Kingsman: The Golden Circle

Kingsman: The Golden Circle
Originaltitel: Kingsman: The Golden Circle – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Matthew Vaughn

Erscheinungstermin: Ab dem 21. September im Kino

Darsteller: Colin Firth, Julianne Moore, Taron Egerton, Mark Strong, Halle Berry, Elton John, Channing Tatum, Jeff Bridges, Pedro Pascal, u.A.

Filmkritik: Die „Kingsman“ sind wieder da und dürfen mal wieder in absurden Abenteuern die Welt retten. Dieses Mal haben sie es mit dem titelgebenden „Golden Circle“ zu tun, der geleitet wird von „Poppy“, einer irren 50er-Jahre-Americana-Fetishistin, die sich in den Tiefen von … wo war es, Paraguya? … ein bizarres Domizil gebaut hat. Nachdem große Teil der Kingsman von ihr ausradiert wurden, müssen Eggsy und Merlin, wieder gespielt von Mark Strong, Hilfe suchen bei ihren amerikanischen Kollegen, den „Statesman“. …

Bullets …

Volldampf in Richtung Polit-Satire

Regisseur Matthew Vaughn dreht das Satire-Potential auf 100 Prozent. Denn nachdem im Erstling England- und Bond-Klischees augenzwinkernd verarbeitet wurden, geht es nun Volldampf in Richtung Satire. Dabei erinnert der Wahnsinn, der vor allem von Bruce Greenwood als US-Präsident ausgeht, beinahe schon an die absurden Höhen eines „Crank 2“. Denn die Pläne des US-Commanders-in-Chief sind nicht weniger megalomanisch als die seiner Gegenspielerin Poppy.

Dazwischen hängen Eggsy und Co., die bei den Statesman ebenfalls ein paar Überraschungen erleben. Dank Sci-Fi-Techno-Mumbo-Jumbo ist nämlich Colin Firth wieder, oder eben doch noch am Leben, nachdem er eigentlich im Erstling von Samuel L. Jackson eine Kugel verpasst bekam. Diese erneute Einbindung hätte zwar nicht sein müssen, ist in ihrer Art und Weise aber durchaus originell und dreht die Elemente von Teil 1 auf den Kopf.

Bitches …

CGI-Blut und fade Schurken

Erneut i...

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Logan Lucky

Logan Lucky
Originaltitel: Logan Lucky – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Steven Soderbergh

Erscheinungstermin: Ab dem 14. September im Kino

Darsteller: Adam Driver, Daniel Craig, Channing Tatum, Seth McFarlane, Riley Keough, Hillary Swank, u.A.

Filmkritik: Steven Soderbergh ist wieder da! Haben wir ihn überhaupt vermisst? Eh … Ein bisschen? LOGAN LUCKY ist auf jeden Fall sein neuster Streifen, mit dem er eine Art Redneck-Variante seiner OCEAN‘S-Filme abliefern will. Dabei ist vielleicht „Redneck“ etwas gemein formuliert, denn zumindest Channing Tatum und Adam Driver in den Hauptrollen wirken eher wie Hollywoodschauspieler mit falschen Akzenten …

Aber der Reihe nach: Zwei vom Pech verfolgte Brüder, Tatum und Driver, haben genug und wollen ihrem Leben mit Geld etwas Auftrieb verleihen. Doch wie soll man daran kommen? Der Plan wird gemacht eine Autorennbahn zu überfallen, doch dazu braucht man Safe-Knacker Joe Bang. Der wird gespielt von Daniel Craig und stiehlt allen Beteiligten die Show. Ob er nun die Schwester der Logan anmacht, ständig scharf ist auf gekochte Eier, oder einfach mal mit Explosionen improvisiert: Hier ist Craig absolut in seinem Element und wohl auch deutlich besser aufgehoben, als in einem weiteren Bondfilm … Aber das ist ein anderes Thema …

Schlechte Akzente und gute Laune

Generell gibt es zu LOGAN LUCKY gar nicht mal so viel zu sagen. Abgesehen von manch schlecht aufgesetztem Akzent machen sämtliche Darsteller ihre Sache richtig gut. Nach einer langen, aber humorvollen Einleitung – denn es ist immer toll zu sehen, wie Seth McFarlane was aufs Maul kriegt – geht es dann schließlich zum Überfall. Der wird innerhalb des zweiten Drittels knackig und humorvoll zu Ende gebracht. Und dann legt sich LOGAN LUCKY auf die Nase.

