Mit 1988 markierte Beiträge

Tough Cop

Tough Cop
Originaltitel: Tough Cop – Erscheinungsjahr: 1988- Regie: Dominic Elmo Smith



Darsteller:
Romano Kristoff, Anthony East, Jimmy Bridges, Mel Davidson, Ingrid Erlandson, Warren McLean, Kenneth Peerlessu.A.

Filmkritik: Willkommen liebe Leser zu einem weiteren Kapitel in dem großen Buch mit Namen: „Der Titel ist Programm“. Worum geht es also beim „Tough Cop“? Natürlich um einen knallharten Bullen der vorher in Vietnam war und gemeinsam mit seinem schwarzen besten Freund zusammen die Straßen aufräumt, Drogendealer abknallt und gerne von seinem Chef angeschrieen wird. So weit, so wunderbares Klischee in Reinkultur. Denn hier heißt es schlicht: Vorhang auf für eine große Ladung Actionsploitation, geschrieben von Bobby A. Suarez, einem philipineschen Autor und Filmemacher mit einem Herz für Action in all seinen Geschmacksrichtungen.

So hat der leider im Februar 2010 Verstorbene „All Ages“-Actiontrash mit „Superboy“ genauso geschrieben wie etwa den wahnwitzigen „American Commandos“ (den er dann auch gleich gedreht hat), bei dem eine Truppe von Ex-Vietnam-Veteranen im goldenen Dreieck „Heroin“ zur Strecke bringen wollen. Dass letztgenannter Titel in unseren Breitengraden sowohl als „Jäger der Apocalypse 2“ wie auch „Jäger der Apocalypse 3 – Zurück ins Inferno“ vermarktet wurde, ist da nur ein weiterer Irrsinns-Bonus.

Aber zurück zum „Tough Cop“, denn dort hat Bobby anscheinend eine ganze Latte von wiederverwerteten Motiven reingesteckt. Angefangen bei dem „Lethal Weapon“-Duo, bis hin zur zweiten Hälfte die eigentlich wenig mehr ist als ein ziemliches Rip-Off des großartigen letzten Drittels von Schwarzeneggers „Phantom Kommando“. Hier wie dort gibt es nämlich eine Insel voller böser Buben die es in die Luft zu jagen gilt. Dieses Mal, weil der böse Koks-Schmuggler „Fat Cat“ dort Tonnen seines weißen Pulvers bunkert und gleichzeitig die Freundin unseres „Tough Cops“ in seine Gewalt gebracht hat...

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Alien Nation – Spacecop L.A. 1991

Alien Nation – Spacecop L.A. 1991
Originaltitel: Alien Nation – Erscheinungsjahr: 1988- Regie: Graham Baker

Darsteller: James Caan, Mandy Patinkin, Terence Stamp, Kevyn Major Howard, Leslie Bevis, Peter Jason, Conrad Dunn, Jeff Kober, Roger Aaron Brown, Tony Simotes, Michael David Simms, Ed Krieger

Filmkritik: Nachdem die Außerirdischen, genannt „Newcomer“ oder „Slags“, vor einigen Jahren auf der Erde landeten, stellen sie sich langsam mehr als Plage denn als Nutzen dar. Daher gibt es laufend Auseinandersetzungen. Doch es wird ebenso versucht die Aliens besser in die Gesellschaft einzugliedern.
Bei dem Überfall eines Supermarkts durch ein paar Newcomer wird der Partner des Polizisten Matthew Sykes (James Caan) getötet. Sykes, der bislang nie gut auf die Aliens zu sprechen war, vor allem weil ausgerechnet er in deren Gebiet Streife fahren muss, trifft dies schwer. Doch er rafft sich zusammen und wählt als neuen Partner sogar einen Newcomer, immer dabei im Sinn durch ihn an die Mörder seines Partners heran zu kommen. Die beiden bilden ein Team und kommen üblen Machenschaften auf die Spur, die das aufkeimende Vertrauen in die Aliens wieder zunichtemachen könnte…

Sci-Fi meets Crime-Thriller. Diese Mischung war in den 80er und auch 90er Jahren besonders im B-Genre recht beliebt. „Predator 2“, „I Come in Peace“ oder „The Hidden“ sind noch 3 weitere Beispiele dieses Genres, das leider die letzten Jahre immer mehr ins Hintertreffen geriet, wie sowieso das gesamte Sci-Fi Genre. „Alien Nation“ verspricht da eine wunderbare Abwechslung vom heutigen Filmalltag.

