Kategorie Filme

Demoni – Dämonen 2

Dämonen 2
Originaltitel: Demoni – Erscheinungsjahr: 1985 – Regie: Lamberto Bava

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Darsteller: Urbano Barberini, Natasha Hovey, Karl Zinny, Fiore Argento, Paola Cozzo, Fabiola Toledo, Nicoletta Elmi, Stelio Candelli, Nicole Tessier, Geretta Geretta, Bobby Rhodes, Guido Baldi

Filmkritik: Cheryl (Natasha Hovey) und Kathy (Paola Cozzo) sind mit ihren Freunden George (Urbano Barberini) und Ken (Karl Zinny) zu einer Sneak-Preview eines Films im Metropol Kino Berlin verabredet. Das Kino ist fast leer. Auf der Leinwand entdecken zwei junge Leute in einem verfallenen Kloster das Grab von Nostradamus. Dabei entwickelt sich eine unheimliche Kraft, die die beiden Forscher in Dämonen verwandelt. Unter dem Publikum verwandelt sich plötzlich ein junges Mädchen, das sich an einer Filmrequiste verletzt hat, in ein furchterregendes Wesen, das die übrigen Besucher angreift. Die Bestie reißt einen Zuschauer nach dem anderen. Die Opfer verwandeln sich in grausame, blutrünstige Dämonen. Sie jagen nach den Menschen und jeder, der von ihnen gepackt wird, stirbt einen grausamen Tod und verwandelt sich ebenfalls in einen Dämon. George und Cheryl suchen schließlich den Kampf…

Wenn man nach Filmen sucht die als Inspirationen für „From Dusk Till Dawn“ oder „28 Days Later“ gedient haben, landet man schnell bei Bavas „Demoni“ aus dem Jahre 1985. Und bereits bei der Story muss man unweigerlich Parallelen zum Tarantino-Drehbuch zu „From Dusk Till Dawn“ ziehen.

Doch früh merkt man, dass Lamberto Bava kein Robert Rodriguez ist und Dario Argento kein Quentin Tarantino. Denn nach eigentlich recht stimmigem Start des Films, inklusive unheimlicher Figur die Kinofreikarten in der U-Bahn verteilt und anschließendem Besuch des seltsamen „Metropol“ Kinos in Berlin, verliert sich der Film gleichsam in den Unzulänglichkeiten des Drehbuchs und der Filmemacher.

Das Script ist derart löchrig, unschlüssig und wirkt wie ein Flickenteppich, das die anfäng...

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Cujo

Cujo
Originaltitel: Cujo- Erscheinungsjahr: 1983 – Regie: Lewis Teague

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Darsteller: Dee Wallace, Danny Pintauro, Daniel Hugh Kelly, Christopher Stone, Ed Lauter, Lee Kaiulani, Billy Jayne, Mills Watson, Sandy Ward, Jerry Hardin, Merritt Olsen, Arthur Rosenberg

Filmkritik: Für Donna Trenton, eine frustrierte amerikanischen Ehefrau, wird das Leben plötzlich aus den Fugen geworfen, als ihr Mann herausfindet, das sie eine Affäre hat. Zur gleichen Zeit wird der Bernhardiner Cujo der Familie Camber bei einem Streifzug durch den nahen Wald von einer tollwütigen Fledermaus gebissen. Als Donna und ihr fünfjähriger Sohn Tad während der nächsten Tage zur Werkstatt der Cambers fahren und dort ihr Wagen den Geist aufgibt, wird aus der Panne im Nirgendwo in kurzer Zeit ein gefährlicher Belagerungszustand, denn Cujo verwandelt sich langsam aber sicher in ein blutrünstiges Ungetüm…

„Cujo“ kann man getrost als eine der besseren Stephen King Verfilmungen bezeichnen. Die Geschichte beginnt zunächst recht ruhig. Die Familienprobleme der Trentons werden beleuchtet und die Figuren werden soweit gefestigt, dass sie für den weiteren Film zum mitfiebern einladen. Dee Wallace kann als treusorgende Mutter mit fiesem Seitensprung überzeugen und legt die Figur auch etwas zwielichtig an. Etwas zu kurz kommt die Familie rund um den Titelgebenden Bernhardiner Cujo. Die Werkstatt/Farm, weit ab vom Schuss ist insgesamt doch mehr ein Plotdevice als eine vollwertige Storykomponente. Aber irgendwo muss Cujo halt herkommen. Wieso man einem Hund der gerne durch die Wildnis stromert keine Tollwutimpfung verpasst ist allerdings schon fragwürdig. Aber genug der Logiklöcher.

