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Dunkirk

Dunkirk
Originaltitel:  Dunkirk – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Christopher Nolan

Erscheinungstermin: Ab 20. Juli

Darsteller: Cillian Murphy, Kenneth Branagh, Tom Hardy, Harry Styles, Mark Rylance, etc.

Filmkritik: Ok. Wer mich kennt weiß, dass ich Christopher Nolans Inszenierungsstil – besonders aufgrund seiner selbstanalytischen übertrieben dramatisierenden Dialoge einfach nicht mag. Doch so kritisch ich dessen Werke nun auch sehe, so sehr muss ich auch zugeben, dass er viele Stärken hat. Besonders was die Bebilderung seiner Arbeiten angeht, sowie seine ganz eigene Mischung aus Optik und Akustik, die eine famose Atmosphäre heraufbeschwört.

Augen auf, Klappe zu – Die Stärken des Films

„Dunkirk“ scheint der Nolan anscheinend ganz für mich allein gemacht zu haben, denn – Wunder über Wunder – hier halten die Figuren meistens die Klappe und sich dabei nicht unter die Räder einer der wahnsinnigsten Evakuierungsmissionen des 2. Weltkrieges zu gelangen. Dabei sagen Blicke tausend Mal mehr als Nolan’sche Dialoge und die Inszenierung ist – ganz besonders in den ersten zehn Minuten – einfach nur absolut brillant:

Eine Einheit von Briten findet sich in einer Küstenstadt wieder, zahllose Flugblätter flattern langsam Richtung Boden und plötzlich hagelt es Schüsse. Nur mit knapper Not entkommt ein einzelner Soldat dem Angriff und stößt auf den Strand: Tausende und abertausende von Soldaten stehen in Reih und Glied und warten darauf, dass sie abgeholt werden, doch am Horizont ist kaum ein Schiff zu erkennen …

Nach diesem absolut gespenstischen Beginn teilt sich die Handlung von „Dunkirk“ in drei verschiedene Teile, die allesamt verschiedene lange Zeitabschnitte einnehmen...

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Plan B: Scheiss auf Plan A

Plan B: Scheiß auf Plan A
Originaltitel: Plan B: Scheiß auf Plan A – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Ufuk Genc, Michael Popescu

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Can Aydin, Cha-Lee Yoon, Phong Giang, Eugene Boateng, u.A.

Filmkritik: Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Gerade wenn man denkt, dass das deutsche Kino komplett in einem Meer aus Beziehungskomödien und Problemthema-Aufbereitungen absäuft, kommt ein Werk wie „Plan B“ daher. Der Streifen zeigt nämlich eindrucksvoll, dass unterhaltsame Action auch hierzulande eigentlich gar kein Problem ist.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Vier Stuntman-Freunde (ok, oder eher drei plus Manager) die auch ordentlich Martial-Arts können, haben aus Versehen die falsche Adresse aufgeschrieben, platzen in einen Gangster-Deal rein und müssen nun einem McGuffin hinterherjagen, um ihre Haut zu retten. The End.

Die 80er Jahre leben hoch!

Direkt fällt die 80er-Jahre liebende Optik des Geschehens auf, das mit satten Neonfarben und bunten Highlights direkt einmal aus dem Allerlei des aktuellen Kinogeschehens herausfällt. Irgendwo zwischen „Scott Pilgrim“ und „Kung Fury“ angesiedelt wird dann auch inhaltlich eine Liebeserklärung an den Actionfilm verfasst. Mit Anleihen bei Videospielen, dem Hongkong-Kino und Co. gibt es hier in kleinen, aber feinen Scharmützeln gut inszeniert auf die Zwölf.
Positiv fällt dabei ebenfalls auf, dass die einzelnen Sequenzen als Mini-Kapitel innerhalb der großen Handlung präsentiert werden. Sie tragen neckische Titel wie „Big Trouble in Little Istanbul“ und verweisen so liebevoll auf die Vorbilder. Der Soundtrack steht dem Ganzen in Nichts nach und serviert eine großartige Mixtur aus bekannten Melodie-Versatzstücken und eigenen Synthie-Kreationen.