Das Story-Grundgerüst erinnert frappierend an „District 9“. Aliens kommen auf die Erde, haben allerdings keine besonderen Eigenschaften die der Menschheit weiterhelfen können, können allerdings aus mangelnden Kenntnissen auch nicht wieder verschwinden. So spalten sich von den Großstädten so genannte Slagtowns ab, in denen die Aliens wohnen.

James Caan spielt in dieser Welt den...

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Who Framed Roger Rabbit – Falsches Spiel mit Roger Rabbit

Who Framed Roger Rabbit – Falsches Spiel mit Roger Rabbit

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Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Robert Zemeckis

Darsteller: Bob Hoskins
Christopher Lloyd
Joanna Cassidy
Stubby Kaye
Alan Tilvern
Richard LeParmentier
Betsy Brantley
Joel Silver

Inhalt@OFDB

Aufgrund eines Reviews auf Cinemassacre.com hatte ich spontan Lust bekommen mir auch mal wieder "Who Framed Roger Rabbit" anzusehen. Zuletzt irgendwann Anfang der 90er als Kind geschaut, hatte ich logischerweise so gar keine Erinnerungen mehr an den Film. Der spaßig zweideutige Dialoghumor und die guten Effekte die ich im Cinemassacre sah, deuteten aber einen immer noch gelungenen Film an.
"Who Framed Roger Rabbit" sieht für sein Alter wirklich noch ausgesprochen gut aus. Die Effekte, vor allem natürlich die Interaktion zwischen Toons und Menschen und die Interaktion der Toons mit echten Gegenständen, sehen so dermaßen gut aus, das man schwören könnte der Film wäre komplett von modernen Computereffekten durchzogen. Dabei ist hier fast alles noch gute alte Handarbeit, und das merkt man.
Die Story als solche und der generelle Humor des Films ist eher auf jüngere Zuschauer zugeschnitten und Roger Rabbit selbst hat stellenweise Grundzüge von Jar Jar Binks, was dem Film nun nicht unbedingt hilft. Bob Hoskins als den Toons eher unfreundlich gesinnter und vor allem auch Christopher Lloyd als fieser Toon-Killer sind aber wirkliche Bereicherungen des Films und Top-Besetzungen.
Der erwähnte Wortwitz(stellenweise einfach nur großartig) und auch einige Slapstickszenen sind äußerst unterhaltsam und der Film ist durchweg sehr beschwingt und spaßig. Immer wieder überraschen auch gewisse Härten und andere Sachen die man so nicht im Film erwarten würde, wie rauchende Comicfiguren oder Personen die von Dampfwalzen plattgefahren werden.
Insgesamt ist "Who Framed Roger Rabbit" nun zwar nicht ganz so gut gewesen, wie ich mir erhofft hatte, aber alles in all...

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Halloween 4: The Return of Michael Myers – Halloween 4

Halloween 4: The Return of Michael Myers – Halloween 4

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Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Dwight H. Little

Darsteller: Donald Pleasence
Ellie Cornell
Danielle Harris
Beau Starr
George P. Wilbur
Sasha Jenson
Kathleen Kinmont
Michael Pataki
Jeff Olson