Radikale Richtungswechsel

Das gesamte letzte Dritt...

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Barry Seal – Only In America

Barry Seal – Only In America
Originaltitel: American Made – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Doug Liman

Erscheinungstermin: Ab dem 7. September

Darsteller: Tom Cruise, Jayma Mays, Domhnall Gleeson, Caleb Landry Jones, Sarah Wright, Benito Martinez, Jed Rees, Mike Pniewski, u.A.

Filmkritik: Die Meinungen zu Tom Cruise in „Die Mumie“ gehen ja durchaus auseinander. Persönlich fand ich ihn furchtbar. Da kam mir „Barry Seal“ gerade recht, denn dort darf der verrückte Scientologe endlich mal wieder seinen typischen Charme auspacken. Der titelgebende Barry Seal ist nämlich ein gelangweilter Top-Pilot, der nebenher etwas schmuggelt. Dabei wird er erwischt, aber anstatt in den Knast, kommt er zur CIA. Der Rest hat mit Südamerika, Guerilla-Kämpfern, Drogenbaronen und komplettem Wahnsinn zu tun …

Das Power-Team – Liman & Cruise

Nach „Edge Of Tomorrow“ arbeitet Cruise hier wieder mit Regisseur Doug Liman zusammen und beide sind anscheinend ein erstklassiges Team. Denn die fest im US-Zeitgeschehen der frühen 80er Jahre angesiedelte Geschichte bietet ein wahres Feuerwerk an cleveren Szenen und tollen Charaktermomenten. Die verschiedenen Nebendarsteller sind exzellent und Limans Inszenierung ist zurückgenommen genug, um den Akteuren richtig Freiraum zu geben. Mit lockerer Hand gibt es so viele Dialog-Sequenzen, die spannender sind, als zahlreiche Actionszenen der letzten Zeit.

Es hilft natürlich auch, dass viele der Figuren richtig interessant sind. Selbst, wenn sie nur kurz in der Handlung auftauchen. Ob das nun die durchgeknallte Fliegertruppe ist, die Barry anheuert, weil er einfach so viele Drogen nicht mehr selbst über die Grenze bringen kann, oder die Südamerika-Mafia...

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Killer‘s Bodyguard

Killer‘s Bodyguard
Originaltitel: The Hitman’s Bodyguard – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Patrick Hughes

Erscheinungstermin: Ab 31.08.2017 im Kino

Darsteller: Ryan Reynolds, Samuel L. Jackson, Gary Oldman, Elodie Yung, Salma Hayek, Richard E. Grant, Kirsty Mitchell, Joséphine de La Baume, Joaquim de Almeida, Sam Hazeldine, Abbey Hoes, Rod Hallett

Filmkritik: Der weltbeste Bodyguard (Ryan Reynolds) wird engagiert, um ausgerechnet das Leben seines Erzfeindes zu schützen – eines weltweit berüchtigten Killers (Samuel L. Jackson). Der unaufhaltsame Bodyguard und der manipulative Auftragsmörder versuchen seit Jahren sich gegenseitig auszuschalten, und müssen nun die nächsten total abgefahrenen 24 Stunden gemeinsam durchstehen. Bei ihrer unfassbar toughen Reise von England nach Den Haag müssen sie Highspeed-Autorennen und absurde Bootsverfolgungsjagden meistern und sich dem gnadenlosen osteuropäischen Diktator (Gary Oldman), der Blut sehen will, entgegenstellen. Salma Hayek rundet das Chaos als Jacksons nicht minder berüchtigte Ehefrau ab.

R-Rated Action Komödie? Ich bin dabei!