Die Actionstars von Morgen

Ein weiteres Highlig...

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The Void

The Void
Originaltitel: The Void – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Jeremy Gillespie, Steven Kostanski

Erscheinungstermin: Jetzt im Handel

Darsteller: Ellen Wong, Kathleen Munroe, Aaron Poole, Kenneth Welsh, Art Hindle, Daniel Fathers, Stephanie Belding, u.A.

Filmkritik: Es ist immer schön, wenn ein überraschend guter Streifen einfach so aus dem Nichts auftaucht. Aber wisst ihr, was noch besser ist? Wenn man die Entwicklung hin zu diesem Knaller selber miterlebt hat. „The Void“ ist einer dieser Fälle. Denn was einst im Larvenstadium mit Gags und Gaga-Momenten begann, hat sich mit „The Void“ in einen faszinierenden Schmetterling entpuppt.

Der kanadische Geheimtipp: Astron-6

Vorhang auf für „Astron-6“. Das ist eine Gruppe von (mehr oder weniger) jungen kanadischen Filmemachern, die das Genre- und B-Movie-Kino lieben. Ihr erstes abendfüllendes Werk war die dystopische Sci-Fi-Action-Parodie „Manborg“. Voll von liebevoll aber nicht sonderlich gut getricksten Green-Screen-Aufnahmen, Stop-Motion-Momenten und zahlreichen Lachern ging es hier gegen satanische Mächte. Die hatten die Erde übernommen und nur ein Cyborg und seine Freunde konnten dem Ganzen ein Ende bereiten. Obendrauf gab es den Kurzfilm „Bio-Cop“ nach dem Abspann, ein weiteres Kleinod des guten schlechten Geschmacks.

Dies wurde weiter kultiviert mit „Father’s Day“. Einem Streifen, indem ein Ermittler einem wahnsinnigen, vatervergewaltigenden Serienmörder wortwörtlich bis in die Hölle hinterherjagt. Mehr Gags, mehr Derbheit, aber auch noch mehr Inszenierungsflair taten sich hier auf. Dann kam vor kurzem „The Editor“ in Amerika heraus – und bald auch hierzulande...

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Eliminators

Eliminators
Originaltitel: Eliminators – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: James Nunn

Erscheinungstermin: Seit 06.01.2017 auf DVD und Blu-ray

Darsteller: Scott Adkins, Stu Bennett, Daniel Caltagirone, James Cosmo, Mem Ferda, Ty Glaser, Olivia Mace, Stephen Marcus, Bruce Johnson, Sean Cronin, Akie Kotabe, Nick Thomas-Webster

Filmkritik: Thomas (Scott Adkins), ehemaliger DEA-Agent, ist zusammen mit seiner Tochter Carly im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms in London untergetaucht. Als Diebe irrtümlicherweise in seine Wohnung einbrechen, da sie dort Schmuggelware vermuten, eskaliert die Lage und endet für die Eindringlinge unverhofft in einem Blutbad. Durch diesen unglücklichen Zwischenfall fliegt jedoch Thomas Tarnung auf und die gesamte Londoner Unterwelt erfährt von seiner neuen Identität. Darunter befindet sich auch kein Geringerer als Gangsterbosses Cooper (James Cosmo), Thomas Ex-Schwiegervater und Erzfeind, der daraufhin die berüchtigtsten Auftragskiller Europas beauftragt, Thomas zu eliminieren, während er sich selbst auf die Suche nach seiner Enkelin Carly macht. Wütend und kompromisslos setzt der kampferprobte Ex-Agent alles daran, seine hartnäckigen Verfolger – darunter den tödlichen Bishop (Wade Barrett) – im Alleingang abzuschütteln und seine Tochter in Sicherheit zu bringen.

