Mit 1976 markierte Beiträge

Family Plot – Familiengrab

Familiengrab
Originaltitel: Family Plot – Erscheinungsjahr 1976 – Regie: Alfred Hitchcock



Darsteller:
Karen Black, Bruce Dern, Barbara Harris, William Devane, Ed Lauter Cathleen Nesbitt, Katherine Helmond, Warren J. Kemmerling, Edith Atwater, William Prince, Nicholas Colasanto, Marge Redmond

Filmkritik: Eine alte Dame sucht ihren verschollenen Neffen, den ihre Schwester als Baby zur Adoption freigegeben hat und will ihm ihr gesamtes Vermögen vermachen. Ihre beiden Helfer bei dieser Suche – Blanche (Barbara Harris), eine Hellseherin und deren Freund George (Bruce Dern) – machen sich an die schwierige Aufgabe. Überrascht müssen die Beiden feststellen, dass der Gesuchte (William Devane) so gar nicht dem Bild eines „armen Erben“ entspricht. Das Letzte aber was der Gesuchte brauchen kann, ist, von einer sentimentalen alten Tante gefunden zu werden, denn er und seine Freundin Fran (Karen Black) sind Kriminelle…

„Family Plot“ ist Hitchcocks letzter Film. Gemessen an seinen anderen Filmen, konnte der in großen Teilen harmlose „Family Plot“ daher nur verlieren. Es ist einfach kein klassischer Abschlussfilm für einen Regisseur, das wusste auch Hitchcock selbst, hatte er doch schon Pläne gehabt für einen weiteren Film. Doch der immer schlechter werdende Gesundheitszustand führt wenige Zeit nach Drehschluss zu seinem Tode. Selbst für seinen typischen Cameo im Film fühlte er sich nicht fit genug, zeigte sich hier lediglich als Schatten und nicht in ganzer Person.

„Family Plot“ ist in erster Linie wohl eine Screwball-Komödie. Das hin und her zwischen Barbra Harris und Bruce Dern ist herrlich und die beiden geben ein schön schrulliges Pärchen ab. Harris‘ Figur versucht kaum ihre nicht wirklich vorhandenen Hellseherischen Fähigkeiten zu verbergen und Dern’s Figur versucht der Taktgeber zu sein, ist dabei aber meist derartig ungeschickt das er gar nicht merkt wie seine bessere Hälfte die Fäden in die Hand nimmt.

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Network

Network
Originaltitel: Network- Erscheinungsjahr: 1976 – Regie: Sidney Lumet

Darsteller: Faye Dunaway, William Holden, Peter Finch, Robert Duvall, Wesley Addy, Ned Beatty, Arthur Burghardt, Bill Burrows, John Carpenter, Jordan Charney, Kathy Cronkite, Ed Crowley

Filmkritik: Howard Beale (Peter Finch) war für über 15 Jahre der führende Nachrichtenmann beim TV-Sender UBS. Doch seine besten Tage sind seit einiger Zeit vorbei. Die Quoten sind im Keller und die Restrukturierung seines Programms will er nicht mitmachen. Kurzerhand wird er gefeuert, kündigt jedoch in der letzten Sendung seinen Selbstmord vor laufender Kamera an. Dieses etwas andere TV-Programm hat einen sprunghaften Zuschaueranstieg zur Folge. Der Vorstand des Senders (William Holden, Faye Dunaway, Robert Duvall) reagieren prompt und geben Beale eine neue Show, ganz auf seine radikale, wahnsinnige Art zugeschnitten. Hier wird er als Hitzkopf zur Ikone einer ganzen Nation, indem er eine heilige Kuh nach der anderen schlachtet. Doch ewig hält natürlich auch dieser Erfolg nicht an…

Mit „Network“ gelang Regisseur Sidney Lumet 1976 eine große Sensation. Die herrlich bissige Satire auf das TV-Geschäft konnte mit herausragenden Schauspielleistungen und einem fanstatischen Drehbuch glänzen und bei den Oscars 1977 direkt 4 Preise einheimsen. 3 davon gingen allein an die Schauspieler, eine Leistung die nach ihm kein Film mehr geschafft hat. Einer der Preise wurde dabei sogar Posthum verliehen, das gab es zuletzt erst wieder bei Heath Ledger. Man sieht, „Network“ ist in vielerlei Hinsicht ein faszinierender Film.

“No, no. I’m gonna blow my brains out right on the air, right in the middle of the 7 O’clock news.” Howard Beale

Lumet gelingt es, unterstützt von einem guten Drehbuch, beinahe spielend das Haifischbecken TV darzustellen. Dabei sollte man annehmen, dass ein Film über den TV-Markt im Jahr 1976 heute extrem angestaubt ist...