Auf dem ersten Blick beim Trailer sah „The Hitman’s Bodyguard“ wie eine typische PG-13 Action-Komödie aus. Doch als klar wurde, dass der Film ein R-Rating spendiert bekommt, war das Interesse geweckt. Denn der Cast, mit Ryan Reynolds der seit „Deadpool“ sowas wie einen Lauf hat und Samuel L. Jackson, der bei einem R-Rating die Schimpfwörter kaum aufhalten kann bevor sie aus seinem Mund kommen, versprach schon mal keinen allzu schlechten Film.

Die ersten 20 Minuten sind allerdings zunächst mal ganz routiniert inszeniert ohne große Überraschungen. Der Film ist hier genau das was man erwartet hatte ohne groß zu Glänzen...

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Terminator 2 – 3D

Terminator 2 – 3D
Originaltitel: Terminator 2 – 3D – Erscheinungsjahr: 1991 – Regie: James Cameron

Erscheinungstermin: Ab dem 29. August im Kino

Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Robert Patrick, Edward Furlong, u.A.

Filmkritik: Es ist unglaublich angenehm mal ins Kino zu gehen und zu wissen, dass das, was man gleich sehen wird, ein richtig guter Streifen ist. So geschehen bei TERMINATOR 2 – 3D von James Cameron, der nun für kurze Zeit wieder ins Kino kommt. Drolligerweise lohnt sich dabei für diesen mehr als 25 Jahre alten Film das Aufsetzen der 3D-Brillen mehr, als bei vielen aktuellen Produktionen …

Herzschmerz und Krawall – Die Rückkehr des Terminators

James Cameron braucht für viele seiner Produktionen eine kleine Ewigkeiten. Das ist durchaus bekannt und wird anscheinend immer schlimmer. Was man aber auch weiß, ist, dass das, was nachher dabei rumkommt, die Wartezeit auch wert ist. Sowohl inhaltlich, als auch qualitativ. Dass TERMINATOR 2 – 3D einer der besten Actionfilme der Welt ist, ist jedoch seit mehr als zwei Jahrzehnten bekannt.

Die Jagd nach dem jungen John Conner, beschützt von der einst todbringenden Maschine, die nun eine Art Vaterersatz wird. Herzschmerz, Krawall und richtig gute Unterhaltung. Nachdem TERMINATOR einer der besten Filme aller Zeiten war, wurde Cameron mit der Fortsetzung deutlich gefühlvoller. Dabei ist – damals wie heute in 3D – die Kinofassung des Ganzen sogar im Gegensatz zu allen anderen Langfassungen des Regisseurs die bessere Wahl, da man – abgesehen von einem Gastauftritt von Michael Biehn – rein gar nichts verpasst und die knappere Laufzeit durchaus dem Ablauf hilfreich ist.

Arnie ist zurück – Comin‘ at ya!

Kommen wir nun direkt zum 3D-Faktor: Wie gesagt, James Cameron ist ein Perfektionist und das merkt man dieser Konvertie...

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Atomic Blonde

Atomic Blonde
Originaltitel: Atomic Blonde – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: David Leitch

Erscheinungstermin: Ab dem 24. August im Kino

Darsteller: Charlize Theron, James McAvoy, Eddie Marsan, John Goodman, Toby Jones, James Faulkner, Roland Møller, Sofia Boutella, Bill Skarsgård, u.A.

Filmkritik: Was ist „Atomic Blonde“? Knochenbrechende Intensiv-Action? Check! Gelackter 80er-Jahre-Neon-Stil in Bild und Ton? Doppel-Check! Lesbenszene ohne US-Prüderie? Tripple-Check! Ist das der Film des Jahres? Leider nein, denn Regie-Debütant David Leitch vergisst leider innerhalb der ersten Stunde des 115 minütigen Streifens, dass es auch so etwas wie Charaktere braucht, damit man das Ganze genießen kann.

Struktur und Charaktere, was ist das?