Sobald der Horrorteil des Films beginnt, verwandelt sich der zuvor recht Locationreiche Film in ein Kammerspiel...

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Black Zombies – Demoni 3

Black Zombies
Originaltitel: Demoni 3 – Erscheinungsjahr: 1991 – Regie: Umberto Lenzi

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Darsteller:
Keith Van Hoven, Joe Balogh, Sonia Curtis, Philip Murray, Juliana Teixeira, Maria Alves, Cléa Simões, Justo Silva, Rita Monteiro, Felix Lorival, Paul R. Goodman, Tony Martins u.A.

Filmkritik: Was ist eigentlich mit der italienischen Filmindustrie Ende der 80er passiert? Es scheint fast so, als wären ab Mitte der 80er sämtliche vorher talentierte Regisseure ihres Könnens beraubt worden. Heutiger Fall: Umberto Lenzi!

Der Maestro der gelungenen und actionreichen „Italo-Crime“-Streifen wie „Die Kröte“, „Die Gewalt bin ich“ oder auch „Das Schlitzohr und der Bulle, der Begründer des Kannibalenfilms mit „Mondo Cannibale“ und der Macher des wohl derbsten Menschenfresserstreifens mit „Die Rache der Kannibalen“, er hat es anscheinend einfach nicht mehr drauf. Nicht nur gibt es in „Black Zombies“ ganze sechs(!) „Black Zombies“, die noch dazu eher untote Slasher-Killer sind, sondern das Ganze hat auch rein nichts mit der „Demoni“-Reihe zu tun.

„Seit dieser furchtbaren Nacht leidest du an deiner schlimmen Klaustrophobie und all deinen anderen psychischen Problemen!“

sagt die Schwester des Mental instabil wirkenden Schwarzmagie-Fans, der durch die eigene Blödheit zum Spielball dunkler Mächte wird und dank einer auf Audiokassette aufgenommenen Beschwörungsformel die (hierzulande) titelgebende „Black Zombies“ auf einer alten Plantage wieder zu neuem Leben erweckt. Dabei war doch eigentlich der Urlaub in Brasilien gar nicht so gedacht, aber egal, von nun an wird auf in einer alten Hütte rumgehockt und auf den Tod gewartet.

Dabei sind blöde Dialoge und schlechte Darsteller das Einzige, was vielleicht vor dem Einschlafen bewahrt. Wenn etwa eine Person mit einem Wiederhaken ein Auge ausgerissen bekommt und das Ganze mit einem „Au!“ kommentiert, kann man durchaus schon einmal die Mundwinkel nach oben reißen...

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Frauen in Ketten – Black Mama, White Mama

Frauen in Ketten – Black Mama, White Mama
Originaltitel: Black Mama, White Mama – Erscheinungsjahr: 1973 – Regie: Eddie Romero

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Darsteller:
Pam Grier, Margaret Markov, Sid Haig, Lynn Borden, Zaldy Zschornack, Laurie Burton, Eddie Garcia, Alona Alegre, Dindo Fernando, Vic Diaz, Wendy Green, Lotis Key u.A.

Filmkritik: Frauenknastfilme sind wirklich nicht das Spannendste aller Filmgenres. Meist wird zusammen geduscht, man gibt sich lesbischen Spielen hin und die fiese Aufseherin(nen) versuchen den Knastweibern an die Wäsche zu gehen. All dies passiert auch Pam Grier und ihrer Kollegin Margaret Markov in dem klassisch frauenknastig betitelten „Frauen in Ketten“. Allerdings bereits alles in den ersten zwanzig Minuten, danach sind die beiden ungleichen Streithähne (Grier als selbstzentrierte Gangsterbraut, Markov als Revoluzzerin) bereits aneinandergekettet auf der Flucht vor zahlreichen Fraktionen, die sich das Kopfgeld für das Duo sichern wollen.

„Wenn du dich clever anstellst, kannst du es hier im Knast sehr leicht haben!“

Und ebenfalls, wie so oft, ist Sid Haig mit dabei, der hier zwar relativ spät in den Streifen einsteigt, dafür aber als fickeriger Gangster sofort jede Szene an sich reißt, in der er mitspielt und etliche Großartigkeiten abzieht, bevor er dahin verschwindet, wo eben so ziemlich jeder 70er Jahre Haig-Charakter hin verschwunden ist: in die ewigen Jagdgründe.
Das muss aber kein Grund zur Trauer sein, schließlich gibt es bei „Black Mama, White Mama“ nicht nur immer größer werdende Schießereien zu bewundern, sondern auch episodenhafte Abenteuer der beiden Damen, die sich auf dem Weg in die Freiheit mit allerlei Widrigkeiten herumschlagen müssen.

