Kategorie Filme

Death Wish 5 – The Face of Death

Death Wish 5 – The Face of Death

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Erscheinungsjahr: 1994
Regie: Allan A. Goldstein

Darsteller: Charles Bronson
Lesley-Anne Down
Michael Parks
Chuck Shamata
Kevin Lund
Robert Joy
Saul Rubinek
Miguel Sandoval
Kenneth Welsh

Inhalt@OFDB

Um die "Death Wish"-Reihe zu Beenden habe ich mir nun abschließend noch den fünften Teil angesehen. Als einziger Film der Reihe der in den 90er Jahren entstand markiert "Death Wish 5" somit das Ende der Revenge-Reihe und gleichzeitig auch das Ende von Charles Bronsons Kinokarriere. Nach diesem Film war er leider nie mehr im Kino zu sehen.
"Death Wish 5" beginnt unheimlich träge und schleppend. Die Story die sich zunächst um Mode zu drehen scheint, langweilt von Beginn an. Aber nach 30-40 Minuten sieht man langsam Land, denn Michael Parks spielt den Oberbösewicht einfach genial. Unheimlich fies und dreckig aber dabei vergisst er auch etwas beißenden Witz und Ironie nicht. Meiner Meinung nach genau der richtige Ansatz.
Neben Michael Parks wissen aber auch die recht kreativen Tötungsarten von Kersey zu gefallen, der im letzten Teil der Reihe wirklich mal recht einfallsreich die Gangsterreihen lichtet.
So wandelt sich der Film von einem anfänglichen Totalausfall zu einem soliden Abschluss mit schön bleihaltigem Finale.
Wirklich beachtlich wie aus einem Thema zu dem bereits in Teil 1 eigentlich alles gesagt war eine fünfteilige Reihe entstehen konnte. Die Qualität war zwar in der Regel nicht allzu besonders, aber auf durchgehend brauchbaren Niveau. Die Sichtung der 5 Teile habe ich keinesfalls bereut.

6/10

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Death Wish 4: The Crackdown – Das Weiße im Auge

Death Wish 4: The Crackdown – Das Weiße im Auge

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Erscheinungsjahr: 1987
Regie: J. Lee Thompson

Darsteller: Charles Bronson
Kay Lenz
John P. Ryan
Perry Lopez
George Dickerson
Soon-Tek Oh
James Purcell
Michael Russo
Danny Trejo

Inhalt@OFDB

Da ich Teil 3 ja schon vor einiger Zeit geschaut habe, springe ich von Teil 2 direkt zu Teil 4. Mit "The Crackdown" kommt das "Death Wish"-Franchise nun vollends bei den straighten Actionfilmen an. Die Tochter von Kerseys Freundin stirbt an einer Überdosis. Klare Sache das Kersey nun unter den bösen Dealern aufräumt. Doch damit ist die Sache nicht ausgestanden, wird er doch kurz darauf von einem alten Knacker engagiert um in bester Django-Manier die 2 größten Banden der Stadt gegeneinander auszuspielen.
Insgesamt also weniger Rache-Film als recht durchschnittlicher 80s-Action-Reißer. Besonders das Finale hats aber in sich. Wie Kersey hier mit seinem M16 mit angeschraubtem Granatwerfer aufräumt macht schon Spaß. Insgesamt ist der Weg dahin aber gepflastert mit Sterotypen und allzu bekannten Versatzstücken die zwar durch die immer wieder auftretende Action ganz gut zusammengehalten werden, aber insgesamt dann doch erneut weder an Teil 1 oder 3 heranreichen können. Da kann auch der kleine Auftritt von Danny Trejo nur wenig dran rütteln.
Wirklich exzellent sind allerdings die diversen One-Liner die Kersey aufsagen darf. Da findet ihn z.B. ein Gangster in dessen Küche:
Gangster: "What the fuck are you doing here?"
Kersey: "I was making a sandwich."
Insgesamt gute:

6/10

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Black Christmas – Jessy-Die Treppe in den Tod

Black Christmas – Jessy-Die Treppe in den Tod

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Erscheinungsjahr: 1974
Regie: Bob Clark

Darsteller: Olivia Hussey
Keir Dullea
Margot Kidder
John Saxon
Marian Waldman
Andrea Martin
James Edmond
Doug McGrath

Inhalt@OFDB

"Black Christmas" wird recht oft als eine Art Vorläufer des bekannten Slashers gehandelt. Soweit würde ich nun nach der Sichtung nicht gehen, da der Film zwar viele Merkmale dieses Genres enthält(und evtl. sogar erfindet), aber sich doch insgesamt noch mehr wie ein Horror-Thriller anfühlt.
Die Atmosphäre ist stimmig(die Telefonanrufe des Killers sind richtig fies), die Darsteller(besonders Margot Kidder(!) und John Saxon) machen ihre Sache sehr gut und der Film wechselt immer mal wieder zwischen spannenden und teils sehr verstörenden Horrorszenen und beißend fiesem Humor("Fellatio" oder die daueralkoholisierte Dame). Zwar reißt die Story insgesamt keine Bäume aus und hat auch gerade heute Probleme damit nicht allzu vorhersehbar zu sein, weiß aber dank der recht simplen Grundprinzipien soweit auch zu gefallen und ist unter dem Standpunkt der Entstehungszeit in jedem Fall beachtlich. Zwar zieht sich der Film im Mittelteil ein wenig, kann dann aber mit dem schaurig fiesen Ende nochmal Punkten. Insgesamt ein feiner, teils unheimlicher, teils verstörender und teils richtig witziger Horror-Thriller den man als Genre-Fan definitiv kennen sollte.

7/10

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American Graffiti

American Graffiti

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Erscheinungsjahr: 1973
Regie: George Lucas

Darsteller: Richard Dreyfuss
Ron Howard
Paul Le Mat
Charles Martin Smith
Cindy Williams
Candy Clark
Mackenzie Phillips
Wolfman Jack
Bo Hopkins

Inhalt@OFDB

"You’re the most beautiful, exciting thing I’ve ever seen in my life and I don’t know anything about you."
Nach "THX-1138" nun wie angekündigt noch "American Graffiti" von George Lucas. Anders als "THX-1138" zog mich "American Graffiti" direkt in seinen Bann. Klar, die Herangehensweise ist direkter und das Thema an sich ist auch viel leichter zugänglich. Aber Lucas versteht es auch wirklich diese ganzen kleinen Geschichten locker und sehr unterhaltsam zu erzählen. Eine Nacht in den 60er Jahren, mit coolen Typen, schönen Autos, Drive-Ins, Autorennen, Liebe und toller Musik. Den Kosmos den das Drehbuch hier vorgibt und den Lucas wahrlich gekonnt umsetzt, macht von Minute 1 an Spaß und die knapp 2 Stunden vergehen wie im Flug. Dazu ist es herrlich amüsant Filmemacher Ron Howard und Altstar Harrison Ford in diesem Frühwerk zu beobachten. Besonders Ron Howard wirkt so herrlich spitzbübisch. Das echte Highlight des Films ist aber der Radiomoderator "Wolfman", den natürlich auch jeder der Jugendlichen hört. Coole Sprüche, coole Songs und einfach eine witzige Sidenote im Film.
Insgesamt ist "American Graffiti" genau der gute Laune Film den ich erwartet hatte, ohne dabei auf eine klitzekleine Prise Drama und Wehmut zu verzichten. Genau so muss es sein.