Der Großteil des Streifens wird in Form einer Befragung präsentiert, in welche die eigentliche Handlung als Rückblenden eingestreut wird. Ich muss zugeben, dass ich davon nicht so recht ein Fan bin. Aber man kann es immer noch gut hinkriegen. Das wichtige Wort hier ist „kann“, denn Regisseur Leitch nutzt das Ganze nicht, um den Ablauf zu beschleunigen, sondern eher für das Gegenteil. So werden einem die Figuren in der ersten Stunde kaum nahe gebracht und es gibt zahlreiche Momente, die man ohne Probleme hätte kürzen können.

Erst wenn die von Charlize Theron dargestellte US-Agentin auf eine französische Spionin trifft und die beiden so etwas wie eine Beziehung aufbauen, taut auch die eisige Fassade der Theron etwas auf. Das ist sicherlich inhaltlich auch so intendiert, wenn man aber als Zuschauer eine Stunde lang mehr oder weniger am ausgestreckten Arm verhungert, weil der Macher bewusst keine Charaktermomente zulässt, dann ist das schon etwas frustrierend.

Stil statt Substanz – Der Film

Beim Stil schöpft „Atomic Blonde“ aus den Vollen: Gelackte Bilder, bis auf e...

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Bullyparade – Der Film

Bullyparade – Der Film
Originaltitel: Bullyparade – Der Film – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Michael Herbig

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Michael Herbig, Christian Tramitz, Rick Kavanian, Sky du Mont, Diana Herold, u.A.

Filmkritik: Passend zum 20. Jubiläum kommt nun „Bullyparade – Der Film“ ins Kino! Denn 1997 startete die Sketch-Show … die 2002 bereits wieder abgesetzt wurde. Und damit haben wir gleich die größte Frage, wenn es um den Streifen geht: Erinnert sich noch jemand an die Bullyparade? Ja? Sehr gut, denn das hier ist genau das Gleiche, mit älteren Akteuren und richtig guten Effekten. Nicht mehr, aber nicht weniger.

Das wäre alles auch durchaus nett, wenn nicht leider der Streifen selber mit so einigen Problemen zu kämpfen hätten. Denn anscheinend wussten die Macher nicht so recht, was man nun präsentieren sollte, jenseits von „Eben das, was früher immer so gut ankam“. Dies sorgt zwar für eine nette Nostalgie-Reise, aber, wie wir ja alle wissen, nett ist der kleine Bruder von … Ok. So schlimm ist es nicht, dafür hängen einfach zu viele nette Erinnerungen an dem Ganzen.

Das Problem mit der einsetzenden Gag-Flaute

Der erste Sketch hat die besten Effekte und ein paar der besten Gags und danach geht es direkt in die Welt des „Manitu“, wo der beste von drei längeren Kurzfilmen präsentiert wird. Ja, das ist schon ein ziemliches Problem, denn mit weiterer Laufzeit nimmt leider auch die Gag-Dichte immer mehr ab. Überraschenderweise schafft es die „Lissi“-Episode mit ein paar verrückten Einlagen zu punkten, aber wenn es erst einmal in den Weltraum geht, dann erleidet der Streifen Schiffbruch.

Die Schwulen-Gags von vor anno dunnemals sind einfach nicht mehr lustig – ok, waren sie damals auch nicht so recht – aber wenn Dance-Battles und Leerlaufen die...

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Stephen King’s Der Dunkle Turm

Der Dunkle Turm
Originaltitel: The Dark Tower – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Nikolaj Arcel

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Stimmen: Idris Elba, Matthew McConaughey, Tom Taylor, Katheryn Winnick, Jackie Earle Haley, Fran Kranz, Abbey Lee, u.A.

Filmkritik: Es gibt so Filme, die bringen ihre Shit-Show gleich mit, ohne selber allzu viel falsch gemacht zu haben. „Oh nein, der Film dauert nur gut 90 Minuten!“ oder „Mist, warum ist der coole Revolvermann nun ein Schwarzer?“ und so weiter und so fort. „Der Dunkle Turm“ hat zudem das Problem, dass viel des internationalen Marketings absolut nicht repräsentativ ist für das eigentliche Werk. Abgesehen von einem Trailer bestehen die meisten Clips aus Actionszenen, grimmig dreinschauendem Idris Elba und grimmig dreinschauendem Matthew McConaughey. Was war gleich nochmal die Handlung?

