Logan

Logan: The Wolverine
Originaltitel: Logan – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: James Mangold

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Hugh Jackman, Dafne Keen, Patrick Stewart, Boyd Holbrook, Richard E. Grant, Stephen Merchant, Doris Morgado, Elizabeth Rodriguez, Mary Peyton Stewart, Lauren Gros, u.A.

Filmkritik: James Mangold zweiter Versuch einen guten Wolverine-Kinofilm abzuliefern. Bei „The Wolverine“ hat dies leider erst beim richtig guten „Director’s Cut“ geklappt, der später seinen Weg auf Blu-ray fand. Nun will Mangold eine düstere Zukunftsgeschichte mit einem alten und kranken Wolverine erzählen? Klappt das! Absolut! In den Szenen, die sich auch mit diesem Thema beschäftigen und nicht tausend und einen Subplot mit ins Geschehen bringen.

„Ich bin zu alt für den Scheiß!“

Quo vadis, Wolverine?

Eigentlich ist die Grundidee ganz simpel: In einer Zukunft am Rande des sozialen Verfalls durchstreift ein gealterter Wolverine, dessen Selbstheilung nicht mehr funktioniert, mit einem senilen Professor X die Weiten Amerikas, um eine junge Mutantin vor mysteriösen Schurken in Sicherheit zu bringen. So weit, so gut.
Mangold schafft es bereits mit der famosen Eröffnungssequenz eine unglaublich dichte Atmosphäre zu erschaffen, irgendwo zwischen Comicheft-Ästhetik und dem ersten Mad-Max-Streifen. Der innere Kampf ist hier der Fokus, die Wut, der Frust und das nahende Ende. Das der Figuren im Speziellen und der Welt im Allgemeinen. Doch dann wird all das aufgelockert durch ein kleines Mädchen mit einem unglaublichen Geheimnis …

„Komm, Kleine, nach ‚Hit-Girl‘ wirst du unser neues Killer-Mädel-Fetisch für Millionen von Internetnerds!“

Eine Flut von Ideen, da kann man leicht ertrinken

James Mangold hatte viele gute Ideen für „Logan“. Zu viele...

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Academy Awards 2017 – Die Nominierungen

Best picture

  • Arrival
  • Fences
  • Hacksaw Ridge
  • Hell Or High Water
  • Hidden Figures
  • La La Land
  • Lion
  • Manchester By The Sea
  • Moonlight

Best director

  • Denis Villeneuve (Arrival)
  • Mel Gibson (Hacksaw Ridge)
  • Damien Chazelle (La La Land)
  • Kenneth Lonergan (Manchester By The Sea)
  • Barry Jenkins (Moonlight)

Best actor

  • Casey Affleck (Manchester By The Sea)
  • Andrew Garfield (Hacksaw Ridge)
  • Ryan Gosling (La La Land)
  • Viggo Mortensen (Captain Fantastic)
  • Denzel Washington (Fences)

Best supporting actor

  • Mahershala Ali (Moonlight)
  • Jeff Bridges (Hell Or High Water)
  • Lucas Hedges (Manchester By The Sea)
  • Dev Patel (Lion)
  • Michael Shannon (Nocturnal Animals)

Best actress

  • Isabelle Huppert (Elle)
  • Ruth Negga (Loving)
  • Natalie Portman (Jackie)
  • Emma Stone (La La Land)
  • Meryl Streep (Florence Foster Jenkins)

Best supporting actress

  • Viola Davis (Fences)
  • Naomie Harris (Moonlight)
  • Nicole Kidman (Lion)
  • Octavia Spencer (Hidden Figures)
  • Michelle Williams (Manchester By The Sea)

Best adapted screenplay

  • Eric Heisserer – Arrival
  • August Wilson – Fences
  • Robert Schenkkan, Andrew Knight – Hacksaw Ridge
  • Theodore Melfi, Allison Schroeder – Hidden Figures
  • Luke Davies – Lion
  • Barry Jenkins – Moonlight