Dabei ist das Geschehen pointiert und knapp auf gut 80 Minuten verteilt und überzieht so nicht seine Willkommenszeit...

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GoldenEye

GoldenEye
Originaltitel: GoldenEye – Erscheinungsjahr: 1995 – Regie: Martin Campbell

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Darsteller:
Pierce Brosnan, Sean Bean, Izabella Scorupco, Famke Janssen, Joe Don Baker, Judi Dench, Gottfried John, Robbie Coltrane, Alan Cumming, Tchéky Karyo, Desmond Llewelyn, Samantha Bond

Filmkritik: Die russische Terror-Organisation „Janus“ bringt das hochentwickelte Waffensystem „GoldenEye“ unter ihre Gewalt. Durch gezielte elektromagnetische Angriffe wollen sie die westliche Welt in die finanzielle Steinzeit zurückbefördern, indem sie zuerst die Konten leerräumen und dann durch den EMP alle Server zerstören.
Mithilfe der jungen russischen Computerprogrammiererin Natalya Simonova (Izabella Scorupco) macht sich James Bond (Pierce Brosnan) auf die Jagd nach den Verbrechern. Doch noch ahnt er nicht, dass der Kopf der Gruppe sein ehemaliger Kollege, der vermeintlich tote Alec Trevelyan (Sean Bean) ist…

Martin Campbell, der 2006 mit „Casino Royale“ eine neue Bond-Ära eingeläutet hatte, wurde auch im Jahr 1995 bereits mit dieser Aufgabe betraut. Damals war es aber noch Pierce Brosnan und so neu was das alles auch nicht was da versucht wurde, aber alle die Mitte der 80er geboren wurden, sind mit „GoldenEye“ bzw. generell mit den James Bond Filmen von Pierce Brosnan aufgewachsen. Dadurch nimmt dieser Bond-Film einen besonderen Stellenwert ein.

Die Story von „GoldenEye“ ist größtenteils recht typisch für ein Bond-Abenteuer und wirkt da als Neuanfang doch ein wenig befremdlich.
Das sich Sean Bean mit seinem Abtreten nach nicht einmal 15 Minuten Laufzeit nicht bereits komplett aus dem Film verabschieden wird ist ziemlich klar. So weiß man bereits sehr schnell, auf was für ein Aufeinandertreffen der Film hinarbeitet.
Dem Film fehlt aber trotzdem irgendwie ein klarer Feind. Vielmehr wird der Feindfaktor gerecht unter mehreren Figuren verteilt...

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Grown Ups – Kindsköpfe

Kindsköpfe
Originaltitel: Grown Ups – Erscheinungsjahr: 2010 – Regie: Dennis Dugan

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Darsteller: Adam Sandler, Kevin James, Salma Hayek, Steve Buscemi, Maria Bello, Chris Rock, Rob Schneider, David Spade, Jamie Chung, Maya Rudolph, Norm MacDonald, Tim Meadows

Filmkritik: Nicht jeder, der älter wird, wird auch erwachsen! Comedy-Superstars Adam Sandler, Kevin James, Chris Rock, David Spade und Rob Schneider spielen auf umwerfend komische Art fünf Sandkastenfreunde, die an einem Wochenende gute, alte Zeiten wiederaufleben lassen. Dabei kümmert es sie wenig, dass sie alle mittlerweile angesehene Geschäftsmänner, Ehemänner und Väter sind die KINDSKÖPFE haben einen Heidenspaß.

Nachdem Sandlers „That’s My Boy“ zuletzt eine ziemlich Überraschung war, war der Wille da auch „Grown Ups“ nach zu holen. Ein Ensemble-Film mit Stars aus dem Comedy-Bereich. Die Namen deuten schon aus auf welchen Comedy-Sektor hier gezielt wurde, denn Darsteller wie Rob Schneider oder David Spade sind nun mal nicht unbedingt als Feingeister bekannt. Doch kann „Grown Ups“ trotzdem überzeugen?

Die klare Antwort ist „Ja“. Denn „Grown Ups“ versteht es, die Gags die dann doch eher unter der Gürtellinie angesetzt sind stets gut einzubetten und meist direkt mit einem gelungeneren Witz zu verabreichen, ähnlich wie wenn man übel schmeckende Medizin mit einem Glas Wasser hinterher einnimmt.

