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Ready Player One

Ready Player One
Originaltitel: Ready Player One – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Steven Spielberg

Erscheinungstermin: Seit 05. April 2018 im Kino

Darsteller: Tye Sheridan, Olivia Cooke, Ben Mendelsohn, Lena Waithe, T.J. Miller, Simon Pegg, Mark Rylance, Philip Zhao, Win Morisaki, Hannah John-Kamen, Ralph Ineson, Susan Lynch, Clare Higgins, Laurence Spellman, Perdita Weeks

Filmkritik: Die Handlung spielt 2045 in einer chaotischen Welt am Rande des Zusammenbruchs. Doch die Menschen finden Erlösung in dem gigantischen virtuellen Universum OASIS, das der geniale, exzentrische James Halliday (Mark Rylance) entwickelt hat. Als Halliday stirbt, hinterlässt er sein ungeheures Vermögen der ersten Person, die jenes Easter Egg findet, das er irgendwo in der OASIS versteckt hat. Drei Schlüssel die man durch drei Prüfungen bekommt öffnen die Erlösung.
So beginnt ein Wettstreit, der die gesamte Welt in Atem hält. Ein junger Held namens Wade Watts (Tye Sheridan) findet wider Erwarten erste Hinweise, und schon gerät er in eine halsbrecherische, realitätsverändernde Schatzjagd durch ein ebenso fantastisches wie geheimnisvolles Universum voller Entdeckungen und Gefahren.

Nerdgasm incoming

Wer hätte gedacht, dass Steven Spielberg nach Jahren der eher ruhigen Filme mal wieder seinen Weg zurück findet zum krawalligen Blockbusterkino? Nach all den Kriegs-Pferden, Spion-Brücken und Lincoln. Das letzte Mal als Spielberg das getan hat, wurden wir mit dem eher vergessenswerten „Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull“ beglückt. Wahrlich keine guten Voraussetzungen für die Verfilmung des Buches „Ready Player One“ sollte man meinen. Aber Spielberg wäre nicht Spielberg, wenn er nicht auch mal wieder für eine Überraschung gut wäre.

„Ready Player One“, das ist der feuchte Nerd-Traum...

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Tomb Raider (2018)

Tomb Raider
Originaltitel: Tomb Raider – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Roar Uthaug

Erscheinungstermin: Ab dem 15. März 2018 im Kino

Darsteller: Alicia Vikander, Hannah John-Kamen, Walton Goggins, Kristin Scott Thomas, Dominic West, Daniel Wu, Nick Frost, Emily Carey, Helena Holmes, u.A.

Filmkritik: TOMB RAIDER ist wieder da! Doch was ist das? Keine große Oberweite mehr? Keine allzu überzogenen Computereffekte? Was ist denn das? „Ein Reboot“, ist die Antwort. Und eines, das anscheinend partout etliche Sachen anders machen will, als seine beiden Vorgänger-Filme mit Angelina Jolie in der Rolle.
Das Beste zu Beginn: Alicia Vikander als Lara Croft! Man merkt Vikander konsequent ihre große Spielfreude an. Ob sie nun ein Fahrradrennen durch London veranstaltet, oder in einer alten Gruft rätsel löst: Sie ist mit Abstand das Gelungenste am Reboot. Ein weiteres Plus ist, dass man ständig zeigt, dass auch für sie die verschiedenen Actionsequenzen nicht Videospiel-artig leicht sind, sondern dass sie sich zum Beispiel anstrengen muss, um eine Klippe hochzuziehen, oder um einen Feind zu besiegen.

Überraschende Härten

Wenn man in die eigentliche Handlung vordringt, beginnt leider das Konzept des neuen TOMB RAIDERs etwas zu bröckeln. Denn man hat sich grob die Videogame-Neuauflage zur Vorlage genommen, die mit viel Dreck, Blut und Gewalt eine intensive Atmosphäre erzeugte. Roar Uthaugs Interpretation davon ist sprichwörtlich heller und freundlicher, wobei vereinzelt überraschend eindringliche Momente dabei herauskommen. Wenn Lara etwa ihren ersten Menschen tötet, wird man als Zuschauer an eine ähnliche Sequenz vom Anfang von CASINO ROYALE erinnert. Und seit wann gibt es eigentlich blutige CG-Einschüsse bei einem PG-13-Rating? Respekt! Das war ein Element, das ich so gar nicht erwartet hatte!