In der eigentlichen Geschichte geht es um den jungen Jake, der nach dem Tod seines Vaters immer wieder Alpträume von einer fernen, apokalyptischen Welt hat. Dort will der Mann in Schwarz den Dunklen Turm einreißen und damit die Realität zerstören. Und der Einzige, der es mit diesem Schurken aufnehmen kann ist der mysteriöse Revolvermann. Zu seiner Überraschung muss Jake feststellen, dass all dies real ist. Denn er reißt in die Welt, die er in seinen Träume gesehen hat und lernt, dass er eine besondere Gabe hat und nur gemeinsam mit dem Revolvermann noch den dunklen Turm kann.

Unterhaltung ohne Zeitgeist-Schlenker

„Der Dunkle Turm“ ist einer jener Streifen, die ich persönlich direkt ins Herz geschlossen habe. Denn im Gegensatz zu anderen aktuellen Werken, sind hier klar die Bedrohung, die Helden und die Schurken charakterisiert...

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Planet der Affen: Survival

Planet der Affen: Survival
Originaltitel: War of the Planet of the Apes – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Matt Reves

Erscheinungstermin: Ab jetzt im Kino

Darsteller: Andy Serkis, Woody Harrelson, Steve Zahn, Amiah Miller, Karin Konoval, Judy Greer u.A.

Filmkritik: Der „Planet der Affen“ gibt seinen Bewohnern keine Verschnaufpause. Die Seuche hat die Anzahl der Menschen auf dem Planeten immer weiter dezimiert, während die Affen rund um Caesar – mehr oder weniger – friedlich überleben und die eine oder andere Militärpatrouille abwehren. So weit, so gut, doch eines Tages schleicht ein Feind in die Höhlen der Affen und erschießt Caesars Frau und Erstgeborenen. Das kann der Anführer der Primaten natürlich nicht auf sich sitzen lassen und begibt sich auf einen Rachefeldzug …

So weit, so überraschend Charles Bronson von der eigentlichen Grundgeschichte. „Planet der Affen: Survival“ teilt sich dabei in zwei durchaus verschiedene Ansätze: Die erste Hälfte zeigt Caesar, der mit ein paar Untergebenen durch die verschneite Ödnis reitet, um den Schlächter seiner Frau und seines Sohns zu suchen. In der zweiten geht es derweil deutlich mehr wieder um die sozialen und politischen Themen, die bereits Matt Reeves Vorgänger so groß gemacht haben.

Ape Bronson und Crew auf Rache-Mission! Oh Yeah!

Kleine Probleme und fantastische Effekte

Das größte Problem vorab: „Planet der Affen: Survival“ ist – bis auf die letzten paar Minuten – unglaublich vorhersehbar. Ob man nun bereits eine halbe Stunde vorher weiß, wie der eigentliche Bösewicht ins Gras beißen wird, oder der eigentliche Ablauf des Werks klar ist: Überraschungen sollte man hier nicht suchen. Aber … das war es dann auch schon...

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Dunkirk

Dunkirk
Originaltitel:  Dunkirk – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Christopher Nolan

Erscheinungstermin: Ab 20. Juli

Darsteller: Cillian Murphy, Kenneth Branagh, Tom Hardy, Harry Styles, Mark Rylance, etc.

Filmkritik: Ok. Wer mich kennt weiß, dass ich Christopher Nolans Inszenierungsstil – besonders aufgrund seiner selbstanalytischen übertrieben dramatisierenden Dialoge einfach nicht mag. Doch so kritisch ich dessen Werke nun auch sehe, so sehr muss ich auch zugeben, dass er viele Stärken hat. Besonders was die Bebilderung seiner Arbeiten angeht, sowie seine ganz eigene Mischung aus Optik und Akustik, die eine famose Atmosphäre heraufbeschwört.