Vor allem aber gefällt bei „Grown Ups“ die Atmosphäre der „alte Säcke treffen sich für ein Wochenende um mal wieder an alte Zeiten zu denken“-Grundidee. Gerade die älteren Semester der Zuschauer (end zwanziger und aufwärts) finden sich hier schnell zurecht. Zwar wird hier alles etwas überspitzer dargestellt (ist nun einmal Comedy) aber der Grundgedanke ist jederzeit klar und nicht zu verachten. Freundschaft, alte Zeiten und „früher war alles besser, oder?!“ bestimmt den ganzen Film und das Thema wird auch einfach nicht alt, im Gegensatz zu den Darstellern...

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My Best Friend’s Wedding – Die Hochzeit meines besten Freundes

Die Hochzeit meines besten Freundes
Originaltitel: My Best Friend’s Wedding – Erscheinungsjahr: 1997 – Regie: P.J. Hogan

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Darsteller:
Julia Roberts, Dermot Mulroney, Cameron Diaz, Rupert Everett, Philip Bosco, M. Emmet Walsh, Rachel Griffiths, Carrie Preston, Susan Sullivan, Christopher Masterson, Raci Alexander, Jennifer Garrett

Filmkritik: Julianne (Julia Roberts), genannt Jules und Michael (Dermot Mulroney) sind seit Kindertagen die besten Freunde, doch als Michael eines Tages seine Hochzeit mit Kimberly (Cameron Diaz)ankündigt, geht Jules plötzlich die Erkenntnis auf, daß sie ihn selbst liebt und sie doch viel eher wie füreinander geschaffen wären. Sie eilt sogleich hilfreich bei den Vorbereitungen an seine Seite, allerdings mit der Intention, die Hochzeit auf jeden Fall zu verhindern. Doch jegliche Form der Sabotage, incl. eines Versuchs Michaels Eifersucht mittels Jules‘ schwulem Mitarbeiter zu erwecken, ist vergeblich und so bleibt Jules am Ende nur die Wahrheit und die Hoffnung, daß er sich für sie entscheidet…

Nachdem sich Julia Robert nach dem Erfolg von „Pretty Woman“ 1990 immer zwischen Kassenschlagern und kleineren Filmen hin und her bewegte, kehrte sie 1997 wieder zurück zu dem Genre, dass sie einst berühmt machte: Die Rom-Com.

Mit „My Best Friend’s Wedding“ begab sie sich dann zugleich auch daran, dem eingefahrenen Genre neue Aspekte abzugewinnen, der Julia spielt hier nicht etwas die typische Zuschauer-Freundin sondern ist, im weitesten Sinne, die Böse, will sie doch die Hochzeit ihres besten Freundes torpedieren damit sie ihn heiraten kann und nicht eine dahergelaufene neue Freundin von ihm.

Doch bei genauerem Hinsehen gibt es dann doch nicht so viel Neues zu sehen. Julia spielt  gewohnt sympathisch wie eh und je und ihre negative Seite wird dadurch wieder wett gemacht, dass Cameron Diaz so überspitzt freundlich spielt, dass man dann irgendwie doch wieder zu Frau Roberts hält.

Heimlicher Star des F...

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Sweet Home Alabama – Liebe auf Umwegen

Sweet Home Alabama – Liebe auf Umwegen
Originaltitel: Sweet Home Alabama – Erscheinungsjahr: 2002 – Regie: Andy Tennant

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Darsteller:
Reese Witherspoon, Josh Lucas, Patrick Dempsey, Candice Bergen, Mary Kay Place, Fred Ward, Jean Smart, Ethan Embry, Melanie Lynskey, Courtney Gains, Mary Lynn Rajskub, Rhona Mitra

Filmkritik: Das ehemalige Landei Melanie (Reese Witherspoon) ist der neue Shootingstar in der New Yorker Modebranche und zudem frisch verliebt. Andrew Hennings (Patrick Dempsey) heißt der vielbegehrte Traumprinz und als er Melanie bei „Tiffanys“ einen Heiratsantrag macht, ist sie überglücklich…bis auf eine winzige Kleinigkeit, die zuvor noch zu klären wäre: Melanie ist formell nicht nur ein Landei aus einem kleinen Nest in Alabama, sondern zudem noch verheiratet und zwar mit ihrem ehemaligen Schulschwarm Jake (Josh Lucas).
Eben diesen hat sie zwar schon vor Jahren verlassen, doch die Scheidung wurde beiderseits nie konsequent durchgeführt. Um diese Kleinigkeit nachzuholen, fährt sie zurück in ihre Vergangenheit. Doch wie zu erwarten denkt ihr Mann gar nicht daran, zu unterschreiben…

