Mit Krimi markierte Beiträge

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
Originaltitel: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Martin McDonagh

Erscheinungstermin: Ab dem 25.01.2018 im Kino

Darsteller: Frances McDormand, Caleb Landry Jones, Kerry Condon, Sam Rockwell, Alejandro Barrios, Jason Redford, Darrell Britt-Gibson, Woody Harrelson, Abbie Cornish, Riya May Atwood, Peter Dinklage, Selah Atwood, Lucas Hedges, Zeljko Ivanek

Filmkritik: Nachdem Monate vergangen sind, ohne dass der Mörder ihrer Tochter ermittelt wurde, unternimmt Mildred Hayes (Frances McDormand) eine Aufsehen erregende Aktion. Sie bemalt drei Plakatwände an der Stadteinfahrt mit provozierenden Sprüchen, die an den städtischen Polizeichef, den ehrenwerten William Willoughby (Woody Harrelson), adressiert sind, um ihn zu zwingen, sich um den Fall zu kümmern. Als sich der stellvertretende Officer Dixon (Sam Rockwell), ein Muttersöhnchen mit Hang zur Gewalt, einmischt, verschärft sich der Konflikt zwischen Mildred und den Ordnungshütern des verschlafenen Städtchens nur noch weiter.

Einordnung der Werke von Martin McDonagh

Alle vier oder fünf Jahre macht Martin McDonagh also scheinbar einen neuen Film. Angefangen 2008 mit dem starken „In Bruges“ über den etwas schlechteren „Seven Psychopaths“ 2012 hin zum neusten Werk „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“. Bei den Oscars war er bislang nur mit „In Bruges“ fürs Drehbuch vertreten. Das sollte sich nun ändern, denn „Three Billboards…“ hat bereits 4 Golden Globes gewonnen und schielt auch schon recht gierig auf die Oscar Nominierungen in ein paar Tagen.

Aber zurück zum eigentlichen Film. Nachdem die Handlung der ersten beiden Filme irgendwie nicht ganz von dieser Welt war, kommt „Three Billboards…“ etwas bodenständiger daher. Ein kleines Örtchen in den USA...

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Bright

Bright
Originaltitel: Bright – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: David Ayer

Erscheinungstermin: Seit dem 22.12.2017 auf Neflix

Darsteller: Will Smith, Joel Edgerton, Noomi Rapace, Edgar Ramírez, Lucy Fry, Veronica Ngo, Alex Meraz, Happy Anderson, Ike Barinholtz, Dawn Olivieri, Matt Gerald, Margaret Cho, Joseph Piccuirro, Brad William Henke, Jay Hernandez

Filmkritik: 2017 in irgendeiner Parallelwelt. Menschen und übernatürliche Wesen wie Elfen, Feen und Orks leben gemeinsam auf der Erde. Wie man sich denken kann nicht immer friedlich. Es gibt Spannungen zwischen den Parteien.
Der menschliche Cop Daryl Ward (Will Smith) bekommt einen neuen Partner an seine Seite. Doch Nick Jakoby (Joel Edgerton) ist ein Ork. Ein Ork bei der Polizei, dass gefällt weder den Menschen noch den Orks. Ärger ist vorprogrammiert. Auf einer Patrouille stoßen Nick und Daryl eines Nachts auf ein seltsames Relikt und eine junge Elfe namens Tikka (Lucy Fry). Bei dem Relikt handelt es sich um einen Zauberstab. In den falschen Händen ist mit ihm große Zerstörung möglich. Die beiden Cops müssen sich gegen Kollegen, Banden und wütende Elfen verteidigen und irgendwie diese Nacht überleben…

Orcs & Humans? Ist das hier doch der „Warcraft“ Film?

Da ist sie also: Netflix bis dato teuerste Spielfilm-Eigenproduktion. Mehr als 90 Millionen Dollar sind in den Film geflossen. Kein Wunder, hat man schließlich auch Will Smith für die Hauptrolle gewinnen können, der bekanntlich nicht billig ist, auch wenn er seit Jahren auf dem absteigenden Schauspielast rangiert.
Regie führ David Ayer, der die letzten Jahre durchweg solide Filme abgeliefert hat. „Fury“ mit Brad Pitt oder „Sabotage“ mit Arnold Schwarzenegger sowie der Polizeistreifen „End of Watch“. Sein letzter Film spaltete die Meinungen allerdings stark: „Suicide Squ...