…...

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Phantom Thread – Der seidene Faden

Der seidene Faden
Originaltitel: Phantom Thread – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Paul Thomas Anderson

Erscheinungstermin: Seit 01. Februar 2018 im Kino

Darsteller: Daniel Day-Lewis, Vicky Krieps, Lesley Manville, Sue Clark, Joan Brown, Harriet Leitch, Dinah Nicholson, Julie Duck, Maryanne Frost, Elli Banks, Amy Cunningham, Amber Brabant

Filmkritik: Niemand kann Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis) in Sachen Mode und Schneiderkunst das Wasser reichen. Unterstützt von seiner Schwester Cyril (Lesley Manville) kleidet er Adlige, Filmstars, Erbinnen, Damen aus der Society und Debütantinnen im London der Nachkriegsjahre ein. Alle reißen sich um die unverwechselbaren Modelle des „House of Woodcock“. Frauen kommen und gehen im Leben des Modemachers, dienen dem überzeugten Junggesellen als Inspiration und leisten ihm Gesellschaft. Bis er Alma (Vicky Krieps) kennenlernt. Eine junge, natürliche und unbefangene Frau mit starkem Willen. Bald schon ist sie aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken. Als Muse. Als Geliebte.

Schauspieler Daniel Day-Lewis und Regisseur Paul Thomas Anderson kann man wohl getrost als Traum-Duo bezeichnen. 2007 haben die beiden den vielfach nominierten und zweimal mit dem Oscar ausgezeichneten Film „There Will Be Blood“ erschaffen. Ein Film der bis heute nachhallt in seiner Brillanz und Wucht. Umso gespannter durfte man sein, welcher Film entstehen wird als bekannt wurde, dass die beiden für „Phantom Thread“ nochmal zusammenarbeiten. Zumal es wohl auch die letzte Zusammenarbeit bleiben wird, da Schauspieler Daniel Day-Lewis bekannt gab, sich bereits von der Schauspielerei zurückzuziehen.

Von der Thematik her allerdings kann der Film schon mal nicht mit „There Will Be Blood“ mithalten. Oder anders gesagt werden hier zumindest gänzlich andere Naturen angesprochen...

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Death Wish

Death Wish
Originaltitel: Death Wish – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Eli Roth

Erscheinungstermin: Ab dem 8. März 2018 im Kino

Darsteller: Bruce Willis, Vincent D’Onofrio, Elisabeth Shue, Kimberly Elise, Dean Norris, u.A.

Filmkritik: „Oh nein, DEATH WISH, einer meiner Lieblingsfilme wird ge-remake-t von Eli Roth als Regisseur und Bruce ‚Pain in the ass on Set‘ Willis! Der Trailer wirkt überladen und es gibt eine spezielle ‚Grindhouse-Style‘-Vorschau? Ach, du kacke, das wird furchtbar!“ So sahen zu Beginn meine Ängste aus, als es um das DEATH WISH-Remake ging. Einziger Lichtblick am Horizont: das Drehbuch von Joe Carnahan, denn der ist eigentlich echt in Ordnung. Ein Jahr und eine Verschiebung, wegen eines US-Massakers später, läuft der Streifen nun kurz nach einem noch viel schlimmeren Gemetzel in Amerika und in Deutschland an.

Differenzierter, als erwartet

Die Trailer führen glücklicherweise etwas in die Irre. Denn, ja, Charles Bronson ist im Original humaner, als es Willis nun in der Neuauflage wirkt. Dazu gibt es die ziemlich flache, helle Optik zu Beginn des Streifens, aber das ist es dann auch schon mit den großen Kritikpunkten. Denn glücklicherweise wird DEATH WISH nicht zu so etwas wie SHOOT’EM UP, auch wenn die Teaser und Co. anders wirkten. Die Action im fertigen Werk ist überraschend wenig ausufernd, bezogen auf die eliminierten Bösewichte. DEATH WISH 3 ist dies nicht.