Best original screenplay

  • Damien Chazelle – La La Land
  • Giorgos Lanthimos und Efthymis Filippou – The Lobster
  • Kenneth Lonergan – Manchester by the Sea
  • Mike Mills – 20th Century Women
  • Taylor Sheridan – Hell or High Water

Best cinematography

Sound Editing

  • Arrival
  • Deepwater Horizon
  • Hacksaw Ridge
  • La La Land
  • Sully

Sound Mixing

Visual Effects

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Goldene Himbeere 2017 – Die Nominierten

Bevor morgen, am 24.01.2017, die nominierten für die Oscars 2017 bekannt gegeben werden, haben heute schon die „Razzies“ offen gelegt wer dieses Jahr einen der weniger begehrten Preise abräumen kann:

WORST PICTURE
Batman v Superman – Dawn of Justice
Dirty Grandpa
Gods of Egypt
„Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party“
Independence Day Resurgence
Zoolander 2

WORST ACTOR
Ben Affleck / Batman v Superman – Dawn of Justice
Gerard Butler / Gods of Egypt & London Has Fallen
Henry Cavill / Batman v Superman – Dawn of Justice
Robert De Niro / Dirty Grandpa
Dinesh D’Souza / „Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party“
Ben Stiller / Zoolander 2

WORST ACTRESS
Megan Fox / Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows
Tyler Perry / „BOO! A Medea Halloween“
Julia Roberts / Mother’s Day
Becky Turner / „Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party“
Naomi Watts / The Divergent Series: Allegiant & „Shut-In“
Shailene Woodley / The Divergent Series: Allegiant

WORST SUPPORTING ACTRESS
Julianne Hough / Dirty Grandpa
Kate Hudson / Mother’s Day
Aubrey Plaza / Dirty Grandpa
Jane Seymour / „Fifty Shades of Black“
Sela Ward / Independence Day Resurgence
Kristen Wiig / Zoolander 2

WORST SUPPORTING ACTOR
Nicolas Cage / Snowden
Johnny Depp / Alice Through the Looking Glass
Will Ferrell / Zoolander 2
Jesse Eisenberg / Batman v Superman – Dawn of Justice
Jared Leto / Suicide Squad
Owen Wilson / Zoolander 2

WORST SCREEN COMBO
Ben Affleck & Henry Cavill / Batman v Superman – Dawn of Justice
Any 2 Egyptian Gods or Mortals / Gods of Egypt
Johnny Depp & und sein Kostüm / Alice Through the Looking Glass
The Entire Cast of Once Respected Actors / „Collateral Beauty“
Tyler Perry & That Same Old Worn Out Wig / „BOO! A Medea Halloween“
Ben Stiller & Owen W...

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Resident Evil: The Final Chapter

Resident Evil: The Final Chapter
Originaltitel: Resident Evil: The Final Chapter – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Paul W.S. Anderson

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller:    Milla Jovovich, Ali Larter, Shawn Roberts, Ruby Rose ,Eoin Macken, William Levy, Iain Glen, Rola, Lee Joon-ki, Ever Anderson, u.A.

Filmkritik:

… Ok. Die Pressevorstellung war vor knapp zwei Wochen, aber ich kann mich immer noch kaum beruhigen. Also, ruhig und gelassen und …

WAS ZUM TEUFEL WAR DAS DENN??!?

Ja, ich mochte die „Resident Evil“-Filme, obwohl sie strunzdämlich, überzogen und kaum etwas mit den Spielen zu tun hatten. Die optische Göttin Milla Jovovich im Kampf mit Zombies, eine meist gelackte Optik, eine besonders in den Teilen 4 und 5 dank 3D sehr ruhige Actioninszenierung, bei der man die wunderbar choreographierte Absurdität des Ganzen einfach genießen kann. Geschichten, die sich mit Retcons, Träumen, Klonen und so viel trivialer Freude von einem Extrem ins andere schicken. Das war alles Quatsch. Aber mein Quatsch. Ich hatte ihn ins Herz geschlossen. Und dann kam „Resident Evil: The Final Chapter“!