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Das Versprechen

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Das Versprechen
Originaltitel: Das Versprechen – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Karin Steinberger, Marcus Vetter

Erscheinungsdatum: 27.10.2016

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Darsteller: Jens Söring, Steven Rosenfield, Ricky Gardner, Gail Marshall, Carlos Santos, William Sweeney, Tom Elliott, Ed Sulzbach, Rich Zorn, Gail Ball, Chuck Reid, Dave Watson, u.A.

Filmkritik: „Das Versprechen“ ist eine jener Dokumentationen über ein Verbrechen, die auch nach dem Sehen noch lange im Gedächtnis des Zuschauers nachhallen. So wurde Mitte der 80er Jahre der Mord an einem Elternpaar zu einem bis dato relativ beispiellosen Medien-Event, dessen Folgeprozess 1990 einer der ersten Live übertragenen Gerichtsfälle Amerikas wurde.

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Seit 1986 wird ermittelt und so viele Fakten vielen durch das amerikanische Rechtssystem. Eine erschreckende Billanz eines erschreckendes Falls.

Doch das Gute ist, dass die Regisseure Karin Steinberger und Marcus Vetter nicht nur an dem reinen Fall interessiert sind, sondern viele verschiedene Elementen in ihre oftmals exzellent strukturierte Doku hinzufügen. Ob es nun die seelischen Probleme einer gestörten Person beleuchtet, die xenophoben Tendenzen eines ganzen Landes aufarbeitet, oder auch die Probleme des – anscheinend saumäßig geführten – amerikanischen Rechtssystems vor Augen führt: Mit einem stetig roten Faden entwirft „Das Versprechen“ viel mehr ein Zeitgeistdokument, welches ausgehend von den Ermittlungen so viele andere Themen noch mitnimmt.

Aber das ist auch nur logisch. Zwei junge Liebende an der Universität. Beide sind etwas „off“. Er war ein junger Deutscher mit hohem IQ, sie eine manipulative Drogensüchtige mit bizarr erscheinenden elterlichen Verhältnissen, die im Suburbia der 80er Jahre total untergegangen sind...

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Criminal – Trailer

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„Criminal“ ist ein Mystery Action Thriller in dem Kevin Costners Figur die Erinnerungen eines ermordeten CIA-Agenten implantiert bekommt.
Klingt von der Prämisse her erst einmal nicht verkehrt, und auch die Action im Trailer scheint stimmig. Zudem bekommt man es in einer Nebenrolle mit Scott Adkins zu tun. Aber auch die bekannteren Namen neben Costner klingen vielversprechend: Gary Oldman, Gal Gadot (Batman v Superman), Robert Davi, Tommy Lee Jones und als verstorbener CIA-Agent, Ryan Reynolds. Viel Spaß also beim Trailer:

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Hard Rain

Hard Rain
Originaltitel: Hard Rain – Erscheinungsjahr 1998 – Regie: Mikael Salomon

Darsteller: Morgan Freeman, Christian Slater, Randy Quaid, Minnie Driver, Edward Asner, Michael A. Goorjian, Dann Florek, Ricky Harris, Mark Rolston, Peter Murnik, Wayne Duvall, Richard Dysart

Filmkritik: Sintflutartige Regenfälle und ein drohender Staudammbruch haben Huntington zu einer Geisterstadt werden lassen. Ein perfekter Zeitpunkt für einen Überfall. Der alternde Gangster Jim (Morgan Freeman) will mit seinen Komplizen jenen Panzerwagen knacken, der den gesamten Bargeldbestand des Ortes in Sicherheit bringen soll. Mit dem Sheriff (Randy Quaid) hat Jim zwar gerechnet, nicht aber mit dem Mut des Geldtransportfahrers Tom (Christian Slater), der mit Hilfe der Restaurateurin Karen (Minnie Driver) alles daran setzt, die ihm anvertrauten drei Millionen Dollar zu retten…

„Hard Rain“ ist einer dieser Filme die sich an einem bewährtem Konzept entlanghangeln, das Ganze aber mit einer fixen Idee neu abschmecken. „Hard Rain“ wäre eigentlich ein typischer Action-Triller von der Stange, wäre da nicht das alles verschlingende Hochwasser was ganze Landstriche und Städte wegspült. Dadurch das der Film praktisch die meiste Zeit gar nicht auf festem Untergrund spielt sondern auf Booten oder direkt im Wasser, sind selbst Szenen die sonst keine besondere Spannung erzeugen worden in „Hard Rain“ irgendwie doch etwas besonderes.