Jeder Film der Scott Adkins in einer Hauptrolle zu bieten hat, sorgt bei Action-Fans für ein kurzes Aufhorchen. Zwar glaubt auch der optimistischste Actionfreund nicht mehr daran, dass aus Adkins der nächste Super-Actionstar werden kann. Aber trotzdem schafft Adkins es häufig genug in Blockbustern mitzuspielen, nur eben nicht in der Hauptrolle. Immerhin Direct-To-DVD darf Adkins dafür die Titelcover schmücken...

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xXx3 – Die Rückkehr des Xander Cage

xXx3 – Die Rückkehr des Xander Cage
Originaltitel: xXx3 – The Return Of Xander Cage – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: D.J. Caruso

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Vin Diesel, Nina Dobrev, Ruby Rose, Samuel L. Jackson, Toni Collette, Donnie Yen, Deepika Padukone, Rory McCann, Tony Jaa, Hermione Corfield, u.A.

Filmkritik: James Bond hat in den letzten Jahren seine Weichei-Ära begründet. Wenn er nicht tödlichen Adoptivbrüdern hinterherrennt, so heult er jeder Frau die ihn in sein Bett lässt vor, dass er für sie seinen Job als Agent aufgeben will. Hmm. Wie angenehm arschlahm und pseudo-politisch korrekt. Wer sich die Nase voll hat von Sam Mendes 00-Lusche, der hatte in den letzten Jahren ja einige Alternativen. Ob es nun die ausnahmsweise relativ korrekt ausgeführten Wackelorgien des Jason Bourne waren, oder die wieder erstarkte „Mission: Impossible“-Reihe. Agentenaction war zwar keine Dutzendware, wie in den 60er und 70er Jahren, aber als Fan wurde man satt. Jetzt kommt aus einer ungewöhnlichen Ecke der Ansatz, mal wieder den Spaß regieren zu lassen. Vorhang auf für „xXx3 – Die Rückkehr des Xander Cage“!

(c) Paramount Pictures and Revolution Studios

Anarcho-Agenten gegen die Obrigkeit

An dieser Stelle einfach mal drei Punkte, weswegen man sich den neuen „xXx“ nicht im Kino verpassen sollte. Nummer 1: Anstatt alles auf eine One-Man-Show zu reduzieren, wird mit diesem Teil die „xXx“-Serie zu „Mission: Impossibly Silly“! Erinnernd an die Pierce-Brosnon-Bond-Ära und verschiedenste Roger-Moore-Agentenausflüge – nur mit deutlich mehr Machismo – steht Vin Diesels charmant gespielten Anarcho-Extremsportler Xander Cage nun eine ganze Gruppe von verrückten Figuren zur Seite...

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Imperium

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Imperium
Originaltitel: Imperium – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Daniel Ragussis

Erscheinungstermin: Ab jetzt auf DVD und Blu-ray

Darsteller: Daniel Radcliffe, Toni Collette, Burn Gorman, Nestor Carbonell, Seth Numrich, Sam Trammell, Pawel Szajda, Chris Sullivan, Tracy Letts, John Michael Weatherly, Devin Druid, Jasson Finney, u.A.

Filmkritik: Ein hochintelligenter junger Polizist geht undercover bei Neonazis. Er verliert sich in der Gruppe und fragt sich, wo er stehen will. The End.
… Ok. Daniel Ragussis Streifen „Imperium“ hat schon noch mehr Nebenhandlungen zu bieten, aber die sympathische Reduziertheit des Inhalts bietet besonders Daniel Radcliffe viel Zeit sich in seiner Rolle zu entfalten und ist damit auch der absolute Star des Geschehens.

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Ein paar Klischees halten niemanden auf

Das große Problem des Films ist, dass er genau das bietet, was man erwartet, auf einem ziemlich hohen Niveau. Auf der anderen Seite ist genau dies aber auch die Stärke des Geschehens. Denn die Ausrichtung ist klar, die Figuren sind aus ähnlich gelagerten Streifen ebenso bekannt, aber dadurch verliert „Imperium“ noch lange nicht seinen Charme.
Genauso wie Radcliffes Figur immer faszinierter ist von der Gegenkultur, in die er da eintaucht, ist der Zuschauer von der Darstellung des durch „Harry Potter“ bekannt gewordenen Schauspielers, der in den letzten Jahren eine unglaubliche Wandlungsfähigkeit gezeigt hat.