Angehen ist die Tatsache, dass sich Carnahans Drehbuch auch einige Zeit lässt und den Rachefeldzug von Willis Figur angenehm geerdet vorbereitet. Einige verspielte Eigenheiten kann sich Roth dann nicht so sehr verkneifen, doch im Großen und Ganzen ist DEATH WISH allein schon ein besserer Actionfilm, als zig andere Arbeiten der letzten paar Jahre.

Apokalyptische Großstadtschluchten und … Rockmusik?...

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Black Panther

BLACK PANTHER
Originaltitel: Black Panther – Erscheinungsjahr: 2018 – Regie: Ryan Coogler

Erscheinungstermin: Ab dem 15. Februar 2018 im Kino.

Darsteller: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Danai Gurira, Martin Freeman, Daniel Kaluuya, Andy Serkis, Angela Bassett, Forest Whitaker, Letitia Wright, u.A.

Filmkritik: Ab geht es ins Science-Fiction-Königreich Wakanda, das sich seit Jahrhunderten komplett von der Außenwelt abgeschottet hat. Doch jetzt muss ihr neuer König, T’Chaka, das Zepter übernehmen und das Land in eine neue Ära führen. Erst recht deshalb, weil sich finstere Mächte mobilisieren, um …

Ok, so weit, so genug, denn hier haben wir es mit dem neuen Marvel-Streifen zu tun, der dieses Mal das Kunststück schafft, einen überzogenen Afro-Futurismus zu fahren, einen König als Superhelden zu zeigen, aktuelle politische Themen zu verarbeiten und dennoch zwischenmenschlich griffiger ist, als viele andere Comic-Kollegen. Wow! Alles in BLACK PANTHER ist geerdet in Figurenkonstellationen. Die der Familie, des Königssitzes und dessen Gegner. Dabei ist die beste Zutat das kompakte Drehbuch, das schnell, aber exakt die verschiedenen Motivationen der Figuren etabliert und dann deren Wünsche auf einen Kollisionskurs setzt. Kabumm, Action, Abspann!

Differenziert und eindrucksvoll: Die Welt von BLACK PANTHER

Die verschiedenen stilistischen Zusatzelemente sind dabei durchaus gelungen. Denn die afrikanischen Designs, die mit einem konsequenten Sci-Fi-Ansatz verbunden wurden, sehen teilweise atemberaubend, aber immer interessant aus. Die Welt von Wakanda wirkt zum großen Teil glaubhaft, auch wenn sie gerne noch etwas mehr hätte beleuchtet werden können, aber dafür gibt es ja Fortsetzungen. BLACK PANTHER hat ein erstklassiges Fundament geschaffen für einen faszinierenden Winkel...

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Call Me by Your Name

Call Me by Your Name
Originaltitel: Call Me by Your Name – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Luca Guadagnino

Erscheinungstermin: Ab dem 01. März 2018 im Kino

Darsteller: Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg, Amira Casar, Esther Garrel, Victoire Du Bois, Vanda Capriolo, Antonio Rimoldi, Elena Bucci