Auch Schauspielerisch ist „Hard Rain“ gelungen besetzt. Morgan Freeman als Good-Bad-Guy, Christian Slater als treuer Geldtransportfahrer und die wie immer hinreißende Minnie Driver, deren Rolle trotz der offensichtlichen Auslegung aber irgendwie kein Love-Interest Potential hat...

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Safe House

Safe House
Originaltitel: Safe House – Erscheinungsjahr: 2012– Regie: Daniel Espinosa

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Darsteller: Ryan Reynolds, Denzel Washington, Vera Farmiga, Brendan Gleeson, Liam Cunningham, Joel Kinnaman, Robert Patrick, Sam Shepard, Tanit Phoenix, Sebastian Roché, Stephen Bishop, Nora Arnezeder

Filmkritik: Der junge CIA-Agent Matt Weston (Ryan Reynolds) langweilt sich in Kapstadt im „Safe House“ – einem geheimen US-Verhör-Stützpunkt – und wartet ungeduldig auf seinen ersten Einsatz. Als der gefährliche Ex-Agent Tobin Frost (Denzel Washington) zur Vernehmung eintrifft, stürmt ein Killerkommando das Gebäude und macht es dem Erdboden gleich. Weston und Frost entkommen in letzter Sekunde, eine rasante Flucht beginnt. Doch wer sind die Jäger? Terroristen oder Verräter aus den eigenen Reihen? Das ungleiche Paar gerät von einer waghalsigen Aktion in die nächste…

Die Grundidee von „Safe House“ klingt gar nicht mal uninteressant. Da ist dieser Typ der den ganzen Tag nur in einem Safe House hockt und wartet das irgendwas passiert, darum bettelt einen richtigen Einsatz haben zu dürfen, aber der konsequent ignoriert wird. Und der Trifft auf das genaue Gegenteil, nämlich den Typen der gesagt hat „fuck youn CIA“ und sein eigenes Ding durchzieht, immer am Limit und immer in höchster Gefahr. Beide zusammen in einem Team, das klingt nach Buddy Movie Spaß und einem guten Actionfilm.

Und „Safe House“ ist auch ein ziemlich rasanter Action-Film der aus seiner Story den nötigen Ballast rausgeschnitten hat und einen kleinen Action-Reißer gebastelt hat. Nur leider gibt es ein paar Probleme. Das schlimmste ist, das man einfach keine Bindung zu den Figuren aufbaut. So geht man nicht mit in den Action-Szenen, wenn es knallt und explodiert ist dem Zuschauer das mit zunehmender Laufzeit immer egaler...

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Demolition Man

Demolition Man
Originaltitel: Demolition Man- Erscheinungsjahr: 1993 – Regie: Marco Brambilla



Darsteller:
Sylvester Stallone, Wesley Snipes, Sandra Bullock, Nigel Hawthorne, Benjamin Bratt, Bob Gunton, Glenn Shadix, Denis Leary, Grand L. Bush, Pat Skipper, Steve Kahan, Paul Bollen

Filmkritik: L.A. 1996. Die Stadt wird von Banden und Gangstern regiert. Der Cop John Spartan (Sylvester Stallone) und sein erbittertet Widersacher Simon Phoenix (Wesley Snipes) stehen sich in einem baufälligen Gebäude gegenüber, welches Phoenix kurzerhand in die Luft jagt. Spartan kann Phoenix schnappen, doch durch die Explosion sind mehrere Geiseln ums Leben gekommen. So werden beide, Freund und Feind, in einem Cryo-Gefängnis eingefroren.36 Jahre später gelingt Phoenix die Flucht. Die Welt von damals existiert aber nicht mehr. Alles wurde radikal befriedet. Weder Gewalt noch Sex oder eine vulgäre Sprache existieren. Nur eine Untergrund-Gruppe von Rebellen ist ein Dorn im Auge von Präsident Cocteau (Nigel Hawthorne): Phoenix wurde von ihm befreit um sich um dieses Problem zu kümmern. Doch beide haben nicht mit dem „Demolition Man“ John Spartan gerechnet, der von der völlig überforderten Polizei direkt mit aufgetaut wird…

„Demolition Man“ stellt eine wilde Mischung aus Action, Sci-Fi und Komödie dar. Sylvester Stallone könnte in der Hauptrolle kaum passender besetzt sein. Einen Cop der im Jahr 1996 im von Gangs beherrschten L.A. ganze Straßenzüge in Schutt und Asche legt um einen gesuchten Schwerverbrecher zu schnappen? Solche Rollen können bis heute nur Stallone und Schwarzenegger überzeugend spielen.

