig, das Haus in der Pampa zu streichen. Das Chaos nimmt seinen Lauf…

Anfang der Neunziger, als der Horror nicht ganz so funktioniert hat wie in anderen Zeiten, ergab es sich, dass man auf kleinere Creature-Feature setzte die auch gerne mal mit derberem Humor versehen sein durften. Voila, „Leprechaun“ ist das Paradebeispiel für ein eigentlich total bescheuertes Konzept, das von der ersten Minute nicht richtig wirkt...

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Grumpy Old Men – Ein Verrücktes Paar – Alt verkracht und frisch verliebt

Ein Verrücktes Paar – Alt verkracht und frisch verliebt
Originaltitel: Grumpy Old Men – Erscheinungsjahr:1993 – Regie: Donald Petrie

Darsteller: Jack Lemmon, Walter Matthau, Ann-Margret, Burgess Meredith, Daryl Hannah, Kevin Pollak, Ossie Davis, Buck Henry, Christopher McDonald, Steve Cochran, Joe Howard, Isabell O’Connor

Filmkritik: John (Jack Lemmon) und Max (Walter Matthau) sind zwei Witwer, die seit ewigen Zeiten Tür an Tür wohnen und sie hassen sich wie die Pest. Tagtäglich begrüßen sie sich mit Beschimpfungen und spielen sich Streiche. Das keiner von beiden sich dabei ernsthaft verletzt grenzt an ein Wunder.
Ihre Kinder, die sich gegenseitig sehr sympathisch finden, können nichts gegen die alte Feindschaft tun. Bis die attraktive, ältere Ariel (Ann Margaret) in dieselbe Straße zieht. Prompt springt bei den beiden alten Herren die Libido wieder voll an und alsbald zieht man gegenseitig alle Register, um bei der Dame zu landen. Dass sich der fiese Zweikampf dabei in ungeahnte Höhen schraubt, ist selbstverständlich…

Die Prämisse von „Grumpy Old Men“ ist zwar nicht sonderlich kreativ aber gelungen zweckmäßig. Jack Lemmon und Walter Matthau als zerstrittene Nachbarn in einer völlig verschneiten Gegend, das hat ja eigentlich immer Potential. Waren die beiden im Film als Kinder noch gute Freunde, fingen irgendwann die Streitereien und Nickligkeiten an, die auch 50 Jahre später noch anhalten. Eine Jahrzehnte alte Feindschaft, klasse,

Klar das dies erneut die Paraderollen von beiden Darstellern sind, die sich ja u.a. auch durch die 2 „The Odd Couple“ Filme gestritten und gezankt haben. Zwar bekommt Matthau hier bedeutend weniger gute Sprüche ab als in den erwähnten anderen 2 Filmen, aber trotzallem stimmt der Humor erneut und lädt zum fröhlichen Beisammensein ein. Jack Lemmon hat ein wenig mehr Screentime spendiert bekommen als Walter Matthau und so entwickelt sich die Haupthandlung die meiste Zeit um seine Figur...

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Firepower – Fire Force

Fire Force
Originaltitel: Firepower- Erscheinungsjahr:1993 – Regie: Richard Pepin

http://uppix.net/5/5/2/18e7874a4b58b26d58010004ab9e3.jpg

Darsteller: Chad McQueen, Gary Daniels, George Murdock, Joseph Ruskin, Alisha Das, Warrior, Pablo Marz, Art Camacho, Dennis Garber, Vanessa Hampton, Kimberly Hooper, Taylor Leigh

Filmkritik: „Fire Force“ spielt im Jahre 2008 in der nicht mehr ganz so schönen Stadt Los Angeles. Das Verbrechen hat wieder mal die Oberhand erlangt und da man dem Ganzen sowieso nicht mehr beikommt, wurde kurzerhand die so genannte Freiheitszone erschaffen. Dort gilt kein Gesetz und die gewalttätigen Verbrecherbanden können machen was sie wollen. Gutes kommt dabei natürlich nicht rum. Die gefürchtetste Bande nennt sich Höllenhunde und diese dringen auch immer wieder in die befriedeten Bereiche von Los Angeles vor um dort Unheil zu stiften und sich zu bereichern. Doch sie verbreiten zudem ein angebliches AIDS-Gegenmittel. Zwei Cops(Chad McQueen, Gary Daniels) des LAPD wollen dem Treiben Einhalt gebieten und begeben sich undercover in die Freiheitszone. Um sich unters Volk zu mischen, werden sie Teilnehmer einer Gladiatorenshow. Doch aus den kämpfen bis zum K.O. wird bald blutiger Ernst, denn die Tarnung droht aufzufliegen.