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Eine bedrückende Atmosphäre

Die Darsteller der Nebenrollen machen derweil ihre Sache ebenfalls sehr ordentlich. Verschiedenste Figuren schaffen es Sympathien zu schüren und die Neo-Nazi-Gruppe vielschichtig darzustellen. Trotz allem kommen hier und da ein paar klischeehafte Szenen vor, die man vielleicht etwas hätte umarbeiten können (oder müssen)...

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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
Originaltitel: Fantastic beasts and where to find them – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: David Yates

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Ezra Miller, Eddie Redmayne, Colin Farrell, Zoë Kravitz, Jon Voight, Ron Perlman, Gemma Chan , Katherine Waterston, Samantha Morton, Carmen Ejogo, Dan Fogler, Kamil Lemieszewski, u.A.

Filmkritik: Die Harry-Potter-Reihe geht weiter! Mit einem Prequel! Wobei … Nicht so wirklich. Eigentlich nicht, nein. Und das ist gut so! Die von J.K. Rowling geschriebene Geschichte „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ spielt nicht in England, nicht in der Jetztzeit und enthält eigentlich keine bekannten Figuren. Angesiedelt im New York der 30er Jahre verschlägt es nämlich den jungen Magie-Tierforscher Newt Scamander in den Big Apple. Doch leider entwischen ihm ein paar seiner Kreaturen und dass parallel dazu die Stadt im Würgegriff von magischem Terrorismus ist, macht die Sache nicht gerade besser …

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Phantastische Unterhaltung zum Staunen

Schnell wird ein neues Figurenquartett eingeführt. Neben dem zurückgezogenen Forscher Scamander, der einzig bei seinen Tieren aufblüht, gibt es die ebenfalls etwas scheue Ermittlerin des Magie-Ministeriums, deren gedankenlesende und quirlige Schwester sowie den eigentlichen Star des Films: den nichtmagischen Jacob Kowalski, großartig gespielt von Dan Fogler, der anscheinend deutlich mehr kann, als in zotigen Komödien den fetten Sidekick-Freund zu geben.

Die Figuren fühlen sich bei den „Phantastischen Tierwesen“ genauso lebendig an wie die titelgebenden Geschöpfe, die in zahlreichen Farben, Formen und Größen auftauchen...

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Cutie Honey

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Cutie Honey
Originaltitel: Kyûtî Hanî – Erscheinungsjahr: 2004 – Regie: Hideaki Anno

Darsteller: Mikako Ichikawa, Hairi Katagiri, Sie Kohinata, Masaki Kyomoto, Ryûhei Matsuda, Jun Murakami, Mark Musashi, Erika Nishikado, Mitsuhiro Oikawa, Eriko Satô, Mayumi Shintani, Tedzuka Tôru, u.A.

Filmkritik: Merkwürdigkeiten und scharfe Japanerinnen!

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„Hello, Sir? Weirdness is calling!“

Filmbewertung: 7/10

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Die SM-Bonbon-Brigade!

Oh. Ihr wollt doch etwas mehr zu dem Film hören? Okay. Wenn es denn sein muss:
Es handelt sich bei „Cutie Honey“ um die Live-Action-Adaption eines äußerst bekannten und beliebten Mangas von Kultautor Go Nagai, der etwa „Violence Jack“; „Devil Man“ und andere Späße bereits auf die Menschheit losgelassen hat. „Cutie Honey“, erstmals 1973 erschienen, handelt von der Androidin Honey, die sich in die Superheldin „Cutie Honey“ verwandeln kann. Stellt euch „Sailor Moon“ vor, nur weniger „Girlie“ und mehr „Weirdlie“, aber immer noch im äußerst unteren FSK16-Mittelfeld.

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Ready To Battle!