„Sweet Home Alabama“ riecht schon meilenweit gegen den Wind so, als könnte man die Story des Films bereits nach 3 Zeilen der Inhaltsangabe im Schlaf rauf und runter beten. Irgendwie erinnert das Ganze ein wenig an ein Drehbuch für Julia Roberts, die sich 2002 aber bereits zu schade war für den Stoff. Reese Witherspoon und eine ganze Reihe anderer bekannter Namen sah das allerdings anders.

Aber so schlimm ist der Film nun auch nicht. Doch es knarrt ständig im Gebälk, was keinen guten Filmfluss ermöglicht. Die Story verläuft auf komplett vorhersehbaren Bahnen und macht besonders aus der sehr ertragreichen Homecoming Komponente, bis auf ein paar lahme Zoten, einfach mal so gar nichts ertragreiches. Was haben andere Homecoming-Filme wie „Beautiful Girls“ allein aus diesem Aspekt der Story herausgeholt...

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The Station Agent

Station Agent
Originaltitel: The Station Agent – Erscheinungsjahr: 2003 – Regie: Thomas McCarthy

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Darsteller:
Peter Dinklage, Patricia Clarkson, Bobby Cannavale, Raven Goodwin, Paul Benjamin, Michelle Williams, Jase Blankfort, Paula Garcés, Josh Pais, Richard Kind, Lynn Cohen, Marla Sucharetza

Filmkritik: Finbar McBride (Peter Dinklage) ist aufgrund seiner Kleinwüchsigkeit ein absoluter Aussenseiter, der ständig verspottet wird und verständlicherweise nicht viel für seine Mitmenschen übrig hat. Da seine grosse Leidenschaft Züge und Lokomotiven sind, hinterlässt ihm sein einziger Freund ein verlassenes Zugdepot in einem kleinen Kaff in New Jersey. Finbar gibt sein bisheriges Leben auf und will in der Provinz den Neuanfang wagen. Der Kioskbesitzer Joe (Bobby Cannavale) und die Malerin Olivia (Patricia Clarkson) interessieren sich für den Neuankömmling und versuchen auf ihn zuzugehen. Finbar versucht anfangs noch den beiden einsamen Nachbarn aus dem Weg zu gehen, schliesst dann aber doch Freundschaft mit beiden…

„The Station Agent“ ist der erste Film von Schauspieler Thomas McCarthy. Das ihm direkt solch ein einfühlsames, mitreißendes Indie-Drama gelingen würde, hätten wohl nur wenige für möglich gehalten. Verantwortlich dafür sind neben dem guten Drehbuch von McCarthy vor allem auch die durchweg überzeugenden Darsteller. Peter Dinklage, der momentan durch seine Rolle in „Game of Thrones“ einen zweiten Frühling erlebt, ist als kleinwüchsiger Hauptdarsteller überragend und trifft mit seiner gewohnten Art den Nagel der Figur voll auf den Kopf.

Die zwei anderen Nebenrollen sind mit Patricia Clarkson und Bobby Cannavale ebenfalls passend besetzt. Besonders Cannavale kann als, das Leben auskostender Hot-Dog-Verkäufer, voll überzeugen...

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Runaway Bride – Die Braut die sich nicht traut

Die Braut die sich nicht traut
Originaltitel: Runaway Bride – Erscheinungsjahr: 1999 – Regie: Garry Marshall

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Darsteller:
Julia Roberts, Richard Gere, Joan Cusack, Hector Elizondo, Rita Wilson, Paul Dooley, Christopher Meloni, Donal Logue, Reg Rogers, Yul Vazquez, Jane Morris, Lisa Roberts Gillan

Filmkritik: Der Kolumnist Ike Graham (Richard Gere) wird eines Tages wegen einer halberlogenen Story gefeuert. Seinen Namen kann er nur reinwaschen, indem er Abbitte leistet. Dazu reist er an den Ursprungsort seiner Story, eine amerikanische Kleinstadt, in der die Eisenwarenhändlerin Maggie Carpenter (Julia Roberts) schon drei Bräutigame vor dem Altar hat stehen lassen. Ike geht diesmal seriös vor, doch Maggie ist immer noch überaus wütend auf ihn. Natürlich verlieben die beiden sich mit der Zeit ineinander und so nähert sich langsam aber sicher ein neuer Hochzeitstermin, bei dem sich herausstellen muss, ob Maggie sich auch dieses Mal nicht trauen (lassen) wird.