Inhalt@OFDB

Mit Teil 4 von "Halloween" begab sich die Reihe nun also unvermeidbar in normales Slasher-Terrain. Wurde das Genre mit Teil 1 und in Ansätzen auch mit Teil 2 begründet und mit Teil 3 versucht die Reihe in andere Bahnen zu lenken, lechzten die Horrorfans nach einem neuen Film mit Michael Myers. 10 Jahre nach Teil 1 kehrt Michael also nach Haddonfield zurück. Aber nicht nur Michael hat die spektakuläre, im Grunde alles vernichtende Explosion am Ende von Teil 2 überlebt. Auch sein Doktor und "Jäger" Dr. Loomis hat, bis auf eine kleine Brandwunde im Gesicht, kaum Schaden davon getragen. Dies sind auch direkt die ersten Punkte, an denen dem geneigten Zuschauer auffällt, dass hier alles ein wenig gestelzt wirkt.
Von Laurie Strode bzw. Jamie Lee Curtis war 1988 natürlich keine Spur mehr in solch einem Horrorfilm und so macht Michael kurzerhand Jagd auf ihre Tochter. Wo Laurie nun ist und wieso sie eine Tochter hat die nicht bei ihr ist? Darauf werden keine wirklichen Antworten gegeben.
"Halloween 4" fehlt es zudem an Spannung. Der Plot beschränkt sich nur aufs wesentliche und stellt dies zudem insgesamt einfach zu unspektakulär und routiniert dar. Einzig Carpenters berühmtes "Halloween"-Theme erzeugt ab und zu etwas Atmossphäre.
Die Kameraarbeit von Action-Regisseur Dwight H. Little kommt über ein "solide" nicht hinaus und wirkliches Horrorfeeling wird so zudem nur selten erzeugt. Die berühmten POV-Shots finden erst ganz am Ende Verwendung. Auch Myers Kills sind alles andere als spektakulär oder originell. Hier musste nach dem Dreh sogar noch nachgeholfen werden. Kaum zu glauben, dass diese sogar noch unspektakulärer gewesen sein sollen...

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Der Kampfgigant 2 – The Firing Line

Der Kampfgigant 2
Originaltitel: The Firing Line – Erscheinungsjahr: 1988 – Regie: Jun Gullardo

Darsteller: Reb Brown,Mike Monty, Shannon Tweed, Kahlena Marie, Melvin Davidson,  Carl Terry,Andy Jacobson, Gwen Cameron

Filmkritik: Nein, leider hat „Der Kampfgigant 2“ nichts mehr mit dem Erstling „Der Kampfgigant“ zu tun, wo noch Trashmaestro Bruno Mattei die Zügel in der Hand hielt und Miles O’Keefe durch Vietnam sich hat Bomben lassen. Dafür gibt es Reb Brown mit irritierendem Schnäuzer und Shannon „Was mache ich hier eigentlich noch mal?“ Tweed als dusslige Dummdirne die beide hinter feindlichen Linien auf Rebellen treffen, sich diesen anschließen und ansonsten für 75 der 90 Minuten Spielzeit zwischen Endlosgeballer und Granatenexplosionen hin und her irren.
Sonderlich viel gibt es dann leider auch nicht dazu zu sagen, denn stumpfsinnige Massenschießereien mit Dutzenden umfallenden Komparsen sind zwar unterhaltsam (siehe „Cobra Force“ oder auch „Der Kampfgigant“), sorgen hier aber oftmals für ein großes Gähnen. Es ist einfach zu viel. Wenn nach einer guten halben Stunde der Komparsen-Bodycount auf über 100 liegt und ansonsten sich alle Schauspieler immer wieder ins Grün werfen um weitere gesichtlose Menschenmassen mit Kugeln zu durchsieben, so hat man leider bis aufs Mitzählen nicht viel zu tun. Kein Wunder, ist doch der erste Satz im Film: „Achtung, volle Deckung!“ und steht sinnbildlich für die weiteren 88 Minuten an B-Moviekrawall.

Wenn unsere Helden dann endlich mal das Maul aufmachen gibt es auch so einige Sachen zum Lachen, nur leider wird nach ein paar Knallersprüchen sofort wieder das MG ausgepackt, weitere Hundertschaften wollen ja ins Jenseits befördert werden.
So zieht sich das Geschehen dann zeitweise doch deutlich und ohne viel Rumrederei gibt es deshalb nur die mager-knappe

Filmbewertung: 5/10

Auch wenn Reb Brown „sein Ding“ (sprich: Schreien und Schießen gleichzeitig) wieder ordentlich durchzieht und ebe...