Dabei hat der Film ein freundliches Augenzwinkern jeder Zeit griffbereit...

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The Siege – Ausnahmezustand

Ausnahmezustand
Originaltitel: The Siege – Erscheinungsjahr: 1998 – Regie: Edward Zwick

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Darsteller:
Denzel Washington, Bruce Willis, Annette Bening, Tony Shalhoub, Sami Bouajila, Ahmed Ben Larby, Mosleh Mohamed, Lianna Pai, Mark Valley, Jack Gwaltney, David Proval, Lance Reddick

Filmkritik: Nach der Entführung eines irakischen Scheichs durch die Amerikaner, wird die Stadt New York von mehreren Bombenattentaten islamischer Fanatiker erschüttert. Das FBI rund um den Agenten Hubbard (Denzel Washington) hat große Mühe, die Angelegenheit unter Kontrolle zu bringen und die Drahtzieher zu schnappen. Zudem muss er sich gleichzeitig auch noch mit der CIA (u.a. Annette Bening) auseinandersetzen. Als die Situation zu eskalieren droht, wird über New York bzw. im speziellen über dem Stadtteil Brooklyn, der Ausnahmezustand ausgerufen und das Militär übernimmt die Stadt. Das radikale Vorgehen und das Einsperren in große umzäunte Bereiche richtet sich gegen alle möglichen Ausländer des verdächtigten Kulturkreises. Nun hängt alles von Hubbard und seinen FBI-Jungs ab…

Neben dem zuletzt besprochenen „Executive Decision“ ist „The Siege“ ein weiterer Film, der ein paar Jahre später von der Realität eingeholt wurde. Edward Zwick portraitiert in seinem Terrorismus-Werk von 98 bereits erschreckend gut, wie man in einer Stadt die durch den Terror regiert wird überreagieren kann, aus Angst und Ungewissheit.

Für die Titelgebende Belagerung braucht der Film aber einiges an Laufzeit. Bis dahin gehen einige Bomben hoch und Denzel Washington muss mit seinem Team vom FBI viel Ermittlungsarbeit leisten...

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Tango & Cash

Tango & Cash
Originaltitel: Tango & Cash – Erscheinungsjahr:1989 – Regie: Andrei Konchalovsky, Albert Magnoli



Darsteller:
Sylvester Stallone, Kurt Russell, Teri Hatcher, Jack Palance, Brion James, James Hong, Marc Alaimo, Philip Tan, Michael J. Pollard, Robert Z’Dar, Lewis Arquette, Edward Bunker

Filmkritik: Die L.A. Cops Tango (Sylvester Stallone) und Cash (Kurt Russell) haben die Gangster der Stadt fest im Griff. In Gangsterboss Perret (Jack Palance) haben sie zudem einen unversöhnlichen Feind, denn sie fahren im andauernd in die Parade. Anstatt sie einfach umzubringen, lässt er die hochdekorierten Polizisten in eine Falle laufen. Dem FBI erscheint alles so, als seien Tango und Cash korrupte Drogendealer und Mörder. Die beiden werden zu einer 18 monatigen Gefängnisstrafe verurteilt und in die Hölle hinter Gittern geschickt. Dort warten einige Ganoven nur darauf, sich endlich den beiden Cops zu rächen. Es hilft nur die Flucht nach vorn…

“Blowing a man’s head off with a fucking hand grenade is a touch much, don’t you think?” Cash

An „Tango & Cash“ wurden mehrere Drehbuchautoren und Regisseure verbraten. Die Ideen für das zusammenkommen von Kurt Russel und Sylvester Stallone waren zahlreich. Action-Komödie, Action-Parodie, harter Actioner, jeder meinte seine Idee sei die beste. Das führte dazu, dass am Drehbuch mehrmals herum gewerkelt wurde und Regisseure die nicht mehr mitmachen wollten, wurden kurzerhand ausgetauscht. Es ist ein Wunder, dass die vielen Köche den Brei hier nicht verdorben haben, sondern das alles wirklich noch verdammt gut nach 80s schmeckt.

“Rambo? Rambo’s a pussy.” Tango

„Tango & Cash“ ist eine lupenreine Action-Buddy-Komödie, die zwar auch vor einigen harten Szenen nicht zurückschreckt, aber auch immer wieder die Lachmuskeln strapaziert...