Was vor fast 10 Jahren ein großer Hit war, das muss man doch zumindest noch einmal hinbekommen. Das schien der Gedanke der Beteiligten an „Runaway Bride“ zu sein, kamen hier doch diverse Schauspieler sowie derselbe Regisseur wie beim Hit „Pretty Woman“ von 1990 zusammen. Und seien wir mal ehrlich: Richard Gere und Julia Roberts sind auch einfach ein tolles Paar.

Wenn man „Runaway Bride“ schaut, hat man direkt ein ganz anderes Gefühl dabei, als beim zwei Jahre zuvor erschienenen „My Best Friend’s Wedding“. Alles wirkt vertrauter, die Konstellation Gere und Roberts scheint direkt bestens zu funktionieren, wogegen die Chemie beim Film zuvor nur selten wirklich zündete. Generell scheint die Geschichte harmonischer und irgendwie einfach besser zu sein.

Das liegt auch nicht zuletzt am Routinier Garry Marshall, der anders als ein quasi No-Name wie P.J. Hogan eben weiß wie man auf den Punkt genau Romantik inszeniert wenn man sie braucht...

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Cry-Baby

Cry-Baby
Originaltitel: Cry-Baby- Erscheinungsjahr:1990 – Regie: John Waters

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Darsteller: Johnny Depp, Amy Locane, Susan Tyrrell, Polly Bergen, Iggy Pop, Ricki Lake, Traci Lords, Kim McGuire, Darren E. Burrows, Stephen Mailer, Kim Webb, Alan J. Wendl

Filmkritik: John Waters Filme sind seit jeher dafür bekannt die Zuschauer zu spalten. Entweder man mag seine Filme oder man hasst sie. Auch „Cry-Baby“ reiht sich in diese Riege erfolgreich ein.
„Cry-Baby“ gibt sich durchweg als 50s Komödie im Stil von „Grease“. Doch es wäre kein Waters Film wenn er dem Genre nicht einige satirische Spitzen entlocken würde mit denen man so nicht unbedingt rechnen würde.

Der Film spielt in Baltimore im Jahre 1954: Der rebellische Mädchenschwarm Wade Walker (Johnny Depp), auch „Cry-Baby“ geannt, gehört zu den „Drapes“, einer Gang von Rockern die in ständigem Clinch mit den durchweg spießigen und zugeknöpften „Squares“ aus der Oberschicht liegen.
Die hübsche Allison (Amy Locane) stammt aus gutem Hause und ist mit Baldwin (Stephen Mailer) zusammen, einem „Square“. Doch zwischen Allison und Cry-Baby knistert es bei einem zufälligen aufeinandertreffen und Cry-Baby lässt seinen Charme spielen. Dagegen wollen die „Squares“ und der gekränkte Baldwin mit aller Macht vorgehen. Während eines Konzerts der „Drapes“ zetteln sie eine riesige Schlägerei an, die mit Cry-Babys Verhaftung endet und ihn erst einmal hinter Gitter bringt…

Die Story, Mitglied der einen Gang verliebt sich in Mitglied einer anderen, ist sattsam bekannt und oft verwendet. Waters würzt die Geschichte mit ansprechender Rockmusik, gelungenen Darstellern und einer Prise trockenem Humor. Denn aus „Cry-Baby“ stoßen immer wieder Sachen heraus, die so nicht hineinpassen wollen. Ein Mitglied der Drapes hört beispielsweise auf den Spitznamen „Hatchetface“ und sieht auch so aus, als hätte sie eine Axt ins Gesicht bekommen...

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The Rocker

The Rocker – Voll der (S)Hit
Originaltitel: The Rocker- Erscheinungsjahr: 2008 – Regie: Peter Cattaneo

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Darsteller:
Rainn Wilson, Christina Applegate, Jane Lynch, Jeff Garlin, Josh Gad, Emma Stone, Jason Sudeikis, Teddy Geiger, Demetri Martin, Jonathan Malen, Lonny Ross, Jessica Barrow