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Eis am Stiel, 8. Teil – Summertime Blues

Eis am Stiel, 8. Teil – Summertime Blues

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Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Reinhard Schwabenitzky

Darsteller: Elfi Eschke
Yftach Katzur
Sonja Martin
Zachi Noy
Sibylle Rauch
Jonathan Sagall

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Inhalt@OFDB

Der Abschluss der „Eis am Stiel“-Reihe kann, recht überraschend, mit einer kreativen Grund-Story aufwarten. Die 3 Freunde wollen eine eigene Bar/Club/Disco aufmachen. Doch um das Gebäude am Strand zu bekommen, muss Bobby mit der Tochter des Maklers anbandeln, was so einfach zunächst nicht ist.
Zunächst ist man noch recht begeistert, doch schnell gerät die Story immer wieder ins straucheln und es machen sich, auch durch den fehlenden Humor, einige Längen breit. So schlägt die anfängliche Begeisterung schnell in Langeweile um. Der Film ist zwar nicht so nervig wie die Tiefpunkte der Reihe, aber wirklich unterhaltsam und witzig sieht auch anders aus. Als Abschluss der Reihe fungiert der Film ebenfalls nur bedingt.
Überzeugen kann wie immer der Soundtrack, auch wenn dieser erneut aus den selben sich ständig wiederholenden Songs besteht. Allein „Long Tall Sally“ kommt 3x vor…
Abschließend kann man zur Film-Reihe klar sagen, das weniger mehr gewesen wäre. 4 Filme anstatt 8 hätten wohl auch gereicht. Zwar gab es in allen Filmen meist immer einige gute Ideen, doch hatte auch jeder Film meist, mal größere mal kleinere, Probleme im Gesamtkonstrukt, was allein durch die Vorzüge der einzelnen Teile nur selten aufgewogen werden konnte. Ein Zusammenschnitt einiger Drehbücher wäre sicher effizienter und qualitativ besser gewesen.
Schwache:

6/10

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Cocktail

Cocktail

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Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Roger Donaldson

Darsteller: Tom Cruise
Bryan Brown
Elisabeth Shue
Lisa Banes
Laurence Luckinbill
Kelly Lynch
Gina Gershon

Inhalt@OFDB

"Coktail" beginnt als schwer unterhaltsames und inhaltlich fast völlig leeres Barkeeper-Filmchen. Tom Cruise lernt einen coolen Australier kennen und lernt von ihm alle Cocktailmix-Tricks und andere Spielereien. Die beiden zerstreiten sich irgendwann, ziehen jeweils ihr eigenes Ding durch und treffen sich irgendwann wieder, verlieren sich wieder, treffen sich wieder usw.. Dazwischen hat Tom Cruise mit vielen Frauen zu tun. Soweit so gut und unterhaltsam. Doch irgendwer hat im weiteren Verlauf tatsächlich versucht in "Cocktail" so etwas wie ein Liebes-Drama einzubauen. Die letzten 30 Minuten scheinen stellenweise so gar nicht zum restlichen Ton des Films zu passen.
Aufgesetzte Ernsthaftigkeit, Beziehungstress, Schlägereien und schließlich sogar noch Selbstmord. Nicht nur Tom Cruise ist mit diesem ganzen Inhalt völlig überfordert, auch das Drehbuch platzt plötzlich aus allen Nähten. Irgendwer hat hier mit aller Kraft versucht ein bisschen Anspruch ins Drehbuch zu pressen was leider den Film am Ende beinahe völlig kaputt macht.
Bis dahin war "Cocktail" ein wirklich launiger, wenn auch sehr einfacher Film, ohne viel Sinn und mit wenig Grips aber einfach sehr gut gemacht und mit Cruise und Brown dazu perfekt besetzt. Vergleichbar mit "Coyote Ugly".
Wäre die gute Laune Nummer konsequent durchgezogen worden, "Cocktail" wäre wirklich ein Top Film gewesen, doch mit diesem Ende leider dann doch nur eine knappe:

7/10

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Dirty Rotten Scoundrels – Zwei hinreißend verdorbene Schurken

Dirty Rotten Scoundrels – Zwei hinreißend verdorbene Schurken

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Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Frank Oz

Darsteller: Steve Martin
Michael Caine
Glenne Headly
Anton Rodgers
Barbara Harris
Ian McDiarmid
Dana Ivey