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The Ref – No Panic – Gute Geiseln sind selten

No Panic – Gute Geiseln sind selten
Originaltitel: The Ref – Erscheinungsjahr: 1994 – Regie: Ted Demme



Darsteller:
Denis Leary, Judy Davis, Kevin Spacey, Robert J. Steinmiller Jr., Glynis Johns, Raymond J. Barry, Richard Bright, Christine Baranski, Adam LeFevre, Phillip Nicoll, Ellie Raab, Bill Raymond

Filmkritik: Ein flüchtiger Einbrecher kidnappt am Weihnachtsabend ein Ehepaar, das eine schwere Ehekrise austrägt.
Als dann noch der Sohn des Paares und die Familie des Ehemannes dazukommt, eskaliert die Situation…

„The Ref“ wird von vielen Fans gerne als der beste Anti-Weihnachtsfilm bezeichnet. Grund genug, sich diesen etwas in Vergessenheit geratenen Film mit Kevin Spacey mal wieder anzusehen.

„Great, I hijacked my fucking parents.“

Ganz so wollte das Geschehen aber nicht zünden. Dabei ist die Grundidee wirklich perfekt. Ein Ehepaar das sich bis aufs Blut hasst, wird von einem Einbrecher an Heiligabend als Geisel genommen. Kevin Spacey und Judy Davis strengen sich auch ziemlich an, dass Ganze so unterhaltsam wie möglich zu gestalten, aber man kommt nicht davon los sich vorzustellen, wie toll der Film gewesen wäre, wenn der Einbrecher stattdessen Michael Douglas und Kathleen Turner aus „The War of the Roses“ entführt hätte. Leider fehlt es bei Spacey und Davis einfach dann doch etwas an Zunder.

„You know what I’m going to get you next Christmas, Mom? A big wooden cross, so that every time you feel unappreciated for your sacrifices, you can climb on up and nail yourself to it.“

Die Autoren bringen mit fortschreitender Laufzeit immer mehr Personen an den Ort der Geiselnahme. Zum einen den Sohn des Paares, der direkt eine ziemlich unnütze Nebenhandlung einläutet die mit der Militärakademie an der er ist zu tun hat, aber immerhin einen kleinen Auftritt von J.K. Simmons mit sich bringt...

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Face/Off – Im Körper des Feindes

Im Körper des Feindes
Originaltitel: Face/Off – Erscheinungsjahr: 1997 – Regie: John Woo

Darsteller:John Travolta, Nicolas Cage, Joan Allen, Alessandro Nivola, Gina Gershon, Dominique Swain, Nick Cassavetes, Harve Presnell Colm Feore, John Carroll Lynch, CCH Pounder, Robert Wisdom

Filmkritik: Zehn lange Jahre folgte FBI-Agent Archer (John Travolta) der Blutspur des Superverbrechers Castor Troy (Nicolas Cage). Doch jetzt, wo dieser halbtot geschossen vor ihm liegt, kann er sich nicht darüber freuen. Denn leider hatte Troy zuvor noch Zeit, eine verheerende Bombe irgendwo in L.A. zu deponieren. Archer bleibt nur eine Möglichkeit – er muß die Identität des verhaßten Gegners annehmen, um an das Versteck der Bombe zu kommen. Ein revolutionärer Fortschritt in der kosmetischen Chirurgie macht’s möglich – leider nicht nur in eine Richtung…

Viele Fans haben John Woo seinen Gang nach Hollywood nie verziehen. Persönlich kann ich ihm dafür allerdings nur danken. Nicht nur, dass mir gerade seine ersten Filme aus der Traumfabrik gut gefallen, habe ich nur so auch Zugang zu seinen Asia-Perlen „The Killer“ oder „Hard Boiled“ bekommen.

Bereits an der Story zu „Face/Off“ erkennt man die typischen Zutaten die das Werk klar zu einem Woo-Film machen. Zwei Personen die etwas verbindet, meist Freundschaft, hier nur Hass und Verachtung. Jeder muss die Rolle des anderen einnehmen und die Angehörigen gegeneinander ausspielen. Die Story mag wieder mal aus eigentlich simplen Zutaten bestehen, aber Woo schaff es erneut das Maximum aus diesem Stoff herauszuholen.

Dabei verlässt er sich vor allem auf seine beiden Hauptdarsteller. Nicolas Cage als Wahnsinniger Terrorist Castor Troy ist ganz klar die Idealbesetzung. Bereits 1997 sah man sehr gut, wie überdreht Cage derartige Rollen angeht und meistert...