Filmkritik: 1986 steht Drummer Robert „Fish“ Fishman (Rainn Wilson) mit seiner Metalband ‚Vesuvius‘ kurz vor dem erhofften Plattenvertrag. Als dieser nach einem superben Autritt endlich winkt, will die Plattenfirma aber, dass der Drummer ersetzt wird. Nach kurzem Zögern entscheiden sich die anderen drei Mitglieder, dass sie für den Erfolg dieses Opfer bringen werden und lassen Fish zurück.
Zwanzig Jahre später lebt er ein langweiliges Leben und arbeitet frustriert in einem Call Center. Als sein Kollege die neuste ‚Vesuvius‘-CD auspackt und ihm vorspielen will, rastet Fish komplett aus, verliert seinen verhassten Job, daraufhin auch seine Freundin und zieht als Verlierer bei seiner Schwester Lisa (Jane Lynch) auf dem Dachboden ein.
Die Band A.D.D., bestehend aus Fishs Neffen Matt (Josh Gad), dem Sänger Curtis (Teddy Geiger) und der Bassistin Amelia (Emma Stone), ist gerade bei den letzten Proben für den Abschlussball in Matts Garage, als ihr Drummer aufgrund Krachs mit den Eltern nicht spielen darf. Also springt der in die Jahre gekommene Ex-Drummer Fish ein und ruiniert den Ball mit einem verrückten Drumsolo.
Daraufhin verspricht er, A.D.D. einen großen Auftritt zu organisieren. Sein langjähriger Traum – ein Leben als Rockstar – scheint in Erfüllung zu gehen, als sogar wirklich solch ein Auftritt ansteht…

Inhalt und Prämisse von „The Rocket“ riechen ziemlich stark nach „School of Rock“ mit Jack Black. Als von des guten alten Rock, greift man ja mit forschreitendem Alter nach jedem Strohhalm den man finden kann, also wanderte nun auch mal dieser Film in den Player…mit gemischtem Ergebnis.

Was direkt extrem positiv auffällt, sind die extrem v...

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Zookeeper – Der Zoowärter

Der Zoowärter
Originaltitel: Zookeeper – Erscheinungsjahr: 2011 – Regie: Frank Coraci

Darsteller: Kevin James, Rosario Dawson, Leslie Bibb, Ken Jeong, Donnie Wahlberg, Joe Rogan, Nat Faxon, Steffiana De La Cruz, Nick Bakay, Jackie Sandler, Nicholas Turturro, Thomas Gottschalk

Filmkritik: Seit Zoowärter Griffin (Kevin James) von seiner geliebten Stephanie (Leslie Bibb) beim Heiratsantrag zurückgewiesen wurde, sind fünf lange Jahre vergangen. Jetzt, bei den Vorbereitungen zur Hochzeit seines Bruders, trifft er sie in seinem Zoo wieder. Stephanie ist immer noch der Meinung, dass Griffin sein Potential mit dem Job als Zoowärter verschwendet und er doch lieber im exklusiven Autohaus seines Bruders arbeiten sollte, wo er ein Vielfaches seines lausigen Lohnes verdienen würde. Dabei liebt Griffin seinen Job, seine Kollegen, darunter der verrückte Viper (Ken Jeong) und die hübsche Kate (Rosario Dawson), sowie die Tiere die ihn umgeben. Und die Tiere widerum, lieben ihn. So sehr, dass sie Griffin beim werben um Stephanie helfen wollen. Sie brechen ihr Schweigegelübde und sprechen ihn an…

Seit Schauspieler Kevin James die Serie „King of Queens“ hinter sich gelassen hat, hat man den Eindruck er würde nur noch in Filmen mitspielen, die er sich selbst nichtmal ansieht geschweige denn das Drehbuch lesen würde. Dazu zählen Staraufläufe wie „Grown Ups“ oder platte Klamotten wie „Paul Blart: Mall Cop“ und „I Now Pronounce You Chuck & Larry“. „The Zookeeper“ schien da keine Ausnahme zu sein.

Doch irgendwie macht dieses komische Gebilde aus Komödie und Romanze mehr Spaß als man erwarten würde. Klar, die Prämisse des Films ist bereits ziemlich bescheuert, aber man hat sich als Filmfan ja schon mit ganz anderen Dingen arrangieren müssen, sprechende Tiere sind da relativ schnell verdaut…vor allem wenn sie von so tollen Stimmen wie der von Sylvester Stallone, Nick Nolte oder Cher vertont werden...