Cineastische Regression Deluxe

Am Unglaublichsten ist, dass hier wieder Paul W.S. Anderson die Regie übernommen hatte. Hatte der Mann einen schweren Unfall? Ist er aus seinem Privatjet gefallen und auf dem Kopf gelandet? Gab es eine Lobotomie, von der wir nichts wissen?!? Allein von der inszenatorischen Herangehensweise von „Resident Evil: The Final Chapter“ bin ich immer noch nicht ganz überzeugt, dass Anderson hier wirklich die Regie übernommen hat. Oder vielleicht will ich es auch einfach nicht wahrhaben …

Die Geschichte setzt direkt NACH der epischen Schlacht ein, die das Finale von Teil zuvor angeteasert hat...

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xXx3 – Die Rückkehr des Xander Cage

xXx3 – Die Rückkehr des Xander Cage
Originaltitel: xXx3 – The Return Of Xander Cage – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: D.J. Caruso

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Vin Diesel, Nina Dobrev, Ruby Rose, Samuel L. Jackson, Toni Collette, Donnie Yen, Deepika Padukone, Rory McCann, Tony Jaa, Hermione Corfield, u.A.

Filmkritik: James Bond hat in den letzten Jahren seine Weichei-Ära begründet. Wenn er nicht tödlichen Adoptivbrüdern hinterherrennt, so heult er jeder Frau die ihn in sein Bett lässt vor, dass er für sie seinen Job als Agent aufgeben will. Hmm. Wie angenehm arschlahm und pseudo-politisch korrekt. Wer sich die Nase voll hat von Sam Mendes 00-Lusche, der hatte in den letzten Jahren ja einige Alternativen. Ob es nun die ausnahmsweise relativ korrekt ausgeführten Wackelorgien des Jason Bourne waren, oder die wieder erstarkte „Mission: Impossible“-Reihe. Agentenaction war zwar keine Dutzendware, wie in den 60er und 70er Jahren, aber als Fan wurde man satt. Jetzt kommt aus einer ungewöhnlichen Ecke der Ansatz, mal wieder den Spaß regieren zu lassen. Vorhang auf für „xXx3 – Die Rückkehr des Xander Cage“!

(c) Paramount Pictures and Revolution Studios

Anarcho-Agenten gegen die Obrigkeit

An dieser Stelle einfach mal drei Punkte, weswegen man sich den neuen „xXx“ nicht im Kino verpassen sollte. Nummer 1: Anstatt alles auf eine One-Man-Show zu reduzieren, wird mit diesem Teil die „xXx“-Serie zu „Mission: Impossibly Silly“! Erinnernd an die Pierce-Brosnon-Bond-Ära und verschiedenste Roger-Moore-Agentenausflüge – nur mit deutlich mehr Machismo – steht Vin Diesels charmant gespielten Anarcho-Extremsportler Xander Cage nun eine ganze Gruppe von verrückten Figuren zur Seite...

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Assassin’s Creed

Assassin’s Creed
Originaltitel: Assassin’s Creed – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Justin Kurzel

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Michael Fassbender, Jeremy Irons, Marion Cotillard, Michael Kenneth Williams, Brendan Gleeson, Ariane Labed, Callum Turner, u.A.

Filmkritik: Ah, guten Morgen. …wie, was ist? Wie ich „Assassin’s Creed“ finde? Hab ich den etwa … Oh ja! Ich hab den Streifen gesehen. Ach du Sch… Das hab ich ja völlig vergessen. Fazit: Vergessenswert. Review Ende.

„Autsch. Na, das kann ja heiter werden.“

Ok. Jetzt doch einmal etwas ernster: „Assassin’s Creed“ ist eine langlebige Videospielserie und die filmische Adaption mit Fassbender soll nun „endlich mal ein guter Game-Streifen werden“. Soweit das Medien-Blahblah zum Werk. Dabei wird völlig ignoriert, dass zwar nicht unbedingt „gute“ Arbeiten dennoch eines sein können: Unterhaltsam! Und aus dieser Richtung hat es bereits etliche spaßige Videospiel-Adaptionen gegeben.