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Sin City: A Dame to Kill For – Trailer

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Prisoners

Prisoners
Originaltitel: Prisoners – Erscheinungsjahr: 2013 – Regie: Denis Villeneuve

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Darsteller: Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Viola Davis, Maria Bello, Terrence Howard, Melissa Leo, Paul Dano, Dylan Minnette, Zoe Borde, Erin Gerasimovich, Kyla Drew Simmons, Wayne Duvall, Len Cariou

Filmkritik: Keller Dover (Hugh Jackman) erlebt den schlimmsten Albtraum aller Eltern: An Thanksgiving verschwinden seine kleine Tochter und deren Freundin – plötzlich und ohne jede Spur. Eine fieberhafte Suche, angeführt vom ambitionierten Detective Loki (Jake Gyllenhaal), beginnt. Ein erster Verdächtiger (Paul Dano) ist schnell gefasst, doch als Loki ihn aus Mangel an Beweisen wieder laufen lassen muss, fasst der verzweifelte Vater in blinder Wut einen folgenschweren Entschluss: Um seine Tochter zu retten, nimmt Dover das Gesetz gnadenlos in die eigene Hand. Doch das ist erst der Anfang einer nervenzerreißend spannenden Jagd gegen die Zeit…

Mit „Prisoners“ hat der Kanadische Regisseur Denis Villeneuve auf Basis eines Drehbuchs von Aaron Guzikowski („Contraband“) wohl einen der besten Krimi-Thriller des Jahres 2013 abgeliefert. Zwar ist dieser Stoff in der Regel bei der Academy nicht allzu angesagt, für eine Nominierung im Bereich „Best Achievement in Cinematography“ hat es allerdings trotzdem gereicht.

Zunächst erscheint „Prisoners“ eine typische Geschichte über Kindesentführung zu sein. Dies klingt jetzt zunächst abwertender als es eigentlich ist. Doch eine US-Familie aus dem gesicherten Mittelstand der ihre Tochter entführt wird, hat man im US-Kino bereits des Öfteren gesehen. Doch „Prisoners“ rollt die Geschichte hier und da etwas anders auf.

Zunächst mal sind da die durch und durch mysteriösen Umstände der Tat...

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Filth – Drecksau

Drecksau
Originaltitel: Filth – Erscheinungsjahr: 2013 – Regie: Jon S. Baird

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Darsteller: Imogen Poots, James McAvoy, Joanne Froggatt, Jamie Bell, Shirley Henderson, Jim Broadbent, Eddie Marsan, Pollyanna McIntosh, Iain De Caestecker, Emun Elliott, Shauna Macdonald, Kate Dickie, Martin Compston, David Soul

Filmkritik: Detective Sergeant Bruce Robertson (James McAvoy) ist depressiv, intrigant, versoffen und korrupt. Er schnupft Kokain und vögelt die Gattin seines Kollegen. Was soll die Polizei von Glasgow bloß mit einer Drecksau wie ihm machen? Befördern! Zumindest träumt er davon. Denn wenn er den jüngsten Mordfall löst und dadurch die Karriereleiter hochfällt, kehrt seine Frau zu ihm zurück. Bestimmt. Denkt er. Doch ist das Leben tatsächlich so leicht? Und ist Bruce wirklich der coole Typ, für den er sich hält? Die Antwort kennt nicht mal sein Psychiater…

„Filth“ basiert auf einem Roman von „Trainspotting“ Autor Irvine Welsh. In Deutschland ebenfalls unter dem Titel „Drecksau“ erschienen gilt das Buch an manchen Stellen als Grenzüberschreitend aber gleichzeitig wird es auch unter Kritikern sehr geschätzt. Kann der Film diesem Ruf gerecht werden?

Was James McAvoy („Wanted“) in „Filth“ in der Rolle von Bruce Robertson für eine Show abliefert kann schlicht als sensationell bezeichnet werden. Angesiedelt in Schottland darf der schottische Darsteller mit breitestem Akzent und ohne Sinn für Recht und Unrecht komplett die Sau raus lassen. Bruce ist ein Ekel, ein Widerling. Aber er ist auch irgendwie so verdammt cool. Und genau das schafft James McAvoy ab der ersten Minute perfekt zu vermitteln.

Die Story von „Filth“ ist zunächst nur schwer zu greifen. In erster Linie geht es darum die tiefsten Tiefen der schwarzen Seele des Hauptdarstellers zu ergründen...

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Sabotage – Red Band Trailer

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