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Marnie

Marnie
Originaltitel: Marnie – Erscheinungsjahr: 1964 – Regie: Alfred Hitchcock

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Darsteller: Tippi Hedren, Sean Connery, Diane Baker, Martin Gabel, Louise Latham, Bob Sweeney, Milton Selzer, Mariette Hartley, Alan Napier, Bruce Dern, Henry Beckman, S. John Launer

Filmkritik: „Marnie“ handelt von einer kleinen Diebin (Tippi Hedren), die es bisher nach jedem Diebstahl geschafft hat, unerkannt davonzukommen und mit neuem Namen und verändertem Aussehen in einer anderen Stadt wieder aufzutauchen. Einer ihrer Arbeitgeber, Mark Rutland (Sean Connery), stellt sie ein, obwohl er sie von einem früheren Überfall wiedererkannt hat. Nachdem er sie bei einem erneuten Diebstahl erwischt, übergibt er sie nicht der Polizei, sondern zwingt sie dazu, ihn zu heiraten. Was als eine Ehe beginnt, die zunächst durch den Jagd- und Besitzinstinkt eines reichen Unternehmers geprägt ist, der keinerlei Rücksichten nehmen muss, wandelt sich in eine Suche nach Marnies Vergangenheit.

„Marnie“ zählt ganz gewiss nicht zu den großen Filmen Hitchcocks dazu. Bereits bei seiner Kino-Erstaufführung wurde dem Film viel harsche Kritik entgegengebracht. Diese wandelte sich mit den Jahren allerdings. Viele Dinge die kritisiert wurden, wurden „Marnie“ später sogar als Stilmittel angerechnet. Doch auch heute hat „Marnie“ einen eher schweren Stand. Dafür gibt es einige Gründe.

Die Geschichte, die eigentlich recht modern und zeitlos wirkt, krankt in ihrer Inszenierung ein ums andere Mal. Das fängt an bei den Psychosen von Marnie, wenn sie „rot“ sieht oder wenn es draußen donnert. Inszenatorisch aber auch schauspielerisch kommen diese Szenen einer Gradwanderung gleich und schlittern haarscharf an absolutem Kitsch vorbei. Für seine nicht allzu komplexe Geschichte, die zum Ende hin zudem mit einem überraschenden Story-Klops aufwarten kann, braucht „Marnie“ allerdings auch zu viel Zeit.

Bis dahin dreht sich die Inszenierung gerne im Kreis und es wer...

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Maximum Risk

Maximum Risk
Originaltitel: Maximum Risk – Erscheinungsjahr: 1996- Regie: Ringo Lam

Darsteller: Jean-Claude Van Damme, Natasha Henstridge, Jean-Hugues Anglade, Zach Grenier, Paul Ben-Victor, Frank Senger, Stefanos Miltsakakis, Frank Van Keeken, David Hemblen, Stéphane Audran, Dan Moran, Donald Burda

Filmkritik: Inspektor Alain Moreau (Van Damme) macht eine grausige Entdeckung. Sein Zwilllingsbruder Mikhail Suverov, von dessen Existenz er bisher nichts wußte, liegt erschossen auf der Straße. Um den Mord an ihm aufzuklären, verfolgt er Mikhails Spur bis nach Little Odessa. Von der Bardame Alex (Natasha Henstridge) erfährt er, daß Mikhail ein ausstiegswilliger Mafiosi war, der seine Kenntnisse der Szene publik machen wollte und deshalb sterben mußte. Indem er sich die Ähnlichkeit mit seinem Bruder zunutze macht, will Alain die Ganoven auffliegen lassen…

Es scheint, dass viele der 90s Filme von Jean-Claude Van Damme gewissen Grundprinzipien folgten. Man hatte das Gefühl, dass jeder Asien-Regisseur der sich nach Hollywood verirrt hatte mindestens einmal mit van Damme drehen musste (Woo, Lam, Hark) oder van Damme musste im nächsten Film zumindest in einer Doppelrolle vorkommen, denn ein van Damme ist einfach nicht mehr genug für das Actionhungrige Publikum der 90er.

„Maximum Risk“ vereinte damals beide Zutaten, denn Regie führte Asien-Export Ringo Lam und zu Beginn bringt van Damme sich selbst zu Grabe. Im weiteren Verlauf gibt es ihn allerdings nur noch einmal, ein zweiter „Double Impact“ ist also nicht zu erwarten.

„Maximum Risk“ zählt definitiv zu den besseren Filmen von van Damme aus dieser Zeit. Dabei kommt der Film überraschend meist etwas zu schlecht weg und zählt auch eher zu den unbekannteren Filmen, vor allem auch weil damals wie heute jeder neue van Damme Film vom Titel her gleich klingt. Auch bei „Maximum Risk“ hatte man das Gefühl, das man den Titel sowieso schon mal gesehen hat.

Die Story und die Acti...

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