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All The President’s Men – Die Unbestechlichen

Die Unbestechlichen
Originaltitel: All The President’s Men – Erscheinungsjahr: 1976 – Regie: Alan J. Pakula

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Darsteller:
Dustin Hoffman, Robert Redford, Jack Warden, Martin Balsam, Hal Holbrook, Jason Robards, Jane Alexander, Meredith Baxter, Ned Beatty, Stephen Collins, Penny Fuller, John McMartin

Filmkritik: Eigentlich scheint der Einbruch in das Hauptquartier der demokratischen Partei der USA im Jahr 1972 nur ein kleines Ding zu sein. Doch dann entdeckt Reporter Bob Woodward (Robert Redford) von der Washington Post erste Ungereimtheiten, denn die Angeklagten haben zunächst einmal ungewöhnlich hochgestellte Anwälte. Zudem entdeckt er in den Unterlagen der Täter ein halb kodiertes Filofax, in dem er einen Anhaltspunkt findet, dem er nachgeht. Doch ohne es zu ahnen, lösen er und sein Reporter-Kollege Bernstein (Dustin Hoffman) mit ihrer penetranten Fragerei den größten Politskandal der USA auf, denn die Spur von „Watergate“ führt bis an die Spitze der Regierung, ins Weiße Haus…

Ein Film zum größten Politikskandel des letzten Jahrhunderts, bzw. zumindest zum größten, jemals aufgedeckten Skandal, das kann auch schnell in eine trockene, langweilige Geschichtsstunde ausarten. Aber was Regisseur Alan J. Pakula („The Pelican Brief“) mit Hilfe der Buchvorlage der beiden Hauptakteure aus dem Stoff gemacht hat, verdient höchste Anerkennung. Zwischen Hochspannung, brisanten Enthüllungen und brillianten Schauspielern findet er auch immer wieder die Zeit, ein wenig Humor in die Erzählung einzustreuen, was den Stoff zum richtigen Zeitpunkt auflockert.

„Now hold it, hold it. We’re about to accuse Haldeman, who only happens to be the second most important man in this country, of conducting a criminal conspiracy from inside the White House. It would be nice if we were right.“ Ben Bradlee

„All The President’s Men“ lebt vor allem aber von seinem Hauptdarsteller-Duo...

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Apache Woman – Una donna chiamata Apache

Apache Woman
Originaltitel: Una donna chiamata Apache – Erscheinungsjahr: 1976 – Regie: Giorgio Mariuzzo



Darsteller:
Al Cliver, Clara Hopf, Rick Boyd, Mario Maranzana, Corrado Olmi, Roque Oppendisano, Piero Mazzinghi, Ely Galleani, Frank Warner, Robert Thomas, Eugen Bertil, Henry Kalter, Yara Kewa  u.A.

Filmkritik: Dieser zynische weißer Mann gegen Rothaut-Italo-Western des eigentlich komplett unbekannten und wenig beschäftigten Regisseurs Giorgio Mariuzzo ist ein Paradebeispiel dafür, warum viele dieser Spätwestern oft einen ziemlich schlechten Ruf haben: Stereotype Abziehbilder als Charaktere, die ständig massivst rassistischen Murks von sich geben und durch die oftmals in italienisch vorkommenden Semi-Rip-Offs bekannter amerikanischer Konzepte wird auch hier das Gezeigte noch deutlich mehr überhöht als noch beim „Original“ war.

So darf sich nun ein von Genre-Veteran Al Cliver gespielter Soldatenrekrut nicht nur in eine wilde Häuptlingstochter verlieben, die als einzige das unprovozierte Massaker an ihrem Volk durch Clivers Kumpels überlebt hat, sondern mit seiner sexy Rothaut anschließend auch noch einen wahren Staffellauf der Rassistenklischees durchlaufen.

The Last Tipi On The Left?

Das es für das Herstellerland dabei typisch sleazig zugeht ist nicht verwunderlich, aber die gezeigte Kaltblütigkeit ist auch unter seinesgleichen schon deutlich menschenverachtender, als man das gewohnt ist. Sei es nun der Leichenfledderer und Quacksalber, der „30 Dollar für eine gut erhaltene Rothaut im Puff“ bekommen will und deshalb zwei Vergewaltigern einschärft das Mädel doch bitte nicht „kaputt zu machen“, über einen weiteren Redneck-mäßigen Charakter der die Gute gleich einen Tag lang anbindet und sich nicht recht entscheiden kann, ob er sie vergewaltigen oder töten will, bis hin zu den bibelfesten Arschlöchern, welche das arme Mädel gleich vergewaltigen wolllen, da es „doch eh nur ein Tier“ ist.