Die Story erinnert ein wenig an „Riot“, ebenfalls von „PM“. Doch bei „Fire Force“ liegt der Fokus klar auf den Gladiatorenkämpfen. Abgesehen von einer gelungenen Schießerei samt explosiver Verfolgungsjagd hat der Film die meiste Zeit lediglich Szenen in der Gladiatorenarena zu bieten. Dort schlagen sich diverse, kaum näher beleuchtete Kämpfer die Köpfe ein(oder auch direkt ab). Mittendrin sind zudem unsere 2 Cops zu entdecken, die sich fröhlich mit herum prügeln.

Ich bin nun kein riesen Fan von Prügelszenen und „Fire Force“ hat davon wirklich eine ganze Latte. Doch trotzdem gefiel mir „Fire Force“ recht gut. Die Kämpfe sind hübsch kurzweilig gestaltet...

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Heroic Trio

Heroic Trio
Originaltitel: Dung fong saam hap – Erscheinungsjahr: 1993 – Regie: Johnnie To



Darsteller: Michelle Yeoh, Anita Mui, Maggie Cheung, Damian Lau, Anthony Wong

Filmkritik: Johnnie To ist kein unbeschriebenes Blatt. Immer wieder liefert der Ausnahmeregisseur aus Hong Kong tiefsinnige, dramatische, emotional packende und / oder verdammt actionreiche Streifen der oberen Güteklasse ab. So langweilig wie es auch sein mag, das „Heroic Trio“ von Anfang der 90er machte da keine Ausnahme.

Im Film geht es um drei Frauen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Alle Drei springen durch die bunten, bis ins letzte Detail stilisierten Bilder einer nicht näher benannten Zukunft/Vergangenheit/Wasauchimmer-Welt, in der gerade ein Serienentführer männliche Babys im Dutzendpack entführt...

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Posse

Posse

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Erscheinungsjahr: 1993
Regie: Mario Van Peebles

Darsteller: Mario Van Peebles
Stephen Baldwin
Charles Lane
Tommy ‚Tiny‘ Lister
Big Daddy Kane
Billy Zane
Blair Underwood
Melvin Van Peebles
Salli Richardson-Whitfield
Tone Loc
Pam Grier

Inhalt@OFDB

Der nächste Western hört auf den Namen "Posse". Regisseur und Hauptdarsteller Mario Van Peebles kümmert sich hier um einen unbeachteten Teil der damaligen Zeit: Die schwarze Bevölkerung. Eine Handvoll, fast durchweg schwarzer US-Soldaten(Peebles, Lister, Baldwin u.a.) findet während des Spanisch-Amerikanischen Krieges eine Kiste voll Goldstücke. Die Gruppe desertiert daraufhin von ihrem wahnsinnigen Colonel Graham(Billy Zane), schließt sich zur Posse zusammen und und flieht aus Mexico in die USA. Graham heftet sich an die Fersen und verfolgt die Gruppe durch die USA. Doch auch als die Gruppe im Heimatdorf Freemansville ankommt, hören die Probleme nicht auf. Zur Angst im Nacken kommt noch Rassenhass dazu…
Als wirklichen Westen würde ich den Film nur höchst selten bezeichnen, was auch direkt der größte Kritikpunkt des Films ist. Der Film wirkt durchweg zu modern. Man hat das Gefühl das sich nur wenige der Darsteller überhaupt die Mühe machen so zu spielen, als sei dies nicht die Neuzeit. Dazu kommen stellenweise zwar gelungene aber unpassende Kamerafahrten. Exemplarisch sei ein Gespräch zu Beginn genannt wo die Kamera sich ungefähr 4 Mal sinnlos um die Gruppe herumdreht. Oftmals wirkt "Posse" wie die "Mario Van Peebles Show", so wie er sich hier stellenweise in Szene setzt.
Doch auch die Story kann nicht wirklich überzeugen. Ist die Flucht vor Billy Zane in der ersten Hälfte noch durchweg recht unterhaltsam inszeniert und hätte Potential, gerät der Film vollends ins Stocken wenn der Faktor Freemansville ins Spiel kommt. Ein Dorf in dem fast nur schwarze Wohnen, aber von einer Gruppe Weißer unterdrückt wird...