Wobei der generelle Punkt „Unterhaltung“ auch bei „Assassin’s Creed“ anscheinend extrem kleingeschrieben wurde. Anders sind viele bizarre Regie-Entscheidungen einfach nicht zu erklären. Justin Kurzel, der zuletzt „Macbeth“ mit Fassbender in der Hauptrolle abgeliefert hatte, geht die gesamte Geschichte rund um Templer, Assassinen und die Jagd nach mystischen Artefakten, welche die Geschicke der Menschheit lenken können, unglaublich trocken an. Wenn da von genetischen Erinnerungen und „Eden Äpfeln“ die Rede ist, gibt es ein Wettrennen zwischen den Darstellern und der Inszenierung: Wer interessiert sich weniger für das, was gerade passiert? Schließen Sie jetzt ihre Wetten ab!

„Siehst du die Handlung irgendwo?“ -„Ja, sie ist da drüben, im zweiten Teil!“ „Wir bekommen einen zweiten Teil?!?“

Ein cineastischer Todessprung

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La La Land

La La Land
Originaltitel: La La Land – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Damien Chazelle

Erscheinungstermin: Ab 12. Januar im Kino.

Darsteller: Ryan Gosling, Emma Stone, Amiée Conn, Terry Walters, Thom Shelton, Cinda Adams, Callie Hernandez, Jessica Rothe, Sonoya Mizuno, Rosemarie DeWitt, J.K. Simmons, Claudine Claudio, Jason Fuchs, D.A. Wallach

Filmkritik: Die leidenschaftliche Schauspielerin Mia (Emma Stone) und der charismatische Jazzmusiker Sebastian (Ryan Gosling) suchen das große Glück in Los Angeles. Sie halten sich mit Nebenjobs über Wasser und nachdem sich ihre Wege zufällig kreuzen, verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander. Gemeinsam schmieden sie Pläne für ihre Zukunft auf der Bühne und genießen den Zauber der jungen Liebe in »La La Land« – der Stadt der Träume. Doch schon bald müssen Mia und Sebastian einsehen, dass sie Opfer bringen müssen um ihren Träumen näher zu kommen. Kann ihre Beziehung diesem Druck standhalten?

2014 war Regisseur Damien Chazelle bereits für einen Oscar nominiert. Sein Film „Whiplash“, ein Drama um einen Jazz-Schüler und seinen strengen Lehrer an einer Musikschule, war damals in insgesamt fünf Kategorien nominiert, gewonnen hat er drei. Lediglich Drehbuch und Bester Film hat er verpasst. Für „La La Land“ hingegen sehen die Siegchancen nochmal ganz anders aus: Der Film ist aktuell der größte Oscar-Favorit.

Wie im Inhalt bereits kurz angerissen wurde, handelt es sich bei „La La Land“ um eine Art romantische Komödie. Der größte Unterschied zum Einheitsbrei auf dem Markt ist allerdings wohl, dass der Film auch Musical-Elemente enthält. Das wird direkt in der ersten Szene des Films deutlich gemacht. Während eines Staus auf einer Autobahn in Los Angeles fangen die Stau-Steher plötzlich an zu singen und zu tanzen...

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Passengers

Passengers
Originaltitel: Passengers – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Morten Tyldum

Erscheinungstermin: Ab 5. Januar im Kino.

Darsteller: Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Michael Sheen, Laurence Fishburne, Andy Garcia, Vince Foster, Kara Flowers, Conor Brophy, Julee Cerda, Aurora Perrineau, Lauren Farmer, Emerald Mayne, Kristin Brock, Tom Ferrari, Quansae Rutledge

Filmkritik: Bei einem Raumschiff, das Tausende von Menschen zu einem entfernten Kolonie-Planeten transportiert, tritt eine technische Störung auf. Dadurch erwacht der Passagier Jim Preston (Chris Pratt) 60 Jahre zu früh. Angesichts der Tatsache, auf dem Raumschiff alt zu werden und allein zu sterben, entschließt er sich, eine andere Passagierin, Aurora (Jennifer Lawrence), zu wecken.