8/10

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Duell der Magier

Duell der Magier
Originaltitel: The Sorcerer’s Apprentice – Erscheinungsjahr: 2010 – Regie: John Turteltaub

Darsteller: Nicolas Cage, Jay Baruchel, Alfred Molina, Monica Belluci, Teresa Palmer

Filmkritik: Einfach nur richtig gutes Popcornkino. So, da wir jetzt das Fazit eigentlich schon hinter uns haben, wie kommt man zu dieser Ansicht?
Das „Duell der Magier“, im Original besser betitelt als „The Sorcerer’s Apprentince“ (Der Zauberlehrling) beginnt gleich mit einem der wenigen großen Minuspunkte des Films: Innerhalb von fünf Minuten bekommt man durch einen hastigen Zusammenschnitt und Kommentaren aus dem Off die Hintergrundgeschichte eingebläut. Merlin wird platt gemacht, aber hatte drei Lehrlinge, Baltasar ist der wie eigentlich immer unterhaltsame Nic Cage, Horvath ist Alfred Molina und damit der Bösewicht und Monica Belluci ist heiß und sperrt sich mitsamt der bösen Zauberin Morgana le Fay in eine Urne ein. Ein Ring soll Baltasar zu demjenigen führen, der wieder der oberste Magier werden kann.
Durch einen blöden Zufall entkommt beim Finden des noch anzulernenden Meisters der Magie, dargestellt von Jay Baruchel...

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Bad Lieutenant

Bad Lieutenant

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Erscheinungsjahr: 1992
Regie: Abel Ferrara

Darsteller: Harvey Keitel
Victor Argo
Paul Calderon
Leonard L. Thomas
Robin Burrows
Frankie Thorn
Victoria Bastel
Paul Hipp

Inhalt@OFDB

Da ich zwar das – nur namentlich verwandte – "Remake" von Werner Herzog gesehen habe, aber das Original nicht kannte, war es an der Zeit auch diese Lücke einmal zu schließen. Da ich aus dem bisherigen Tenor entnommen habe, dass Fans des Originals den Herzog-Film nicht mögen und andersherum, hielten sich meine Erwartungen aber eher in Grenzen, da ich den Herzog-Film ziemlich stark fand.
Zunächst weiß der Film sehr gut zu gefallen. Die Figur von Harvey Keitel ist von Beginn an als richtig fieser, schleimiger Typ ausgelegt, der andere aufs Kreuz legt wo es nur geht und den Tag überhaupt nur mit genügend Alkohol und harten Drogen übersteht. Daraus entstehen einige richtig fiese Szenen(z.B. wenn Keitel bei 2 jungen Mädchen die Führerscheine kontrollieren will), nach manch einer man beinahe schon das verlangen hat erst einmal duschen zu gehen.
Doch schnell merkt man, dass dem Film eine etwas bessere Story doch ganz gut gestanden hätte, denn die erwähnten Sachen sind auch fast das Einzige was den Film überhaupt antreibt. Es geht im Groben um Baseball-Wetten, eine Nonnen-Vergewaltigung, Jesus und das Zeigen von diversen Drogenexzessen, in der Regel möglichst explizit und detailliert. Zudem ist das Ende des Films bereits nach 10 Minuten fest vorgeschrieben und klar ersichtlich. Der Film hat gar keine andere Option. Gelungen aber, dass das Ende dann über eine "versteckte Kamera" gefilmt wurde und die Reaktionen der Passanten somit echt sind. Gruselig.
Es ist zwar durchweg recht interessant zu beobachten wie Keitel schön mit dem unaufhaltsamen Strudel des Films mitgeht, denn sein Acting ist wieder einmal sehr gut...

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Days Of The Dead 3 – Evilution

Days Of The Dead 3 – Evilution
Originaltitel: Evilution – Erscheinungsjahr: 2009 – Regie: Name Chris Conlee