Sympathische Figuren gehe...

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The Outlaw Josey Wales – Der Texaner

The Outlaw Josey Wales – Der Texaner

Erscheinungsjahr: 1976
Regie: Clint Eastwood

Darsteller: Clint Eastwood
Chief Dan George
Sondra Locke
Bill McKinney
John Vernon
Paula Trueman
Sam Bottoms

Inhalt@OFDB

Da ich schon oft gelesen hatte, was "The Outlaw Josey Wales" für ein grandioser Wester sein soll, habe ich mir den Film vor einigen Monaten gekauft. Nun kam ich auch endlich mal dazu ihn mir anzusehen. Allerdings, die Begeisterung die Einige bei dem Film entwickeln stellte sich bei mir nicht so ganz ein. Der Film ist gewiss nicht schlecht. Die Sets stimmen, die Ausgangslage der Story an sich ist auch recht typisch und Eastwood spielt wie immer ziemlich gut. Aber irgendwie fehlt mir was. Schießereien gibt es nur wenige, diese sind meist auch sehr kurz und weit weg davon in Erinnerung zu bleiben, mein größter Kritikpunkt. Der weitere Verlauf der Story schmeckt mir auch irgendwie nicht so ganz. Und was hat Sondra Locke für ein Problem, dass sie in jedem Film mit Eastwood vergewaltigt wird oder zumindest beinahe vergewaltigt wird?
Der Film wird zwar nie wirklich langweilig, aber wirklich fesselnd über die Laufzeit ist er auch nicht. Schade, hier waren meine Erwartungen wohl einfach zu groß. Der Running-Gag das Eastwood aber alles und jeden mit Kautabak anspuckt ist grandios!

7/10

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Rocky

Rocky

Erscheinungsjahr: 1976
Regie: John G. Avildsen

Darsteller: Sylvester Stallone
Talia Shire
Burt Young
Carl Weathers
Burgess Meredith
Thayer David

Inhalt@OFDB

Irgendwie gingen die "Rocky" Filme immer an mir vorbei. Interesse am Boxen hatte ich nur bedingt und ich dachte dann wären die Filme sowieso uninteressant. Trotzdem kaufte ich mir nun die komplette Saga um diese Filmlücke endlich zu schließen. Heute war dann auch der erste Film dran, also wie alles begann.
Der Film dreht sich überraschend wenig ums Boxen sondern legt den Fokus ganz klar auf die Hauptfigur und den Titelgeber, Rocky. Man lernt schnell das er ein eher einfach gestrickter Typ ist, der nebenbei Boxt und für einen Kredithai Schulden eintreibt. Nebenbei versucht er die Schwester seines Kumpels aufzureißen. Immer mehr rückt dann das Boxen in den Vordergrund, wirklich im Mittelpunkt steht es aber nur in den letzten 15-20 Minuten, also während des Kampfes auf den der Film hinarbeitet.
Insgesamt ist der Film gut und recht interessant inszeniert, wenn auch ganz leichter Leerlauf entsteht während der ersten Stunde. Auch störte mich Stallones Dauergesabbel zu Beginn ein wenig. Er hat keine so angenehme Stimme/Aussprache im Original und dann redet er zu Beginn wirklich ununterbrochen. Schauspielerisch wissen alle Mitwirkenden zu gefallen. Rockys Freund, sein Trainer und seine Freundin Adrian sind passend besetzt. Ebenfalls stark, aber leider mit wenig Screentime bedacht, ist Carl Weathers. Wusste vorher gar nicht das er hier mitmacht und war sehr angenehm überrascht. Ich bin gespannt was die anderen Teile noch bereithalten, der hier bekommt:

8/10

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Der Unerbittliche – The Enforcer

Der Unerbittliche – The Enforcer

Erscheinungsjahr: 1976
Regie: James Fargo

Darsteller: Clint Eastwood
Tyne Daly
Harry Guardino
Bradford Dillman
John Mitchum
DeVeren Bookwalter

Inhalt@OFDB

Im dritten Teil bekommt das Erfolgskonzept erste Risse. Eastwood ist immer noch cool und haut Sprüche raus (leider zu oft einfach nur "marvelous") aber die Story ist nicht mehr so packend. Die Story um eine Gruppe "Rebellen" die Waffen stehlen und den Bürgermeister entführen ist nicht so spannend. Außerdem fehlen Nebenplots. Der Anfang allerdings, wo Harry eine Geiselnahme beendet indem er mit seinem Wagen in ein Weingeschäft brettert ist der Wahnsinn. Eine nette Idee Harry eine Frau als Partner zuzuteilen, aber bisher wurden die Partner auch immer eher nebensächlich behandelt. Ein hervorholen wäre nicht nötig gewesen. Also, einen Tick schlechter, aber immer noch gute Unterhaltung.