Big Budget Sci-Fi Kino mit zwei der erfolgreichsten Darsteller seiner Zeit erschien ausgestorben. Umso überraschter durfte man sein, als „Passengers“ angekündigt wurde. Die Trailer suggerierten einen Sci-Fi-Abenteuer-Action Film und die mögliche Aufdeckung einer großen Verschwörung. Wieso sind ausgerechnet diese beiden Menschen erwacht? Die Dialogzeile im Trailer „There’s a reason we woke up early.“ suggeriert einen tieferen Sinn und einen großen Plan. Jedoch ist vieles im Trailer mehr fehlgeleitetes Marketing und das Vorspielen falscher Tatsachen. Hat „Passengers“ dies überhaupt nötig? Keinesfalls!

Zunächst einmal überzeugt „Passengers“ mit einer wunderbaren Atmosphäre. Das riesige Raumschiff das ohne Crew und auf Autopilot seinen Kurs abklappert ist ein unglaublich stimmiger Ort der es zu Beginn sogar ganz ohne Schauspieler schafft den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen durch erstklassiges Set-Design und tolle Effekte.

You can’t get so hung up on where you’d rather be, that you forget to make the most of where you are.

Doch ein Mensch l...

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Rogue One: A Star Wars Story

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Rogue One: A Star Wars Story
Originaltitel: Rogue One: A Star Wars Story – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Gareth Edwards

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Felicity Jones, Mads Mikkelsen, Alan Tudyk, Ben Mendelsohn, Diego Luna, Forest Whitaker, Riz Ahmed, Jimmy Smits, Warwick Davis, Donnie Yen, Genevieve O’Reilly, Valene Kane, u.A.

Filmkritik: „Krieg der Sterne“. So hieß die weltweit bekannte Star-Wars-Saga einst hierzulande. Nun kommt ein Werk daher, welches diesem Titel alle Ehre macht und gleichzeitig eine heftige Last auf den Schultern tragen muss: „Rogue One: A Star Wars Story“.
Als erster komplett von der Hauptgeschichte losgelöster Streifen werden hier die Anfänge der Rebellion erzählt und wie eben jene Gegner des Imperiums an die Pläne des Todessterns gekommen sind. Der Fokus liegt dabei auf der jungen Jyn Erso (Felicity Jones), deren Vater gezwungen wurde für den Todesstern für das Imperium zu entwickeln und ihrem Weg in den Reihen der Rebellion …

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Episode … Was jetzt?!?

Fast so, als wollte man erst recht zeigen, dass man hier keinen Bruch mit den Konventionen scheucht, knallt nach der Angabe „Vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis …“ mit einem lauten Soundeffekt das erste Bild auf die Leinwand. Kein Lauftext. Das ist das erste Mal, dass ein Star Wars-Werk mit dieser Tradition bricht und das passt gut, denn auch in vielen anderen Bereichen ist Gareth Edwards Arbeit ziemlich unorthodox für das Franchise. Dies fällt erst recht nach Abrahams Retro-Gaudi „Das Erwachen der Macht“ auf, die sich munter durch die klassische Trilogie zitiert hatte.

Fans bekommen mit „Rogue One: A Star Wars Story“ zum aller ersten Mal jenseits der Comics, Zeichentrickserien und Ewok-Spin-Off-Filme einen Film zu sehen, der komplett in der offiziellen Kontinuität spie...

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Imperium

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Imperium
Originaltitel: Imperium – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Daniel Ragussis

Erscheinungstermin: Ab jetzt auf DVD und Blu-ray

Darsteller: Daniel Radcliffe, Toni Collette, Burn Gorman, Nestor Carbonell, Seth Numrich, Sam Trammell, Pawel Szajda, Chris Sullivan, Tracy Letts, John Michael Weatherly, Devin Druid, Jasson Finney, u.A.