Augen auf, Klappe zu – Die Stärken des Films

„Dunkirk“ scheint der Nolan anscheinend ganz für mich allein gemacht zu haben, denn – Wunder über Wunder – hier halten die Figuren meistens die Klappe und sich dabei nicht unter die Räder einer der wahnsinnigsten Evakuierungsmissionen des 2. Weltkrieges zu gelangen. Dabei sagen Blicke tausend Mal mehr als Nolan’sche Dialoge und die Inszenierung ist – ganz besonders in den ersten zehn Minuten – einfach nur absolut brillant:

Eine Einheit von Briten findet sich in einer Küstenstadt wieder, zahllose Flugblätter flattern langsam Richtung Boden und plötzlich hagelt es Schüsse. Nur mit knapper Not entkommt ein einzelner Soldat dem Angriff und stößt auf den Strand: Tausende und abertausende von Soldaten stehen in Reih und Glied und warten darauf, dass sie abgeholt werden, doch am Horizont ist kaum ein Schiff zu erkennen …

Nach diesem absolut gespenstischen Beginn teilt sich die Handlung von „Dunkirk“ in drei verschiedene Teile, die allesamt verschiedene lange Zeitabschnitte einnehmen...

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Valerian

Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten
Originaltitel:  Valerian and the City of a Thousand Planets – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Luc Besson

Erscheinungstermin: Ab 20. Juli

Darsteller: Dane DeHaan, Cara Delevingne, Clive Owen, Rihanna, Ethan Hawke etc.

Filmkritik: Oh. Shit. Ich hab ja ganz vergessen ein Review zu „Valerian“ zu schreiben. Und warum das alles? Wahrscheinlich, weil „Valerian“ schlicht und ergreifend ein riesiges Problem hat: Sämtliche menschliche Figuren und deren Interaktion. Luc Bessons Liebeserklärung an seine Lieblingscomics will alles jetzt, hier, auf einmal und am besten in doppelter Ausführung: Außerirdische, fremde Welten, fantastische Technologien, kosmischen Intrigen, Verschwörungen die ganze Dimensionen umspannen … und, oh ja, Mist: Irgendwie muss es dazwischen auch noch so etwas wie Protagonisten geben!+

Die außerirdischen Dialogprobleme

Die „so etwa wie Protagonisten“ von „Valerian“ sind Laureline und der titelgebende Valerian, die als Raum-Zeit-Agenten das Universum beschützen sollen. Das gelingt ihnen, auch wenn irgendwie jeder Mensch der mit ihnen Kontakt hat dabei drauf geht. Vielleicht ziehen dies viele auch vor, denn so muss man nicht mehr mitbekommen was passiert, wenn Valerian und seine Partnerin den Mund aufmachen. Von minutenlangen Expositionstexten, über komplett bescheuerte – oder französische? – Liebesdialoge ist alles mit dabei und das in Massen. Dass obendrauf auch noch Dane DeHaan und seine Kollegin eher aussehen wie jugendliche Cosplayer, als kampfgestärkte Weltall-James-Bonds, tja, das ist ein weiteres Problem.

Richtig schlimm wird das bei dem konsequenten Liebesgeschichten-Techtelmechtel der beiden Hauptfiguren. Denn als Zuschauer bekommt man schlicht alles über die Figuren gesagt, ohne es selbst zu erleben...

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Viral

Viral
Originaltitel: Viral – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Henry Joost, Ariel Schulman

Erscheinungstermin: Ab 21.07.2017 auf DVD und Blu-ray von Capelight

Darsteller: Sofia Black-D’Elia, Analeigh Tipton, Travis Tope, Michael Kelly, Machine Gun Kelly, John Cothran, Stoney Westmoreland, Linzie Gray, Judyann Elder, Philip Labes, Brianne Howey, Alexa Fischer, Brendon Eggertsen, Jennifer Say Gan, Matt Knudsen