Als eine bunt-kostümierte Schurkenarmada unter der Führung von „Sister Jill“ angreift, hilft „Cutie Honey“ natürlich wo sie kann. Dabei sind die frühen CG-Effekte der Marke Japan oft nicht der Bringer, aber fügen sich schön in die ohnehin überzeichnete Realität ein. Bei „Cutie Honey“ stand vor allem immer der Spaß im Vordergrund, und der wird auch hier ausgiebig zelebriert. Bekannte Nebenfiguren aus dem Manga geben sich – ihren Vorlagen wie aus dem Gesicht geschnitten – ebenfalls ein Stelldichein. Mit etwas weniger offenherziger Sexyness als noch bei etlichen der vielen Manga- und Anime-Serien muss man allerdings leben können, sprich: Keine nackten Brüste. #sadface

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Weiter geht der Film leider nicht … 🙁

Aber dafür ist eben alles andere da, wa...

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London Has Fallen

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London Has Fallen
Originaltitel: London Has Fallen – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Babak Najafi

Darsteller: Gerard Butler, Morgan Freeman, Jackie Earle Haley, Aaron Eckhart, Angela Bassett, Charlotte Riley, Radha Mitchell, Robert Forster, Melissa Leo, Patrick Kennedy, Nikesh Patel, Shivani Ghai, u.A.

Filmkritik: Ich gebe es ganz klar zu: Ich mochte „White House Down“ mehr als „Olympus Has Fallen“. „White House Down“ war von der Action her etwas weniger blutig. Das war es dann aber auch schon, während „Olympus“ ständige Wackeleien in der Kamera hatte und vor allem sämtliche Figuren bis auf Gerard Butlers Secret Service-Killermaschine komplette Weicheier waren, die trotz ihrer Aufgabe, einen Teil der nuklearen Abschusscodes (oder was auch immer das in Teil 1 nochmal war) ständig rumgeheult haben. Die einzige Person mit Eiern war die Dame der Gruppe, die der Präsident dann sagen musste: „Frau, gib den Terroristen deinen Teil des Codes, weil sonst der Film nicht weiter geht!“ Oh. Danke dafür! Und dass die am Anfang groß aufgerollte Problematik zwischen Präsident Aaron Eckhart (interessiert sich irgendjemand wirklich für die Rollennamen?) und Gerard Butler gar nicht mehr weiter wichtig war für den Rest der Handlung, war da noch das Tüpfelchen auf dem i.

Doch all das ändert sich mit „London Has Fallen“, denn ein paar Waffenhändler aus dem Nahen Osten, denen natürlich am Tag der großen Hochzeit mit Familienfeier per Airstrike ein Ende hätte gesetzt werden sollen, überleben die  Chose und wollen sich danach an den G8-Mitgliedern rächen. Ein umgeknickter britischer Premierminister später und sämtliche wichtigen Führer der Welt versammeln sich in London. Der Rest ist Kabumm und menschenverachtende Gewalt. Einfach toll!

Das Ganze beginnt damit, das „Angela Merkel“ e...

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Interstellar

Interstellar
Originaltitel: Interstellar – Erscheinungsjahr: 2014 – Regie: Christopher Nolan

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Darsteller: Matthew McConaughey, Jessica Chastain, Anne Hathaway, Wes Bentley, Topher Grace, Michael Caine, Casey Affleck, John Lithgow, Matt Damon, Mackenzie Foy, Collette Wolfe, Ellen Burstyn u.A.

Filmkritik: Nein, ich bin absolut kein Fan von Christopher Nolans Stil. Warum? Das Bedarf einiger Erklärungen, also macht es euch doch gemütlich! Obwohl… nein, so komplex ist es gar nicht, denn es ist die Art und Weise, wie er seine Geschichten verpackt. „Memento“ und „Insomnia“ mal etwas außen vor gelassen, haben alle seine Werke das gleiche Problem: Eine gute, wenn auch nicht sonderlich überdurchschnittlich intelligente Handlung wird so verpackt, dass sie clever wirken soll, während die Inszenierung sich gleichzeitig darum bemüht jedes einzelne Element zu Tode zu erklären, oder – noch viel schlimmer – sämtlich Konsequenzen, Plot-Twists oder ähnliches bereits so stark anzuteasen, dass es jedes Mal erschreckend offensichtlich ist, wohin das Ganze am Ende führt. „Prestige“, „Inception“ und nun auch „Interstellar“ bilden dahingehend in Nolans Schaffen nun schon so etwas wie eine Trilogie.