Darsteller: Eric Peter-Kaiser, Sandra Ramírez, Tim Colceri, Noel Gugliemi

Filmkritik: Tjaja, die deutsche Titelschmiede. „Days Of The Dead 3: Evilution“. So einen Titel muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Aber die Hauptsache ist natürlich, man hat einen bekannten Namen und kann sich an ihn klammern. Vielleicht greifen ja Freunde des Namens eher zu, anstatt sonst auf irgend einen Zombiefilm zuzusteuern.
Das im Kaufhaus unter Filmnormalos so etwas zieht glaube ich aber leider weniger, denn in den letzten paar Jahren haben wir hier in Deutschland so eine Art Peinlichkeits-Trilogie der neuen Zombiewelle aufgebaut. Angefangen mit dem gelackten, hirntoten (man vergebe mir diesen Gag) Remake des Original Romero-Überklassikers, dann kam der irritierend andere (aber leider nicht gute) Schnellschuss „Day Of The Dead 2: Contagium“ raus, bevor nun schnell ein „s“ hinter den „Day“ geklatscht wurde und uns mit „Evilution“ der dritte Teil dieser schlechten Trilogie entgegenspringt.

Oh, habe ich damit etwa die g...

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Heroic Trio

Heroic Trio
Originaltitel: Dung fong saam hap – Erscheinungsjahr: 1993 – Regie: Johnnie To



Darsteller: Michelle Yeoh, Anita Mui, Maggie Cheung, Damian Lau, Anthony Wong

Filmkritik: Johnnie To ist kein unbeschriebenes Blatt. Immer wieder liefert der Ausnahmeregisseur aus Hong Kong tiefsinnige, dramatische, emotional packende und / oder verdammt actionreiche Streifen der oberen Güteklasse ab. So langweilig wie es auch sein mag, das „Heroic Trio“ von Anfang der 90er machte da keine Ausnahme.

Im Film geht es um drei Frauen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Alle Drei springen durch die bunten, bis ins letzte Detail stilisierten Bilder einer nicht näher benannten Zukunft/Vergangenheit/Wasauchimmer-Welt, in der gerade ein Serienentführer männliche Babys im Dutzendpack entführt...

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Death Wish 2

Death Wish 2

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Erscheinungsjahr: 1982
Regie: Michael Winner

Darsteller: Charles Bronson
Jill Ireland
Vincent Gardenia
J.D. Cannon
Anthony Franciosa
Ben Frank
Robin Sherwood
Silvana Gallardo

Inhalt@OFDB

Musste man im ersten "Death Wish" schon ein paar Gegebenheiten so hinnehmen, ist die Pille die man im zweiten Teil schlucken muss deutlich größer. Angefangen von der erneuten Vergewaltigungssituation bis hin zum wahrlich kuriosen Tot von Kerseys Tochter, ist einiges dabei wo man anfängt den Kopf zu schütteln. Aber irgendwie muss man Kersey ja dazu bekommen die Knarre wieder auszupacken. Das er nun, anders als im ersten Film, auch quasi ausschließlich Jagd auf die Killer/Vergewaltiger macht, nimmt dem Film einen schönen Faktor den ich in Teil 1 noch sehr mochte. So ist "Deaht Wish 2" nun wirklich ein lupenreines Revengemovie, schnörkellos inszeniert und unübersehbar nun von "Cannon" Produziert. Der Film spricht an vielen Ecken die Sprache Golan/Globus, angefangen von der viel schnelleren Inszenierung über den Soundtrack hin zur klar gesteigerten Gewalt und reduziertem Rest.
Doch dem Film fehlen auch die üblichen Sachen die vielen "Cannon"-Filmen abgehen. Ist dies bei Krachern wie "Missing in Action", "Delta Force" und Konsorten noch eher Nebensächlich, fällt dies bei "Death Wish" auf, gerade auch weil der erste Teil doch noch eine andere Richtung einschlug. Ein bisschen schade. Auch spielt Bronson in Teil 2 ziemlich auf Sparflamme. Zumindest sind anders seine minimalistischen Reaktionen auf viele Situationen gar nicht zu erklären. Der Tot seiner Tochter, Heiratsantrag an seine Freundin, oder auch nur eine simple Szene, in der seine Freundin(übrigens Real-Life Frau von Bronson) ihm vom Erfolg in ihrem Job erzählt. Er quittiert fast alles mit einem knappen Satz("That’s great") und keinerlei Regung oder Stimmlagenveränderung. Wirkt kurios, aber irgendwie auch witzig.
Aber klar, als "guilty ...