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Tombstone

Tombstone

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Erscheinungsjahr: 1993
Regie: George P. Cosmatos

Darsteller: Kurt Russell
Val Kilmer
Sam Elliott
Bill Paxton
Powers Boothe
Michael Biehn
Charlton Heston
Jason Priestley
Jon Tenney
Stephen Lang
Thomas Haden Church
Michael Rooker
Billy Zane
Terry O’Quinn

Inhalt@OFDB

"You gonna do somethin‘? Or are you just gonna stand there and bleed?"
Inoffiziell wurde wohl die Westernwoche gestartet, denn mit "Tombstone" habe ich mir nun den dritten Western in Folge angesehen.
Um die Dreharbeiten von "Tombstone" ranken sich viele Geschichten. Regisseur Cosmatos kam erst nachdem der eigentlich Regisseur gefeuert wurde. Kurt Russel selbst hat den Film in der Regielosen Zeit zusammengehalten. Dazu war das Drehbuch eigentlich viel länger, epischer. Doch da sich die Dreharbeiten durch die Regieprobleme verzögerten, wurde das Script auf die Earp-Familie runtergeschnitten. Geplant war es, auch die Gegenseite viel näher zu beleuchten.
Überraschenderweise merkt man von diesen ganzen Problemen erfreulich wenig bzw. fast gar nichts.
Der Film erzählt seine, zwar einfache aber dennoch packende Story sehr gut, verzichtet dabei auch nicht auf geschliffene Dialoge, erinnerungswürdige Szenen und ist insgesamt einfach schwer unterhaltsam. Dazu versammelt der Film eine unglaublich bekannte und durchweg sehr gute Schauspielerschar. Angefangen bei den Hauptrollen(Russel, Kilmer, Elliot, Paxton), bis in (kleinste) Nebenrollen(Michael Biehn, Charlton Heston, Billy Bob Thornton, Billy Zane uva.) kommt man als Kenner von vielen Schauspielern aus dem Stauen kaum raus.
Leider weiß ausgerechnet das Finale dann weniger zu überzeugen. Ob dies nun den erwähnten Problemen geschuldet ist, kann man natürlich kaum ergründen, aber es hat den Anschein das hier ein schnelleres, beinahe gehetztes Filmende bevorzugt wurde...

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Street Queen und Killer – Undefeatable

Street Queen und Killer – Undefeatable

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Erscheinungsjahr: 1993
Regie: Godfrey Ho

Darsteller: Cynthia Rothrock
Don Niam
John Miller
Donna Jason
Sunny David
Emille Davazac
Hang Yip Yim
Richard Yuen

Inhalt@OFDB

In geselliger Runde heute dieses Martial-Arts-B-Movie geguckt. Die Handlung an sich ist meist zum davonlaufen. 2 verschiedene Plots führen per Zufall zueinander, so dass sich die beiden Hauptrollen, Cynthia Rothrock und Don Niam dann im Finale aufs Maul hauen können. Im Grunde sind alle Szenen mit Don Niam grandios, weil er ein Acting darbietet das man kaum als Schauspielerei bezeichnen kann. Besonders die Szene in der er erst seine Ehefrau vergewaltigt und dann ein halbgares Steak futtert, wird von ihm phänomenal präsentiert. Knapp dahinter kommt direkt der erstaunte Blick und der Hass wenn ihn seine Frau kurz danach per Abschiedsbrief verlassen hat. Großes Kino.
Zwischen den gelungenen Fightszenen gibt es also eine bescheuerte Szenen nach der anderen, die man aber mit etwas Humor definitiv witzig finden wird. Immerhin überzeugen die meisten Prügelszenen und Frau Rothrock zeigt, dass sie zumindest recht gut kicken kann.
Insgesamt definitiv nicht mehr als ein leidiger Versuch eines Martial-Arts Films, aber mit viel Sinn für Humor und mindestens zu zweit vor dem Fernseher recht gut erträglich.