Filmkritik: Der altkluge 17-Jährige Elio Perlman (Timothée Chalamet) genießt den norditalienischen Sommer des Jahres 1983 auf der im 17. Jahrhundert errichteten Villa der Familie. Seine Zeit verbringt der italoamerikanische Junge damit, klassische Musik zu spielen und zu transkribieren, zu lesen und mit seiner Freundin Marzia (Esther Garrel) zu flirten. Mit seinen Eltern ist Elio eng verbunden. Sein Vater (Michael Stuhlbarg), ein angesehener Professor, hat sich auf die griechisch-römische Kultur spezialisiert. Elios Mutter Annella (Amira Casar) arbeitet als Übersetzerin. Gemeinsam bringen sie ihrem Sohn die Errungenschaften der Hochkultur nahe und bereiten ihm ein sorgenfreies Leben mit allen Vorzügen. Dank seiner Weltklugheit und seiner intellektuellen Begabungen wirkt der Junge nach außen bereits wie ein Erwachsener, doch dem Anschein entgegen ist Elio in mancherlei Hinsicht durchaus noch sehr unerfahren – besonders in Herzensangelegenheiten.
Eines Tages trifft der charmante amerikanische Doktorand Oliver (Armie Hammer, „The Lone Ranger„) als neuer Sommer-Praktikant von Elios Vater auf der Villa ein. Inmitten jener prächtigen, sonnengetränkten Szenerie entdecken Elio und Oliver die berauschende Schönheit aufblühenden Verlangens im Verlauf eines Sommers, der ihre Leben für immer verändern wird.

„Call me by your Name“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von André Aciman aus dem Jahr 2007...

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Darkest Hour – Die dunkelste Stunde

Die dunkelste Stunde
Originaltitel: Darkest Hour – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Joe Wright

Erscheinungstermin: Seit 18. Januar 2018 im Kino

Darsteller: Gary Oldman, Kristin Scott Thomas, Ben Mendelsohn, Lily James, Ronald Pickup, Stephen Dillane, Nicholas Jones, Samuel West, David Schofield, Richard Lumsden, Malcolm Storry

Filmkritik: Mai 1940: Das anfängliche Kriegsglück der Nazis stürzt die britische Regierung in eine existenzielle Krise, Premierminister Chamberlain tritt zurück. Nur dem reichlich unpopulären Winston Churchill (Gary Oldman) traut man zu, die scheinbar ausweglose Lage in den Griff zu bekommen. Er übernimmt das Amt, sieht sich aber bald von Öffentlichkeit und Regierungsmitgliedern bedrängt, mit den scheinbar unaufhaltsamen Nazis über einen Friedensvertrag zu verhandeln. Doch durch seine außerordentliche Weitsicht und Integrität gelingt es Churchill dennoch, an seiner Überzeugung festzuhalten und für die Freiheit seiner Nation zu kämpfen.
Als die Luftschlacht um England entbrennt und die deutsche Invasion droht, wenden sich das überrumpelte britische Volk, der skeptische König und sogar seine eigene Partei von Churchill ab. Wie soll es ihm in dieser prekären Situation seiner Karriere gelingen, das Land zu einen und den Lauf der Weltgeschichte zu ändern?

“How do you manage drinking during the day?” “Practice.”

“Darkest Hour” ist in erster Linie ein Film der ein detailliertes Bild auf einen entscheidenden Abschnitt mit Leben von Winston Churchill wirft. Wie ist er ins Amt gekommen, was waren seine Gepflogenheiten, sein Charakter und woher kommt sein guter Ruf aus dieser wahrlich dunkelsten Stunde des beginnenden zweiten Weltkriegs?

„Darkest Hour“ spielt im Zeitraum von einem Monat, dem Mai 1940. Ein sehr prekärer Monat der Menschheit...

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Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Shape of Water – Das Flüstern des Wassers
Originaltitel: The Shape of Water – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Guillermo del Toro

Erscheinungstermin: Ab dem 15. Februar 2018 im Kino

Darsteller: Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins, Doug Jones, Lauren Lee Smith, Michael Stuhlbarg, Octavia Spencer, David Hewlett, John Kapelos, Nick Searcy, Cyndy Day, Morgan Kelly

Filmkritik: Der meisterhafte Geschichtenerzähler Guillermo del Toro inszeniert mit „The Shape of Water“ eine poetische Liebesgeschichte, die circa 1963 vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in Amerika spielt. Im versteckten Hochsicherheitslabor der Regierung arbeitet die einsame Elisa (Sally Hawkins) als Putzfrau. Gefangen in einem Leben der Stille und Isolation. Elisas Leben ändert sich für immer, als sie und ihre Kollegin Zelda (Octavia Spencer) ein als geheim eingestuftes Experiment entdecken.