Filmkritik: Ein hochintelligenter junger Polizist geht undercover bei Neonazis. Er verliert sich in der Gruppe und fragt sich, wo er stehen will. The End.
… Ok. Daniel Ragussis Streifen „Imperium“ hat schon noch mehr Nebenhandlungen zu bieten, aber die sympathische Reduziertheit des Inhalts bietet besonders Daniel Radcliffe viel Zeit sich in seiner Rolle zu entfalten und ist damit auch der absolute Star des Geschehens.

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Ein paar Klischees halten niemanden auf

Das große Problem des Films ist, dass er genau das bietet, was man erwartet, auf einem ziemlich hohen Niveau. Auf der anderen Seite ist genau dies aber auch die Stärke des Geschehens. Denn die Ausrichtung ist klar, die Figuren sind aus ähnlich gelagerten Streifen ebenso bekannt, aber dadurch verliert „Imperium“ noch lange nicht seinen Charme.
Genauso wie Radcliffes Figur immer faszinierter ist von der Gegenkultur, in die er da eintaucht, ist der Zuschauer von der Darstellung des durch „Harry Potter“ bekannt gewordenen Schauspielers, der in den letzten Jahren eine unglaubliche Wandlungsfähigkeit gezeigt hat.

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Eine bedrückende Atmosphäre

Die Darsteller der Nebenrollen machen derweil ihre Sache ebenfalls sehr ordentlich. Verschiedenste Figuren schaffen es Sympathien zu schüren und die Neo-Nazi-Gruppe vielschichtig darzustellen. Trotz allem kommen hier und da ein paar klischeehafte Szenen vor, die man vielleicht etwas hätte umarbeiten können (oder müssen)...

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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
Originaltitel: Fantastic beasts and where to find them – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: David Yates

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Ezra Miller, Eddie Redmayne, Colin Farrell, Zoë Kravitz, Jon Voight, Ron Perlman, Gemma Chan , Katherine Waterston, Samantha Morton, Carmen Ejogo, Dan Fogler, Kamil Lemieszewski, u.A.

Filmkritik: Die Harry-Potter-Reihe geht weiter! Mit einem Prequel! Wobei … Nicht so wirklich. Eigentlich nicht, nein. Und das ist gut so! Die von J.K. Rowling geschriebene Geschichte „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ spielt nicht in England, nicht in der Jetztzeit und enthält eigentlich keine bekannten Figuren. Angesiedelt im New York der 30er Jahre verschlägt es nämlich den jungen Magie-Tierforscher Newt Scamander in den Big Apple. Doch leider entwischen ihm ein paar seiner Kreaturen und dass parallel dazu die Stadt im Würgegriff von magischem Terrorismus ist, macht die Sache nicht gerade besser …

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Phantastische Unterhaltung zum Staunen

Schnell wird ein neues Figurenquartett eingeführt. Neben dem zurückgezogenen Forscher Scamander, der einzig bei seinen Tieren aufblüht, gibt es die ebenfalls etwas scheue Ermittlerin des Magie-Ministeriums, deren gedankenlesende und quirlige Schwester sowie den eigentlichen Star des Films: den nichtmagischen Jacob Kowalski, großartig gespielt von Dan Fogler, der anscheinend deutlich mehr kann, als in zotigen Komödien den fetten Sidekick-Freund zu geben.

Die Figuren fühlen sich bei den „Phantastischen Tierwesen“ genauso lebendig an wie die titelgebenden Geschöpfe, die in zahlreichen Farben, Formen und Größen auftauchen...

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Jack Reacher: Kein Weg zurück

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Jack Reacher: Kein Weg zurück
Originaltitel: Jack Reacher: No Way Back – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Edward Zwick,

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Tom Cruise, Cobie Smulders, Robert Knepper, Aldis Hodge, Sue-Lynn Ansari, Danika Yarosh,Holt McCallany, Julia Holt, Teri Wyble, Jason Douglas, Patrick Heusinger, Michael Papajohn, u.A.