5/10

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Ebbies Bluff

Ebbies Bluff

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Erscheinungsjahr: 1993
Regie: Claude-Oliver Rudolph

Darsteller: Til Schweiger
Heiner Lauterbach
Meret Becker
Wolfgang Flatz
Dieter Landuris
Helge Schneider
Ebby Thust
René Weller

Inhalt@Digitaldvd

Einer von Til Schweigers ersten Filmen hört auf den Namen "Ebbies Bluff", basiert auf einem Drehbuch von Claude-Oliver Rudolph der auch Regie führte und hat neben Schweiger noch Heiner Lauterbach sowie Gastauftritte von Helge Schneider und René Weller zu bieten. Das ist auch fast alles was man über den Film berichten kann. Die Story ist weder spannend oder unterhaltsam noch ist das Ganze wirklich witzig. Lauterbach schuldet einem Gangster jede Menge Geld, da Schweiger bei einem wichtigen Boxkampf ausgenockt wird. Er versucht nun zunächst über Diebstähle das Geld zu beschaffen, aber bald kommt ihm die Idee eine Band zu Gründen, mit Schweiger als Sänger. Die Idee scheint fast aus heiterem Himmel zu kommen und wirklich reinpassen in die Ganze Story scheint das auch nicht.
Das Einzige was den Film gegen Ende recht interessant macht, ist der Mindfuck im Finale, welcher überraschend kommt und evtl. sogar die schräge Story in Teilen erklären könnte.
Ansonsten ein trüber, meist langweiliger Film ohne Höhe- oder Glanzpunkte. Dazu ist die Tonspur der Laser Paradise DVD schrecklich blechern, so dass man bei Hintergrundgeräuschen im Film die Dialoge kaum versteht. Alles in allem ein Reinfall.

3/10

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Head Hunter – Bounty Tracker

Head Hunter – Bounty Tracker

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Erscheinungsjahr: 1993
Regie: Kurt Anderson

Darsteller: Lorenzo Lamas
Matthias Hues
Cyndi Pass
Eric Mansker
Brooks Gardner
Eugene Robert Glazer
Judd Omen

Inhalt@OFDB

"Head Hunter" ist ein recht feines Action-Brett mit Lorenzo Lamas und Deutschland-Export Matthias Hues. Lamas spielt einen Kopfgeldjäger der auf der Suche ist nach den Mördern seines Bruders und dessen Familie.
Der Film bietet eine ausgewogene Mischung aus Prügeleien und Schießereien. Die Fights sind wirklich gut choreographiert und sehr überzeugend. Wenn Lamas allein gegen 3 Kampfsport-Schüler antritt, macht das schon eine Menge Spaß. Die Shotouts können ebenfalls mit guten Härten und einigen netten Moves überzeugen, bleiben aber leider trotzdem klar hinter den Prügelszenen zurück.
Lamas gefiel mir hier sehr gut. Zu Beginn noch eher lustig aufgelegt, ist er in der zweiten Filmhälfte auf Rachetour unterwegs, was ihm ebenfalls gut steht.
Die Handlung gewinnt allerdings keinen Blumentopf. Es wird versucht Spannung durch seltsame Twists zu erzeugen aber das schlägt leider fehl. Auch das hier Jugendliche an der Seite von Lamas ballern müssen hat mir nicht so gut gefallen. Entweder allein oder einen wirklich coolen Partner, aber nicht so was gezwungenes, garniert mit peinlicher Aussage kurz vor den Credits.
Insgesamt aber ist "Head Hunter" fürs Genre recht gelungen. Es gibt hier wahrlich schlechtere Filme. Handwerklich gut gemacht mit zwar nicht ganz taufrischer Optik und einem Soundtrack zum abgewöhnen aber dafür mit erfreulich kerniger Action serviert. Für Fans Pflicht. Knappe:

7/10

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Rising Sun – Die Wiege der Sonne

Rising Sun – Die Wiege der Sonne

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Erscheinungsjahr: 1993
Regie: Philip Kaufman

Darsteller: Sean Connery
Wesley Snipes
Harvey Keitel
Cary-Hiroyuki Tagawa
Kevin Anderson
Mako
Ray Wise
Stan Egi
Stan Shaw
Tia Carrere
Steve Buscemi

Inhalt@OFDB

Aufgrund des unschlagbaren Preises der UK-Blu-ray musste ich diese Michael Crichton Verfilmung auch endlich mal eintüten.
Die Story ist durchweg recht spannend gestaltet. Die Nachforschung nach dem wahren Killer ist interessant umgesetzt, Sean Connerys Charakter ist dabei ziemlich stark und präsent und auch Wesley Snipes passt recht gut in seine Rolle, auch wenn er natürlich neben Connery etwas abfällt. Der Film ist sowieso besetzt mit vielen hochkarätigen Schauspielern. Ray Wise, Mako und Steve Buscemi um nur noch mal 3 weitere zu nennen, die Ihre Jobs gut machen.
Allerdings hat der Film während der Mörder-Aufklärung immer wieder mit einigen Logikproblemen zu kämpfen. Schön fand ich aber, dass hier endlich mal auf relativ realistischem Wege gezeigt wurde wie eine Kameraaufnahme digital verändert werden kann.
Vor Allem in der letzten Hälfte aber gibt es einige Szenen die man auch gut und gerne hätte streichen können, wie eine völlig deplatzierte Kung-Fu/Prügel Sequenz.
Man wartet einfach auf einen richtige "Aha-Moment" oder etwas besonders, doch die meiste Zeit wartet man vergeblich. Wirkliche Überraschungen bleiben aus. Die ansonsten eher konventionelle und auch nur selten langweilige Story weiß zwar zu gefallen, aber mit dem Autor und dem Schauspieler-Gespann hat man schon etwas andere Erwartungen. So reicht es nur knapp zur:

7/10

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The Pelican Brief – Die Akte

The Pelican Brief – Die Akte

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Erscheinungsjahr: 1993
Regie: Alan J. Pakula

Darsteller: Julia Roberts
Denzel Washington
Sam Shepard
John Heard
Tony Goldwyn
John Lithgow
Stanley Tucci

Inhalt@Videoload

Nachdem ich mir vor kurzem die erste Grisham Verfilmung, "The Firm", angesehen habe, machte ich heute direkt mit der zweiten weiter. Auch in "The Pelican Brief" geht es wieder um Anwälte, Grishams Markenzeichen, der Rest ist aber dann doch ganz anders als "The Firm", leider aber auch nicht mehr ganz so gut. Irgendwann verliert man etwas das Interesse an der Geschichte, da man nicht genau weiß auf was man am Ende denn nun eigentlich hofft oder wartet. Wie und warum die Morde an den Richtern begangen wurden, wird ja relativ früh erklärt und ist dann klar. Das am Ende wohl irgendwie diese Information ans Licht kommt ist ebenfalls klar, somit wird sogut wie jegliche Spannung im Keim erstickt. Bei "The Firm" war man immerhin noch gespannt wie es Cruise nun aus der Firma raus schafft. Aber in "The Pelican Brief" fehlt diese Spannung irgendwann leider. Julia Roberts und Denzel Washington sind nun auch nicht das beste Film-Duo was ich je gesehen habe, aber sie passen im Endeffekt doch ganz gut in die Rollen rein. Man merkt vorallem das Grisham die Figur mit Julia Roberts im Hinterkopf geschrieben hat.
Trotz den Problemen im Spannungsbogen weiß der Film insgesamt gut zu unterhalten, bietet eine ingesamt recht interessante Geschichte und einige spannende Action-Szenen. Er ist durch das Problem das einem das Ende irgendwie klar ist, nur einfach zu lang geraten. 2 Stunden hätten es auf jeden Fall auch getan.

7/10

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