Filmkritik: Die beiden Schwestern Emma (Sofia Black-D’Elia) und Stacey (Analeigh Tipton) wachsen als gewöhnliche Teenager in einer beschaulichen Kleinstadt auf. Ihren Schulalltag verfolgen sie mit einer Videokamera – und dokumentieren so von Beginn an die erschreckenden Ereignisse, die schon bald die gesamte Menschheit bedrohen. Weltweit bricht ein mysteriöser Virus aus: Wer befallen ist, stirbt einen grausamen Tod oder verwandelt sich in eine blutrünstige Bestie. Als sich die Epidemie unaufhaltsam verbreitet und die Stadt unter Quarantäne gestellt wird, müssen Emma und Stacey mit aller Kraft um ihr Überleben kämpfen…

Holprige Veröffentlichungshistorie

Kurz nachdem „Nerve“ ins Kino kam, der recht erfolgreiche und beachtete Social Media Highspeed Abenteuer-Film von Henry Joost und Ariel Schulman, erschien auch bereits „Viral“. Allerdings nur als Video on Demand. Und nur in den USA. Das war am 29.07.2016. Eigentlich sollte er bereits im Februar 2016 ins Kino kommen.
Daran erkennt man leider bereits, dass die Produzenten in „Viral“ weniger Vertrauen hatten als in „Nerve“. Leider waren diese Zweifel auch berechtigt.
Ein Jahr später findet „Viral“ nun auch seinen Weg nach Deutschland.

© capelight pictures

Beim Titel „Viral“ denkt man in der heutigen Zeit unweigerlich an Socal Media, an Videos und an die Floskel „going viral“...

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Spider-Man: Homecoming

Spider-Man: Homecoming
Originaltitel: Spider-Man: Homecoming – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Jon Watts

Erscheinungstermin: Jetzt im Kino

Darsteller: Tom Holland, Zendaya, Michael Keaton, Robert Downey Jr., Marisa Tomei, Jon Favreau. Laura Harrier, etc.

Filmkritik: Spider-Man ist zum dritten Mal in neuer Form auf der Kinoleinwand und scheinbar endlich dort angekommen, wo er immer hätte sein sollen: bei den Marvel-Studios! Denn mit leichter Hand wird hier viel von dem gereicht, was die letzten Inkarnationen bislang leider nicht präsentiert haben.

Origin, oder nicht Origin, das ist hier die Frage!

Nicht, dass die „Spider-Man“-Reihe von Sam Raimi schlecht war, absolut nicht. (Mit ein paar Ausnahmen.) Auch „The Amazing Spider-Man“ hatte eigentlich einen guten Einstieg, bevor es dann mit der Fortsetzung direkt mit dem Kopf gegen die Wand ging. Was merkt man an dieser Auflistung bereits? Irgendwie scheint jedes Mal die Herkunftsgeschichte, der klassische Origin-Teil, zu funktionieren. Und anschließend wird die Struktur entweder ziemlich genau kopiert („Spider-Man 2“), oder die Macher landen satt auf der Schnauze, nett gesagt. („Spider-Man 3“, „The Amazing Spider-Man 2“) Was macht also Marvel Studios? Die präsentieren einfach nur eine gute, in sich abgeschlossene Geschichte mit dem jungen Spinnenmann und überspringen komplett die eigentliche Herkunft, die Sache mit dem Bekommen der Kräfte und all das, was bislang so oft abgeklappert wurde.

Dazu kommt ein großer – und natürlich absolut passender – Fokus auf die Teenager-Aspekte der Geschichte. Nicht nur, weil Tom Holland als Hauptdarsteller der erste Spider-Man-Akteur ist, der auch wirklich noch aussieht, als müsse er zur Schule gehen...