Filmkritik: Teil 1 war ja ziemlich drollig. Zwar gefühlt 30 Minuten zu lang, aber knackige Action der Marke „Fühlt sich an wie ein Steven Seagal-Streifen aus den frühen 90ern“, Werner Herzog in einer unfreiwillig extrem lustigen Schurkenrolle und ansonsten eine knackige Inszenierung: Jau. Das war ordentliche Actionthriller-Unterhaltung!
Und jetzt ist Edward Zwick an der Reihe, dessen „Last Samurai“ mit Tom Cruise ich sehr mag. Was kann da schon schief gehen?

Jack Reacher: Da gingen anscheinend so einige Sachen schief!

Ach du lieber Himmel, wo soll man da nur anfangen? Vielleicht bei der Tatsache, dass viele coole Momente bereits im Trailer verheizt wurden? Damit, dass gefühlt die Hälfte des Films damit verschwendet wird, dass Tom Cruise sich mit irgendeinem Teenager-Mädchen anfreundet, bei dem es sogar ein Plotpoint ist, das dieses eigentlich gar nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun hat?

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„Wagt es ja nicht, mich noch einmal zu stören, nachher wird das Ganze hier noch spannend!“

„Jack Reacher: Kein Weg zurück“ ist von der Figurenebene her eigentlich interessant angesetzt. Reachers Vorgeschichte wird ein wenig mehr beleuchtet und auf Seiten der Schurken gibt es theoretisch eine Art „Anti-Reacher“, der die gleichen Fähigkeiten, aber keinerlei Moral hat. Coole Ausgangslage, aus der dann schließlich kaum etwas gemacht wird...

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Willkommen bei den Hartmanns

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Willkommen bei den Hartmanns
Originaltitel: Willkommen bei den Hartmanns – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Simon Verhoeven

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Senta Berger, Heiner Lauterbach, Palina Rojinski, Elyas M’Barek, Florian David Fitz, Ulrike Kriener, Uwe Ochsenknecht, Jaymes Butler, Adrian Can, Eric Kabongo, Samir Fuchs, u.A.

Filmkritik: Eine Komödie über die momentane Flüchtlingssituation in Deutschland? Wow, was könnte man nicht aus diesem Thema machen? Eine satirische Momentaufnahme der bundesweiten Befindlichkeit! Eine clevere Abrechnung mit auf beiden Seiten vorhandenen Klischees! Eine gewollt überzeichnete Dramatisierung der Situation, um die Absurdität des Ganzen zu präsentieren!

Oder … ja, oder man dreht einfach zu zwei Dritteln eine „typisch deutsche Komödie“ rund um eine „alltägliche Familie“ mit ihren „alltäglichen Problemen“, in die dann ein Flüchtling hereinplatzt und durch seine bodenständige Art alles ins Lot bringt. Ach du Scheiße. Aber … fangen wir doch am Anfang an!

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„Hey, wollen wir irgendwelche interessanten Themen besprechen?“ -„Ne du, lass lieber mal rumschmachten, dann vergessen die Leute schon, dass wir so gar nichts zu sagen haben!

Der Flüchtling Diallo, fantastisch gespielt von Eric Kabongo, wird von den titelgebenden Hartmanns aufgenommen, weil Mutter Hartmann eine Midlife-Crisis hat, derweil hat Vater Hartmann eine Midlife-Crisis, während Tochter Hartmann die verwirrte Dauerstudentin mit Romantikwünschen spielt und Sohn Hartmann nicht nur die Parodie eines Topverdieners geben darf, sondern dessen Sohn, nennen wir ihn mal „Mini-Hartmann“, oder „Geh weg, ich brech gleich auf den Zuschauer vor mir“-Hartmann.
Mini-Hart ist nicht nur nervig, sondern auch noch zwölf, „voll cool, ey“, sein Vater interessiert sich nicht für ihn ...

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Doctor Strange

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Doctor Strange
Originaltitel: Doctor Strange – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Scott Derrickson

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Benedict Cumberbatch, Chiwetel Ejiofor, Rachel McAdams, Benedict Wong, Mads Mikkelsen, Tilda Swinton, Scott Adkins, Michael Stuhlbarg, Benjamin Bratt, Amy Landecker, Juani Feliz, u.A.