Inhalt@OFDB

"Dirty Rotten Scoundrels" wollte ich über einen langen Zeitraum hinweg immer mal gesehen haben, doch irgendwie schaffte es der Film auch immer wieder aus meinem Filmradar raus. Doch aufgrund der "1500 Titel für <5€" Aktion von bol.de konnte ich den Film endlich sichern und sehen.
Der Film hat mich unheimlich positiv überrascht. Ich erwartete schon eine ganz gute Komödie, aber so eine durchweg sehr gut gespielte, wunderbar geschriebene, unterhaltsame und witzige Komödie mit logischer, hin und wieder auch spannender und am Ende vor allem sehr überraschender Story kam mir in letzter Zeit wirklich eher selten unter.
Steve Martin und Micheal Caine sind einfach ein super Team und spielen sich die Bälle mit Leichtigkeit zu. Die Rollen sind super auf die beiden Schauspieler zugeschnitten. Steve Martin hat eine typische Steve Martin Rolle bekommen und er überzeugt darin natürlich wie kein zweiter. Slapstick, improvisierte Dialogfeuerwerke, all das gibt es hier ständig zu sehen und trifft meist voll ins Schwarze. Michael Caine spielt mal wieder den Gentleman, doch auch ebenfalls sehr gekonnt und witzig.
Wer diesen beiden Prachtschauspieler in ihrer Comedy-Blütezeit sehen will kommt an "Dirty Rotten Scoundrels" wahrlich nicht vorbei. Große Unterhaltung.

8/10

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Scrooged – Die Geister die ich rief

Scrooged – Die Geister die ich rief

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Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Richard Donner

Darsteller: Bill Murray
Karen Allen
John Forsythe
John Glover
Bob Goldthwait
David Johansen
Carol Kane

Inhalt@OFDB

Mir fiel vor ein paar Tagen ein, dass ich diesen Weihnachtsfilm mit Bill Murray unter der Regie von Richard Donner schon ewig nicht gesehen habe. Die letzte Sichtung muss bestimmt über 15 Jahre her sein. Es war an der Zeit diese Erinnerung endlich wieder aufzufrischen, diesmal natürlich auch im O-Ton.
Die erste halbe Stunde des Films ist wahrhaft großartig und versteht sich als bissig, scharfe Mediensatire. Filme die sich das Fernsehen vor die Brust nehmen, gefallen mir eigentlich sowieso immer gut, aber die Satire die Donner hier vom Stapel lässt ist wirklich außerordentlich gut gelungen. Dazu gibt Bill Murray eine beängstigent starke Performance ab.
Wenn dann nach dieser starken Einführung die Weihnachtsgeschichte mit den 3 Geistern beginnt, wird der Film leider etwas schwächer. Der Humor ist weit weniger bissig und hält sich dann doch meist in Grenzen. Klar, es ist ein Weihnachtsfilm und keine Mediensatire, aber der Film hätte den Humor-Stil schon gerne beibehalten können. Irgendwie schade.
Von den 3 Geistern selbst gefallen mir der "Ghost of Christmas Past" und "Ghost of Christmas Future" am besten. Irgendwie habe ich aber immer bei dieser Geschichte von Charles Dickens das Holzhammer-Gefühl. Wie hier die weihnachtlichen Werte vermittelt werden und Murray am Ende dann bekehrt wurde bzw. schon früh einsieht was er alles falsch gemacht hat. Das kommt mir alles zu plötzlich und zu unbegründet. Hier hätte man den Charakter noch zynischer anlegen müssen.
Insgesamt aber ist "Scrooged" auf jeden Fall ein sehr guter Bill Murray Film mit einer, für mich, schwachen Weihnachtsgeschichte. Sämtliche Szenen wo er den fiesen Medienzar raushängen lassen kann, sind aber in höchstem Maße unterhaltsam.