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MacGruber

MacGruber

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Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Jorma Taccone

Darsteller: Val Kilmer
Kristen Wiig
Ryan Phillippe
Maya Rudolph
Rhys Coiro
Will Forte
Powers Boothe
Dalip Singh
Chris Jericho

Inhalt@Moviemaze

"MacGruber" basiert auf kleinen 5 Minuten Sketchen aus "Saturday Night Live". In diesen kurzen Fetzen wird offensichtlich "MacGuyver", der Knilch der aus einer Windel und einem Tennisball eine Bombe bauen kann, veralbert. Die Rolle wird gespielt von Will Forte.
Irgendwer dachte nun, der Stoff hätte wohl Potential für einen Kinofilm und so entstand "MacGruber".
Der Film versteht sich neben seinen (nicht sehr zahlreichen) "MacGuyver"-Parodien auch als Parodie auf den ein oder anderen Hollywood-Film aus den 80er Jahren. Jazzmusik, Sexszenen unterlegt mit säuselnder Musik und recht derbe Gewalt.
Doch früh scheitert der Film daran, dass das Parodiekonzept nie für einen 90 Minuten-Film gedacht war. Dazu hätte man vor allem an der Gagschraube drehen müssen, denn im fertigen Film gibt es einfach zu wenige "Gags per Minute" als das man so von der gar nicht mal so guten Story abgelenkt wird.
Schauspielerisch wird dafür aber einiges geboten. Val Kilmer, Ryan Phillippe und Powers Boothe sind alle ziemlich gute Besetzungen für die jeweiligen Rollen. Dazu gibt es noch einen Kurzauftritt einer Gruppe Wrestler, der allerdings früh recht explosiv beendet wird und irgendwie gleichzeitig auch den Wendepunkt des Films darstellt. Bis dahin dachte man noch "Cool, das könnte was werden" doch dann fangen die peinlichen Witzchen an und die Qualität sinkt. Es gibt zwar immer wieder echte Gag-Highlights und die Action ist wie gesagt erfreulich PG-13-Frei inszeniert, insgesamt steckte aber viel mehr Potential in dieser Idee. Man hätte sich wohl mehr auf eine 80s-Actionfilm Parodie einigen sollen mit ein paar eingestreuten MacGuyver-Gags...

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THX 1138

THX 1138

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Erscheinungsjahr: 1970
Regie: George Lucas

Darsteller: Robert Duvall
Donald Pleasence
Don Pedro Colley
Maggie McOmie
Ian Wolfe
Marshall Efron
Sid Haig
John Pearce

Inhalt@OFDB

George Lucas ist mir ja spätestes seit Episode 1-3 und den "Verbesserungen" an den alten Filmen ein Dorn im Auge. Der Dorn ist gar so groß, dass ich mir bislang nicht einmal die wirklich guten 3 alten "Star Wars" Teile gekauft habe. Nichts desto trotz möchte ich aber doch noch 2 seiner frühen Werke sichten. Zum einen ist dies der hier besprochene "THX 1138", als nächstes wird auch noch "American Graffiti" kommen. Doch zunächst einmal zu diesem bedrückenden Sci-Fi Drama.
An "THX 1138" sind viele Dinge faszinierend. Der Zuschauer wird lange Zeit, eigentlich sogar die ganze Zeit, im unklaren gelassen "was" und "wann" er dort eigentlich gerade beobachtet. Die sterile, in Weiß gehaltene Welt, die scheinbar nur aus kühlen, kahlen Räumen besteht und von Personen bevölkert wird die auf Namen wie THX-1138 oder SEN hören, wirkt sehr befremdlich, unheimlich und unwirklich. Es scheint weder Liebe, noch normale Formen der Fortpflanzung zu geben. Der Polizeiapparat besteht aus Robotern und totale Überwachung ist alltäglich.
Der Film folgt ganz klassisch einer Figur die kurz davor ist, diese seltsame Welt, seine tägliche Arbeit und das selbstverständlich zu sein scheinende Einnehmen von Sedativen zu hinterfragt. Auch empfindet er plötzlich etwas für seine weibliche Mitbewohnerin.
Diese Situation fesselt den Zuschauer in der ersten Hälfte ziemlich stark, nicht nur weil man wissen will, um was es sich hier nun handelt und was THX-1138 nun als nächstes tut, sondern besonders durch die Unwirklichkeit, die aber gleichzeitig genügend Parallelen zur heutigen Welt schlägt, evtl. sogar mehr als es damals 1970 der Fall war...