Doch neben dem pseudo-cleveren Verpacken einer maximal leicht überdurchschnittlich – für das aktuelle Popcorn-Kino – intelligenten Handlung, kommt die Christopher Nolans Schauspielführung als weiteres Ärgernis dazu. In den seltensten Fällen verhalten sich Menschen wie richtige Charaktere, sondern sind viel mehr der Lieferant von unendlichen gar nicht mal so tiefschürfenden Ausführungen, die oftmals mit übertrieben viel Gravitas in der Stimme vorgetragen werden...

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Cujo

Cujo
Originaltitel: Cujo- Erscheinungsjahr: 1983 – Regie: Lewis Teague

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Darsteller: Dee Wallace, Danny Pintauro, Daniel Hugh Kelly, Christopher Stone, Ed Lauter, Lee Kaiulani, Billy Jayne, Mills Watson, Sandy Ward, Jerry Hardin, Merritt Olsen, Arthur Rosenberg

Filmkritik: Für Donna Trenton, eine frustrierte amerikanischen Ehefrau, wird das Leben plötzlich aus den Fugen geworfen, als ihr Mann herausfindet, das sie eine Affäre hat. Zur gleichen Zeit wird der Bernhardiner Cujo der Familie Camber bei einem Streifzug durch den nahen Wald von einer tollwütigen Fledermaus gebissen. Als Donna und ihr fünfjähriger Sohn Tad während der nächsten Tage zur Werkstatt der Cambers fahren und dort ihr Wagen den Geist aufgibt, wird aus der Panne im Nirgendwo in kurzer Zeit ein gefährlicher Belagerungszustand, denn Cujo verwandelt sich langsam aber sicher in ein blutrünstiges Ungetüm…

„Cujo“ kann man getrost als eine der besseren Stephen King Verfilmungen bezeichnen. Die Geschichte beginnt zunächst recht ruhig. Die Familienprobleme der Trentons werden beleuchtet und die Figuren werden soweit gefestigt, dass sie für den weiteren Film zum mitfiebern einladen. Dee Wallace kann als treusorgende Mutter mit fiesem Seitensprung überzeugen und legt die Figur auch etwas zwielichtig an. Etwas zu kurz kommt die Familie rund um den Titelgebenden Bernhardiner Cujo. Die Werkstatt/Farm, weit ab vom Schuss ist insgesamt doch mehr ein Plotdevice als eine vollwertige Storykomponente. Aber irgendwo muss Cujo halt herkommen. Wieso man einem Hund der gerne durch die Wildnis stromert keine Tollwutimpfung verpasst ist allerdings schon fragwürdig. Aber genug der Logiklöcher.

Sobald der Horrorteil des Films beginnt, verwandelt sich der zuvor recht Locationreiche Film in ein Kammerspiel...

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Frauen in Ketten – Black Mama, White Mama

Frauen in Ketten – Black Mama, White Mama
Originaltitel: Black Mama, White Mama – Erscheinungsjahr: 1973 – Regie: Eddie Romero

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Darsteller:
Pam Grier, Margaret Markov, Sid Haig, Lynn Borden, Zaldy Zschornack, Laurie Burton, Eddie Garcia, Alona Alegre, Dindo Fernando, Vic Diaz, Wendy Green, Lotis Key u.A.

Filmkritik: Frauenknastfilme sind wirklich nicht das Spannendste aller Filmgenres. Meist wird zusammen geduscht, man gibt sich lesbischen Spielen hin und die fiese Aufseherin(nen) versuchen den Knastweibern an die Wäsche zu gehen. All dies passiert auch Pam Grier und ihrer Kollegin Margaret Markov in dem klassisch frauenknastig betitelten „Frauen in Ketten“. Allerdings bereits alles in den ersten zwanzig Minuten, danach sind die beiden ungleichen Streithähne (Grier als selbstzentrierte Gangsterbraut, Markov als Revoluzzerin) bereits aneinandergekettet auf der Flucht vor zahlreichen Fraktionen, die sich das Kopfgeld für das Duo sichern wollen.