Filmkritik: Wieder eine neue „Origin“-Story für Marvel? Oh ja und dieses Mal gibt es zwar eine sattsam bekannte Struktur, die aber mit so viel frischen Elementen, Charme und optischer Kreativität angereichert wurde, dass man traurig ist, wenn am Ende der Abspann ins Bild knallt, denn nun muss man ein paar Jährchen warten, um weitere Abenteuer mit „Doctor Strange“ zu sehen.

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Die Allzweckwaffe gegen Superhelden-Verstopfung

Waren die technik- und wissenschaftsbasierten Superhelden langsam aber sicher doch etwas viel geworden, so ist der von Benedict Cumberbatch wunderbar charmant gespielte Doktor eine angenehm frische Brise. Auch, wenn der Kittelträger zu Anfang des Geschehens extrem selbstverliebt ist. Aber dafür kommt er ja in einen Unfall und muss seine Superfähigkeit – seinen Verstand –einsetzen, um sich selbst wieder aus seinem emotionalen Loch zu retten und zu „Doctor Strange“ zu werden.“
Und ja, inhaltlich hat Marvel gesagt „Fuck it!“ und ziemlich gleich die Struktur von „Iron Man“ übernommen, nur diese sogar noch weiter verbessert. Statt der Technik gibt es nun eben die Magie und selbst der Bösewicht dieses Mal – schön gespielt von Mads Mikkelsen – ist besser eingebunden in die generellen Themen des Werks. Ja, Marvel-typisch ist er dennoch etwas blass, aber meilenweit charismatischer als viele andere Schurken aus der Superheldenschmiede. (Ich schaue da besonders in deine Richtung, „Thor – The Dark World“!)

Buy The Ticket, Take The Ride

Das emot...

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Stolz und Vorurteil und Zombies

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Stolz und Vorurteil und Zombies
Originaltitel: Pride & Prejudice & Zombies – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: Burr Steers

Erscheinungstermin: Jetzt auf DVD und Blu-Ray

Darsteller: Lily James, Lena Headey, Matt Smith, Jack Huston, Douglas Booth, Charles Dance, Sam Riley, Suki Waterhouse, Dolly Wells, Hermione Corfield, Bella Heathcote, Emma Greenwell, u.A.

Filmkritik: „Stolz und Vorurteil und Zombies“ ist ein großer Spaß, den leider viele Leute im Kino verpasst haben. Aber es ist durchaus verständlich, warum Burr Steers Adaption des Seth Grahame-Smith-Romans nicht so gut angekommen ist. Die Mischung aus Jane Austen und einer untoten Schlachtplatte ist schon ziemlich eigenwillig.

Und das war dann auch schon das mit Abstand größte Problem, welches der gut gelaunte Historien-Horror-Liebesfilm hat. Denn Steers schafft es dank seinem eigens geschriebenen Drehbuch den zugrunde liegenden „Mash-Up“-Roman angenehm auf seine Grundelemente zu kondensieren, ohne wichtige Teile fallen zu lassen. (Und ja, ich hab das Buch gelesen, als Vorarbeit für einen Artikel zum ebenfalls unterhaltsamen „Abraham Lincoln: Vampire Hunter“. Doch die stolzen Zombies sind besser.)

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Viel zum Gelingen trägt auch die ausgezeichnete Besetzung bei. Lily James ist so bezaubernd wie taff, Sam Riley als verschlossener Darcy, Matt Smith als feiger Priester humorvoll und auch die restlichen Darsteller sind so charmant wie gut ausgewählt. So ist es eigentlich schon schade, dass der Streifen nicht zumindest zwanzig Minuten länger dauert, denn mit diesem Cast würde man gerne noch etwas mehr Zeit verbringen.

Etwas mehr Zeit hätten auch die Actionszenen vertragen können, denn diese sind – leider abgesehen von der finalen Sequenz, welcher teilweise sogar schwer zu folgen ist – mit relativ ruhiger Optik schön in Szene gesetzt...

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