7/10

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Prison

Prison

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Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Renny Harlin

Darsteller: Lane Smith
Viggo Mortensen
Chelsea Field
Lincoln Kilpatrick
Tom Everett
Ivan Kane
André De Shields
Tommy ‚Tiny‘ Lister

Inhalt@OFDB

Renny Harlin machte sich in den 90er Jahren mit Filmen wie „Die Hard 2“ oder „Cliffhanger“ einen Namen, den er dann 2001 mit „Driven“ anfing zu verschandeln. Mehrere durchschnittliche Werke später macht er nun Auftragsarbeiten für WWE-Film(„12 Rounds“).
Seinen Einstieg nach Hollywood machte er 1988 mit den Horror-Filmen „Prison“ und „Nightmare on Elmstreet 4“.
Hinter „Prison“ verbirgt sich eine Mischung aus Splatter-Horror und Knast-Film. Der Film beginnt sehr atmosphärisch und gleitet dann in die üblichen Sphären eines Knast-Films ab. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht unbedingt der große Wurf gegenüber Filmen wie „Escape from Alcatraz“. Irgendwann fängt dann der Knast an auf übernatürliche Art und Weise seine Insassen abzuschlachten. Sie werden in Zellen verbrannt, mit Rohren erwürgt oder mit Stacheldraht malträtiert. Diese Szenen sind wohl die kleinen Highlights des Films da hier, 80s typisch, ordentlich zugelangt wird.
Der Rest des Films allerdings, fängt mit fortschreitender Laufzeit an immer mehr zu langweilen. Dazu kommt noch ein wenig überzeugendes Ende. Insgesamt kein mieser Horror-Film, das Genre hat viele weitaus schlechtere Filme zu bieten und die Effekte können auch ziemlich überzeugen, leider wurde aber bei der Story gespart und es mangelt an Kurzweil.

6/10

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Above the Law – Nico

Above the Law – Nico

Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Andrew Davis

Darsteller: Steven Seagal
Pam Grier
Henry Silva
Ron Dean
Daniel Faraldo
Sharon Stone

Inhalt@OFDB

Steven Seagal, heute für jede Menge drittklassige Actionfilme bekannt, hatte Ende der Achtziger bis Mitte der Neunziger einige gute-sehr gute Action-Filme abgeliefert. Sein Debutfilm war "Above the Law". Auch die Filme die danach kamen folgten alle einer ähnlichen Story. Seagal ist Polizist, meist Ex-CIA, und irgendwann im Film macht er sich auf die Bösen-Buben ohne seine Polizeimarke zu vermöbeln. Viele finden das "Nico" Seagal bester Film ist, mir gefielen zwar seine späteren Werke wie "Out for Justice" oder "Marked for Death" etwas besser, aber auch "Above the Law" hat viele gute Momente. Dazu wohl, neben "Under Siege", die besten Schauspieler. Blaxploitation-Ikone Pam Grier und "Basic Instinct" Star Sharon Stone trifft man nicht so oft zusammen an. Schon gar nicht in einem Seagal-Film. Die Story ist in "Above the Law" allerdings nicht ganz so spannend, dafür stimmen die immer wieder eingestreuten Action-Szenen immer 100%. Dazu gibts noch ein schnelles aber knackiges Finale und die üblichen Arm und Handbrüche, die einfach zu den damaligen Seagal-Filmen dazu gehörten. Gute Unterhaltung.

7/10

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Das Todesspiel – Death Pool

Das Todesspiel – Death Pool

Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Buddy Van Horn

Darsteller: Clint Eastwood
Patricia Clarkson
Liam Neeson
Evan C. Kim
David Hunt
Michael Currie

Inhalt@OFDB

Der Fünfte und letzte Teil der Reihe. Sie besinnt sich Story Technisch her wieder mehr auf den ersten Teil. Es gibt wieder einen Killer der San Franciso unsicher macht und gezielt Leute tötet. Eastwood ist immer noch gut in Form und hat die üblichen Sprüche(diesmal sagt er sogar beide, "Marvelours" und "Swell") und einige sehr nette Schusswechsel. Die Story ist zwar gut gemeint und recht modern mit seinen Hollywood Verbindungen, aber auch ein wenig zu Modern für einen Dirty Harry Film fand ich. Trotzdem ein netter Abschluss der Reihe die immer gute Action und Unterhaltung bietet und nie ihr Niveau auf kosten des Films fallen gelassen hat. Nette Filme die ich mir sicher noch öfter ansehen werde.

7/10

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Sie Leben! – They Live!

Sie Leben! – They Live!