Zum Blockbuster und wieder zurück

Nach seinem Ausflug in die Blockbuster-Ecke mit dem „Monster gegen Roboter“ Film „Pacific Rim“, kehrt Regisseur Guillermo del Toro nun zu seinen einfühlsamen Wurzeln zurück. „The Shape of Water“ ist eine Mischung aus Monsterfilm und Liebesgeschichte, wie man sie sich so nur von wenigen Regisseuren heutzutage vorstellen kann. Und einer davon ist eben Guillermo del Toro.

Das fängt schon beim Setting des Films an. Eine geheime US Forschungseinrichtung im kalten Krieg. Düstere Gänge, Labore, große Wasserbecken und ein seltsames Wassermonster. Aber auch ein menschliches Monster in der Gestalt von Michael Shannon, der einmal mehr Einblick in eine sehr dunkle, kaum noch menschliche Seele gibt.

Da haben sich zwei gefunden

Doch der Hauptfokus des Films liegt auf Elisa...

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Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
Originaltitel: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Martin McDonagh

Erscheinungstermin: Ab dem 25.01.2018 im Kino

Darsteller: Frances McDormand, Caleb Landry Jones, Kerry Condon, Sam Rockwell, Alejandro Barrios, Jason Redford, Darrell Britt-Gibson, Woody Harrelson, Abbie Cornish, Riya May Atwood, Peter Dinklage, Selah Atwood, Lucas Hedges, Zeljko Ivanek

Filmkritik: Nachdem Monate vergangen sind, ohne dass der Mörder ihrer Tochter ermittelt wurde, unternimmt Mildred Hayes (Frances McDormand) eine Aufsehen erregende Aktion. Sie bemalt drei Plakatwände an der Stadteinfahrt mit provozierenden Sprüchen, die an den städtischen Polizeichef, den ehrenwerten William Willoughby (Woody Harrelson), adressiert sind, um ihn zu zwingen, sich um den Fall zu kümmern. Als sich der stellvertretende Officer Dixon (Sam Rockwell), ein Muttersöhnchen mit Hang zur Gewalt, einmischt, verschärft sich der Konflikt zwischen Mildred und den Ordnungshütern des verschlafenen Städtchens nur noch weiter.

Einordnung der Werke von Martin McDonagh

Alle vier oder fünf Jahre macht Martin McDonagh also scheinbar einen neuen Film. Angefangen 2008 mit dem starken „In Bruges“ über den etwas schlechteren „Seven Psychopaths“ 2012 hin zum neusten Werk „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“. Bei den Oscars war er bislang nur mit „In Bruges“ fürs Drehbuch vertreten. Das sollte sich nun ändern, denn „Three Billboards…“ hat bereits 4 Golden Globes gewonnen und schielt auch schon recht gierig auf die Oscar Nominierungen in ein paar Tagen.

Aber zurück zum eigentlichen Film. Nachdem die Handlung der ersten beiden Filme irgendwie nicht ganz von dieser Welt war, kommt „Three Billboards…“ etwas bodenständiger daher. Ein kleines Örtchen in den USA...

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I, Tonya

I, Tonya
Originaltitel: I, Tonya – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Craig Gillespie

Erscheinungstermin: Ab dem 22.03.2018 im Kino

Darsteller: Margot Robbie, Sebastian Stan, Allison Janney, Julianne Nicholson, Paul Walter Hauser, Bobby Cannavale, Bojana Novakovic, Caitlin Carver, Maizie Smith, Mckenna Grace, Suehyla El-Attar, Jason Davis

Filmkritik: Sie war die berühmteste Person der Welt – nach Bill Clinton. Als erste Amerikanerin vollzog Tonya Harding (Margot Robbie) innerhalb eines Wettbewerbs gleich zwei sogenannte Dreifach-Axel – der anspruchsvollste Sprung im Eiskunstlauf. Ihr Name wird jedoch für alle Zeiten mit dem schlecht geplanten und stümperhaft durchgeführten Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan in Verbindung bleiben. Das sollte ihre Erzrivalin trainingsunfähig machen und Tonya den Sieg in den amerikanischen Meisterschaften sichern – doch es kam anders…