7/10

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Logan’s Run – Flucht ins 23. Jahrhundert

Logan’s Run – Flucht ins 23. Jahrhundert

Erscheinungsjahr: 1976
Regie: Michael Anderson

Darsteller: Michael York
Richard Jordan
Jenny Agutter
Roscoe Lee Browne
Farrah Fawcett

Inhalt@OFDB

Nachdem ich mir "Der Omega Mann" angesehen hatte, habe ich direkt Lust gehabt mir einige andere 70s Sci-Fi Filme anzusehen, hatte aber bisher keinen auf DVD. Jetzt ist letztens "Logan’s Run" eingetroffen und gestern war die Sichtung des Films. Wirklich guter Film. Zu Anfang fällt zwar Mega Deutlich auf das die Sci-Fi Stadt eine Modelleisenbahn ist, aber die restlichen Kulissen sind schon gelungen. Als es nach knapp einer Stunde dann aus der Kuppelstadt an die Oberfläche geht, dreht der Film total auf. Das mit Grünpflanzen überwucherte Washington ist der Wahnsinn. Dazu als "Old-Man" Sir Peter Ustinov. Wenn man vorher "Die Insel" von Michael Bay gesehen hat, fallen einem viele Sachen auf die Bay aus "Logan’s Run" übernommen hat. Ein klasse Sci-Fi Film ist "Logan’s Run" auf alle Fälle. Empfehlenswert!

8/10

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Assault – Anschlag bei Nacht

Assault – Anschlag bei Nacht

Erscheinungsjahr: 1976
Regie: John Carpenter

Darsteller: Austin Stoker
Darwin Joston
Laurie Zimmer
Martin West
Tony Burton
Charles Cyphers

Inhalt@OFDB

Da bin ich doch gestern glatt nochmal beim TV Programm hängengeblieben. Das gabs schon lange nicht mehr.
Aber Assault hat mich innerhalb der ersten Minuten direkt gepackt. Interessanter Story Ansatz und als dann der Mord an dem kleinen Mädchen passiert war ich so geschockt wie lange nicht mehr.
Einfach nur vollkommen unerwartet. Die Action in der Polizeistation ist dann auch unerwartet recht intensiv. Die Gangtypen bleiben alle quasi gesichtslos während sie in Horden in die Polizeistation stürmen und alle nacheinander abgeknallt werden. Starke Situation, die Leute in der Station wissen nicht was der Typ gemacht hat, den die Gang unbedingt haben will, verlieren fast alle Männer und müssen mit Gefangenen zusammen Arbeiten. Genialer Schachzug der Story. Dazu noch dieser erstklassige Carpenter Score der quasi allgegenwärtig ist. Gab kaum eine Szene die nicht von Musik untermalt wurde. Starker, aber nicht ganz perfekter Film.

8/10

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Die Haarsträubende Reise in einem verrückten Bus

Die Haarsträubende Reise in einem Verrückten Bus

IPB Bild

Originaltitel: Big Bus, The
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1976
Regie: James Frawley

Darsteller:
Joseph Bologna
Stockard Channing
John Beck
Rene Auberjonois
Ned Beatty
Bob Dishy

OFDB Inhalt:

Von New York nach Denver non-stop soll sie gehen, die Reise des ersten, voll nuklearbetriebenen, luxuriösen Spezialbusses, doch leider hat es eine mysteriöse Gruppe von Saboteuren, deren Boss der an eine eiserne Lunge gefesselte Ironman (Jose Ferrer) ist, auf das Gefährt abgesehen. Da der Pilot Shoulders (John Beck) des öfteren nervöse Ohnmachts-anfälle hat, muß schon bald sein Freund Dan Torrence (Joseph Bologna) ans Steuer. Trotzdem sind jede Menge Katastrophen vorprogrammiert…

Also, ich hatte den früher als kleiner Stöpsel biggrin.gif nen paarmal gesehen und fand den ziemlich gut, aber das fand man früher sicher immer als sich was aufm TV bewegte cool.gif .

Als ich den heute geguckt hab fand ich den nicht mehr wirklich lustig, er zog sich an manchen stellen wirklich arg und warauch sinst nicht so dolle. Ein paar mal gegrinst, 2 mal gelacht, aber sonst, naja. Lange Rede kurzer Sinn. Wer sehen will wie die FIlme von Airplane – Nackte Kanone angefangen haben, sollte den gucken, alle anderen sollten dies tunlichst unterlassen doc.gif

6/10

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