„Wenn du dich clever anstellst, kannst du es hier im Knast sehr leicht haben!“

Und ebenfalls, wie so oft, ist Sid Haig mit dabei, der hier zwar relativ spät in den Streifen einsteigt, dafür aber als fickeriger Gangster sofort jede Szene an sich reißt, in der er mitspielt und etliche Großartigkeiten abzieht, bevor er dahin verschwindet, wo eben so ziemlich jeder 70er Jahre Haig-Charakter hin verschwunden ist: in die ewigen Jagdgründe.
Das muss aber kein Grund zur Trauer sein, schließlich gibt es bei „Black Mama, White Mama“ nicht nur immer größer werdende Schießereien zu bewundern, sondern auch episodenhafte Abenteuer der beiden Damen, die sich auf dem Weg in die Freiheit mit allerlei Widrigkeiten herumschlagen müssen.

Dabei ist das Geschehen pointiert und knapp auf gut 80 Minuten verteilt und überzieht so nicht seine Willkommenszeit...

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GoldenEye

GoldenEye
Originaltitel: GoldenEye – Erscheinungsjahr: 1995 – Regie: Martin Campbell

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Darsteller:
Pierce Brosnan, Sean Bean, Izabella Scorupco, Famke Janssen, Joe Don Baker, Judi Dench, Gottfried John, Robbie Coltrane, Alan Cumming, Tchéky Karyo, Desmond Llewelyn, Samantha Bond

Filmkritik: Die russische Terror-Organisation „Janus“ bringt das hochentwickelte Waffensystem „GoldenEye“ unter ihre Gewalt. Durch gezielte elektromagnetische Angriffe wollen sie die westliche Welt in die finanzielle Steinzeit zurückbefördern, indem sie zuerst die Konten leerräumen und dann durch den EMP alle Server zerstören.
Mithilfe der jungen russischen Computerprogrammiererin Natalya Simonova (Izabella Scorupco) macht sich James Bond (Pierce Brosnan) auf die Jagd nach den Verbrechern. Doch noch ahnt er nicht, dass der Kopf der Gruppe sein ehemaliger Kollege, der vermeintlich tote Alec Trevelyan (Sean Bean) ist…

Martin Campbell, der 2006 mit „Casino Royale“ eine neue Bond-Ära eingeläutet hatte, wurde auch im Jahr 1995 bereits mit dieser Aufgabe betraut. Damals war es aber noch Pierce Brosnan und so neu was das alles auch nicht was da versucht wurde, aber alle die Mitte der 80er geboren wurden, sind mit „GoldenEye“ bzw. generell mit den James Bond Filmen von Pierce Brosnan aufgewachsen. Dadurch nimmt dieser Bond-Film einen besonderen Stellenwert ein.

Die Story von „GoldenEye“ ist größtenteils recht typisch für ein Bond-Abenteuer und wirkt da als Neuanfang doch ein wenig befremdlich.
Das sich Sean Bean mit seinem Abtreten nach nicht einmal 15 Minuten Laufzeit nicht bereits komplett aus dem Film verabschieden wird ist ziemlich klar. So weiß man bereits sehr schnell, auf was für ein Aufeinandertreffen der Film hinarbeitet.
Dem Film fehlt aber trotzdem irgendwie ein klarer Feind...

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Grown Ups – Kindsköpfe

Kindsköpfe
Originaltitel: Grown Ups – Erscheinungsjahr: 2010 – Regie: Dennis Dugan

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Darsteller: Adam Sandler, Kevin James, Salma Hayek, Steve Buscemi, Maria Bello, Chris Rock, Rob Schneider, David Spade, Jamie Chung, Maya Rudolph, Norm MacDonald, Tim Meadows

Filmkritik: Nicht jeder, der älter wird, wird auch erwachsen! Comedy-Superstars Adam Sandler, Kevin James, Chris Rock, David Spade und Rob Schneider spielen auf umwerfend komische Art fünf Sandkastenfreunde, die an einem Wochenende gute, alte Zeiten wiederaufleben lassen. Dabei kümmert es sie wenig, dass sie alle mittlerweile angesehene Geschäftsmänner, Ehemänner und Väter sind die KINDSKÖPFE haben einen Heidenspaß.