Tonya Harding? Nie gehört

Das Drama um Tonya Harding ist für das deutsche Publikum maximal eine Randnotiz gewesen. In den USA allerdings war es in den Neunzigern sowas wie die größte Sache neben dem OJ Simpson Case. Um sich in etwa vorzustellen wie es gewirkt hat, muss man sich eigentlich nur ausmalen was in Deutschland los wäre wenn der Manager von Katharina Witt plötzlich einer Eiskunstlauf-Konkurrentin das Knie zertrümmern lässt. Klingt krass? Ist es auch!

„I, Tonya“ von Regisseur Craig Gillespie („Fright Night“) wirft nun ein detailliertes Bild auf das Leben der berühmten Tonya Harding, ihre Familie und den einen berühmten Vorfall der alles verändern sollte und ihre Eiskunstlaufkarriere für immer beendete.

Dabei bedient sich das Drehbuch dem in den letzten Jahren recht gern genutzten Konzepts der Mockumentary...

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Lady Bird

Lady Bird
Originaltitel: Lady Bird – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Greta Gerwig

Erscheinungstermin: Ab dem 19.04.2018 im Kino

Darsteller: Saoirse Ronan, Odeya Rush, Timothée Chalamet, Jake McDorman, Laurie Metcalf, Kathryn Newton, Danielle Macdonald, Laura Marano, Andy Buckley, Lucas Hedges, Tracy Letts, Jordan Rodrigues

Filmkritik: Der Alltag von Christine „Lady Bird“ McPherson (Saoirse Ronan, „Wer ist Hanna?„) im kalifornischen Sacramento besteht aus High School-Routine, Familientrouble und ersten ernüchternden Erfahrungen mit Jungs. Kein Wunder also, dass die 17-Jährige davon träumt, flügge zu werden. Im echten Leben rebelliert sie mit Leidenschaft und Dickköpfigkeit gegen die Enge in ihrem Elternhaus. Doch allzu leicht macht ihre Mutter Marion McPherson  (Laurie Metcalf) dem eigenwillig-aufgeweckten Teenager die Abnabelung natürlich nicht. Und so ziehen alle beide zwischen Trotz, Wut und Resignation immer wieder sämtliche Gefühlsregister.

Rotten Tomatoes wieder mal

„Lady Bird“ machte die größten Schlagzeilen damit, dass er einer der am besten bewerteten Filme des Portals „Rotten Tomatoes“ war. Bis zu seinem ersten „rotten“ Review vergingen viele Wochen und mittlerweile steht der Film bei einem Score von 99% (Fresh: 213 Rotten: 1). Aber auch der Zuschauer-Score ist mit 83% recht ansehnlich. Ist all dieses Lob denn gerechtfertigt?

„Lady Bird“ ist im großen Ganzen eine Coming of Age Geschichte. Angesiedelt Anfang der 2000er Jahre kann der Film schon mal mit seiner Epoche und seinem Schauplatz punkten. Das kleine Städtchen Sacramento bietet die perfekte Fläche für ein Coming of Age Filmchen. Irgendwo im Nirgendwo und die meisten wollen lieber schnell hier weg.

Die Hauptfigur

Doch schnell merkt man, dass der Film eine sehr besondere Hauptrolle hat...

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The Disaster Artist

The Disaster Artist
Originaltitel: The Disaster Artist – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: James Franco

Erscheinungstermin: Ab 01.02.2018 im Kino

Darsteller: Dave Franco, James Franco, Seth Rogen, Ari Graynor, Alison Brie, Jacki Weaver, Paul Scheer, Zac Efron, Josh Hutcherson, June Diane Raphael, Megan Mullally

Filmkritik: „The Disaster Artist“ ist die wahre Geschichte hinter dem Film „The Room“ des ambitionierten Filmemachers und berüchtigten Hollywood-Außenseiters Tommy Wiseau (James Franco). Ein Künstler, der mit großer Leidenschaft zu Werke ging, dabei aber fragwürdige Methoden anwandte. Regisseur James Franco („As I Lay Dying“, „Child of God“) verwandelte die tragikomische Story in ein Loblied auf Freundschaft, künstlerische Selbstverwirklichung und Träume, die trotz unüberwindlicher Hürden Realität werden.

