Eliminators

Eliminators
Originaltitel: Eliminators – Erscheinungsjahr: 2016 – Regie: James Nunn

Erscheinungstermin: Seit 06.01.2017 auf DVD und Blu-ray

Darsteller: Scott Adkins, Stu Bennett, Daniel Caltagirone, James Cosmo, Mem Ferda, Ty Glaser, Olivia Mace, Stephen Marcus, Bruce Johnson, Sean Cronin, Akie Kotabe, Nick Thomas-Webster

Filmkritik: Thomas (Scott Adkins), ehemaliger DEA-Agent, ist zusammen mit seiner Tochter Carly im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms in London untergetaucht. Als Diebe irrtümlicherweise in seine Wohnung einbrechen, da sie dort Schmuggelware vermuten, eskaliert die Lage und endet für die Eindringlinge unverhofft in einem Blutbad. Durch diesen unglücklichen Zwischenfall fliegt jedoch Thomas Tarnung auf und die gesamte Londoner Unterwelt erfährt von seiner neuen Identität. Darunter befindet sich auch kein Geringerer als Gangsterbosses Cooper (James Cosmo), Thomas Ex-Schwiegervater und Erzfeind, der daraufhin die berüchtigtsten Auftragskiller Europas beauftragt, Thomas zu eliminieren, während er sich selbst auf die Suche nach seiner Enkelin Carly macht. Wütend und kompromisslos setzt der kampferprobte Ex-Agent alles daran, seine hartnäckigen Verfolger – darunter den tödlichen Bishop (Wade Barrett) – im Alleingang abzuschütteln und seine Tochter in Sicherheit zu bringen.

Jeder Film der Scott Adkins in einer Hauptrolle zu bieten hat, sorgt bei Action-Fans für ein kurzes Aufhorchen. Zwar glaubt auch der optimistischste Actionfreund nicht mehr daran, dass aus Adkins der nächste Super-Actionstar werden kann. Aber trotzdem schafft Adkins es häufig genug in Blockbustern mitzuspielen, nur eben nicht in der Hauptrolle. Immerhin Direct-To-DVD darf Adkins dafür die Titelcover schmücken. So auch im WWE-Films Streifen „Eliminators“, welcher auch zugleich Adkins besten Film aus 2016 darstellt.

Deja vu

Der Anfang Films erinnert direkt ein wenig an einen anderen Adkins-Film, nämlich „Universal Soldier: Day of Reckoning“. Denn ähnlich wie dort dringen bewaffnete Schergen in das Haus seiner Familie ein. Anders als im Van Damme Vehikel wehrt Adkins sich aber hier standesgemäß.

Aus diesem, inhaltlich etwas an den Haaren herbei gezogenen Story-Einstieg entsteht ein durchaus launiger Actioner mit einigen Schauwerten. Denn gedreht wurde an Originalschauplätzen in und um London. Im Ostblock-geplagten DTV-Actionmarkt nicht unbedingt üblich. Schön das sich WWE-Films hier in der Pflicht sieht, den Markt mit einem hochwertigen Vertreter zu beglücken.

Wo WWE-Films draufsteht ist WWE-Films drin

Allerdings nicht unbedingt komplett überraschend, denn der WWE-Markt ist in England nicht klein. Zudem wird Adkins ein Antagonist aus der WWE-Schule an die Seite gestellt. Stuart Alexander Bennett, während seiner aktiven Zeit besser bekannt als Wade Barrett macht in „Eliminators“ jagt auf den untergetauchten Scott Adkins und seine Tochter.

So entspinnt sich ein ruhig gefilmter Action-Thriller, der nicht unbedingt als Achterbahnfahrt beschrieben werden kann. Der Zuschauer wird aber in den richtigen Abständen mit Actionszenen auf Trab gehalten. Allerdings schadet dem Film etwas der Umstand, dass die ganze Zeit auf ein Duell zwischen Adkins und Bennett hingearbeitet wird. Denn so fehlt an vielen Stellen Bad-Guy Futter das Adkins einfach mal so abarbeiten kann.

Action, Action, Action und immer an die Fans denken

Das Drehbuch bemüht sich dennoch nach Kräften Actionszenen zu generieren. So z.B. eine gut gefilmte Sequenz auf dem engen Raum der Gondel einer Seilbahn. Selten haben diese Sequenzen allerdings direkt etwas mit der eigentlichen Story zu tun. Adkins ist schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort. Wie man es von ihm gewohnt ist, gibt er aber immer 100% und jeder Fight mit ihm macht einfach Spaß durch seine immer noch herausragenden Moves.
Dennoch hätten es gerne mehr Actionszenen sein können. Ärgerlich ist vor allem eine Schießerei in der Mitte des Films, bei der sich die beiden Hauptdarsteller aus nächster Nähe beschießen und natürlich nicht treffen. Derlei Szenen schaden etwas der ansonsten guten Stimmung des Films.

Das Finale hat es dann immerhin nochmal in sich. Neben einer kleinen Gruppe Bad-Guys, die Adkins mit einer Schrotflinte bearbeiten darf, steht auch der Kampf gegen Bennett an. Dieser ist ebenfalls gut choreographiert und kommt zudem mit einem schönen Finisher daher.

Insgesamt ist „Eliminators“ einer der besseren DTV-Vertreter und auf jeden Fall Adkins bester Film 2016. Den enttäuschenden „Hard Target 2“ lässt er locker stehen. Gerne kann WWE-Films von dem Kaliber noch ein paar Filme produzieren.

Filmbewertung: 7/10

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