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Rough Night – Girls‘ Night Out

Girls‘ Night Out
Originaltitel: Rough Night – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Lucia Aniello

Erscheinungstermin: Seit 29.06.2017 im Kino

Darsteller: Scarlett Johansson, Jillian Bell, Zoë Kravitz, Ilana Glazer, Kate McKinnon, Paul W. Downs, Ryan Cooper, Ty Burrell, Demi Moore, Enrique Murciano, Dean Winters, Colton Haynes, Patrick Carlyle

Filmkritik: Nach zehn langen Jahren sind die fünf alten College-Freundinnen Jess (Scarlett Johansson), Pippa (Kate McKinnon), Frankie (Ilana Glazer), Alice (Jillian Bell) und Blair (Zoë Kravitz) endlich wiedervereint: Auf einem wilden Junggesellinnenabschied in Miami lassen sie so richtig die Sau raus! Doch die ausgelassene Party läuft plötzlich aus dem Ruder, als die Clique aus Versehen einen Stripper um die Ecke bringt. Panik bricht aus und für die Frauen beginnt eine wahnsinnige Nacht voller skurriler Eskapaden, die sie nur überstehen werden, wenn alle zusammenhalten…

„Rough Night“ wirkt aufgrund der Ausgangslage wie die Frauenversion von „The Hangover“. Eine Gruppe Frauen die sich aus der Unizeit kennen fahren 10 Jahre später nach Miami weil eine von ihnen heiratet. Natürlich gibt es die Karrierefrau, die Schönheit, die Aktivistin (aka Arbeitslose), die Freundin aus Übersee und die nette dicke mit dem versauten Humor. Allerdings kommt der Film insgesamt nicht mal in die Nähe seines männlichen Vorbilds.

Welcome to Miami, oder?

Vielmehr braucht „Rough Night“ erst mal eine gute halbe Stunde um überhaupt irgendwie in die Spur zu finden. Es geht los mit einer Rückblende zur Uni-Zeit. Hier deutet sich bereits an, in welche Richtung der Humor geht. Dann ein Sprung in die Gegenwart und alsbald beginnt der Ausflug nach Miami...

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Baby Driver

Baby Driver
Originaltitel: Baby Driver – Erscheinungsjahr: 2017 – Regie: Edgar Wright

Erscheinungstermin: 27. Juli 2017

Darsteller: Ansel Elgort, Kevin Spacey, Jon Bernthal, Jamie Foxx, Lily James, CJ Jones, u.A.

Filmkritik: Oh man. Mit diesem Review mache ich mich wahrscheinlich unbeliebt. Naja. Was solls. In der Pressevorstellung waren viele Leute ziemlich angetan von Edgar Wrights „Baby Driver“. Und, ja, der Streifen hat einige nette Elemente, doch, man, ausnahmsweise weil diese derartig konsequent durchgezogen wurden, gingen sie mir mit der Zeit einfach auf die Nerven. Aber der Reihe nach …

Gangster-Heist-Standard-Story – With A Twist!

Der junge  „Baby Driver“ hat Schulden bei einem Gangsterboss (Kevin Spacey). Deshalb fährt er für ihn den Fluchtwagen und bezahlt somit seine Rechnung. Ein letzter Job steht an. „Baby“ verliebt sich in eine putzige Kellnerin mit süßem Lächeln und völlig ohne eigenen Charakter. Verfolgungsjagden. The End. So viel zur eigentlichen Geschichte, denn der Fokus bei „Baby Driver“ liegt ganz klar, zu 101%, auf der Inszenierung!

Der Kniff ist nämlich, dass „Baby“ ein Tinnitus-Problem hat und deshalb die Störgeräusche durch Musik unterdrücken will. Dies ist Edgar Wrights Ansatzpunkt dafür, dass der gesamte Streifen über und über voll mit Songs ist und – wortwörtlich – genau auf diese hin inszeniert wurde. Vom Schnitt, über Kamerafahrten, bis hin zur Länge der Einstellungen: Die jeweiligen Songs diktieren jeden Szenenablauf, sei es nun das Holen von Kaffee oder eine Sequenz, in welcher die Protagonisten vor der Polizei flüchten.

Fluch und Segen in einem – Die Inszenierung

Der große Pluspunkt und das große Problem von „Baby Driver“ sind ein und das Selbe: Denn natürlich ist es fantastisch mitanzusehen, wie eine gesamte Heist-Nummer punk...

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