Erscheinungsjahr: 1988
Regie: John Carpenter

Darsteller: Roddy Piper
Keith David
Meg Foster
George ‚Buck‘ Flower
Peter Jason
Raymond St. Jacques
Jason Robards III
John Lawrence

Inhalt@OFDB

Eine wirklich geniale Idee die John Carpenter hier hatte. Die Story gefällt mir wirklich sehr gut und würde sich für ein hoch budgetiertes Remake sehr anbieten.
Die erste halbe Stunde, also bis Roddy Piper die Brillen findet, ist eher lahm. Dann wirds sehr unterhaltsam. Unvergesslich die Sequenz in der Bank:"I’m here to kick some ass and chew bubblegum…and I’m all out of gum!"
Die Action Sequenz gegen Ende ist leider nicht sehr einfallsreich und bestenfalls durchschnitt. Das Ende dafür ist gelungen. Ganz guter Film mit 2 reichlich schrägen Hauptdarstellern die sich in einer ellenlangen Sequenz Wrestlingmäßig aufs Maul hauen. Einfach mal nur dämlich diese Szene. Der Rest weiß zu gefallen.

6/10

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Twins – Zwillinge

Twins – Zwillinge

Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Ivan Reitman
Darsteller: Arnold Schwarzenegger
Danny DeVito
Kelly Preston
Chloe Webb
Bonnie Bartlett

Inhalt@OFDB

Die Erste Reitmann Komödie von Schwarzenegger. Mit Denny DeVito hat er damals einen tollen Partner gefunden. Die Story ist natürlich mehr als fragwürdig aber auch sehr witzig. Es gibt dazu einie wirklich tolle Gags und Arnie spielt wieder herrlich. Stellenweise ist aber auch Leerlauf drin. Naja, was soll man sagen. Spaß macht das schon, aber eine super Komödie ist auch anders. Wertung:

7/10

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Die Hard – Stirb Langsam

Die Hard – Stirb Langsam

Erscheinungsjahr: 1988
Regie: John McTiernan

Darsteller: Bruce Willis
Alan Rickman
Bonnie Bedelia
Reginald VelJohnson
Alexander Godunov
Paul Gleason
De’voreaux White
William Atherton
Hart Bochner

Inhalt@OFDB

Update(25.12.2010):
An Weihnachten war es natürlich wieder mal an der Zeit "Die Hard" zu gucken. Neben einigen anderen Filmen definitiv einer der Filme, den man sich über die Festtage alle paar Jahre geben sollte.
Die Ausstrahlung im TV habe ich aber ausgelassen und stattdessen zur BD gegriffen.
Was soll man zu "Die Hard" nun groß sagen was nicht sowieso jeder Fan bereits weiß? "Die Hard" hat die Karten im Action-Genre einst neu gemischt. Zu den muskelbepackten Kleiderschränken kam der schmächtige Held dazu, der ebenfalls wunderbar mit einer ganzen Reihe von bösen Buben fertig wird und dabei durchweg realistischer zu Werke geht als seine Brüder mit den breiten Schultern.
Bruce Willis ist in dieser Rolle perfekt besetzt. Er hat die Sympatien auf seiner Seite und spielt die Rolle des leicht genervten New York Polizisten der, sozusagen, in L.A. notgedrungen an Weihnachten Überstunden schiebt um einigen Terroristen in den Hintern zu treten, wirklich super. Sein Talent als Action Darsteller hat er ja auch später noch oft unter Beweis gestellt, doch vor "Die Hard" war er eher im Comedy-Bereich vertreten und als Seriendarsteller beschäftigt.
Aber auch der Bösewicht macht in Stirb Langsam viel aus und wird unnachahmlich verkörpert von Alan Rickman. Im O-Ton klingt der Brite, der versucht einen kruden Deutschen Akzent zu sprechen, ziemlich schräg aber dies trübt die Figur nicht im geringsten sondern macht ihn sogar noch fieser. Sowieso ist der O-Ton bei "Die Hard" im Grunde immer Pflicht. Auf falsche Namen(Jack statt Hans) hat man als Filmfan schließlich keine Lust und wenn immer mal wieder Deutsch gesprochen wird zwischendurch("schieß dem Fenster") hat man zudem seinen Spaß...

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