Nachdem Sandlers „That’s My Boy“ zuletzt eine ziemlich Überraschung war, war der Wille da auch „Grown Ups“ nach zu holen. Ein Ensemble-Film mit Stars aus dem Comedy-Bereich. Die Namen deuten schon aus auf welchen Comedy-Sektor hier gezielt wurde, denn Darsteller wie Rob Schneider oder David Spade sind nun mal nicht unbedingt als Feingeister bekannt. Doch kann „Grown Ups“ trotzdem überzeugen?

Die klare Antwort ist „Ja“. Denn „Grown Ups“ versteht es, die Gags die dann doch eher unter der Gürtellinie angesetzt sind stets gut einzubetten und meist direkt mit einem gelungeneren Witz zu verabreichen, ähnlich wie wenn man übel schmeckende Medizin mit einem Glas Wasser hinterher einnimmt.

Vor allem aber gefällt bei „Grown Ups“ die Atmosphäre der „alte Säcke treffen sich für ein Wochenende um mal wieder an alte Zeiten zu denken“-Grundidee. Gerade die älteren Semester der Zuschauer (end zwanziger und aufwärts) finden sich hier schnell zurecht. Zwar wird hier alles etwas überspitzer dargestellt (ist nun einmal Comedy) aber der Grundgedanke ist jederzeit klar und nicht zu verachten...

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Runaway Bride – Die Braut die sich nicht traut

Die Braut die sich nicht traut
Originaltitel: Runaway Bride – Erscheinungsjahr: 1999 – Regie: Garry Marshall

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Darsteller:
Julia Roberts, Richard Gere, Joan Cusack, Hector Elizondo, Rita Wilson, Paul Dooley, Christopher Meloni, Donal Logue, Reg Rogers, Yul Vazquez, Jane Morris, Lisa Roberts Gillan

Filmkritik: Der Kolumnist Ike Graham (Richard Gere) wird eines Tages wegen einer halberlogenen Story gefeuert. Seinen Namen kann er nur reinwaschen, indem er Abbitte leistet. Dazu reist er an den Ursprungsort seiner Story, eine amerikanische Kleinstadt, in der die Eisenwarenhändlerin Maggie Carpenter (Julia Roberts) schon drei Bräutigame vor dem Altar hat stehen lassen. Ike geht diesmal seriös vor, doch Maggie ist immer noch überaus wütend auf ihn. Natürlich verlieben die beiden sich mit der Zeit ineinander und so nähert sich langsam aber sicher ein neuer Hochzeitstermin, bei dem sich herausstellen muss, ob Maggie sich auch dieses Mal nicht trauen (lassen) wird.

Was vor fast 10 Jahren ein großer Hit war, das muss man doch zumindest noch einmal hinbekommen. Das schien der Gedanke der Beteiligten an „Runaway Bride“ zu sein, kamen hier doch diverse Schauspieler sowie derselbe Regisseur wie beim Hit „Pretty Woman“ von 1990 zusammen. Und seien wir mal ehrlich: Richard Gere und Julia Roberts sind auch einfach ein tolles Paar.

Wenn man „Runaway Bride“ schaut, hat man direkt ein ganz anderes Gefühl dabei, als beim zwei Jahre zuvor erschienenen „My Best Friend’s Wedding“. Alles wirkt vertrauter, die Konstellation Gere und Roberts scheint direkt bestens zu funktionieren, wogegen die Chemie beim Film zuvor nur selten wirklich zündete. Generell scheint die Geschichte harmonischer und irgendwie einfach besser zu sein.

Das liegt auch nicht zuletzt am Routinier Garry Marshall, der anders als ein quas...

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