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Encounters at the End of the World

Encounters at the End of the World

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Erscheinungsjahr: 2007
Regie: Werner Herzog

Bin momentan irgendwie in Doku-Stimmung. Da ich diese Südpol-Doku von Werner Herzog noch herumliegen hatte, und bisher eher wenig Muße hatte mir diese auch wirklich anzusehen, war nun wohl definitiv der richtige Zeitpunkt.
Herzog fand das Interesse an der Arktis durch seinen Freund und Hobbytaucher Henry Kaiser, der mit seinen wundervollen Aufnahmen aus der Unterwasserwelt der Arktis sicher nicht nur Herzog verzaubern konnte. Kurzerhand entschied er sich zu einer Doku dieses interessanten, kahlen Schauplatzes voller interessanter Lebewesen und richtig schön verschrobenen Menschen aus aller Welt.
Natürlich kommentiert Herzog den Film in gewohnt genialer Weise selbst und kann mit seinem starken Dialekt und seiner trockenen Art erneut alle Sympathien für sich gewinnen. Einfach grandios wie er den Film mit seiner Stimme bereichert.
Aber auch die Bildkompositionen und Themenbereiche sprechen "Herzog". Da wechseln sich Interviews mit allerlei schrägen Typen ab mit tollen Unterwasseraufnahmen und geben so Einblick in eine Welt die man so nur selten einmal zu sehen bekommt. Da kommt der Besuch eines aktiven Vulkans zustande oder auch einfach nur die Begleitung eine Seelöwen-Forschertruppe. Stellenweise schon wirklich sonderbare Aufnahmen von einem Arktis-Überlebenstraining stehen schön im Kontrast zwischen den Aufnahmen der weißen Einöde(wie man es sich vorstellt) und dem dreckigen, dunklen Forschungsörtchen McMurdo, dass mit Pilates-Kursen, Bowlingsbahnen und sogar einem Geldautomaten so gar nicht in diese Welt hineinpassen will. Herrlich wie Herzog in Interviews allerlei Fragen stellt, die man sich kaum zu träumen gewagt hat. Da ein verschrobener Pinguienforscher eher wortkarg daher kommt, löchert Herzog ihn mit Fragen zu homosexuellen, verstörten Piguinen. Wer darf solche Fragen stellen, wenn nicht Herzog?
Das Herzs...

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Rush: Beyond the Lighted Stage

Rush: Beyond the Lighted Stage

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Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Sam Dunn
Scot McFadyen

Darsteller: Geddy Lee
Alex Lifeson
Neil Peart
Gene Simmons
Matt Stone
Sebastian Bach
Jack Black