„The Disaster Artist“ ist also die Verfilmung des Buches „The Disaster Artist: My Life Inside The Room, the Greatest Bad Movie Ever Made”. Es erzählt die Entstehung des berühmten “bad movie” “The Room”. Braucht man das wirklich? Darauf versucht dieses Review eine Antwort zu finden.

Was ist denn „The Room“?

Sollte es wirklich noch Leute geben die „The Room“ nicht kennen, denen kann man nur raten vor der Sichtung von „The Disaster Artist“ dies nachzuholen. „The Room“ ist wirklich einer dieser Filme die so kacke sind das sie wieder gut sind. Und zwar kein „Sharknado“ der extra auf schlecht gemacht wird, „The Room“ ist noch einer der wenigen ehrlich schlechten Filme.
Drehbuch und schauspielerische Leistungen sind teilweise jenseits von gut und böse. Große Teile des Scripts machen keinen Sinn, haben keinerlei Berechtigung und werden am Ende einfach ignoriert...

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Bright

Bright
Originaltitel: Bright – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: David Ayer

Erscheinungstermin: Seit dem 22.12.2017 auf Neflix

Darsteller: Will Smith, Joel Edgerton, Noomi Rapace, Edgar Ramírez, Lucy Fry, Veronica Ngo, Alex Meraz, Happy Anderson, Ike Barinholtz, Dawn Olivieri, Matt Gerald, Margaret Cho, Joseph Piccuirro, Brad William Henke, Jay Hernandez

Filmkritik: 2017 in irgendeiner Parallelwelt. Menschen und übernatürliche Wesen wie Elfen, Feen und Orks leben gemeinsam auf der Erde. Wie man sich denken kann nicht immer friedlich. Es gibt Spannungen zwischen den Parteien.
Der menschliche Cop Daryl Ward (Will Smith) bekommt einen neuen Partner an seine Seite. Doch Nick Jakoby (Joel Edgerton) ist ein Ork. Ein Ork bei der Polizei, dass gefällt weder den Menschen noch den Orks. Ärger ist vorprogrammiert. Auf einer Patrouille stoßen Nick und Daryl eines Nachts auf ein seltsames Relikt und eine junge Elfe namens Tikka (Lucy Fry). Bei dem Relikt handelt es sich um einen Zauberstab. In den falschen Händen ist mit ihm große Zerstörung möglich. Die beiden Cops müssen sich gegen Kollegen, Banden und wütende Elfen verteidigen und irgendwie diese Nacht überleben…

Orcs & Humans? Ist das hier doch der „Warcraft“ Film?

Da ist sie also: Netflix bis dato teuerste Spielfilm-Eigenproduktion. Mehr als 90 Millionen Dollar sind in den Film geflossen. Kein Wunder, hat man schließlich auch Will Smith für die Hauptrolle gewinnen können, der bekanntlich nicht billig ist, auch wenn er seit Jahren auf dem absteigenden Schauspielast rangiert.
Regie führ David Ayer, der die letzten Jahre durchweg solide Filme abgeliefert hat. „Fury“ mit Brad Pitt oder „Sabotage“ mit Arnold Schwarzenegger sowie der Polizeistreifen „End of Watch“. Sein letzter Film spaltete die Meinungen allerdings stark: „Suicide Squ...

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Star Wars VIII: Die letzten Jedi

Star Wars VIII: Die letzten Jedi
Originaltitel: Star Wars VIII: The Last Jedi – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Rian Johnson

Erscheinungstermin: Ab dem 14. Dezember 2017 im Kino

Darsteller: Daisy Ridley, Domhnall Gleeson, Adam Driver, Laura Dern, Mark Hamill, Carrie Fisher, Andy Serkis, Oscar Isaac, Benicio Del Toro, John Boyega, u.a.

Filmkritik: Der neue Star-Wars-Film ist da und Regie führte … Rian Johnson?!? Der Typ von „Looper“? Ok … Aber die eigentliche Inszenierung ist auch nicht das Problem des Streifens, viel mehr ist „Star Wars VIII: Die letzten Jedi“ ein Paradebeispiel dafür, dass man auch einfach zu viel in einen Film packen kann. Aber der Reihe nach …

„I have a bad feeling about this!“

Die Rebellion wird angegriffen, denn anscheinend hat die „First Order“ innerhalb von anderthalb Wochen mal eben die Galaxis übernommen. Da man bei „Star Wars VII: Das Erwachen der Macht“ schon keine Ahnung hatte, wie die aktuelle Star-Wars-Welt funktioniert, kann man das mit einem Schulterzucken hinnehmen. Nach einer phantastischen Actionsequenz, die bei allen anderen Werken ein perfektes Finale ergeben hätte, geht die eigentliche Chose erst richtig los. Und das ist das erste Warnsignal.

„Star Wars VIII: Die letzten Jedi“ wirft so viel auf den Bildschirm, dass es schon richtig panisch wirkt von den Machern. Nach der riesigen Eröffnungsschlacht gliedert sich das weitere Geschehen in mehrere Nebenhandlungen, von denen manche ohne Probleme auf dem Boden des Schneideraumes hätten landen können. So ist zum Beispiel Benicio Del Toros Charakters komplett überflüssig. Ganz zu schweigen davon, dass durch den gehetzten Ablauf die neuen Figuren entweder extrem blass, oder gar unsympathisch wirken, wenn sie so im Schweinsgalopp eingeführt werden.

Wenn man in die Franchise-Falle tappt

Doch es ist nic...

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Justice League

Justice League
Originaltitel: Justice League – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Zack Snyder, Joss Whedon

Erscheinungstermin: Ab dem 16. November im Kino

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Darsteller: Ben Affleck, Gal Godot, Ezra Miller, Jason Mamoa, Ray Fisher, Ciarán Hinds, Henry Cavill, u.A.

Filmkritik: Ein neuer DC-Film im Kino? Und dieses Mal ist es sogar endlich JUSTICE LEAGUE? Uff. Das kann ja was werden. Nach den zwiespältigen anderen Produktionen und dem bislang einzig durchaus gelungenen WONDER WOMAN kann das Ganze ja heiter werden. Erst recht, nachdem Zack Snyder die Produktion verlassen und AVENGERS 1+2-Mastermind Joss Whedon einige Sequenzen nachgedreht hat. Wie wirkt also das frankensteinsche Filmgebilde?
Kurz und knapp: Überraschend gut! Warum? Um das zu erklären, braucht es dann doch etwas länger …

Mit Volldampf aufs Wesentliche reduziert

Wie so oft gibt es einen interdimensionalen Bösewicht, der die Erde unterjochen will, weswegen sich eine Gruppe von Superhelden – in diesem Fall Batman, Wonder Woman, The Flash, Cyborg und Aquaman – zusammenschließen müssen. Doch kann die Truppe auch ohne Superman dem Schurken auf die Nase hauen?
… wer jetzt erwartet, dass dies die grobe Inhaltsangabe ist, der liegt falsch, denn dies ist die KOMPLETTE Inhaltsangabe. Natürlich werden einzelne Details noch etwas ausgefeilt und es gibt einen kleineren Subplot, doch das war es dann. JUSTICE LEAGUE ist quasi eine „bare bones“-Superhelden-Team-Film, der einzig und allein auf zwei Sachen setzt: Charakterinteraktion und Action. Und das ist durchaus erfrischend.

Wer sich irgendwelche Neuerungen im Helden-Genre erwartet hat, der muss definitiv irgendwo anders suchen...

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