"Rush" ist wohl eine der erfolgreichsten aber größtenteils unbekannten Bands die es gibt. Ich habe selbst erst vor nichtmal einem Jahr von der Existenz der Band erfahren und zwar durch den grandiosen Song "Spirit of the Radio" in der nicht minder tollen Serie "Freaks and Geeks".
Unglaublich wie eine Band mit dieser Geschichte(macht erfolgreich Musik seit den 70er Jahren bis heute, ausverkaufte Hallen seit etlichen Jahren) so dermaßen unscheinbar sein kann. Es muss wohl an der kanadischen Herkunft liegen. Unglaublich auch, dass die Band erst vor wenigen Jahren ihren ersten US-TV-Auftritt -im Colbert-Report- hatte. Mit diesen Plattenverkaufszahlen und diesem extrem guten Gitarren- und Drum-Spiel(!) sowie der enormen Wandlungsfähigkeit und dem Willen immer wieder neue Stile zu ergründen, sollte die Band doch eigentlich etwas bekannter sein. Evtl. ändert dies ja diese tolle Doku über die Entstehung und Aufstieg der Band von damals bis heute. Ich glaube zwar nicht dran, da wohl nur wenige Leute eine Doku über eine Band sehen die sie nicht kennen, aber evtl. erreicht es ja doch ein paar Menschen. Ich zumindest war von "Rush: Beyond the Lighted Stage" sehr begeistert. Anders als "Anvil" ist "Rush" im typischen Doku-Stil gehalten, mit reichlich Stimmen von bekannten Musikern gewürzt(Jack Black, Trent Reznor uva.), angereichert mit dem nötigen Witz, natürlich der tollen Musik und vielen interessanten Infos, auch bzw. wohl sogar vor allem für Nicht/Kaum-Kenner der Band. Die Phase der langen Songs(20 Minuten) Ende der 70er, die Elektrophase in den 80er Jahren, wirklich faszinierend was diese Band alles schon gespielt hat und mit welchem Können sie an die Instrumente gehen...

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Anvil! The Story of Anvil

Anvil! The Story of Anvil

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Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Sacha Gervasi

Darsteller: Steve Kudlow
Robb Reiner
Glenn Gyorffy
Ivan Hurd
Tiziana Arrigoni

Inhalt@OFDB

"At fourteen, they made a pact to rock together forever. They meant it."
Von der Metal-Band "Anvil" hatte ich zuvor fast nichts gehört. Kein Wunder, nach einem Höhenflug in den 80er Jahren verschwand die Band irgendwie durch unglückliche Zufälle und schlechtes Management in der Versenkung. Abseits der 3 bekannten Alben der Band gab es scheinbar sogar noch 9 weitere, die aber soweit wohl nicht sehr erfolgreich waren. Nun tritt die Band in Spielunken in der Heimat Kanada auf, sowie auf kleinen Tourneen in Europa, vor nicht mehr als 5-80 Fans und die Gage reicht gerade mal um die Tour selbst zu finanzieren bzw. oft nichtmal das. Die 2 Stamm-Mitglieder Lips und Robb Reiner(nicht der Regisseur) halten aber seit 30 Jahren nun die Anvil-Fahne hoch, immer im Glauben doch irgendwann wieder groß rauszukommen. Doch mit über 50 schon bald Metal-Opas wird dies immer unwahrscheinlicher. Wirklich glücklich sind die 2 mit ihrer Situation auch nicht, doch Robb macht im Gegensatz zu Lips zumindest ein bisschen was aus sich.
So handelt der Film über die kläglichen Versuche von Lips die Band irgendwie doch noch berühmt zu machen. Das diese Bemühungen schon vor langer Zeit viel zu spät gewesen wären und nun definitiv eher Verzweiflung sind, sieht er kaum ein. So ergeben sich viele lustige aber auch bemitleidenswert traurige Szenen und insgesamt eine wirklich recht gelungene, definitiv mitreißende Musikdoku. Selbst wenn man die Band nicht kennt aber zumindest Metal-Hörer ist, macht die Doku reichlich Spaß. Dies liegt besonders an den stellenweise recht kuriosen Szenen und den 2 tollen Hauptdarstllern. Vergleichbar ist das Ganze natürlich mit dem Klassiker "This is Spinal Tap", ist dabei aber definitiv eigenständiger und auch nicht gaaanz so lustig...

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Filmsichtung zu denen es schon Reviews gibt – 08.2010

The Rock(09.08.10):
Meisterlicher Actionreißer von Michael Bay. Immer wieder klasse, besonders jetzt auf Blu-ray.
10/10
Review

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